{"id":22826,"date":"2021-04-14T11:11:17","date_gmt":"2021-04-14T09:11:17","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=9708"},"modified":"2021-04-14T11:11:17","modified_gmt":"2021-04-14T09:11:17","slug":"dje-traue-keinem-und-andere-erfolgsmodelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/dje-traue-keinem-und-andere-erfolgsmodelle\/","title":{"rendered":"DJE: \u201eTraue keinem\u201c \u2013 und andere Erfolgsmodelle"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">DJE : Technologiewerte erlebten im Jahr 2020 einen besonderen H\u00f6henflug. Doch angesichts gestiegener Zinsen und der Aussicht auf eine konjunkturelle Erholung sind sie etwas aus dem Fokus geraten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Hagen Ernst, stellvertretender Leiter Research &amp; Portfoliomanagement bei der DJE Kapital AG<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor allem Softwarewerte stagnieren bereits seit Monaten. Innerhalb des Technologiesektors sind, wenn \u00fcberhaupt, zyklische Halbleiteraktien gefragt \u2013 oder j\u00fcngst klassische Aktien. Diese profitieren von Lockerungen und \u2013 bei fortschreitenden Impfungen \u2013 von einer R\u00fcckkehr zu einem normaleren Leben. Das betrifft etwa Mobilit\u00e4tsplattformen wie Uber und Lyft oder Online-Reiseagenturen wie Booking und Expedia.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eZero Trust\u201c \u2013 das Erfolgsmodell<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Software-Sektor ist jedoch keineswegs out: Es d\u00fcrften sich wieder Gelegenheiten bieten &#8211; zun\u00e4chst selektiv. Vor allem im Bereich Sicherheit ist das Wachstumspotenzial hoch. Der Grund: Die Bedrohung durch Cyberattacken wird immer gef\u00e4hrlicher und kostspieliger. Investitionen in die Verbesserung der Sicherheit haben daher oberste Priorit\u00e4t. Gem\u00e4ss dem US-IT-Marktforscher Gartner wuchs das Segment Sicherheitssoftware um gut 10 Prozent \u2013 und soll auch zuk\u00fcnftig in dieser Gr\u00f6ssenordnung wachsen. Am schnellsten wachsen aktuell Sicherheitsl\u00f6sungen rund um die Cloud und das \u201eZero Trust\u201c-Modell.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Modell zielt darauf ab, das Risiko f\u00fcr Firmennetze und -anwendungen zu minimieren und nebst externen Bedrohungen auch interne Gefahrenpotenziale auszuschliessen. Bei \u201eZero Trust\u201c wird keinem Akteur von vornherein vertraut, der Zugang zu Ressourcen oder Diensten im Netzwerk will. Jeder Zugriff wird individuell authentifiziert und der Datenverkehr grunds\u00e4tzlich verschl\u00fcsselt. F\u00fchrende Anbieter von \u201eZero Trust\u201c-Sicherheitsarchitektur f\u00fcr Cloudanwendungen sind Cloudflare und Palo Alto. Cloudflare ist zwischen 2016 und 2020 j\u00e4hrlich im Durchschnitt um 50 Prozent gewachsen. Allerdings sollte angesichts des hohen Umsatzmultiples auch bereits ein Grossteil des Potenzials eingepreist sein. Palo Alto dagegen erwirtschaftet noch einen Grossteil seines Umsatzes im \u201eklassischen\u201c Firewall-Gesch\u00e4ft, das nicht mehr so stark w\u00e4chst. Der Anteil an Sicherheitssoftware f\u00fcr das Cloud-Computing soll sich zwar laut Unternehmensprognose in diesem Jahr verdoppeln, macht aber auch dann erst 15 Prozent vom Umsatz aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch klassische Netzwerkausr\u00fcster wie Cisco dr\u00e4ngen unter anderem dank zahlreicher Zuk\u00e4ufe st\u00e4rker in das lukrative Gesch\u00e4ft rund um Sicherheitssoftware. Der Security-Bereich macht jedoch weniger als 10 Prozent des Umsatzes aus und w\u00e4chst zudem nur leicht unterproportional zum Markt. Eine m\u00f6glicherweise wieder etwas bessere Kursentwicklung d\u00fcrfte prim\u00e4r davon abh\u00e4ngen, ob sich der Unternehmenskundenbereich erholt, sollten Arbeitnehmer nach Corona wieder vermehrt in B\u00fcros arbeiten.