{"id":22840,"date":"2021-05-10T11:37:38","date_gmt":"2021-05-10T09:37:38","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=9934"},"modified":"2021-05-10T11:37:38","modified_gmt":"2021-05-10T09:37:38","slug":"amundi-boersen-werden-weiterhin-staerker-schwanken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/amundi-boersen-werden-weiterhin-staerker-schwanken\/","title":{"rendered":"Amundi: B\u00f6rsen werden weiterhin st\u00e4rker schwanken"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Amundi: \u201eSeit Mitte der 1980er Jahre ist die makro\u00f6konomische Volatilit\u00e4t auf ein Nachkriegstief gesunken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Didier Borowski, Head of Global Views bei Amundi ( Photo \u00a9Delporte)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der wirtschaftliche Schock durch die Corona-Krise k\u00f6nnte aber das Ende gem\u00e4ssigter Zyklen markieren, also ein Wendepunkt hin zu h\u00f6herer wirtschaftlicher Volatilit\u00e4t und zu einem h\u00f6heren Inflationsregime sein. Die Folge w\u00e4ren st\u00e4rkere Schwankungen am Finanzmarkt \u2013 und zwar f\u00fcr Anleihen wie f\u00fcr Aktien gleichermassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die bisherige als \u201eGreat Moderation\u201c bezeichnete Periode geringer Volatilit\u00e4t sind einige Faktoren verantwortlich. Dazu geh\u00f6ren strukturelle Ver\u00e4nderungen wie die Computertechnologie. Die Entwicklung und Deregulierung der Finanzm\u00e4rkte erleichterte Unternehmen die Finanzierung; der \u00dcbergang von Industrie- zur Dienstleistungswirtschaft trug dazu bei, den Konjunkturzyklus zu gl\u00e4tten, und die Zunahme des Welthandels und der freie Kapitalverkehr haben die Flexibilit\u00e4t und Stabilit\u00e4t der Volkswirtschaften erh\u00f6ht. Die Zentralbanken sind transparenter und unabh\u00e4ngiger geworden, so dass sie ihre Aufgabe der Preisstabilit\u00e4t besser erf\u00fcllen k\u00f6nnen. Das Ergebnis all dieser Entwicklungen: eine bessere Einsch\u00e4tzung der Inflationserwartungen und weniger exogene, destabilisierende Schocks. Kurz gesagt: \u201egute Politik\u201c und \u201eGl\u00fcck\u201c f\u00fchrten zu geringen Schwankungen an den M\u00e4rkten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann kam Corona. Die Finanzm\u00e4rkte waren 2020 extrem volatil \u2013 angesichts einer durch die Pandemie ausgel\u00f6sten Wirtschaftskrise, die alle Superlative verdient. Die Aktienm\u00e4rkte fielen innerhalb eines Monats um mehr als 30%. Der VIX (Volatility Index des S&amp;P 500) lag \u00fcber 80%. Dann folgte eine starke Erholung bis zum Jahresende mit Kursen auf Vorkrisenniveau. Genauso lief es auf den Rentenm\u00e4rkten. Staatsanleihen erholten sich auf dem H\u00f6hepunkt der Krise stark, gefolgt von einem B\u00e4renmarkt. Der \u00d6lpreis aber verdient den Sieg im Volatilit\u00e4tswettbewerb. Ein 1-Monats-\u00d6l-Kontrakt bewegte sich innerhalb eines Monats von 50 USD auf 15 USD und drehte sogar ins Minus auf -40 USD.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>War 2020 nur der turbulente Anfang?<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun fragen wir uns, ob einige der Faktoren, die seit Jahrzehnten f\u00fcr schwankungsarme M\u00e4rkte gesorgt haben, in Zukunft in die entgegengesetzte Richtung wirken werden? Die Verlagerung bestimmter Wertsch\u00f6pfungsketten, die Anf\u00e4lligkeit des Dienstleistungssektors im Falle einer Epidemie und der erwartete Anstieg der Inflation sind allesamt Aspekte, die den Weg zu holprigeren Zyklen aufzeigen. Kritisch bleibt, ob der aktuelle Policy-Mix aus expansiver Fiskalpolitik kombiniert mit einer akkommodierenden Geldpolitik in der Lage sein wird, konjunkturelle Schwankungen so effektiv wie fr\u00fcher auszugleichen. Die private und \u00f6ffentliche Verschuldung hat einen neuen H\u00f6chststand erreicht und k\u00f6nnte die Binnennachfrage d\u00e4mpfen. Inflation ist zwar willkommen, um den Schuldenabbau zu erleichtern, kann aber auch die Zentralbanken in Schwierigkeiten bringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn in Zukunft \u201eGl\u00fcck\u201c und \u201egute Politik&#8221; gleichzeitig verschwinden, ohne dass ein ausreichend starker Ausgleichsmechanismus vorhanden ist, sollten wir uns auf k\u00fcrzere und volatilere Konjunkturzyklen und auf ein h\u00f6heres Inflationsregime einstellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Folge w\u00e4ren instabile Anleihezinskurven mit k\u00fcrzeren Steigungs- und Abflachungszyklen. K\u00fcrzere Konjunkturzyklen bedeuten volatilere Unternehmensgewinne. F\u00fcr die Unternehmen wird es schwieriger, Anleihen mit langen Laufzeiten zu emittieren, da die Investoren eine h\u00f6here Pr\u00e4mie zur Absicherung gegen einen k\u00fcrzeren Ausfallzyklus verlangen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die zweite Folge k\u00f6nnte die geringere Diversifizierung sein. Deren Hauptquelle ist die negative Korrelation zwischen Staatsanleihen und Aktien. In einem Umfeld, in dem die Inflation h\u00f6her ist als in den vergangenen zwei Jahrzehnten und die Inflationserwartungen nicht verankert sind ist die Korrelation zwischen Anleihen und Aktien nahe Null oder positiv. Die Zentralbanken werden nicht in der Lage sein, die lockere Geldpolitik \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume beizubehalten, und ausgewogene Portfolios werden durch ihre Anleiheanteile weniger gesch\u00fctzt sein. Daher werden die Anleger dazu neigen, ihre Aktienpositionen mit Barmitteln auszugleichen, um das Risiko zu reduzieren. Das f\u00fchrt wiederum zu einer h\u00f6heren Volatilit\u00e4t des Aktienmarktes. Finanzmarktvolatilit\u00e4t wird uns Investoren wohl l\u00e4ngerfristig begleiten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Amundi: \u201eSeit Mitte der 1980er Jahre ist die makro\u00f6konomische Volatilit\u00e4t auf ein Nachkriegstief gesunken.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":9936,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[179],"class_list":["post-22840","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse","tag-amundi"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22840","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22840"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22840\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22840"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22840"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22840"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}