{"id":22899,"date":"2021-10-07T11:02:03","date_gmt":"2021-10-07T09:02:03","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=11058"},"modified":"2021-10-07T11:02:03","modified_gmt":"2021-10-07T09:02:03","slug":"columbia-threadneedle-europaeische-aktien-koennten-andere-maerkte-outperformen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/columbia-threadneedle-europaeische-aktien-koennten-andere-maerkte-outperformen\/","title":{"rendered":"Columbia Threadneedle: Europ\u00e4ische Aktien k\u00f6nnten andere M\u00e4rkte outperformen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Columbia Threadneedle: Trotz des Zitterns an den Kapitalm\u00e4rkten in diesem Sommer rechnen wir mit einer vorsichtigen Normalisierung der Geldpolitik und einer anhaltend robusten Weltkonjunktur.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong> Paul Doyle (Head of Europe ex-UK Equities) bei Columbia Threadneedle<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Unseres Erachtens birgt der Aktienmarkt immer noch Aufw\u00e4rtspotenzial. Das gilt besonders f\u00fcr zyklische Sektoren mit der Aussicht,  von der Wiederer\u00f6ffnung der Wirtschaft zu profitieren<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn die Zentralbanken nun behutsam die Normalisierung der Geldpolitik in Angriff nehmen, bewegen sie sich auf einem schmalen Grat. Eine Straffung ist unausweichlich, darf aber nicht zu fr\u00fch und nicht zu schnell kommen. Tats\u00e4chlich zeugte die Abflachung der US-Zinsstrukturkurve in den USA im Juni von der Angst, dass die US-Zentralbank (Fed) die Geldpolitik zu schnell straffen und damit die Konjunktur abw\u00fcrgen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Diese \u00c4ngste sind jedoch \u00fcbertrieben und der R\u00fcckgang der langfristigen Anleiherenditen d\u00fcrfte ein vor\u00fcbergehendes Ph\u00e4nomen sein.  Die Kapitalm\u00e4rkte befinden sich in einer \u00dcbergangsphase zwischen der geld- und haushaltspolitischen Ausnahmesituation der letzten 18 Monate und der R\u00fcckkehr zur Normalit\u00e4t.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Wirtschaftswachstum k\u00f6nnte zwar in den USA seinen H\u00f6hepunkt erreichen, wird aber wohl weltweit in der zweiten Jahresh\u00e4lfte anziehen, weil die Nachz\u00fcgler einen Wachstumsschub erleben. Nur in China k\u00fchlt sich die Konjunktur nach einer Straffung der Geldpolitik im fr\u00fcheren Jahresverlauf ab. Eine weitere Drosselung des Kreditwachstums in China ist jedoch unwahrscheinlich. Allerdings wird die bereits erfolgte Straffung die Konjunktur noch mehrere Monate lang bremsen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Z\u00f6gerliche Schritte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bis Mitte des Sommers 2022 wird sich das BIP-Wachstum in den gro\u00dfen Volkswirtschaften vermutlich wieder auf rund 5 % eingependelt haben, was immer noch ein hoher Wert ist. Der Konsum  wird stark bleiben, da die Haushalte beginnen, die Ersparnisse auszugeben, die sie w\u00e4hrend der Lockdowns gebildet haben. Dabei wird sich die Konjunkturdynamik von Produkten zu Dienstleistungen verschieben. Alleine in den USA haben die Haushalte seit M\u00e4rz 2020 Spar\u00fcbersch\u00fcsse in H\u00f6he von  USD 2,6 Bio. aufgebaut.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um die steigende Nachfrage zu bedienen, werden die Unternehmen die Investitionsausgaben hochfahren m\u00fcssen. Derweil werden die USA die Staatsausgaben weiter erh\u00f6hen, w\u00e4hrend die Europ\u00e4ische Union (EU) ihren Aufbaufonds und ihr Programm \u201eNext Generation EU\u201c auf den Weg bringen wird. In den USA k\u00f6nnte das Wachstum gegen\u00fcber dem derzeitigen hohen Niveau zur\u00fcckgehen, aber eine globale Rezession ist in absehbarer Zukunft kaum zu erwarten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Eine weitere Sorge lautet, dass die Deltavariante des Coronavirus die Wiederer\u00f6ffnung der Wirtschaft verz\u00f6gern k\u00f6nnte. Doch angesichts steigender  Impfquoten schl\u00e4gt sie sich bisher nicht in den Krankenhauseinweisungen und Todesf\u00e4llen nieder. Das Vereinigte K\u00f6nigreich ist der Testfall f\u00fcr andere L\u00e4nder, und dort driften die Neuinfektionen und Sterbefallzahlen auseinander. Zudem werden bis Ende 2021 zehn Milliarden Impfdosen produziert, die gen\u00fcgen werden, um bis Anfang 2022 den Gro\u00dfteil der Weltbev\u00f6lkerung zu sch\u00fctzen. Damit sinkt die Gefahr weiterer Lockdowns.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Inflation wurde durch die Preise f\u00fcr Gebrauchtwagen, Hotel\u00fcbernachtungen und Flugtickets in die H\u00f6he getrieben.  