{"id":22655,"date":"2022-01-26T16:43:17","date_gmt":"2022-01-26T15:43:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=11921"},"modified":"2022-01-26T16:43:17","modified_gmt":"2022-01-26T15:43:17","slug":"dws-unruhe-an-den-maerkten-na-und","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/dws-unruhe-an-den-maerkten-na-und\/","title":{"rendered":"DWS : Unruhe an den M\u00e4rkten? Na, und!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">DWS : Gr\u00fcnde zur sorge g\u00e4be es zwar. aber die marktvolatilit\u00e4t selbst geh\u00f6rt nicht dazu.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span class=\"byline\"><span class=\"author vcard\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<h6><strong>Ink\u00fcrze<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem die Aktienm\u00e4rkte schon seit einigen Wochen an Schwung verloren hatten, krachte es Montag richtig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So seltsam es klingt, ist Unruhe an den M\u00e4rkten ziemlich normal, gerade rund um Wendepunkte im Zins und Konjunkturzyklus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sicherlich gibt es viele Faktoren, die man im Auge behalten sollte, von geopolitischen Spannungen und Omicron bis hin zu altbekannten Unsicherheiten bez\u00fcglich Zinsentscheidungen der Zentralbank, Unterneh mensgewinne und kommende Wahlereignisse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Derzeit sehen wir jedoch wenig Grund, unser konstruktives Basisszenario grundlegend zu \u00e4ndern.<\/p>\n<h6><strong>Marktturbulenzen und ihre Gr\u00fcnde<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man tut gut daran, sich vor einfachen Erkl\u00e4rungen f\u00fcr das, was \u201eeindeutig\u201c auf den Finanzm\u00e4rkten passieren wird, in Acht zu nehmen. Denn normalerweise ist es schon schwierig genug, allein die Dinge zu erkl\u00e4ren, die bereits passiert sind. Nehmen wir die Aktienmarktschw\u00e4che der letzten Wochen, die dazu gef\u00fchrt hat, dass der US-amerikanische S&amp;P 500-Index im laufenden Jahr zum gestrigen Handelsschluss um etwas mehr als sieben Prozent gefallen ist. Viele US-Technologie- und Wachstumsm\u00e4rkte haben weitaus st\u00e4rkere Einbr\u00fcche erlebt. Spiegelte das, wie an vielen Stellen zu lesen, die Wende der US- Notenbank (Fed) in Richtung einer restriktiveren Geldpolitik w\u00e4hrend der Weihnachtszeit wider? Hat die Fed mit der Zinswende vielleicht zu lange gez\u00f6gert und wird daher nun wom\u00f6glich dazu gezwungen, die Zinsen so stark anzuheben, dassdies eine Rezession in den USA ausl\u00f6sen k\u00f6nnte?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das w\u00e4re sicherlich eine M\u00f6glichkeit, den R\u00fcckgang des Nasdaq 100 um elf Prozent im bisherigen Jahresverlauf zu erkl\u00e4ren, mithin hat er von seinem Hoch im vergangenen November fast 20 Prozent verloren, was ihn per Definition in den Bereich einen B\u00e4renmarktes r\u00fcckt. Seltsam aber, dass sich Substanzaktien in den USA und anderswo bis vor kurzem ziemlich gutgehalten haben und nach vielen mageren Jahren allm\u00e4hlich beginnen, den Abstand zu den Wachstumsaktien zu schlie\u00dfen. Da Substanzaktien typischerweise in zyklischen Sektoren (wie Banken, Grundstoffe und Energie) zu finden sind, sollten sie eigentlich st\u00e4rker von etwaigen Rezessions\u00e4ngsten betroffen sein als beispielsweise junge Nasdaq-Biotechnologieunternehmen, die noch Jahre entfernt sind von der Rentabilit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun haben die Renten- und Terminm\u00e4rkte in der Tat zunehmend Zinserh\u00f6hungen eingepreist; die Fed d\u00fcrfte demnach fr\u00fcher und schneller t\u00e4tig werden als noch vor Weihnachten gedacht. Der f\u00fcr das Ende des Zyklus eingepreiste Zinssatz ist jedoch seit letztem Jahr eher gesunken.1 In j\u00fcngerer Zeit fiel der Ausverkauf an den Aktienm\u00e4rkten mit der Abflachung der Rendite-kurve f\u00fcr US-Staatsanleihen zusammen, w\u00e4hrend die Spreads auf riskantere Unternehmensanleihen innerhalb normalerBandbreiten geblieben sind. Auch bei den vom Markt abgeleiteten