{"id":22793,"date":"2021-01-11T18:15:38","date_gmt":"2021-01-11T17:15:38","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=9017"},"modified":"2021-01-11T18:15:38","modified_gmt":"2021-01-11T17:15:38","slug":"capital-group-brexit-ende-gut-alles-gut-gar-nichts-gut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/capital-group-brexit-ende-gut-alles-gut-gar-nichts-gut\/","title":{"rendered":"Capital Group : Brexit: Ende gut, alles gut, gar nichts gut?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Capital Group: Viereinhalb Jahre nachdem die britischen W\u00e4hler f\u00fcr einen Austritt des eigenen Landes aus der Europ\u00e4ischen Union votiert haben, konnten beide Seiten ein gemeinsames Vertragswerk aushandeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und das nur wenige Tage, bevor der Brexit am 31. Dezember 2020 offiziell in Kraft trat. Robert Lind, Volkswirt bei Capital Group, analysiert die Auswirkungen dieses Vertrags. Sein Fazit: Strafz\u00f6lle auf G\u00fcter seien zwar abgewendet worden, ein deutlicher Einschnitt der Beziehung zwischen Europa und Grossbritannien sei dennoch zu erwarten.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Zunehmende Regulationen sind eine Folge<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einer der unmittelbarsten Effekte seien Grenzkontrollen und Zollanmeldungen. Diese d\u00fcrften britische Unternehmen sch\u00e4tzungsweise rund sieben Milliarden Pfund j\u00e4hrlich kosten. \u00dcber einen Zeitraum von zehn bis f\u00fcnfzehn Jahren k\u00f6nnte es einen R\u00fcckgang des britischen Bruttoinlandsprodukts von f\u00fcnf bis sieben Prozent geben \u2013 verglichen mit dem erwarteten Inlandsprodukt, wenn Grossbritannien in der Europ\u00e4ischen Union geblieben w\u00e4re. Zeitgleich k\u00f6nnten auch EU-L\u00e4nder und vor allem jene mit tiefverwurzelten Handelsbeziehungen mit Grossbritannien wirtschaftlichen Schaden erleiden. Dies beziehe sich insbesondere auf Irland, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, die Niederlande und D\u00e4nemark.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwar handele es sich bei dem geschlossenen Handelsvertrag um einen der umfangreichsten, der je mit einem Handelspartner geschlossen worden sei, ein deutlich h\u00f6heres Mass an Regulationen sei dennoch die Folge. \u201eBritische G\u00fcter werden zuk\u00fcnftig danach beurteilt, zu welchem Anteil sie auf Produkten aus anderen L\u00e4ndern beruhen. Insbesondere bei Autos und im Lebensmittelsektor wird dies von Bedeutung sein\u201c, sagt Lind. \u201eAuch Dienstleistungen \u2013 insbesondere aus dem Finanzsektor \u2013 sind nur bedingt Teil des Vertrags. Zwar will die EU dahingehend f\u00fcr Erleichterungen sorgen, mit der vorherigen Freiz\u00fcgigkeit wird es aber nicht zu vergleichen sein.\u201c<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Brexit, eine Chance zur Restrukturierung<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Langfristig k\u00f6nnte das Ausscheiden Grossbritanniens aus der Europ\u00e4ischen Union zu einer Restrukturierung der britischen Volkswirtschaft mit weniger Abh\u00e4ngigkeit vom Finanzsektor, dem Wohnungsbau und Konsumentenausgaben f\u00fchren. Allerdings seien daf\u00fcr erhebliche Investitionen n\u00f6tig, was in Anbetracht der bereits hohen Ausgaben im Zuge der Corona-Pandemie zu einer deutlich steigenden Staatsverschuldung in den kommenden f\u00fcnf bis zehn Jahren f\u00fchren k\u00f6nnte. Mit der Zeit k\u00f6nnte der Brexit zu st\u00e4rkeren Beziehungen zu globalen Handelspartnern wie China, Indien oder den USA f\u00fchren. Allerdings neigten Staaten, die geografisch nah zueinander l\u00e4gen und \u00fcber vergleichbare durchschnittliche Einkommen verf\u00fcgten, zu mehr Handel. Ein Anstieg des Handels mit globalen Partnern werde daher voraussichtlich nur einen Bruchteil des wegfallenden Handels mit der EU wettmachen.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Kurzfristige und langfristige Effekte<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf kurze Zeit gesehen, k\u00f6nnte der nun vollzogene Brexit positive Effekte auf binnenmarktorientierte britische Aktien und die lokale W\u00e4hrung Pfund Sterling haben, Anleiherenditen s\u00e4hen sich einem Aufw\u00e4rtsdruck ausgesetzt. L\u00e4ngerfristig k\u00f6nnte sich ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum jedoch negativ auf Aktien auswirken. Zentral sei, dass das j\u00fcngste Vertragswerk nicht das Ende des Brexits bedeute, sondern nur eine Zwischenstation sei. \u201eDie weitere Entwicklung der Handelsbeziehungen h\u00e4ngt sicherlich von den nationalen Wahlergebnissen Grossbritanniens im n\u00e4chsten Jahr ab, weitere Verhandlungen werden aber sicherlich folgen\u201c, sagt Lind. \u201eDie Erfahrung mit L\u00e4ndern wie der Schweiz oder Norwegen zeigt, dass die Beziehungen zur EU auch f\u00fcr Grossbritannien in Zukunft herausfordernd sein werden.\u201c Die zentrale Frage werde sein, wie viel Autonomie das Vereinigte K\u00f6nigreich in Zukunft f\u00fcr einen vereinfachten Marktzugang nach Europa abzugeben bereit sein wird. Die Unsicherheiten des Brexits und St\u00f6rungen in den Handelsbeziehungen zwischen Grossbritannien und der Europ\u00e4ischen Union w\u00fcrden daher auch in den kommenden Jahren fester Bestandteil der europ\u00e4ischen Realit\u00e4t sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle:  AdvisorWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Capital Group: Viereinhalb Jahre nachdem die britischen W\u00e4hler f\u00fcr einen Austritt des eigenen Landes aus der Europ\u00e4ischen Union votiert haben, konnten beide Seiten ein gemeinsames Vertragswerk aushandeln.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":7622,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[143],"class_list":["post-22793","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse","tag-capital-group"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22793","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22793"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22793\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7622"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22793"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22793"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22793"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}