{"id":22623,"date":"2020-09-14T10:55:25","date_gmt":"2020-09-14T08:55:25","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=8117"},"modified":"2020-09-14T10:55:25","modified_gmt":"2020-09-14T08:55:25","slug":"bantleon-investment-insight-september-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/bantleon-investment-insight-september-2020\/","title":{"rendered":"Bantleon : Investment Insight September 2020"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Bantleon: Trotz steigender Infektionszahlen \u00fcberraschen die Wirtschaftsdaten in den USA, China und Europa positiv.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span class=\"name\"> <a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Aussicht auf eine anhaltende konjunkturelle Erholung unterst\u00fctzt Risikoassets an den Finanzm\u00e4rkten.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die chinesischen Einkaufsmanagerindikatoren vom August zeichnen klar das Bild einer fortgesetzten Erholung. Der Industrie-Index von Markit legte noch einmal von 52,8 auf 53,1 Punkte zu und markierte damit einen 9\u00bd-j\u00e4hrigen H\u00f6chststand. Im Service-Sektor \u00fcberraschte der EMI des Statistikamtes positiv. Er erreichte mit 55,2 nach 54,2 Punkten ein 2\u00bd-Jahres\u00ac-Hoch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Umfragen best\u00e4tigen das Bild der hochfrequenten Aktivit\u00e4tsdaten, wonach die Binnenwirtschaft weiter Fahrt aufnimmt. Aus den EMIs wird zudem ersichtlich, dass sich die Perspektiven f\u00fcr den Aussenhandel aufhellen. So setzte sich in den Industrie-Umfragen die Erholung der Teilindizes zu den Auslandsauftr\u00e4gen fort. F\u00fcr China zeichnet sich damit immer deutlicher ein kr\u00e4ftiger BIP-Zuwachs ab.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einem Plus gegen\u00fcber dem Vorjahr von 3,2% im 2.  Quartal halten wir im 3. Quartal eine Beschleunigung in Richtung +5,0% f\u00fcr m\u00f6glich. Das Expansionstempo der chinesischen Wirtschaft w\u00fcrde sich damit in grossen Schritten den Vorkrisenwerten von rund 6,0% ann\u00e4hern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In den USA spiegeln die Arbeitsmarktzahlen eine Fortsetzung des Aufschwungs wider. So ist die Besch\u00e4ftigtenzahl im August erneut um 1,37 Mio. gestiegen. Rund die H\u00e4lfte der 22 Mio. Arbeitsstellen, die im M\u00e4rz\/April verloren gingen, konnte inzwischen wieder besetzt werden. Die Arbeitslosenquote gab sogar unerwartet deutlich von 10,2% auf 8,4% nach. Dieser R\u00fcckgang d\u00fcrfte das Ausmass der Belebung zwar \u00fcberzeichnen. Aber der \u00fcbergeordnete Abw\u00e4rtstrend scheint stabil.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Darauf deutet zum einen die hohe Zahl an US-B\u00fcrgern hin, die bei der Befragung angeben, nur vor\u00fcbergehend entlassen worden zu sein. Aktuell sind das 6,2 Mio.  \u2013 selbst am H\u00f6hepunkt der Rezession 2009 waren es \u00bbnur\u00ab 1,9 Mio. Die meisten tempor\u00e4r Entlassenen d\u00fcrften im Zuge des Wiederhochfahrens der Wirtschaft schnell wieder Arbeit finden. Werden sie bei der Berechnung der Arbeitslosenquote ausgeklammert, liegt diese mit nur 4,6% deutlich unter dem Wert in fr\u00fcheren Rezessionen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zum anderen sorgt die j\u00fcngste Entwicklung der Coronavirus-Pandemie f\u00fcr einen positiven Ausblick. Wenn die Neuinfektionen in den kommenden Monaten weiter zur\u00fcckgehen sowie Krankenhausaufenthalte und Todesfallzahlen niedrig bleiben, d\u00fcrften die Kontaktbeschr\u00e4nkungen erneut gelockert werden. In diesem Umfeld werden auch die Besch\u00e4ftigtenzahlen weiter ansteigen. Die Arbeitslosenquote sollte daher dieses Mal \u2013 verglichen mit \u00bbnormalen\u00ab Rezessionen \u2013 deutlich schneller wieder in Richtung des Ausgangsniveaus zur\u00fcckkehren.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Eurozone best\u00e4tigten die j\u00fcngsten Wirtschaftsdaten unsere Einsch\u00e4tzung, dass die bis zuletzt stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen bisher kaum Auswirkungen auf die konjunkturelle Erholung haben. So sanken die Einzelhandelsums\u00e4tze im Juli zwar um 1,3% gegen\u00fcber dem Vormonat. Sie liegen nach dem kr\u00e4ftigen Anstieg im Mai und Juni jedoch nur um 1,2% unter dem Vorkrisenniveau vom Februar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong> Am Arbeitsmarkt sind die Spuren der Pandemie \u00fcberschaubar. Auch im Juli ist die Arbeitslosenquote in der Eurozone  nur geringf\u00fcgig auf 7,9% angestiegen. Seit Ausbruch der Coronavirus-Krise