{"id":2307,"date":"2016-09-22T05:00:00","date_gmt":"2016-09-22T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/09\/22\/bantleon-bank-of-japan-gibt-nicht-auf\/"},"modified":"2016-09-22T05:00:00","modified_gmt":"2016-09-22T05:00:00","slug":"bantleon-bank-of-japan-gibt-nicht-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/bantleon-bank-of-japan-gibt-nicht-auf\/","title":{"rendered":"Bantleon: Bank of Japan gibt nicht auf"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">In Anbetracht der Vorreiterroller der Bank of Japan bei der ultraexpansiven Geldpolitik und der sich abzeichnenden Grenzen dieser Strategie wurde die f&uuml;r heute angesetzte &raquo;umfassende Bewertung&laquo; der BoJ weltweit mit Spannung erwartet. Im Ergebnis dieser &Uuml;berpr&uuml;fung sieht sich die japanische Notenbank in ihrem Kurs best&auml;tigt&#8230;&#8230;<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Von Dr. Andreas A. Busch Senior Analyst Economics<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deswegen will sie mit der Politik des billigen Geldes fortfahren, ohne allerdings die Renditen langlaufender Staatsanleihen zu sehr zu dr&uuml;cken. Gleichzeitig verspricht sie, die Kerninflation sogar &uuml;ber das bisherige 2%-Ziel steigen zu lassen. Um hier ihre Entschlossenheit zu demonstrieren, wird sie im Zuge zun&auml;chst weiter sinkender Inflationsraten um eine baldige Leitzinssenkung nicht herumkommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute gab die Bank of Japan die Ergebnisse ihrer Ende Juli angek&uuml;ndigten &raquo;umfassenden Bewertung des geldpolitischen Umfelds&laquo; bekannt. In Anbetracht der Vorreiterrolle der BoJ bei der ultraexpansiven Geldpolitik und der sich langsam abzeichnenden Grenzen dieser Strategie wurde dieses Ereignis weltweit mit Spannung erwartet. Das Zeugnis, das sich die Notenbank ausstellte, fiel dabei gemischt aus. Auf der einen Seite h&auml;tten die bisherigen expansiven Massnahmen die Nominal- und Realzinsen gedr&uuml;ckt, was positiv auf die Konjunktur gewirkt und die Deflation beendet habe. Auf der anderen Seite wurde aber das 2%-Inflationsziel nicht erreicht, weil die Inflationserwartungen nur wenig zulegten. Daf&uuml;r machen die W&auml;hrungsh&uuml;ter im Wesentlichen externe Faktoren verantwortlich, wie den &Ouml;lpreisverfall, die MwSt.-Anhebung im Jahr 2014 und die Schw&auml;che der Emerging Markets.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alles in allem sehen sich die W&auml;hrungsh&uuml;ter damit in ihrer Strategie umfassender geldpolitischer Lockerungen best&auml;tigt. Gleichwohl erweiterten sie wegen der Verfehlung des Inflationsziels das bisherige Programm und r&uuml;ckten die Anhebung der Inflationserwartungen in den Vordergrund. Konkret wurde folgendes beschlossen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1<\/strong> Neben dem kurzfristigen Leitzins &ndash; der unver&auml;ndert bei -0,10% blieb &ndash; sollen neu auch die langfristigen Kapitalmarktzinsen gesteuert werden (&raquo;Yield Curve Control&laquo;). Dazu wird das bestehende Anleihenkaufprogramm so eingesetzt, dass die Rendite 10-j&auml;hriger Staatsanleihen &raquo;ungef&auml;hr auf dem aktuellen Niveau von 0,00%&laquo; bleibt.