{"id":22997,"date":"2022-10-17T11:52:07","date_gmt":"2022-10-17T09:52:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=15038"},"modified":"2022-10-17T11:52:07","modified_gmt":"2022-10-17T09:52:07","slug":"dje-halbleiterindustrie-zwischen-rezession-und-strukturellen-wachstumstreibern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/dje-halbleiterindustrie-zwischen-rezession-und-strukturellen-wachstumstreibern\/","title":{"rendered":"DJE : Halbleiterindustrie \u2013 zwischen Rezession und strukturellen Wachstumstreibern"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">DJE: Angesichts einer drohenden Rezession ist ein kurzfristiger Abschwung in der Halbleiterindustrie wahrscheinlich, der sich jedoch auf strukturelle Trends kaum auswirken d\u00fcrfte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Von Hagen Ernst, stellvertretender Leiter des Bereichs Research &amp; Portfoliomanagement, DJE Kapital<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denn solche Trends sind langfristige Treiber. In der Halbleiterindustrie wirken aktuell verschiedene Kr\u00e4fte auf diese Branche ein, deren Produkte an vielen Stellen der globalen Wirtschaft unverzichtbar sind. Die Gemengelage ist kompliziert: Eine Besserung der Lieferkettenprobleme trifft auf Rezessionssorgen, und globale Spannungen insbesondere zwischen den USA und China sorgen f\u00fcr Unsicherheit. Was Anlegerinnen und Anleger jetzt wissen sollten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Abschwung naht \u2013 bereits erh\u00f6hte Lagerbest\u00e4nde bei DRAMs<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend im letzten Jahr noch in vielen Branchen und Bereichen ein Chipmangel herrschte, scheint nun ein Abschwung im Halbleitersektor angesichts der bevorstehenden weltweiten Rezession unausweichlich. Die entscheidende Frage wird sein, wie stark dieser ausfallen und wie lange er anhalten wird. Aktuell sind bei fast allen Halbleiterunternehmen die Auftragsb\u00fccher gut gef\u00fcllt, was den Abschwung im n\u00e4chsten Jahr etwas abfedern k\u00f6nnte. Bereits sichtbar ist dieser bei Speicherchips, insbesondere den sogenannten DRAMs (Dynamic Random Access Memory, \u00abfl\u00fcchtiger Speicher\u00bb). Vor allem wichtige Endm\u00e4rkte wie die f\u00fcr PCs oder Smartphone schw\u00e4cheln, DRAM-Spotpreise sind entsprechend im Jahresvergleich um 33 Prozent gefallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Preisentwicklung bei DRAM<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um den Preisdruck nicht noch zu versch\u00e4rfen, nehmen DRAM-Produzenten ihre Chips vorerst auf die eigene Bilanz. So stieg der Lagerbestand bei den Produzenten von drei auf 13 Wochen. Drei Produzenten teilen sich diesen Markt auf: Marktf\u00fchrer mit 44 Prozent im Jahr 2021 ist Samsung, gefolgt von SK Hynix mit 28 Prozent und Micron mit 23 Prozent. Aber auch in den anderen Vertriebskan\u00e4len ist der Lagerbestand noch erh\u00f6ht (v. a. bei PC-Herstellern mit rund zw\u00f6lf Wochen). Mit geringeren Kapazit\u00e4tsausweitungen auf der Angebotsseite f\u00fcrs n\u00e4chste Jahr versucht man nun, die erh\u00f6hten Lagerbest\u00e4nde perspektivisch wieder abzubauen. Auch f\u00fcr den gesamten Halbleitersektor sind die Lagerbest\u00e4nde mit 114 Tagen per Ende des zweiten Quartals 2022 im Vergleich zu 101 Tagen im F\u00fcnf-Jahres-Durchschnitt leicht erh\u00f6ht. Allerdings ist zu ber\u00fccksichtigen, dass mittlerweile alle Unternehmen generell gerade bei Chips h\u00f6here Lagerbest\u00e4nde halten, um Lieferkettenprobleme zu vermeiden. Aktuell prognostizieren Broker und Marktforschungsinstitute f\u00fcr 2023 einen Umsatzr\u00fcckgang von f\u00fcnf bis zehn Prozent im Halbleitersektor und im Ausr\u00fcstungsmarkt einen R\u00fcckgang von zehn bis 20 Prozent.