{"id":22706,"date":"2020-03-19T16:46:44","date_gmt":"2020-03-19T15:46:44","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=6789"},"modified":"2020-03-19T16:46:44","modified_gmt":"2020-03-19T15:46:44","slug":"amundi-marktbedingungen-und-entwicklung-in-der-coronavirus-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/amundi-marktbedingungen-und-entwicklung-in-der-coronavirus-krise\/","title":{"rendered":"Amundi: Marktbedingungen und Entwicklung in der Coronavirus-Krise"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Amundi : Inzwischen untersch\u00e4tzen Anleger das Ausmass der Krise nicht mehr, sondern gehen mit dem Beitritt der USA zu den Notfallmassnahmen von einer globalen Eskalation aus. Das hat zu einer Marktzerr\u00fcttung und \u00dcberreaktionen gef\u00fchrt&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Investment Talks zur Lage an den Kapitalm\u00e4rkten von Pascal BLANQU\u00c9, Group Chief Investment Officer; Vincent MORTIER, Deputy Group Chief Investment Officer, und Monica DEFEND, Global Head of Research. <\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Phase von \u00dcberreaktionen wird wahrscheinlich noch einige Zeit andauern, da eine Nachricht die n\u00e4chste jagt. China und Italien k\u00f6nnen als Fr\u00fchindikatoren betrachtet werden, was L\u00e4nder erwarten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Makrodaten werden sehr schwach sein, wie wir bei den Einzelhandelsums\u00e4tzen und den Zahlen zur chinesischen Industrieproduktion f\u00fcr Januar und Februar gesehen haben. Entscheidend wird sein, dass die Aktivit\u00e4ten nach den Eind\u00e4mmungsmassnahmen wieder aufgenommen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch hier ist China unser f\u00fchrender Indikator. Italien wird bei der Beurteilung der Auswirkungen und der Dauer der Krise in Europa eine entscheidende Rolle spielen, gefolgt von den USA. Wir befinden uns noch in einem zu fr\u00fchen Stadium, um massgebliche Verbesserungen zu sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die n\u00e4chsten zwei Wochen werden entscheidend sein, um die Auswirkungen der Eind\u00e4mmungsmassnahmen zu erkennen und die potenzielle Dauer des Wirtschaftsabschwungs abzusch\u00e4tzen. Jede positive (oder negative) \u00dcberraschung in diesem Sinne wird sich auf die Marktstimmung durchschlagen. Dar\u00fcber hinaus wird die Wiederaufnahme der Aktivit\u00e4ten in China es erm\u00f6glichen, das Risiko eines zweiten Virusausbruchs einzusch\u00e4tzen.<\/p>\n<p><strong>Politische Reaktion<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum ersten Mal seit 2008 erkennen die Beh\u00f6rden die Notwendigkeit koordinierter globaler Massnahmen. In ihrer Erkl\u00e4rung k\u00fcndigten die G7-Staats- und Regierungschefs an, dass sie &#8220;alles Notwendige tun&#8221; w\u00fcrden, um die Weltwirtschaft zu unterst\u00fctzen. Auf nationaler Ebene k\u00fcndigen die politischen Entscheidungstr\u00e4ger Auffangnetze und Steuerpakete zur Unterst\u00fctzung ihrer jeweiligen Wirtschaft und Gesundheitsausgaben an, w\u00e4hrend die wichtigsten Zentralbanken mit Liquidit\u00e4tsfazilit\u00e4ten, Quantitative-Easing-Programmen und Zinssenkungen eingegriffen haben. Die EZB hat beschlossen, ein neues befristetes PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) im Wert von 750 Milliarden Euro aufzulegen. Dies ist nur die j\u00fcngste in einer Reihe von Ma\u00dfnahmen, um die Folgen des Coronavirus-Ausbruchs f\u00fcr die Wirtschaft der Eurozone abzufedern und die Finanzstabilit\u00e4t in der Eurozone zu erhalten. Dies sollte aber noch nicht das Ende der Zentralbankinterventionen sein. Zudem erwarten wir weitere fiskalische Schritte. Ziel des Politikmixes ist, sicherzustellen, dass die Volkswirtschaften den vor\u00fcbergehenden Stillstand \u00fcberleben und letztlich ihre Finanzstabilit\u00e4t erhalten. Dies wird letztlich zu einer h\u00f6heren Verschuldung und zu deren Monetarisierung f\u00fchren. Quantitative Easing und extrem niedrige Zinsen werden, wenn nicht f\u00fcr immer, so doch zumindest f\u00fcr eine sehr lange Zeit, fortbestehen. Helikoptergeld ist ebenfalls eine reale M\u00f6glichkeit geworden, aber es wird ein weiterer Sprung in unbekannte Gew\u00e4sser sein. Aber auch in dieser Krise liegt eine Chance f\u00fcr die Eurozone. Im Gegensatz zur Euro-Krise betrifft das Coronavirus alle L\u00e4nder. Der Anreiz, den institutionellen Rahmen der Eurozone zu st\u00e4rken und sich auf die Emission von Euro-Schuldtiteln zu bewegen, ist h\u00f6her als in der Vergangenheit: Wir befinden uns jetzt in einem &#8220;Jetzt oder nie&#8221; Moment f\u00fcr die Eurozone.<\/p>\n<p><strong>Marktaussichten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt ist es zu sp\u00e4t zum Verkaufen und zu fr\u00fch zum Kaufen. Ein Verkauf in der aktuellen Phase k\u00f6nnte die F\u00e4higkeit der Anleger beeintr\u00e4chtigen, ihre langfristigen Ziele zu erreichen. Die M\u00e4rkte sind derzeit auf der Suche nach einem Signal f\u00fcr das Ende des Abw\u00e4rtstrends, wie zum Beispiel Anzeichen, dass der Virus einged\u00e4mmt werden kann oder dass Behandlungsm\u00f6glichkeiten gefunden werden und werden bis dann weiterhin volatil bleiben. In dieser Situation positionieren wir uns bei Risikoassets vorsichtig und legen grosses Augenmerk auf die Liquidit\u00e4t bei. An den Kreditm\u00e4rkten werden die Ausfallraten wahrscheinlich sprunghaft ansteigen. Ausserdem ist mit einer neuen Welle von Rating-Herabstufungen wahrscheinlich \u2013 vor allem bei US-Unternehmen mit BBB-Rating, die in Richtung High-Yield absacken k\u00f6nnten. Hinsichtlich der Sektoren wird der Energiesektor innerhalb der US-HY-Emittenten am st\u00e4rksten betroffen sein, da gleichzeitig die \u00d6lpreise zusammenbrechen. Insgesamt besteht noch Spielraum f\u00fcr eine Spread-Ausweitung. Eine Konzentration auf Unternehmen mit guten Fundamentaldaten wird entscheidend sein, um diese Phase zu meistern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An den Aktienm\u00e4rkten mag die Baisse ungew\u00f6hnlich und wahrscheinlich von extremem Ausmass sein, aber sie wird nicht so lange dauern wie 2008-09. Wir bleiben mit Blick auf das Jahresende optimistisch und rechnen mit einer starken Erholung der Marktpreise und einer Verbesserung der wirtschaftlichen Bedingungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Amundi : Inzwischen untersch\u00e4tzen Anleger das Ausmass der Krise nicht mehr, sondern gehen mit dem Beitritt der USA zu den Notfallmassnahmen von einer globalen Eskalation aus. 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