{"id":22691,"date":"2020-01-23T09:50:01","date_gmt":"2020-01-23T08:50:01","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=6141"},"modified":"2020-01-23T09:50:01","modified_gmt":"2020-01-23T08:50:01","slug":"reyl-auswirkungen-der-spannungen-im-nahen-osten-auf-asien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/reyl-auswirkungen-der-spannungen-im-nahen-osten-auf-asien\/","title":{"rendered":"REYL : Auswirkungen der Spannungen im Nahen Osten auf Asien"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">REYL: Risikoreiche Anlagen hatten einen unruhigen Start ins Jahr: Die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran trieb die \u00d6lpreise in die H\u00f6he. Diese Entwicklung k\u00f6nnte unsere Prognose f\u00fcr die asiatischen M\u00e4rkte negativ beeinflussen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>von Daryl Liew  Head of Portfolio Management, REYL Singapore<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die meisten L\u00e4nder Asiens sind Netto-\u00d6limporteure. Die h\u00f6heren Energiepreise wirken sich nicht nur auf den eigenen Verbrauch aus, sondern f\u00fchren auch zu einer Verschlechterung der Handelsbilanz. Zudem steigt die Inflation, wodurch die lokalen W\u00e4hrungen unter Verkaufsdruck geraten. Dies wiederum zwingt die asiatischen Zentralbanken dazu, die Zinsen auf einem h\u00f6heren Niveau zu halten, als sie zur St\u00fctzung der W\u00e4hrung gerne h\u00e4tten.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Vergleich mit dem saudischen Drohnenangriff vom September<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt einen Grund, warum wir Asien f\u00fcr 2020 doch positiv sehen: Nach unserer Ansicht werden die \u00d6lpreise zwar in einer gewisse Bandbreite schwanken aber nach oben hin begrenzt sein. Diese These muss vor dem Hintergrund der j\u00fcngsten Entwicklungen im Nahen Osten neu bewertet werden. In dieser Hinsicht k\u00f6nnte man sich an dem Drohnenangriff auf Saudi-Arabiens gr\u00f6sste \u00d6lf\u00f6rderanlage Abiqaiq vom vergangenen September orientieren, der den Verlust von f\u00fcnf Prozent des weltweiten \u00d6lvorkommens bedeutete. Die \u00d6lpreise stiegen in der unmittelbaren Zeit danach zun\u00e4chst um \u00fcber 20 Prozent. Die Preise reduzierten sich aber schnell wieder, als sich herausstellte, dass das weltweite \u00d6langebot ausreichte, um den Ausfall zu kompensieren. Ein Hauptgrund f\u00fcr die rasche Anpassung ist die Tatsache, dass die Entwicklung der Schieferindustrie in Nordamerika zu einer Diversifizierung des weltweiten Angebots gef\u00fchrt hat. Das hat dazu beigetragen, einen Puffer zur Stabilisierung der Energiepreise zu schaffen.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>USA: Geringe Kriegslust<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daher ist die Schl\u00fcsselfrage, die es zu beantworten gilt: Wie viel schlimmer k\u00f6nnte der Konflikt zwischen den USA und dem Iran werden? Und k\u00f6nnte er die \u00d6lversorgung im Nahen Osten f\u00fcr einen l\u00e4ngeren Zeitraum wesentlich beeintr\u00e4chtigen? Unserer Meinung nach w\u00fcrde dies nur dann eintreten, wenn ein umfassender milit\u00e4rischer Konflikt ausbricht und alle Exporte aus dem Persischen Golf gestoppt werden. Aus der Sicht der USA w\u00fcrde eine solche Eskalation eine Kehrtwende der derzeitigen politischen Richtung bedeuten. Diese besteht darin, die milit\u00e4rische Pr\u00e4senz der USA in der Region zu verringern. Das Interesse der USA am Schutz der \u00d6lvorkommen und der Aufrechterhaltung des Friedens im Nahen Osten hat in den letzten Jahren wohl nachgelassen, da die USA in Bezug auf die Energieversorgung autark geworden sind. Nach mehreren gescheiterten Kampagnen in der Region ist auch die Kriegslust der USA gering. Es w\u00fcrde einen mutigen Pr\u00e4sidenten brauchen, um in einem US-Pr\u00e4sidentschaftswahljahr in den Krieg zu ziehen, obwohl man bei Pr\u00e4sident Trump die M\u00f6glichkeit nicht v\u00f6llig ausschliessen kann!<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Auch der Iran will den Krieg vermeiden<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch der Iran w\u00fcrde einen offenen Konflikt lieber vermeiden. Sein Vorgehen ist es, den Einfluss in der Region zu vergr\u00f6ssern indem in verschiedenen Nachbarl\u00e4ndern Vertretungen errichtet werden, welche seine Mission erf\u00fcllen. Die Gr\u00fcndung und kontinuierliche Finanzierung der Hisbollah im Libanon ist nur ein Beispiel daf\u00fcr, wie der Iran den so genannten &#8220;Schiitischen Halbmond&#8221; geschaffen hat. K\u00f6nnte der Iran zu mehr Durchsetzungsverm\u00f6gen gedr\u00e4ngt werden, wenn die inneren Unruhen aufgrund der Auswirkungen von Wirtschaftssanktionen zunehmen? Letztlich sind die Leader im Iran pragmatisch und erkennen, dass sie einen konventionellen Krieg gegen die USA und ihre Verb\u00fcndeten nicht gewinnen k\u00f6nnen. Daher wird der Iran wahrscheinlich abwarten und weiterhin verdeckte Operationen durchf\u00fchren, um seine Ziele zu erreichen.Dies alles bedeutet, dass die Spannungen zwischen den USA und dem Iran zwar kurzfristig wahrscheinlich zur\u00fcckgehen d\u00fcrften \u2013 so wie im Falle von Brexit und dem Handelskrieg zwischen den USA und China. Dies ist jedoch lediglich eine Prozesspause und es ist sehr wahrscheinlich, dass der Konflikt in naher Zukunft wieder entz\u00fcndet wird.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Immer noch positiv f\u00fcr Asien, aber selektiv<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die geringe Wahrscheinlichkeit eines umfassenden Konflikts im Nahen Osten deutet darauf hin, dass die positiven Aussichten f\u00fcr Asien vorerst beibehalten werden k\u00f6nnen. Die Politik der Zentralbanken, die vermutlich begrenzte St\u00e4rke des Greenbacks, die Unterzeichnung des Phase-1-Handelsabkommens zwischen den USA und China und die moderate Verbesserung des globalen Wirtschaftswachstums sind allesamt positive Faktoren, die die asiatischen M\u00e4rkte st\u00fctzen werden. Anleger, die \u00fcber das Risiko eines m\u00f6glichen \u00d6lpreisanstiegs besorgt sind, sollten jedoch bei ihrem Engagement selektiver vorgehen. Vermeiden sollten sie Investitionen in L\u00e4nder wie Indien. Es ist das asiatische Land, das am st\u00e4rksten von h\u00f6heren \u00d6lpreisen betroffen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>REYL: Risikoreiche Anlagen hatten einen unruhigen Start ins Jahr: Die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran trieb die \u00d6lpreise in die H\u00f6he. 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