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Daten- und CRM-Softwarel\u00f6sungen sind gefragt<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz oben auf der Agenda sind Softwarel\u00f6sungen rund um Big Data und k\u00fcnstliche Intelligenz. Dank dem Internet der Dinge (IOT) werden Datenerhebungen immer umfangreicher und k\u00f6nnen durch k\u00fcnstliche Intelligenz und maschinelles Lernen immer besser verarbeitet werden. Zu nennen sind hier klassische Unternehmens-Softwareanbieter wie SAP oder Oracle, Twilio als Anbieter einer Cloud-Kommunikationsplattform f\u00fcr so gut wie alle Nachrichtenkan\u00e4le wie z.B. WhatsApp, Email, SMS oder Instagram und auch zunehmend Cloudanbieter wie Microsoft Azure, Amazon AWS oder Google GCP.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben Daten sind Kundenbeziehungen ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Daher ist auch das Wachstum bei Softwarel\u00f6sungen rund um Kundenbeziehungen weiter hoch. Der Markt ist hier sehr fragmentiert. Salesforce konnte jedoch seine Marktanteile in den letzten Jahren kontinuierlich auf mittlerweile 18 Prozent steigern, ist allerdings nach der recht teuren \u00dcbernahme von Slack sowie einer etwas nachlassenden Wachstumsdynamik bei Investoren in Ungnade gefallen. Gut entwickelt sich die CRM-Softwarel\u00f6sung Microsoft Dynamics, deren Marktanteil aktuell bei vier Prozent liegt und die vor allem bei kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) stark nachgefragt wird. Dynamics hat innerhalb des Microsoft-Konzerns zwar nur eine geringe Bedeutung, ist aber gut positioniert. Das gilt auch f\u00fcr Hubspot, einen Anbieter f\u00fcr CRM-L\u00f6sungen f\u00fcr KMUs. Margen und Umsatz sind hier aber noch ausbauf\u00e4hig.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Hohes Wachstumspotenzial bei computergest\u00fctzter Kundenkommunikation<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben den grossen Themen wie IT-Sicherheit, CRM oder ERP gibt es eine Reihe von aussichtsreichen Nischen: Dank immer h\u00f6herer Rechnerleistungen kam es auf dem Gebiet der \u201eConversational AI\u201c zum Durchbruch. Damit \u00fcbernehmen heute immer mehr computergest\u00fctzte Programme die Kommunikation mit Kunden: Menschen in Call Centern d\u00fcrften schon bald der Vergangenheit angeh\u00f6ren. \u201eConversational AI\u201c ist aktuell einer der vielversprechendsten und am schnellsten wachsenden Segmente innerhalb des Softwaresektors. Marktforschungsinstitute sch\u00e4tzen das Marktpotenzial auf mindestens 60 Milliarden US-Dollar. Gut positioniert ist hier Twilio.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf dem Vormarsch sind auch sogenannte \u201eChatBots\u201c, die mittels k\u00fcnstlicher Intelligenz einen Grossteil der Kundenkommunikation \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. Hier gibt es Nischenplayer wie Five9 oder Liveperson. Projekte dieser Anbieter zeigen im Schnitt eine um 20 Prozent bessere Kundenzufriedenheit und sparen ein Viertel der Kosten ein. Anwendung finden ChatBots vermehrt bei Fluggesellschaften, Hotels oder Telekomanbietern, aber auch im Gesundheitswesen und in der \u00f6ffentlichen Verwaltung. Aktuell ist noch viel \u201emanuelles Training\u201c erforderlich bevor sie eingesetzt werden k\u00f6nnen. Die Algorithmen werden jedoch immer besser. Laut Liveperson sind bereits 50 Prozent der ChatBots autonom, k\u00f6nnen sich also ohne manuelles Training in Sachverhalte einarbeiten. Angesichts des enormen Wachstumspotenzials sind die Ums\u00e4tze f\u00fcr \u201eConversational AI\u201c besonders hoch. Dementsprechend stark war die Kurskorrektur im j\u00fcngsten Ausverkauf von Technologiewerten.