hat die Quote damit lediglich um 0,7%-Punkte zugelegt. Angesichts der Sch\u00e4rfe des Konjunktureinbruchs w\u00e4re ein Anstieg in den zweistelligen Bereich zu erwarten gewesen. Aber neben Schwierigkeiten bei der Erhebung der Zahlen haben vor allem die vielf\u00e4ltigen Kurzarbeiterregelungen zur Begrenzung der Arbeitslosigkeit beigetragen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der deutschen Industrie stehen die Vorzeichen ebenfalls weiter auf Belebung. Nachdem der Auftragseingang im Juni um atemberaubende 28,8% gegen\u00fcber dem Vormonat in die H\u00f6he geschossen war, kam im Juli ein Plus von 2,8% hinzu. Der Auftragseingang hat inzwischen 78% des im M\u00e4rz und April erlittenen Einbruchs wettgemacht. W\u00e4hrend im Mai und Juni vor allem Inlandsauftr\u00e4ge zugelegt hatten, waren im Juli die Auslandsorders f\u00fcr das Auftragsplus verantwortlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Angesichts der ermutigenden wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und auf globaler Ebene hat die Bundesregierung ihre BIP-Prognose f\u00fcr 2020 von -6,3% auf -5,8% nach oben revidiert. Wir sind zuversichtlicher und erwarten \u00bbnur\u00ab einen R\u00fcckgang der Wirtschaftsleistung von rund 5%. Das w\u00e4re weniger drastisch als w\u00e4hrend der globalen Finanzkrise im Jahr 2009 (-5,6%). Auch f\u00fcr die Eurozone liegt das von uns veranschlagte Minus mit rund 7% klar \u00fcber der Konsenssch\u00e4tzung (-8,1%), jedoch deutlich unter dem R\u00fcckgang des Jahres 2009 (-4,5%).<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unser relativ optimistischer Wirtschaftsausblick erkl\u00e4rt sich auch dadurch, dass die in vielen Eurol\u00e4ndern stark gestiegenen Infektionszahlen nicht zu einem Einknicken der Konjunktur gef\u00fchrt haben und auch in Zukunft nicht f\u00fchren d\u00fcrften. Die aktuelle zweite Infektionswelle unterscheidet sich grunds\u00e4tzlich von der ersten Welle im M\u00e4rz und April. Der j\u00fcngste Anstieg der Fallzahlen geht auf massiv ausgeweitete Tests zur\u00fcck und betrifft vor allem Menschen, bei denen die Erkrankung relativ mild verl\u00e4uft. Die ergriffenen \u00bbweichen\u00ab Massnahmen zur Viruseind\u00e4mmung und das Ende der Sommerferien d\u00fcrften ausreichen, um die Neuinfektionszahlen wieder zu dr\u00fccken. Ein Impfstoff k\u00f6nnte ab Anfang 2021 zur Verf\u00fcgung stehen und den Weg f\u00fcr eine weitere Erholung der Konjunktur bereiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Aktienm\u00e4rkte legten zuletzt vor allem bei den US-Technologiewerten eine Verschnaufpause ein. Mit der konjunkturellen Erholung sollte aber der Aufw\u00e4rtstrend bei Aktien anhalten, selbst wenn zahlreiche St\u00f6rquellen immer wieder Ansatzpunkte f\u00fcr R\u00fccksetzer bieten.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Serie positiver \u00dcberraschungen bei den Wirtschaftsdaten hat in den vergangenen Wochen nicht nur Aktien, sondern auch alle anderen Risikoassets befl\u00fcgelt. An den Anleihenm\u00e4rkten nahm der Risikoappetit zu. Geradezu lehrbuchm\u00e4ssig haben Unternehmensanleihen gegen\u00fcber Bundesanleihen outperformt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein klassischer Gewinner in Aufschwungsphasen sind Rohstoffe. Seit M\u00e4rz\/April ist hier ebenfalls eine kr\u00e4ftige Erholung eingetreten. Sie wurde nicht nur von Roh\u00f6l und Gold, sondern auch von den klassischen, konjunktursensiblen Industriemetallen angetrieben. Kupfer, Zink und Nickel legten etwa seit M\u00e4rz jeweils um \u00fcber 40% zu. Mit Blick voraus rechnen wir damit, dass sowohl der Aufw\u00e4rtstrend bei den Rohstoffpreisen als auch die Einengung bei den Risikoaufschl\u00e4gen an den Anleihenm\u00e4rkten anh\u00e4lt.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bantleon: Trotz steigender Infektionszahlen \u00fcberraschen die Wirtschaftsdaten in den USA, China und Europa positiv.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":6290,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[682],"tags":[111],"class_list":["post-22623","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-anlagestrategie","tag-bantleon"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22623","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22623"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22623\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22623"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22623"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22623"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}