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Staatliche Interventionen nehmen zu<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit geraumer Zeit ist zu beobachten, dass die staatlichen Interventionen zunehmen. Im Fokus steht hier vor allem China. Die USA wollen m\u00f6glichst verhindern, dass es China gelingt, eine eigene Halbleiterindustrie aufzubauen. So d\u00fcrfen die US-Ausr\u00fcster nicht die neueste Fertigungstechnologie an chinesische Kunden liefern. Lediglich Maschinen zur Halbleiterfertigung ab 14 Nanometer (nm) sind erlaubt. Neu hinzugekommen ist nun, dass auch keine Hochleistungsprozessoren mehr ohne Genehmigung geliefert werden k\u00f6nnen. Da China der Zugriff auf die neueste Technologie verwehrt wird, kommt der seit langem geplante Aufbau einer lokalen Halbleiterindustrie nicht voran. Die chinesische Halbleiterindustrie beschr\u00e4nkt sich auf passive Bauelemente, kleinere DRAM- und Logik-Produzenten sowie den chinesischen Chipfertiger SMIC ohne Zugang zu neuester Fertigungstechnologie wie f\u00fcnf Nanometer. Kurzfristig f\u00fchren die zunehmenden Restriktionen zwar teils zu Umsatzverlusten etwa bei NVIDIA (keine Hochleistungsprozessoren f\u00fcr China mehr). Langfristig d\u00fcrfte dies aber die technologische Vorherrschaft von US-Unternehmen noch st\u00e4rken. Bis auf EUV (von der Firma ASML aus Holland) sind fast alle wichtigen Technologien in der Hand einiger weniger US-Unternehmen.<\/p>\n<p><strong>Risikofaktor Geopolitik: Taiwan im Fokus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die geopolitischen Risiken nehmen zu. Ein Einmarsch von China in Taiwan h\u00e4tte verheerende Folgen f\u00fcr die gesamte Halbleiterindustrie. 75 Prozent der ausgelagerten Halbleiterproduktion kommen aus China und Taiwan (TSMC aus Taiwan ist weltgr\u00f6sster Chipfertiger). Vor dem Hintergrund sind auch die Bem\u00fchungen der USA und Europas zu sehen, eine eigene Halbleiterfertigung vor Ort aufzubauen. Die USA gew\u00e4hren einen 25-prozentigen Steuervorteil f\u00fcr eine Produktion in den USA, nachdem im letzten Jahr bereits ein 52 Milliarden US-Dollar schweres Programm zum Aufbau einer heimischen Chipfertigung beschlossen worden ist. Europa stellt 43 Milliarden Euro an \u00f6ffentlichen Mitteln f\u00fcr die Steigerung der Halbleiterproduktion in der EU bereit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein g\u00fcnstiger Einstiegszeitpunkt?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oftmals stiegen in der Vergangenheit in Jahren des Abschwungs paradoxerweise die Halbleiteraktien am meisten. Aktuell bleibt das Umfeld an den Kapitalm\u00e4rkten angespannt und ein Einstieg ist dementsprechend noch etwas verfr\u00fcht. Steigende Inflation und Zinsen belasten. Eine in den USA st\u00e4rker als erwartet nachlassende Inflation w\u00e4re ein Katalysator. Angesichts einer Kurskorrektur von 38 Prozent beim Halbleiterindex SOX ist ein Teileinstieg denkbar. Den richtigen Einstiegszeitpunkt genau zu finden ist ohnehin schwierig, die langfristigen Aussichten sind jedoch weiter gut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kurzfristiger Abschwung bei DRAM-Herstellern<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Kurs\/Buchwert-Verh\u00e4ltnis bewegen sich die DRAM-Hersteller inzwischen unter dem historischen Durchschnitt. Der Sektor ist zuerst in den Abschwung geraten und k\u00f6nnte mit einer konservativeren Kapazit\u00e4tsplanung f\u00fcr 2023 als erster die Talsohle erreichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mittelfristig \u00fcberdurchschnittliche Wachstumsaussichten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Laut World Semiconductor Trade Statistics wuchs der Halbleitermarkt von 1992 bis 2000 mit einem CAGR (Compound Annual Growth Rate) von 13 Prozent, 2002 bis 2007 mit 16 Prozent bzw. von 2008 bis heute mit acht Prozent. Das Wachstum liegt damit deutlich \u00fcber dem des weltweiten Wirtschaftswachstums. Wenngleich diese hohen Zuwachsraten, getrieben durch die Ausbreitung von PC, Internet und Mobilfunk, wohl zuk\u00fcnftig nicht mehr erreicht werden k\u00f6nnen, sollten doch Werte im mittleren bis hohen einstelligen Bereich erzielbar sein. Grund hierf\u00fcr sind eine Reihe von Wachstumstreibern wie zunehmende Nachfrage von Cloudanwendung und Datenzentren, Elektroautos, autonom fahrende Autos, Internet der Dinge, schneller 5G-Mobilfunk sowie k\u00fcnstliche Intelligenz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Besonders Ausr\u00fcster sind strukturell interessant<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Angesichts des anhaltend schwierigen B\u00f6rsenumfelds sollte man sich aktuell auf Unternehmen mit guter Marktpositionierung