{"id":23033,"date":"2023-04-27T16:29:24","date_gmt":"2023-04-27T14:29:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=17384"},"modified":"2023-04-27T16:29:24","modified_gmt":"2023-04-27T14:29:24","slug":"comgest-europa-aktien-das-zeichnet-inflationsgewinner-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/comgest-europa-aktien-das-zeichnet-inflationsgewinner-aus\/","title":{"rendered":"Comgest: Europa-Aktien,  das zeichnet inflationsgewinner aus"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Comgest<\/strong> : Steigende Zinsen und hohe Inflation: In diesem Umfeld gibt es noch immer kritische Anleger, die europ\u00e4ischen Aktien den R\u00fccken kehren.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><strong>Eva Fornadi, Portfoliomanagerin f\u00fcr Europa-Aktien bei Comgest<\/strong><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei gibt es viele europ\u00e4ische Unternehmen, die trotz der schw\u00e4chelnden Wirtschaft wachsen k\u00f6nnen. Diese Wachstumstitel zu finden, die trotz schwierigem Makro-Umfeld aus eigener Kraft heraus wachsen, hat sich die internationale Fondsboutique Comgest zur Aufgabe gemacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Eva Fornadi, Portfoliomanagerin f\u00fcr Europa-Aktien bei Comgest, gibt in Anlehnung an den New Yorker Wissenschaftler Damodaran (1) Einblick in f\u00fcnf wesentliche Kriterien, die Inflationsgewinner auszeichnen:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>I. Preissetzungsmacht als Schutzschild<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">G\u00e4ngige Wirtschaftstheorien lehren uns: \u201eJe knapper und begehrter ein Gut oder eine Leistung ist, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Preissetzungsmacht.\u201c Preissetzungsmacht bezieht sich auf die F\u00e4higkeit von Unternehmen, h\u00f6here Preise bei ihren Kunden durchzusetzen \u2013 was in Zeiten hoher Inflationsraten von besonderer Relevanz f\u00fcr die Gesch\u00e4ftsentwicklung ist. Unternehmen mit hoher Preissetzungsmacht sind grunds\u00e4tzlich einem vergleichsweise geringen Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Sie haben bereits einen hohen Etablierungsgrad erreicht, so dass sie bei einer Preiserh\u00f6hung nicht direkt Kunden an die Konkurrenz verlieren. Damit steigen auch die Aussichten, nachhaltige Gewinne zu erzielen und Wirtschaftskrisen zu \u00fcberstehen. Preissetzungsmacht spiegelt sich oft in den Wettbewerbsvorteilen wider \u2013 etwa in der Marktstruktur, im geistigen Eigentum, in einer starken Marke, in gro\u00dfen Investitionen zu Forschung und Entwicklung oder durch einzigartige Produkte und Dienstleistungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Beispiel f\u00fcr ein Unternehmen mit Preissetzungsmacht ist Linde, Weltmarktf\u00fchrer f\u00fcr Industriegase. Energie ist f\u00fcr Linde die gr\u00f6\u00dfte Kostenposition. Durch langfristige Kunden- bzw. Partner-Vertr\u00e4ge von 15 bis 20 Jahren ist Linde in der Lage, steigende Kosten weiterzugeben. Ein weiteres Beispiel ist der globale Luxuskonzern LVMH. Einige seiner Mode-Marken konnten im Sommer 2021 die Preise teilweise erheblich erh\u00f6hen \u2013 beispielsweise schwankten sie in der Sparte \u201eMode und Lederwaren\u201c im ersten Quartal 2021 zwischen vier und sieben Prozent.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Umgekehrt gibt es unserer Erfahrung nach bestimmte Branchen, in denen Preissetzungsmacht unm\u00f6glich bzw. sehr schwierig ist \u2013 z.B. bei Banken in Europa. Diese leiden zudem h\u00e4ufig noch unter hohen Verlustabschreibungen und sind nicht in der Lage, regelm\u00e4\u00dfiges, vorhersehbares Gewinnwachstum zu liefern. Banken werden daher von unseren Portfolios ausgeklammert.<\/p>\n<p><strong>II. Hohe Gewinnmargen schaffen Spielraum<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der zweite Punkt sind Gewinnmargen. Unternehmen mit hohen Gewinnmargen gelten aufgrund ihrer finanziellen Stabilit\u00e4t und Flexibilit\u00e4t als besser vor inflationsbedingten Kostensteigerungen gesch\u00fctzt. Wer in der Lage ist, h\u00f6here Aufschl\u00e4ge auf die eigenen Kosten am Markt durchzusetzen, ist gegen\u00fcber seinen Mitbewerbern klar im Vorteil. Denn wenn die Preise f\u00fcr Rohstoffe, Energie, Arbeitskr\u00e4fte und andere Betriebskosten steigen, k\u00f6nnen Unternehmen mit h\u00f6heren Gewinnmargen diese Anpassungen leichter verkraften. Ebenso: Je h\u00f6her die Gewinnmarge ist, desto weniger Preisanpassungen sind erforderlich. Auch Wachstumsinvestitionen, die wichtig f\u00fcr das Fortbestehen des Unternehmens sind, m\u00fcssen nicht eingestellt werden. Unternehmen mit niedrigeren Gewinnmargen haben hingegen weniger Spielraum und k\u00f6nnen bei Kostensteigerungen schnell in Schwierigkeiten geraten. Die 30 bis 35 Unternehmen im Europa-Portfolio von Comgest haben im Durchschnitt h\u00f6here Bruttomargen und sind