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2<\/strong> Um die Inflationserwartungen in die H&ouml;he zu treiben, gab die Notenbank bekannt, l&auml;nger als bisher veranschlagt an der expansiven Geldpolitik festhalten zu wollen. Neu soll die Inflationsrate nicht nur auf 2% steigen. Vielmehr werden die monet&auml;ren Stimuli erst dann reduziert, wenn die Kerninflationsrate stabil dar&uuml;ber liegt (&raquo;Inflation-Overshooting Commitment&laquo;). Etwas konkretisiert wird diese vage Formulierung dadurch, dass nun im Durchschnitt von Aufschwungs- und Abschwungsphasen ein Wert von 2% angestrebt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Gegenzug zum neu formulierten Renditeziel f&uuml;r 10-j&auml;hrige JGBs wurde die Zielbandbreite f&uuml;r die durchschnittliche Duration der zu kaufenden Staatsanleihen (die zuletzt bei 7&nbsp;bis 12&nbsp;Jahre lag) aufgegeben. Am Vorhaben, 80&nbsp;Bio.&nbsp;Yen pro Jahr zu erwerben (&asymp; 700&nbsp;Mrd. EUR), wurde hingegen festgehalten. Allerdings gesteht sich die BoJ hier eine gr&ouml;ssere Flexibilit&auml;t zu, um n&ouml;tigenfalls weniger oder mehr zu kaufen, falls es zu kr&auml;ftigen Ausschl&auml;gen bei den Renditen langlaufender Staatsanleihen kommt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie sind die neuen Massnahmen der BoJ zu werten? Grunds&auml;tzlich sehen wir darin eine Fortsetzung der Politik des billigen Geldes, mit dem Ziel, auf diesem Weg die Inflation in die H&ouml;he zu treiben. Gleichwohl zeigen sich immer mehr die Grenzen dieser Strategie. So weist selbst die BoJ in ihren j&uuml;ngsten Ausf&uuml;hrungen darauf hin, dass zu tiefe Langfristzinsen negative Nebenwirkungen auf die Konjunktur und das Finanzsystem haben k&ouml;nnen. Die W&auml;hrungsh&uuml;ter relativieren diese Bedenken zwar mit dem &ndash; unseres Erachtens wenig glaubw&uuml;rdigen &ndash; Hinweis darauf, dass die kurz- und mittelfristigen Zinsen ohnehin wichtiger f&uuml;r die Wirtschaft seien. Das neu verk&uuml;ndete Renditeziel f&uuml;r 10-j&auml;hrige Staatsanleihen, das einem unbeabsichtigten Renditeverfall vorbeugen soll, zeigt aber, dass die BoJ sich dieser Problematik bewusst ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Vorhaben, die Inflationserwartungen durch das &raquo;Inflation-Overshooting Commitment&laquo; in die H&ouml;he zu treiben, wird nach unserer Auffassung wenig erfolgreich sein. Wenn es der Notenbank schon nicht gelungen ist, die Inflationsrate auf 2,0% zu hieven, wieso sollte man ihr dann glauben, dass die Teuerung sogar auf 3,0% oder noch h&ouml;her steigen wird?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um angesichts der hier dominierenden Skepsis ihre Entschlossenheit zu demonstrieren, d&uuml;rfte die Notenbank k&uuml;nftig nicht um weitere geldpolitische Lockerungen herumkommen. In den n&auml;chsten Monaten wird die Kerninflationsrate aufgrund der w&auml;hrungsbedingten Verbilligung der Importe weiter abnehmen. Zur Bekr&auml;ftigung des &raquo;Inflation-Overshooting Commitments&laquo; muss die Notenbank daher dann zus&auml;tzliche Massnahmen beschliessen. Den Weg daf&uuml;r hat die BoJ durch die Aufz&auml;hlung der verschiedenen Optionen in ihrem j&uuml;ngsten geldpolitischen Statement bereits bereitet. In einem ersten Schritt rechnen wir bei der Pr&auml;sentation der neuen Makroprognosen im November dieses Jahres bzw. sp&auml;testens im Januar n&auml;chsten Jahres mit einer weiteren Reduktion des Leitzinses&nbsp; auf \u20110,20% bis \u20110,30%.<\/p>\n<p>Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n<div class=\"row col-sm-12 nospace\">&nbsp;<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Anbetracht der Vorreiterroller der Bank of Japan bei der ultraexpansiven Geldpolitik und der sich abzeichnenden Grenzen dieser Strategie wurde die f&uuml;r heute angesetzte &raquo;umfassende Bewertung&laquo; der BoJ weltweit mit Spannung erwartet. 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