und moderater Bewertung fokussieren und Titel mit zwar hohem Wachstumspotenzial, aber geringer Profitabilit\u00e4t eher meiden. Um den Sektor in der Breite abzubilden, bietet sich TSMC an. Die Taiwanesen sind der weltgr\u00f6sste Halbleiterfertiger mit einem Marktanteil von 53 Prozent und technologisch f\u00fchrend bei der F\u00fcnf-Nanometer-Produktion, der Umsatzanteil liegt hier im zweiten Quartal bereits bei 21 Prozent. Mittlerweile hat ein Grossteil der Halbleiterunternehmen die Produktion ausgelagert. TSMC produziert Chips f\u00fcr Kunden wie Apple, AMD, Broadcom oder NVIDIA. Die stark wachsenden Hochleistungsprozessoren (Umsatzanteil von 43 Prozent, Hauptkunden NVIDIA und AMD) haben mittlerweile den eher ges\u00e4ttigten Smartphonemarkt (38 Prozent Umsatzanteil, Hauptkunde Apple) als gr\u00f6ssten Bereich abgel\u00f6st.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gute Aussichten auch f\u00fcr Hochleistungsprozessoren<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Strukturell stark nachgefragt sind auch Hochleistungsprozessoren (GPU), die bei Datenzentren, Cloudanwendungen und bei K\u00fcnstlicher Intelligenz immer st\u00e4rker Anwendung finden. F\u00fchrend bei sogenannten Discrete GPUs sind NVIDIA mit einem Marktanteil von 78 Prozent sowie AMD mit 17 Prozent. Intel hat hier mittlerweile etwas aufholen k\u00f6nnen und kommt auf einen Marktanteil von immerhin vier Prozent. Auch der Automobilsektor w\u00e4chst strukturell, denn seit Jahren steigt der Halbleiteranteil im Auto. Mit Elektroautos beschleunigt sich dieser Trend nochmals, da sich hier der Halbleiteranteil nahezu verdoppelt. Fahrerassistenzsysteme sowie perspektivisch autonomes Fahren ben\u00f6tigen ebenfalls einen deutlich h\u00f6heren Halbleiteranteil \u2013 besonders Hochleistungsprozessoren, Lidar- und Radarsensoren werden ben\u00f6tigt. Ein hohes Exposure zum Automobilsektor haben unter anderem Infineon, NXP und ST Micro.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ferner finden kundenspezifische Halbleiter, sogenannte ASICs, immer mehr Verbreitung dank immer h\u00f6herer Rechenleistung und Energieeffizienz. Broadcom beispielsweise entwickelt f\u00fcr Google den Hochleistungsprozessor TPU (= Tensor Processing Unit; neuester, f\u00fcr Google entwickelter Machine Learning-Supercomputer). Broadcom ist v. a. im Bereich Networking positioniert. Diverse Bereiche wie Breitbandausbau, 200\/400G Switching Technologie, Campus Upgrade Zyklus sowie WiFi6\/6E k\u00f6nnten sich auch im Falle einer Rezession als weniger zyklische Nachfrager erweisen. Zudem erzielt Broadcom durch die Zuk\u00e4ufe von CA, Symantec und j\u00fcngst VMWare (eine kartellrechtliche Zustimmung steht hier noch aus) mittlerweile fast ein Viertel des Umsatzes aus relativ stabilem Softwaregesch\u00e4ft. So sollte der Gewinn auch im n\u00e4chsten Jahr auf hohem Niveau bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Oft \u00fcbersehen: Chipdesigner<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oft untersch\u00e4tzt, jedoch ein immer bedeutsamerer Bestandteil der Wertsch\u00f6pfungskette sind Unternehmen, die sich speziell auf Chipdesign konzentrieren. Hierbei geht es beispielsweise um Fragen der optimalen Architektur, Vorab-Simulationen und Entwicklung des am besten geeigneten Schaltkreises. Da diese Ausgaben in der Regel dem Forschungs- und Entwicklungsbudget unterliegen, werden sie in Krisenzeiten nicht so stark gek\u00fcrzt wie etwa Investitionen in die Halbleiterfertigung. Das Marktvolumen ist mit sch\u00e4tzungsweise 7,5 Milliarden US-Dollar zwar noch relativ klein, jedoch werden Wachstumsraten von zehn bis 15 Prozent in den n\u00e4chsten Jahren erwartet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Unter Druck: Werte von Ausr\u00fcstern<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besonders stark unter Druck geraten sind auch Aktien von Unternehmen f\u00fcr Maschinen zur Halbleiterfertigung. Diese sind in der Regel besonders zyklisch, und die Gewinne sollten dementsprechend deutlich unter Druck geraten. Langfristig sind jedoch die Ausr\u00fcster besonders aussichtsreich. Der Fertigungsprozess wird immer anspruchsvoller. Um Halbleiter hochleistungsf\u00e4higer und energieeffizienter zu