{"id":2265,"date":"2016-09-08T22:00:00","date_gmt":"2016-09-08T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/09\/08\/fokus-fed-duerfte-weiter-pausieren-auch-wegen-anstieg-der-geldmarktzinsen\/"},"modified":"2016-09-08T22:00:00","modified_gmt":"2016-09-08T22:00:00","slug":"fokus-fed-duerfte-weiter-pausieren-auch-wegen-anstieg-der-geldmarktzinsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/fokus-fed-duerfte-weiter-pausieren-auch-wegen-anstieg-der-geldmarktzinsen\/","title":{"rendered":"Fokus: Fed d\u00fcrfte weiter pausieren \u2013 auch wegen Anstieg der Geldmarktzinsen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Bei der US-Notenbank ist schon seit Jahren die Rede von der Normalisierung der Geldpolitik. Abgesehen vom Ende der quantitativen Lockerung im Herbst 2014 und einer einzigen Zinserh&ouml;hung im Dezember 2015 ist bisher aber nicht viel passiert&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Raiffeisen : Economic Research Wochenausblick<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Grund daf&uuml;r ist, dass sich die monet&auml;ren Rahmenbedingungen f&uuml;r die US-Wirtschaft auch ohne direktes Zutun der Fed versch&auml;rft haben, vor allem &uuml;ber den Wechselkurskanal. Steigende Zinserwartungen haben den US-Dollar ab Mitte 2014 in die H&ouml;he schnellen lassen, was eine &auml;hnliche Wirkung entfaltet hat wie eine Zinserh&ouml;hung: Das Expansionstempo der Wirtschaft hat sich etwas abgek&uuml;hlt und die niedrigeren Importpreise haben die Inflation ged&auml;mpft. Seit &uuml;ber einem Jahr tendiert der handelsgewichtete Dollarkurs zwar wieder mehr oder weniger seitw&auml;rts. Die negativen Effekte der Aufwertung wirken aber teilweise weiter nach: Der Exportsektor und die Industrie kommen nach wie vor nicht in die G&auml;nge.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch der j&uuml;ngste Anstieg bei den Geldmarkts&auml;tzen auf ein Nachkrisenhoch kommt eigentlich einer Straffung der Geldpolitik gleich &ndash; auch ohne Zinserh&ouml;hung durch die Fed. Das Notenbankzielband f&uuml;r die Federal-Funds-Rate betr&auml;gt weiterhin 0.25%-0.5%. Der Dreimonats-USD-Libor notiert aktuell aber bei etwas &uuml;ber 0.8%, der Jahressatz gar bei &uuml;ber 1.5%. Dies sind 20 respektive 30 Basispunkte mehr als noch im Juni. Zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist der Anstieg nicht auf gestiegene Zinserwartungen sondern vielmehr auf neue regulatorische Anforderungen, die ab Mitte Oktober f&uuml;r bestimmte USGeldmarktfonds gelten. Ziel dieser Reform ist es, die Stabilit&auml;t des Geldmarkts zu erh&ouml;hen, damit die Liquidit&auml;tsversorgung an Unternehmen und Banken auch in Krisenzeiten gew&auml;hrleistet ist. Die Neuerung umfasst folgende Aspekte:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. Die Gelmarktfonds k&ouml;nnen neu eine Geb&uuml;hr von 2% auf R&uuml;ckzahlungen erheben und diese um 10 Tage blockieren, wenn der Anteil der Fondsaktiven, der innerhalb einer Woche liquidiert werden kann auf unter 30% sinkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. Der Nettoinventarwert (Aktiven minus Passiven) der Fonds muss neu t&auml;glich berechnet und ausgewiesen werden. Dies soll die Transparenz erh&ouml;hen und das Risiko abrupter R&uuml;ckzahlungsforderungen verringern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den letzten Monaten zeigte sich jedoch, dass die von der Reform betroffenen Geldmarktfonds, also jene die institutionelle Kunden bedienen und haupts&auml;chlich in Kurzfristpapiere von Unternehmen und Banken investieren, am Markt an Attraktivit&auml;t verloren haben. Sie verzeichnen Kapitalabfl&uuml;sse, w&auml;hrend Geldmarktfonds, die ausschliesslich in kurzfristige Staatspapiere investieren und kein Risiko m&ouml;glicher Einschr&auml;nkungen f&uuml;r Investoren bergen, von einem deutlichen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neugeldzufluss profitieren. Dies hat es f&uuml;r Banken und andere Unternehmen schwieriger gemacht, sich am Geldmarkt zu refinanzieren, was entsprechend den Preis f&uuml;r Liquidit&auml;t hat steigen lassen: Der USD-Libor hat &uuml;ber alle Laufzeiten hinweg zugelegt (siehe Grafik).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist noch nicht absehbar, ob dies ein nachhaltiger Effekt ist und wie sich die Geldmarkts&auml;tze nach Inkrafttreten der Reform weiter entwickeln werden. Auch deshalb erscheint uns eine Zinserh&ouml;hung der Fed an der n&auml;chsten Lagebeurteilung am 21. September unwahrscheinlich. Dar&uuml;ber hinaus rechnen wir aber auch im Dezember mit keinem Zinsschritt. Die Konjunkturdaten waren zuletzt durchzogen. Und mit dem Anstieg der Geldmarktzinsen droht der Wirtschaft zus&auml;tzlich Gegenwind, vor allem wenn der Libor weiter nach oben tendiert. Denn dieser ist trotz des Manipulationsskandals der letzten Jahre weiterhin ein wichtiger Referenzzinssatz f&uuml;r Derivatgesch&auml;fte aber auch Hypotheken und andere Konsum- und Unternehmenskredite. Gem&auml;ss Sch&auml;tzungen von Bloomberg basieren knapp 7000 Mrd. der Schulden von privaten Haushalten und Unternehmen in den USA auf dem Libor. Dabei handelt es sich neben Hypotheken unter anderem auch um die weit verbreiteten Studenten- und Autokredite. Die Verbindlichkeiten mit fixer Verzinsung &uuml;berwiegen in den USA zwar deutlich. Die Kredite mit variablem Zins, wie z.B. dem Libor, wirken sich aber eins zu eins auf die laufenden Verbindlichkeiten der Schuldner aus, was bei der fixen Verzinsung nicht der Fall ist. Der j&uuml;ngste Libor-Anstieg um &uuml;ber 20 Basispunkte kostet die privaten amerikanischen Schuldner etwa 14 Mrd. USD, was immerhin rund 0.1% des BIP entspricht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der US-Notenbank ist schon seit Jahren die Rede von der Normalisierung der Geldpolitik. 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