{"id":22735,"date":"2020-06-22T12:22:04","date_gmt":"2020-06-22T10:22:04","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=7456"},"modified":"2020-06-22T12:22:04","modified_gmt":"2020-06-22T10:22:04","slug":"union-investment-wasserstoff-chance-fuer-gruene-transformation-der-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/union-investment-wasserstoff-chance-fuer-gruene-transformation-der-wirtschaft\/","title":{"rendered":"Union Investment: Wasserstoff: Chance f\u00fcr gr\u00fcne Transformation der Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Union Investment: Wasserstoff gilt als klimaschonende Zukunftstechnologie. Nun wird sie von der deutschen Bundesregierung im Rahmen der Konjunkturhilfen gesondert gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>von Dr. Henrik Pontzen<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die richtige Entscheidung, <strong>wie Dr. Henrik Pontzen, Leiter ESG bei Union Investment,<\/strong> betont: \u201eDie Wasserstoffinitiative baut auf St\u00e4rken der deutschen Industrie. Wir haben die Chance, zum \u00f6kologischen Technologief\u00fchrer zu werden.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Coronakrise h\u00e4lt den Klimawandel nicht auf. Zwar gingen aufgrund der Massnahmen zur Eind\u00e4mmung der Pandemie die Emissionen weltweit zur\u00fcck. Doch aktuell steigen sie wieder stark an, weil Produktionsanlagen hochgefahren werden und die Mobilit\u00e4t deutlich zunimmt. \u201eDie Corona-Pandemie bedeutet f\u00fcr den Klimawandel nur eine kurze Verschnaufpause\u201c,<strong> sagt Pontzen.<\/strong> Die Ziele der EU und von Deutschland, Klimaneutralit\u00e4t bis zum Jahr 2050 zu erreichen, bleiben deshalb herausfordernd. \u201eDie beschlossene F\u00f6rderung der Wasserstoffwirtschaft ist eine Chance\u201c, so Pontzen. \u201eSolche Initiativen sind n\u00f6tig, um die gr\u00fcne Transformation der Wirtschaft zu forcieren.\u201c<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Ausbau der erneuerbaren Energien essenziell<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gr\u00fcnde f\u00fcr eine F\u00f6rderung von Wasserstoff gibt es viele. Einen \u00dcberblick liefert ein aktuelles Diskussionspapier von Union Investment. Zentral ist dabei das Emissionsargument. Bei der Verbrennung von Wasserstoff entsteht, im Gegensatz zu fossilen Energietr\u00e4gern, kaum klimasch\u00e4dliches CO<sub>2<\/sub>. Um mehr als ein Viertel k\u00f6nnten die globalen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen bis ins Jahr 2050 gesenkt werden, wenn die Wirtschaft st\u00e4rker auf Wasserstoff setzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch der Weg dahin ist steinig. \u201eWirklich klimafreundlich ist nur der sogenannte gr\u00fcne Wasserstoff, der mithilfe erneuerbarer Energien gewonnen wird\u201c, sagt Pontzen. Derzeit liegt der Industriefokus aber noch auf grauem Wasserstoff. Dieser ist zwar zwei bis drei Mal g\u00fcnstiger als die gr\u00fcne Variante, allerdings werden hier fossile Energietr\u00e4ger wie Erdgas oder Kohle genutzt. Um eine Tonne Wasserstoff zu produzieren, fallen bei der Verwendung von Erdgas 10 Tonnen und bei Kohle sogar fast 20 Tonnen CO<sub>2<\/sub> an. Eine ern\u00fcchternde Bilanz. \u201eIm Rahmen der Wasserstoffinitiative d\u00fcrfen die erneuerbaren Energien nicht vergessen werden\u201c, sagt Pontzen. \u201eNur mit einem parallelen Ausbau von Solar- und Windkraft kann Wasserstoff zum Klimaretter werden.\u201c<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Deutschland hat das Know-how<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deutschland pr\u00e4sentiert sich mit seiner jetzt vorgelegten Wasserstoffstrategie als Vorreiter. Von den rund 35 Milliarden Euro, die bisher von Regierungen weltweit an gr\u00fcnen Stimulus-Massnahmen angek\u00fcndigt wurden, kommt mehr als die H\u00e4lfte aus der Bundesrepublik. \u201eDeutschland hat das technische Know-how, um sich an die Spitze der gr\u00fcnen Transformation zu setzen. Hier sehe ich enormes Potenzial, auch aus Investorensicht\u201c, so Pontzen. Was Deutschland von anderen abhebt sind unter anderem die industriellen Kompetenzen im Bereich Gase sowie im Anlagenbau.