{"id":22839,"date":"2021-05-06T18:40:06","date_gmt":"2021-05-06T16:40:06","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=9924"},"modified":"2021-05-06T18:40:06","modified_gmt":"2021-05-06T16:40:06","slug":"gsam-quo-vadis-2021-schwellenlaender","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/gsam-quo-vadis-2021-schwellenlaender\/","title":{"rendered":"GSAM:  Quo vadis 2021, Schwellenl\u00e4nder?"},"content":{"rendered":"<p>GSAM : Drei Hauptfaktoren, die Schwellenl\u00e4nder im Jahresverlauf voraussichtlich weiter beeinflussen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>von Luke Barrs, Leiter GSAM Fundamental Equity Client Portfolio Management EMEA bei Goldman Sachs Asset Management<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">-die Reaktion auf die Pandemie, Indien ist aktuell besonders betroffen,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">-die M\u00f6glichkeit eines synchronen Wachstums in Entwicklungsl\u00e4ndern<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">-und Exportverflechtungen.<\/p>\n<h6><strong>Reaktionen auf COVID<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kurzer R\u00fcckblick:<\/strong> Die Auswirkungen des COVID-Ausbruchs und die Reaktion darauf waren weltweit unterschiedlich. Wie zu erwarten, haben sich diejenigen L\u00e4nder schneller erholt, die strenge Lockdowns verh\u00e4ngt, ihre Bev\u00f6lkerung getestet und positive F\u00e4lle nachverfolgt sowie ihre Wirtschaft so vorsichtig wie durchdacht wieder ge\u00f6ffnet haben. Dabei hatten China, Taiwan und S\u00fcdkorea (die mehr als 65 % des MSCI EM ausmachen) weltweit die Nase vorn; die gesamtwirtschaftliche Aktivit\u00e4t ihrer Volkswirtschaften werden voraussichtlich schon im zweiten Quartal wieder ein normales Niveau erreichen kann. China und Taiwan geh\u00f6ren in der Tat zu den wenigen L\u00e4ndern, in denen das reale BIP-Wachstum 2020 positiv war. F\u00fcr 2021 wird die Bandbreite der Ergebnisse dieser L\u00e4nder enger sein. In L\u00e4ndern, die von der Pandemie st\u00e4rker betroffen waren, wie der Grossteil Lateinamerikas, insbesondere Indien, aber auch Russland, werden Pandemiemanagement und Impfungen voraussichtlich Erholung bringen und wirtschaftlich vorantreiben. Doch vor neuen Pandemie-Wellen muss man stets auf der Hut sein.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Synchrones Wachstum<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">2021 wird mit einer synchronen Erholung des BIP-Wachstums gerechnet. Erwartungen zufolge werden nahezu alle 27 Schwellenl\u00e4nder zum ersten Mal seit der globalen Finanzkrise ein positives reales BIP-Wachstum erzielen. W\u00e4hrend die Regierungen der Industriel\u00e4nder riesige Konjunkturhilfspakete mit Arbeitslosenunterst\u00fctzung oder Kurzarbeiterprogrammen geschn\u00fcrt haben, waren die Regierungen der Schwellenl\u00e4nder im Grossen und Ganzen zur\u00fcckhaltender. Die Inflation ist dank einer Kombination aus Nachfrageeinbruch und fehlenden M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Konsumausgaben zahm. Der R\u00fcckgang der Importe dagegen hat zu einer Verbesserung der Leistungsbilanzen einiger L\u00e4nder beigetragen. Es wird davon ausgegangen, dass die Geld- und Fiskalpolitik in den meisten Schwellenl\u00e4ndern 2021 konjunkturunterst\u00fctzend bleiben wird.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Exportverflechtungen \u2013 auch auf Innovationsebene<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine allm\u00e4hliche Erholung der gesch\u00e4ftlichen Aktivit\u00e4ten in Industriel\u00e4ndern d\u00fcrfte eine gute Nachricht f\u00fcr die Exporte aus Schwellenl\u00e4ndern sein \u2013 und weiter zur Ankurbelung des Wachstums in diesen L\u00e4ndern beitragen. In vergangenen Konjunkturzyklen w\u00e4re eine Exporterholung in erster Linie von rohstoffintensiven Branchen in Schwellenl\u00e4ndern ausgegangen. Mittlerweile stellen diese Sektoren