Der Inflationssockel ist jedoch derzeit kein Problem: In den USA betr\u00e4gt der Index der pers\u00f6nlichen Konsumausgaben im Jahresvergleich lediglich 1,8 % und die Breakeven-Inflationsrate der zehnj\u00e4hrigen Staatsanleihen 2,3 %, w\u00e4hrend der Lohnzuwachsindikator (Wage Tracker) der Zentralbank von Atlanta sinkt, was bedeutet, dass die Preiserh\u00f6hungen nicht auf die L\u00f6hne durchschlagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Dennoch fahren die kleineren Zentralbanken Norwegens, Kanadas und des Vereinigten K\u00f6nigreichs bereits ihre Anleihek\u00e4ufe zur\u00fcck und sprechen \u00fcber Zinserh\u00f6hungen. Die Fed verfolgt von allen Zentralbanken den lockersten Kurs, denn sie wird die Zinsen erst erh\u00f6hen, wenn am Arbeitsmarkt Vollbesch\u00e4ftigung herrscht.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine weltweit restriktivere Geldpolitik f\u00fchrt nicht zwangsl\u00e4ufig zur Versch\u00e4rfung der wirtschaftlichen Bedingungen, da die Haushaltspolitik locker bleiben wird. Der Internationale W\u00e4hrungsfonds erwartet in den h\u00f6her entwickelten Volkswirtschaften zwischen 2022 und 2026 zyklusbereinigte Haushaltsdefizite von 2,6 %. Dem steht ein Wert von 1,1 % f\u00fcr die Zeit von 2014 bis zum Beginn der Pandemie gegen\u00fcber.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die R\u00fcckkehr der Reflationsthese<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was bedeutet also ein st\u00e4rkeres Wachstum der Weltwirtschaft in den verbleibenden Monaten des laufenden Jahres f\u00fcr die Kapitalm\u00e4rkte? Steigende Konsumausgaben und die zunehmende Diskrepanz zwischen hohen Gewinnen und stagnierenden Bewertungskennzahlen verhei\u00dfen Gutes f\u00fcr die Aktienmarktentwicklung. Dies gilt besonders f\u00fcr zyklische Sektoren. Seit dem Jahresbeginn wurden die Gewinnprognosen f\u00fcr die bedeutendsten Wirtschaftsr\u00e4ume insgesamt um 11 % nach oben korrigiert. Das ist der h\u00f6chste bisher verzeichnete Wert. Trotz starker Aktienm\u00e4rkte gingen Rekordgewinne mit sinkenden Kurs-Gewinn-Verh\u00e4ltnissen einher. Die Gewinnprognosen sind f\u00fcr Zykliker gestiegen, f\u00fcr defensive Aktien dagegen gesunken. Dadurch hat sich  eine Gelegenheit zum Kauf zyklischer Aktien er\u00f6ffnet.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Europ\u00e4ische Aktien erscheinen relativ vielversprechend, unter anderem weil sie aufgrund ihrer k\u00fcrzeren Duration und des vergleichsweise geringen Anteils an Wachstumswerten zu einer Outperformance neigen, wenn die Anleiherenditen steigen. Das Wachstum der Unternehmensgewinne k\u00f6nnte in Europa unsere derzeitige Prognose von 35 % \u00fcbertreffen und Ende 2021 wieder das Vorpandemieniveau erreichen. Dies w\u00e4re im Vergleich zu fr\u00fcheren Rezessionen eine sehr kr\u00e4ftige Erholung. Nach der globalen Finanzkrise dauerte es elf Jahre, bis die Gewinne in Europa wieder so hoch waren wie 2007. Als Covid-19 ausbrach, \u00fcbertrafen sie das Niveau von 2007 lediglich um 2 %. Doch nun prognostiziert beispielsweise Goldman Sachs f\u00fcr Europa ab 2023 einen j\u00e4hrlichen Gewinnanstieg um 4 %, ein Wert, der sich sehr positiv von den 0,1 % abhebt, die zwischen 2007 und 2019 zu verzeichnen waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>All dies l\u00e4sst darauf schlie\u00dfen, dass die Wachstums\u00e4ngste dieses Sommers und deren Auswirkungen auf die M\u00e4rkte \u00fcbertrieben sind. Ein Blick auf den Markt sagt uns, dass die Sparquoten immer noch hoch, die Unternehmensbilanzen solide und die Immobilienm\u00e4rkte in guter Verfassung sind, w\u00e4hrend sich die Arbeitsmarktlage verbessert. Zudem erholen sich die Unternehmensgewinne ebenso wie die Investitionsausgaben. Die Investitionsprogramme im Infrastrukturbereich sind ein enormer Pluspunkt. Warum sollte sich die Konjunktur also abk\u00fchlen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir rechnen in den n\u00e4chsten zw\u00f6lf Monaten mit einem ungebrochenen Wachstum bei allm\u00e4hlicher Normalisierung der Geld- und Haushaltspolitik. Aktien werden dabei vermutlich trotz ihrer nicht eben g\u00fcnstigen Preise Anleihen weiterhin \u00fcbertreffen.<\/p>\n<p>Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Columbia Threadneedle: Trotz des Zitterns an den Kapitalm\u00e4rkten in diesem Sommer rechnen wir mit einer vorsichtigen Normalisierung der Geldpolitik und einer anhaltend robusten Weltkonjunktur.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":9015,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[145],"class_list":["post-22899","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse","tag-columbia-threadneedle"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22899","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22899"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22899\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22899"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22899"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22899"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}