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Investitionen von Unternehmen im Bereich Wasserstoff stiegen zuletzt deutlich an. Dahinter steckt zum einen die Einsicht, dass eine Reduktion der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen in einigen Branchen allein schon deshalb notwendig ist, weil das eigene Gesch\u00e4ftsmodell langfristig sonst nicht rentabel ist. Zum anderen besteht die Hoffnung, durch neue Technologien und Anwendungsm\u00f6glichkeiten zukunftsf\u00e4hige Gesch\u00e4ftsfelder zu erschliessen. Laut der Interessenvereinigung Hydrogen Council k\u00f6nnten sich die globalen Ums\u00e4tze im Bereich Wasserstoff im Jahr 2050 auf bis zu 2,5 Billionen US-Dollar j\u00e4hrlich belaufen \u2013 eine Chance f\u00fcr deutsche Unternehmen. \u201eDie deutsche Industrie kann vom Wasserstoffboom profitieren, wenn sie den gr\u00fcnen Transformationsprozess fr\u00fchzeitig als Chance begreift\u201c, <strong>sagt Pontzen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Zement-, Stahl- und in Teilen der Chemieindustrie ist der Anpassungsbedarf aufgrund regulatorischer \u00c4nderungen, etwa die ab 2021 geplante CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung, ohnehin hoch. Gleichzeitig l\u00e4sst sich Wasserstoff hier besonders gut einsetzen und bietet erhebliche CO<sub>2<\/sub>-Einsparm\u00f6glichkeiten. Im Transportsektor gibt es ausserdem namhafte deutsche Unternehmen, die Innovationspotenziale aus Wasserstoff nutzen k\u00f6nnten. \u201eUnsere Ingenieurskunst k\u00f6nnte daf\u00fcr sorgen, dass technische Wasserstoffinnovationen auch k\u00fcnftig aus Deutschland kommen\u201c, sagt Pontzen. Schon in wenigen Jahren k\u00f6nnte sich Wasserstoff bei Lkw, Bussen und Z\u00fcgen als Antriebsalternative etablieren. Den fl\u00e4chendeckenden Einsatz in Pkw h\u00e4lt Pontzen hingegen mittelfristig f\u00fcr weniger wahrscheinlich: \u201eAus Kosten- und Gewichtsgr\u00fcnden hat die Elektromobilit\u00e4t bei Pkw gegen\u00fcber dem Wasserstoff klare Vorteile.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gefahr, dass Deutschland \u2013 \u00e4hnlich wie im Fall der Solarbranche vor rund zehn Jahren \u2013 eine m\u00fchsam aufgebaute Industrief\u00fchrerschaft nach kurzer Zeit wieder abgeben muss, sieht der Nachhaltigkeitsexperte nicht. \u201eBei Solarzellen ging es letztlich um eine Massenware, da war Deutschland irgendwann nicht mehr konkurrenzf\u00e4hig\u201c, sagt Pontzen. \u201eDie Wasserstoffwirtschaft ist dagegen so komplex, dass ein kompletter Transfer unm\u00f6glich erscheint.\u201c<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Potenzial f\u00fcr langfristig agierende Investoren<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch der Kapitalmarkt scheint das Thema Wasserstoff positiv zu sehen. Ausgew\u00e4hlte Unternehmen aus den Bereichen Brennstoffzelle, Anlagenbau und Industriegase konnten bereits von der Phantasie einer sich durchsetzenden Wasserstoffwirtschaft profitieren. F\u00fcr die Zukunft sieht Pontzen erhebliches Potenzial: \u201eDie n\u00f6tigen Investitionen f\u00fcr gr\u00fcnen Wasserstoff sind enorm. Hier werden wir Investoren unseren Beitrag leisten.\u201c Neben der deutlichen Reduktion der Emissionen besteht auch die Aussicht auf markante Umsatz- und Gewinnsteigerungen f\u00fcr beteiligte Unternehmen. \u201eDas Anlagethema Wasserstoff ist f\u00fcr nachhaltige und langfristig agierende Investoren sehr interessant\u201c, <strong>so Pontzen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Union Investment: Wasserstoff gilt als klimaschonende Zukunftstechnologie. 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