mittelfristigen Inflationserwartungen ging es in letzter Zeit recht gem\u00e4\u00dfigt zu. All dies ist nicht vereinbar mit einer Zentralbank, die bereits zu sp\u00e4t dran ist und infolgedessen die Geld- politik drastisch straffen muss. Die Marktnervosit\u00e4t mag daher noch andere Gr\u00fcnde haben, etwa die geopolitischen Spannungen der letzten Wochen<\/p>\n<h6><strong>Markt- und politische Auswirkungen<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unserer Einsch\u00e4tzung nach, preisen die M\u00e4rkte derzeit nicht zu Unrecht vier Zinserh\u00f6hungen der Fed im Jahr 2022 ein, wodurch der effektive Leitzins bis Ende des Jahres auf knapp \u00fcber ein Prozentsteigen w\u00fcrde. Dar\u00fcber hinaus glauben wir, dass die j\u00fcngsten Marktturbulenzen die Arbeit der Fed in gewisser Weise erleichtert haben k\u00f6nnten, indem sie bei einigen hei\u00df gelaufenen Marktsegmenten wie Kryptoanlagen oder Technologieaktien daf\u00fcr sorgten, dass etwas Luft rausgelassen wurde. So gro\u00df die Schwankungen in einigen Marktsegmenten auch sind, w\u00e4re es jedoch \u00fcberraschend, w\u00fcrden Anleger ihre langfristigen Einsch\u00e4tzungen grunds\u00e4tzlich \u00e4ndern, hat sich am mittelfristig eingepreisten Zinspfad doch recht wenig getan.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">H\u00f6chstwahrscheinlich hatte das, was in den letzten Wochen an den US-M\u00e4rkten passiert ist, eher mit technischen Faktoren und extremer Positionierung, insbesondere von Privatanlegern, als mit fundamentalen Ver\u00e4nderungen zu tun. Dies h\u00e4tte immerhin den begr\u00fc\u00dfenswerten Effekt, dass die Marktstruktur anschlie\u00dfend \u201eges\u00fcnder\u201c w\u00e4re, also weniger anf\u00e4llig f\u00fcr starke Marktbewegungen sein sollte. Dies ist in der Tat unser aktuelles Hauptszenario; f\u00fcr den S&amp;P 500 erwarten wir, dass er vor den Kongresswahlen im November in einer Spanne zwischen den aktuellen Niveaus und 4700 Punkten handeln d\u00fcrfte (mit einem potenziellen Aufw\u00e4rtspotenzial danach, das sich in unseren n\u00e4chsten 12-Monats-Prognosen widerspiegeln wird, die im Februar ver\u00f6ffentlicht werden).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insgesamt ist es an der Zeit, sich wieder an normale Marktturbulenzen zu gew\u00f6hnen. Jenseits des Hauptszenarios gibt es nat\u00fcrlich Risiken. Doch Risiken k\u00f6nnen in beide Richtungen wirken. Bei Omicron beispielsweise hat sich unsere Einsch\u00e4tzung in den letzten Wochen durchaus verbessert. Die bisherigen Berichte der Unternehmen f\u00fcr das vierte Quartal waren insgesamt recht solide. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen einige Sektoren unter Margendruck durch h\u00f6here Arbeits- und Materialkosten leiden, aber die Auswirkungen auf das Niveau der breiten Indizes d\u00fcrften, wenn \u00fcberhaupt, ziemlich gering sein (wobei es durchaus zur Verlagerung des Gewinnbeitrags einzelner Sektoren kommen d\u00fcrfte, wie beispielsweise weg von Konsumg\u00fctern in Richtung Energie innerhalb des S&amp;P 500). Was die geopolitischen Spannungen und die Situation in Russland und der Ukraine betrifft, geben wir freim\u00fctig zu, dass die Einsch\u00e4tzungen innerhalb der Plattform unterschiedlich sind und dass solche Konflikte durch- aus auch aus Versehen eskalieren k\u00f6nnen. In Bezug auf die konkreten Auswirkungen auf die Finanzm\u00e4rkte w\u00e4ren wir vorsichtig. Historisch hatten selbst die Top-Experten im Kalten Krieg typischerweise \u201eErfolgsbilanzen\u201c, die die Prognosef\u00e4higkeiten einfacher \u00d6konomen und Marktbeobachter im Vergleich dazu ziemlich gut aussehen l\u00e4sst.2<\/p>\n<h6><strong>Auswirkungen auf die Anlageklassen<\/strong><\/h6>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Anleihen und W\u00e4hrungen:<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Angesichts der Zinserwartungen, der eher flachen Zinskurven und der Tatsache, dass die l\u00e4ngerfristigen Zinsen immer noch g\u00fcnstig sind, glauben wir, dass die Neuemissionst\u00e4tigkeit durch Unternehmen und \u00f6ffentliche H\u00e4nde nicht abrei\u00dfen wird. Infolgedessen w\u00fcrden wir erwarten, dass die Streuung innerhalb der Kreditm\u00e4rkte weiter zunimmt und die Pr\u00e4mien f\u00fcr Neuemissionen steigen. Bei Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating und Hochzinsanleihensollten Qualit\u00e4tstitel \u00fcberdurchschnittlich abschneiden. Bez\u00fcglich W\u00e4hrungen erwarten wir, dass die sich stetig verbesserndeWirtschaftsstimmung in der Eurozone sowie die daraus resultierende Wachstumsdifferenz gegen\u00fcber den USA den Euro befl\u00fcgeln d\u00fcrften, so es nicht zu geopolitischen \u00dcberraschungen kommt.