so besser vor Kostendruck gefeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>III. Vorsicht bei Fremdkapitalkosten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weiteres Kriterium bilden die Fremdkapitalkosten, die auch als \u201eSteuerrad\u201c f\u00fcr eine gute Kapitalstruktur bei einem Unternehmen gesehen werden k\u00f6nnen. Aufgrund der niedrigen Zinss\u00e4tze war es in der Vergangenheit attraktiv, umfangreiche Fremdmittel aufzunehmen. Deshalb bestand die optimale Kapitalstruktur aus m\u00f6glichst viel Fremdkapital in Kombination mit minimalem Eigenkapital und Nettobarmitteln. Der Einsatz von billigem Fremdkapital zur Unternehmensfinanzierung hatte jedoch einen hohen Verschuldungsgrad auf den M\u00e4rkten zur Folge. Bei unseren Wachstumsstrategien liegt das Verh\u00e4ltnis der Nettoverschuldung zum EBITDA im Durchschnitt bei der H\u00e4lfte des Verh\u00e4ltnisses der Vergleichsindizes. Dementsprechend k\u00f6nnen die Qualit\u00e4tswachstumsunternehmen in unseren Europa-Portfolios problemlos Wachstumsinvestitionen t\u00e4tigen, da ihre Verschuldung in absoluten Zahlen und im Verh\u00e4ltnis zu ihren Cashflows niedrig ist.<\/p>\n<p><strong>IV. Wachstumskapital sichert Zukunft<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben erh\u00f6hten Zinsaufwendungen ist der Zugang zu Wachstumskapital ein entscheidender Erfolgsfaktor. Denn selbstfinanzierte oder weniger kapitalintensive Gesch\u00e4ftsmodelle sind tendenziell weniger anf\u00e4llig f\u00fcr schlechtere finanzielle Bedingungen. Vor diesem Hintergrund investieren wir nicht in risikobehaftete Unternehmen, sondern in resiliente Firmen, die sich bereits in einer \u201eetablierten\u201c Marktphase befinden, in der nachhaltiges und selbstfinanziertes Wachstum erm\u00f6glicht wird. Demnach selektieren wir Unternehmen mit h\u00f6heren Free-Cashflow-Margen, die erfahrungsgem\u00e4\u00df potenzielle Turbulenzen auf den Refinanzierungsm\u00e4rkten besser \u00fcberstehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Beispiel f\u00fcr eine effektive Wachstumsstrategie ist eine Unternehmens\u00fcbernahme, etwa um neue Kunden zu gewinnen oder in neue Regionen zu expandieren. So hat etwa LVMH, weltweiter Branchenf\u00fchrer der Luxusg\u00fcterindustrie und langj\u00e4hrige Position in unserer Strategie, im Jahr 2017 Dior \u00fcbernommen, um sein Produkt-Portfolio zu erweitern und neue M\u00e4rkte zu erschlie\u00dfen. Diese Initiative hat ma\u00dfgeblich zum Umsatzwachstum des Konzerns beigetragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem Schweizer Unternehmen Straumann, f\u00fchrend im Bereich der Zahnimplantate, gelang die erfolgreiche Marktpositionierung als spezialisierter Anbieter f\u00fcr hochwertige Premium-Zahnimplantate und die Ausweitung dieser Nische durch gezielte Akquisitionen \u2013 etwa durch die \u00dcbernahme eines brasilianischen Unternehmens, das auf Discount-Implantate spezialisiert ist, und eines Herstellers von transparenten Zahnspangen, ClearCorrect.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>V. Worst Case mitbedenken<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu guter Letzt: Mit der hohen Inflation versch\u00e4rft sich die Unsicherheit auf Anlegerseite, gleichzeitig steigen die Zinsen am Kapitalmarkt, was verheerende Auswirkungen auf junge beziehungsweise unrentable Unternehmen haben kann, zumal diese \u00fcberproportional vom Niedrigzinsumfeld profitieren. Im Worst-Case-Szenario droht Unternehmen der Totalausfall. Daher setzen wir mit unseren Strategien bewusst auf ausgew\u00e4hlte Qualit\u00e4tsunternehmen mit hoher Rentabilit\u00e4t, starken Cashflows und soliden Bilanzen, die ein starkes Fundament f\u00fcr eine langfristige Performance bilden \u2013 sowohl in Wachstums- als auch Krisenzeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">1 Aus \u201eInflation: The Disparate Effects on Company Values\u201c von Professor A. Damodaran, auf das vorliegende Beispiel angewandt, Mai 2022.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Comgest : Steigende Zinsen und hohe Inflation: In diesem Umfeld gibt es noch immer kritische Anleger, die europ\u00e4ischen Aktien den R\u00fccken kehren.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":17385,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[208,738],"class_list":["post-23033","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse","tag-comgest","tag-europa-aktien"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23033","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23033"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23033\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17385"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23033"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23033"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23033"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}