{"id":22807,"date":"2021-02-16T11:46:08","date_gmt":"2021-02-16T10:46:08","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=9270"},"modified":"2021-02-16T11:46:08","modified_gmt":"2021-02-16T10:46:08","slug":"ubp-kommentar-big-tech-wolken-am-horizont","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/ubp-kommentar-big-tech-wolken-am-horizont\/","title":{"rendered":"UBP-Kommentar: &#8220;Big Tech: Wolken am Horizont?&#8221;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">UBP: Die gro\u00dfen Technologieunternehmen setzen ihr Wachstum stetig fort und stehen inzwischen f\u00fcr fast 20 % der gesamten US-Marktkapitalisierung.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies k\u00f6nnte regulatorische, kartellrechtliche und steuerpolitische Ma\u00dfnahmen hervorrufen. Was dies f\u00fcr Anleger bedeutet, analysiert <strong>Norman Villamin, CIO Wealth Management und Head of Asset Allocation der Schweizer Privatbank Union Bancaire Priv\u00e9e (UBP)<\/strong>, in seinem aktuellen Kommentar:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eApple, Amazon, Facebook und Alphabet\/Google &#8211; die sogenannten &#8220;Big Tech-Unternehmen&#8221; &#8211; machen mittlerweile fast 20 % der gesamten US-Marktkapitalisierung aus. Dies kann dazu f\u00fchren, dass f\u00fcr diese Unternehmen in Form von Kartellverfahren, verst\u00e4rkter Regulierung und der Aussicht auf eine nachteilige Steuerpolitik Wolken am Horizont aufziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine kartellrechtliche Untersuchung, insbesondere in den Vereinigten Staaten, stellt wahrscheinlich die gr\u00f6\u00dfte Bedrohung dar. Allerdings lassen Kartellverfahren aus dem vergangenen Jahrhundert vermuten, dass der Shareholder Value nicht unbedingt beeintr\u00e4chtigt werden muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch eine verst\u00e4rkte beh\u00f6rdliche Aufsicht zeichnet sich ab. Allerdings hatte diese im Fall von IBM und Microsoft in den USA die Profitabilit\u00e4t der Unternehmen nicht beeintr\u00e4chtigt. Regulatorischer Druck wird sich wahrscheinlich als Gegenwind f\u00fcr das Umsatzwachstum bemerkbar machen, da der zunehmende Datenschutz zu mehr Einschr\u00e4nkungen bei der Monetarisierung von Verbraucherdaten f\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Europa jedoch k\u00f6nnten Regulierungen entstehen, die potenziell zielgerichteter sind und mittelfristig ein Risiko f\u00fcr Investoren darstellen k\u00f6nnen. W\u00e4hrend die USA typischerweise die Aufspaltung der Unternehmen als Abhilfe anstreben, ist der europ\u00e4ische Ansatz stattdessen, die Aus\u00fcbung einer Monopolmacht zu regulieren. In Verbindung mit dem Digital Markets Act schl\u00e4gt die EU den Digital Services Act vor, der den &#8220;Gatekeepern&#8221;, die f\u00fcr die Inhalte auf ihren Plattformen verantwortlich sind, wahrscheinlich zus\u00e4tzliche Betriebs- und Compliance-Kosten auferlegen w\u00fcrde. Die Regelung w\u00fcrde auch das Risiko erh\u00f6hen, dass bei Nichteinhaltung Bu\u00dfgelder von bis zu 6 % des j\u00e4hrlichen Unternehmensumsatzes verh\u00e4ngt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die vielleicht am st\u00e4rksten untersch\u00e4tzte Herausforderung f\u00fcr das &#8220;Asset-light&#8221;-Gesch\u00e4ftsmodell der Big Tech-Unternehmen w\u00e4re eine ver\u00e4nderte Steuerpolitik in den USA und Europa. Die Big Techs repr\u00e4sentieren nicht nur einen betr\u00e4chtlichen Anteil der globalen Aktienmarktkapitalisierung, sondern erwirtschaften auch einen erheblichen Anteil der globalen Unternehmensgewinne &#8211; und das zu einer Zeit, in der die Regierungen auf der Jagd nach Steuereinnahmen sind, um die globale Pandemie zu bek\u00e4mpfen. Allerdings scheint mitten in der Pandemie der politische