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Aktien:<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abgesehen von den geopolitischen Risiken halten wir an unserem konstruktiven Hauptszenario fest. Dies setzt voraus, dass die Gewinne solide bleiben und sich die Renditen 10-j\u00e4hriger Treasuries bei etwa zwei Prozent einpendeln. Seit mehr als einem Jahrzehnt untermauern niedrige Zinsen die hohen Bewertungsniveaus von US-Aktien, an die sich Anleger gew\u00f6hnt haben. \u201eBessere\u201c Alternativen bleiben vorerst Mangelware. Aber im Laufe des Jahres 2022 k\u00f6nnten wir durchaus gelegentliche Ausbr\u00fcche anlage\u00fcbergreifender Volatilit\u00e4t erleben. M\u00f6gliche Ausl\u00f6ser gibt es genug, von Entwicklungen an den Zinsm\u00e4rkten, \u00fcber den \u00d6lpreis bis hin zur Geopolitik.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><span id=\"page3R_mcid18\" class=\"markedContent\"><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">1<\/span><\/span><span id=\"page3R_mcid19\" class=\"markedContent\"> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">https:\/\/dws.com\/de\/insights\/cio<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">&#8211;<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">view\/charts<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">&#8211;<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">of<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">&#8211;<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">the<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">&#8211;<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">week\/cotw<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">&#8211;<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">2022\/20220121<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">&#8211;<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">chart<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">&#8211;<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">of<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">&#8211;<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">the<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">&#8211;<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">week\/?setLanguage=de<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span id=\"page25R_mcid14\" class=\"markedContent\" style=\"font-size: 8pt;\"><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">2<\/span> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Tetlock, Philipp (2005): \u201cExpert Political Judgement: How Good Is It? How Can We Know?\u201d, Princeton University Press<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DWS : Gr\u00fcnde zur sorge g\u00e4be es zwar. aber die marktvolatilit\u00e4t selbst geh\u00f6rt nicht dazu.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":11134,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[682],"tags":[177],"class_list":["post-22655","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-anlagestrategie","tag-dws"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22655","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22655"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22655\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11134"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22655"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22655"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22655"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}