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Coronakrise: Remote-Control-L\u00f6sungen gefragt<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine starke Corona-getriebene Nachfrage erlebte auch Software f\u00fcr Fernsteuerung und -Wartung. Die Reiserestriktionen im Lockdown beschleunigten die Entwicklung von Software-L\u00f6sungen, mit deren Hilfe sich Techniker auf Maschinen aufschalten und aus der Ferne warten k\u00f6nnen. Ein Nischenanbieter f\u00fcr Remote-Control-L\u00f6sungen ist Teamviewer. Dessen Kunden sind zwar immer noch vor allem private Anwender, jedoch spricht die Firma immer st\u00e4rker Unternehmenskunden an. Das verspricht lukrativere Margen. Die Aktie ist jedoch nach Bekanntgabe teurer Werbevertr\u00e4ge st\u00e4rker unter Druck geraten. Ein f\u00fchrender Anbieter f\u00fcr IT-Remote-Control ist ServiceNow. Das Unternehmen ist einer der wachstumsst\u00e4rksten, gr\u00f6sseren Softwarehersteller, allerdings ist das Umsatzmultiple trotz der j\u00fcngsten Korrektur noch recht hoch.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Software befl\u00fcgelt Gesundheits- und Bauwesen<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein hohes Marktpotenzial haben auch Softwarel\u00f6sungen rund um das Thema Gesundheit. Dank Sensoren, IOT und k\u00fcnstlicher Intelligenz ist mittlerweile ein Monitoring der wichtigsten Vitalfunktionen m\u00f6glich. Teilgebiete wie Medizininformatik oder Fernheilkunde entwickeln sich rasant. Vor allem Apple mit dem IOS-Betriebssystem und Tracking, also der Nachverfolgung medizinischer Daten \u00fcber das Smartphone oder die smarte Uhr, ist hier f\u00fchrend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Software dringt auch immer st\u00e4rker in andere Sektoren ein, zum Beispiel in das Bauwesen. Grossprojekte werden immer komplexer. Um derartige Risiken zu minimieren, ist die Geb\u00e4udedaten-Modellierung heute nicht mehr wegzudenken. Solch eine vernetzte Planung, Ausf\u00fchrung und Bewirtschaftung von Geb\u00e4uden und anderen Bauwerken mithilfe von Software kann helfen, Planungsfehler fr\u00fchzeitig zu erkennen. Gut positioniert sind hier Autodesk oder die deutsche Nemetschek.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Klassische Softwareunternehmen bleiben lukratives Investment<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kennzahlen bzw. Umsatzmultiples der stark wachsenden Softwareunternehmen sind sehr hoch. Daher ist es eine \u00dcberlegung wert, in etablierte, aber eher wachstumsschw\u00e4chere Softwareunternehmen zu investieren. Im Gegensatz zu US-Softwareanbietern sind ihre europ\u00e4ischen Pendants deutlich weniger gestiegen. Unternehmen wie SAP wachsen zwar nur hoch einstellig \u2013 eine gut funktionierende Unternehmenssoftware von SAP oder auch Oracle ist jedoch die Basis der digitalen Transformation. Der SAP-CEO Klein will die Migration in die Cloud noch st\u00e4rker vorantreiben. Dies f\u00fchrt kurzfristig zwar ann\u00e4hernd zu Nullwachstum in den n\u00e4chsten zwei Jahren, sollte sich jedoch langfristig auszahlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DJE : Technologiewerte erlebten im Jahr 2020 einen besonderen H\u00f6henflug. 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