Wille nicht stark genug zu sein, zumindest nicht in den USA, um im Jahr 2021 h\u00f6here Steuern einzuf\u00fchren. Die Aussichten f\u00fcr das Jahr 2022 sind etwas unklarer da h\u00f6here Unternehmenssteuern und der globale Mindeststeuersatz der OECD wahrscheinlicher werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die USA gehen die meisten Beobachter von einer teilweisen R\u00fccknahme der Steuersenkungen von 2017 aus, von denen Technologie- und Kommunikationsunternehmen \u00fcberproportional profitiert haben. Dar\u00fcber hinaus gibt es einen Vorschlag, die Steuern auf solche Ertr\u00e4ge zu erh\u00f6hen, die von ausl\u00e4ndischen Tochtergesellschaften von US-Unternehmen durch immaterielle Verm\u00f6genswerte wie Patenten, Marken und Urheberrechten erwirtschaftet werden. Dies k\u00f6nnte die Steuerlast von Technologie- und Kommunikationsunternehmen um 350-450 Basispunkte erh\u00f6hen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Europa hat versucht, einen globalen Unternehmenssteuerrahmen unter der Schirmherrschaft der OECD zu schaffen. Damit k\u00f6nnten Regierungen die Gewinne aus Verk\u00e4ufen, die innerhalb ihrer Jurisdiktion stattfinden, besteuern. Die OECD m\u00f6chte zudem einen globalen Mindeststeuersatz einf\u00fchren. Dieser soll verhindern, dass Unternehmen Steuerunterschiede zwischen den Staaten ausnutzen, und w\u00fcrde den Steuerwettbewerb zwischen den L\u00e4ndern unterbinden. Nach Sch\u00e4tzungen der OECD k\u00f6nnten diese Ma\u00dfnahmen die Unternehmenssteuern um bis zu 100 Mrd. USD oder insgesamt 4 % erh\u00f6hen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gesch\u00e4ftsmodell &#8220;move fast and break things&#8221; (&#8220;Sei schnell und brich Regeln und Gewohnheiten&#8221;, Mark Zuckerberg) k\u00f6nnte bedroht sein. Dies k\u00f6nnte die F\u00e4higkeit der Big Techs einschr\u00e4nken, durch M&amp;A hohe Wachstumsraten so \u00fcber den Prognosehorizont aufrechtzuerhalten, wie es Apple und Microsoft gemacht haben. Die Generierung von hohem freiverf\u00fcgbarem Cashflow in Kombination mit schuldenfreien Bilanzen erm\u00f6glicht es den Unternehmen jedoch, zu investieren und ihre Gesch\u00e4ftsmodelle auf innovationsfokussierte Wachstumstreiber auszurichten sowie gleichzeitig den Shareholder Value \u00fcber Dividenden und Aktienr\u00fcckk\u00e4ufe zu steigern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr Investoren w\u00e4re es verfr\u00fcht, sich wegen dieser Bedrohungen aus dem Big Tech-Bereich zu verabschieden. Ein gewisses Ma\u00df an Diversifizierung weg von etablierten Akteuren hin zu Technologien oder Segmenten, die sich in einem fr\u00fcheren Stadium befinden, kann jedoch durchaus eine umsichtige Form des Schutzes darstellen. Gleichzeitig kann dies die Chance bieten, von zuk\u00fcnftigen transformativen Trends zu profitieren, die die Weltwirtschaft umgestalten k\u00f6nnten.&#8221;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>UBP: Die gro\u00dfen Technologieunternehmen setzen ihr Wachstum stetig fort und stehen inzwischen f\u00fcr fast 20 % der gesamten US-Marktkapitalisierung.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":9272,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[153],"class_list":["post-22807","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse","tag-ubp"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22807","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22807"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22807\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9272"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22807"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22807"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22807"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}