{"id":22738,"date":"2020-07-06T12:00:16","date_gmt":"2020-07-06T10:00:16","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=7665"},"modified":"2020-07-06T12:00:16","modified_gmt":"2020-07-06T10:00:16","slug":"union-investment-o%cc%88lpreisrally-verliert-an-schwung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/union-investment-o%cc%88lpreisrally-verliert-an-schwung\/","title":{"rendered":"Union Investment: O\u0308lpreisrally verliert an Schwung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Union Investment: Die Pandemie sorgte auf dem \u00d6lmarkt f\u00fcr extreme Verwerfungen. Eine Wiederholung ist unwahrscheinlich, die Ampeln stehen aber nicht auf Gr\u00fcn. Weshalb das so ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Max Holzer, Leiter Relative Return bei Union Investment<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">So schnell der \u00d6lpreis im April gefallen ist, so schnell hat er sich wieder erholt &#8211; wenn auch auf niedrigerem Niveau als vor der Corona-Krise. Der Tiefpunkt f\u00fcr ein Fass der Sorte Brent lag im April bei 19,80 US-Dollar. Mittlerweile hat sich der Preis mehr als verdoppelt. Die grosse Frage lautet: Setzt sich dieser Aufw\u00e4rtstrend weiter fort?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Tempo wird die Erholung kaum weitergehen. Immer noch reagiert der \u00d6lpreis sehr empfindlich auf konjunkturelle und politische Neuigkeiten, wie man beispielsweise Mitte Juni beobachten konnte. Ging es zuvor stabil nach oben, gab der \u00d6lpreis im Gleichklang mit den Kursen anderer risikobehafteter Anlagen wie Aktien nach. Der Grund: In den USA kam die Furcht vor einer zweiten Corona-Welle auf. Zudem gab die US-Notenbank Fed eine sehr verhaltene Konjunktureinscha\u0308tzung ab.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Grosse Volatilita\u0308tsphase ist vorbei <\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das zeigt, dass es immer noch viel Unsicherheit hinsichtlich des Tempos der globalen Wirtschaftserholung gibt. Und dies wirkt sich auch auf den O\u0308lpreis aus. Er wird grundsa\u0308tzlich von der Entwicklung der O\u0308lnachfrage bestimmt &#8211; und diese steigt, wenn die Konjunktur wieder anzieht. Aktuell liegt die Nachfrage nach dem schwarzen Gold immer noch um zehn bis 15 Prozent unter dem Niveau vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Solange ungewiss bleibt, wie sich die Pandemie weiterentwickelt, wird es auch zu \u00fcberdurchschnittlichen Schwankungen kommen. Doch die ganz grosse Volatilita\u0308tsphase ist vorbei. Solch starke Verwerfungen wie im April, als erstmals ein negativer Preis f\u00fcr einen Terminkontrakt verzeichnet wurde, erwarten wir nicht noch einmal.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verantwortlich war die Angst, dass die Erdo\u0308llager &#8220;\u00fcberlaufen&#8221; konnten. Diese absolute Ausnahmesituation konnte nur noch mal auftreten, wenn die gr\u00f6ssten Erdo\u0308labnehmer USA, Europa und China gleichzeitig in einen grossfla\u0308chigen Shutdown gehen. Das ist aber sehr unwahrscheinlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zudem beschlossen damals die erdo\u0308lproduzierenden La\u0308nder der OPEC+ sehr schnell Produktionsku\u0308rzungen und setzten sie konsequent um. Die Akteure am Terminmarkt haben mittlerweile ihre Positionen entsprechend angepasst. Sollte es noch einmal zu einem Einbruch der Nachfrage kommen, sind sie besser vorbereitet.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Geringe Wahrscheinlichkeit einer O\u0308lknappheit <\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dennoch sind einer stark positiven O\u0308lpreisentwicklung klare Grenzen gesetzt, da auch die Lagerbesta\u0308nde noch auf einem Rekordhoch liegen. Es du\u0308rfte mindestens zwo\u0308lf bis 18 Monate dauern, bis diese wieder auf Normalniveau abgebaut sind. Das Schaffen von Platz in den Lagern ist im Interesse aller Produzenten, da die erho\u0308hten Vorra\u0308te eine enorme Kapitalbindung verursachen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun\u00e4chst werden die \u00d6llieferanten also ihre Lagerbesta\u0308nde reduzieren. Auch wenn die Nachfrage schnell anziehen sollte, k\u00f6nnen die Staaten der OPEC+ mit einer Angebotsausweitung reagieren, da sie infolge ihrer vorherigen Fo\u0308rderku\u0308rzungen \u00fcber freie Produktionskapazit\u00e4ten verf\u00fcgen. Die \u00d6lfelder, die derzeit nicht in Betrieb sind, werden bei Bedarf einfach wieder hoch- gefahren. Die Wahrscheinlichkeit einer O\u0308lknappheit ist a\u0308usserst gering.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausserdem lohnt sich fu\u0308r die US-Schiefero\u0308lproduzenten bei einem Preis von rund 40 US-Dollar pro Barrel (Brent) der Wiedereinstieg in die Produktion, die sie zuletzt aufgrund zu niedriger Preise gedrosselt oder sogar ganz eingestellt hatten. Damit erho\u0308ht sich das Angebot noch weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Preis wird also nur so weit steigen, bis Angebot und Nachfrage in Balance gebracht sind. Wir rechnen fru\u0308hestens Ende 2021 wieder mit einer Nachfrage auf Vorkrisenniveau. Daher sind in den kommenden Monaten eher Preisru\u0308ckschla\u0308ge denn weiter steigende Notierungen mo\u0308glich. Auf Jahressicht rechnen wir allerdings mit einem O\u0308lpreis von rund 45 US-Dollar pro Barrel Brent-Roho\u0308l. Bis Ende 2021 ko\u0308nnte es dann durchaus auf 50 US-Dollar nach oben gehen, bevor im Lauf des Jahres 2022 das Vorkrisenniveau von rund 60 US-Dollar erreicht werden du\u0308rfte.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>O\u0308lmarkt bietet attraktive Anlagechancen<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb gilt: Die skizzierte mo\u0308gliche Entwicklung am O\u0308lmarkt bietet grundsa\u0308tzlich attraktive Investmentchancen. Wer aber als Privatanleger u\u0308ber ein Investment in Roho\u0308l nachdenkt, sollte sich bewusst sein, dass nur u\u0308ber den Terminmarkt investiert werden kann. Und die Wertentwicklung u\u0308ber Terminkontrakte spiegelt die Entwicklung am Kassamarkt nicht eins zu eins wider.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das heissst, es droht unter Umsta\u0308nden auch bei steigenden O\u0308lpreisen ein Wertverlust. Eine Alternative bietet das Investment beispielsweise u\u0308ber Rohstofffonds, die in geeignete Terminkontrakte investieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Union Investment: Die Pandemie sorgte auf dem \u00d6lmarkt f\u00fcr extreme Verwerfungen. Eine Wiederholung ist unwahrscheinlich, die Ampeln stehen aber nicht auf Gr\u00fcn. 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