machen, werden die Strukturen immer kleiner. TSMC beispielsweise fertigt schon auf f\u00fcnf Nanometer. Zur besseren Vorstellung, wie klein ein Nanometer ist, hilft ein Gr\u00f6ssenvergleich: Ein Nanometer verh\u00e4lt sich zu einem Meter wie der Durchmesser einer Ein-Cent-M\u00fcnze zu dem des Erdballs. Hier gibt es vor allem bei der Belichtung physikalische Grenzen. Um derartig winzige Strukturen abbilden zu k\u00f6nnen, ben\u00f6tigt man ein Fotolithografie-Verfahren mit ausgesprochen starker ultravioletter Strahlung (EUV). Hier hat ASML mittlerweile eine Monopolstellung. Im Rahmen von EUV werden aber auch andere wichtige Prozesse wie das \u00c4tzen der Schaltkreise (Etching) bzw. die chemische Gasphasenabscheidung (CVD) immer komplexer. Den Markt teilen sich hier Applied Materials, LAM Research sowie Tokyo Electron auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ausr\u00fcstergesch\u00e4ft: Kapitalintensiv bei langfristig stabilem Wachstum<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insgesamt wird der Fertigungsprozess in fast allen Bereichen immer kapitalintensiver. Die Investitionen f\u00fcr Halbleiterfertigung stiegen von neun Prozent im Tief 2014 auf 15 Prozent im Jahr 2021. Der Markt f\u00fcr Ausr\u00fcster d\u00fcrfte in diesem Jahr den Hochpunkt bei 95 Milliarden US-Dollar (plus zehn Prozent zum Vorjahr nach bereits plus 40 Prozent im Jahr 2021) erreichen. Im n\u00e4chsten Jahr erwarten Marktteilnehmer einen um zehn bis 20 Prozent r\u00fcckl\u00e4ufigen Markt. Grosse Kunden wie TSMC oder Speicherchipproduzenten haben bereits Investitionsk\u00fcrzungen bzw. -verschiebungen angek\u00fcndigt. Allerdings k\u00f6nnte der Markt die Stabilit\u00e4t des Gesch\u00e4fts untersch\u00e4tzen. Zum einen haben alle Ausr\u00fcster mittlerweile ein signifikantes stabiles Servicegesch\u00e4ft (meist 25 bis 35 Prozent Umsatzanteil). Zum anderen besitzen alle Unternehmen ein noch gut gef\u00fclltes Auftragsbuch und k\u00f6nnen gar nicht alle Auftr\u00e4ge bis Jahresende abarbeiten, was einen gewissen Sicherheitspuffer f\u00fcr das kommende Jahr 2023. Langfristig d\u00fcrfte das Wachstum im Ausr\u00fcstermarkt deutlich h\u00f6her als in der Halbleiterbranche ausfallen, da die Fertigungsprozesse immer komplexer werden. Zudem gibt es einen Trend zur Fertigung vor Ort, statt einiger weniger grosser Fabriken in Asien. Vor allem die USA und Europa unterst\u00fctzen mit Subventionen den Aufbau einer lokalen Fertigung, um unabh\u00e4ngiger von Asien und China zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fazit: Kurzfristiger Abschwung, aber strukturelle Trends sorgen f\u00fcr langfristig gute Perspektive<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem starken Kursverfall bei Halbleiterwerten bieten sich sukzessive Einstiegsgelegenheiten. Im n\u00e4chsten Jahr scheint zwar ein Abschwung mit r\u00fcckl\u00e4ufigen Ums\u00e4tzen und Gewinnen unvermeidlich, jedoch d\u00fcrfte der Sektor langfristig dank struktureller Trends wie vermehrtem Einsatz von Cloudanwendungen und Datenzentren, Elektroautos, Internet der Dinge, 5G sowie k\u00fcnstlicher Intelligenz deutlich schneller wachsen als die Weltwirtschaft. Genaues Timing ist allerdings, wie so oft, schwierig: Eventuell k\u00f6nnte der Einstiegszeitpunkt noch etwas zu fr\u00fch sein angesichts des anhaltend schwierigen B\u00f6rsenumfelds.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DJE: Angesichts einer drohenden Rezession ist ein kurzfristiger Abschwung in der Halbleiterindustrie wahrscheinlich, der sich jedoch auf strukturelle Trends kaum auswirken d\u00fcrfte.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":15041,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[176,716],"class_list":["post-22997","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse","tag-dje","tag-halbleiterindustrie"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22997","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22997"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22997\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22997"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22997"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22997"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}