jedoch nur noch etwa 15 % des MSCI EM Index. \u00dcber Konsum- und Finanzunternehmen in rohstoffexportierenden Regionen, wie Lateinamerika, dem Nahen Osten und Russland, wird es allerdings Effekte geben. \u00dcberdies: Der Halbleiterzyklus wird davon wohl am meisten betroffen sein. Der sprunghafte Nachfrageanstieg wird durch das mobile Arbeiten, aber auch durch gefestigte langfristige Trends in den Bereichen 5G-Infrastruktur, Rechenzentren, Automatisierung und k\u00fcnstliche Intelligenz angetrieben. Dies schafft ein g\u00fcnstiges Umfeld f\u00fcr eine Erholung des Gewinnwachstums von dem schwachen Niveau, das in den letzten zwei Jahren beobachtet wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was die<strong> Bewertungen<\/strong> angeht, zeigt sich, dass die auf den Gewinnen des kommenden Jahres basierenden Forward-KGVs deutlich angezogen haben. Drei Treiber z\u00e4hlen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.<\/strong> Angesichts der Tatsache, dass das derzeitige extreme Niedrigzinsumfeld noch in absehbarer Zukunft anhalten wird, ist es wohl unangemessen, dass <strong>wachstumsstarke Verm\u00f6genswerte<\/strong> h\u00f6her als in der Vergangenheit gehandelt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2<\/strong>. Schwellenl\u00e4nder sind heute <strong>mehr binnenorientiert<\/strong> und weniger von Rohstoffen abh\u00e4ngig als in fr\u00fcheren Zyklen. Daf\u00fcr haben hochwertige bzw. wachstumsstarke Konsum- und Technologieunternehmen eine Gewichtung von mehr als 50 % im MSCI EM, nachdem dieser Anteil 2008 noch bei 30 % lag. Der historische Durchschnitt erscheint durch R\u00fcckg\u00e4nge verzerrt; auf sektorbereinigter Basis erscheinen die aktuellen Bewertungen attraktiv.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.<\/strong> Der Gewinneinbruch 2020 und die sich daraus ergebende niedrige Vergleichsbasis werden voraussichtlich dazu f\u00fchren, dass das Gewinnwachstum 2021 und 2022 \u00fcber dem Trend liegt \u2013 was die einj\u00e4hrigen Forward-KGVs eventuell nicht vollst\u00e4ndig widerspiegeln. Die <strong>relativen Bewertungen<\/strong> sind \u00fcberzeugend. Das im Verlauf von 2021 f\u00fcr die Schwellenl\u00e4nder prognostizierte Gewinnwachstum von etwa 30 % und mehr liegt deutlich \u00fcber den Prognosen f\u00fcr Industriel\u00e4nder. Wenn man bedenkt, dass<br \/>\ndie Fundamentaldaten eines Unternehmens in der Regel etwa 85 % der Performance von Schwellenl\u00e4nderaktien \u00fcber einen Zeitraum von zehn Jahren erkl\u00e4ren, stellt dies einen interessanten Einstiegspunkt in die Anlageklasse dar.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Fazit<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schwellenl\u00e4nderaktien verzeichnen seit November Rekordzufl\u00fcsse. Anleger gleichen weiterhin ihre Untergewichtungen aus. Denjenigen, die sich fragen, ob sie den richtigen Zeitpunkt vielleicht schon verpasst haben, sei gesagt: Selbst wenn Anleger mit ihren Allokationen auch nur zu den historischen Durchschnitten zur\u00fcckkehren, w\u00fcrde der Grossteil der Zufl\u00fcsse noch kommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>GSAM : Drei Hauptfaktoren, die Schwellenl\u00e4nder im Jahresverlauf voraussichtlich weiter beeinflussen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":7113,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[144],"class_list":["post-22839","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse","tag-gsam"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22839","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22839"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22839\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7113"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22839"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22839"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22839"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}