{"id":23271,"date":"2024-01-23T11:39:42","date_gmt":"2024-01-23T10:39:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=23271"},"modified":"2024-01-23T11:49:02","modified_gmt":"2024-01-23T10:49:02","slug":"blackrock-marktausblick-von-holz-drachen-und-zuversicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-marktausblick-von-holz-drachen-und-zuversicht\/","title":{"rendered":"BlackRock Marktausblick : Von Holz-Drachen und Zuversicht"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"FR-LU\"><strong>BlackRock<\/strong> : <\/span>In wenigen Wochen wird in Ostasien das Neujahrsfest im Zeichen des Holz-Drachen gefeiert. Im \u00f6stlichen Horoskop gilt der Drache als das m\u00e4chtigste Tierkreiszeichen und versinnbildlicht Energie, Kraft und Gl\u00fcck.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p class=\"h3-dark-blue\" style=\"text-align: justify;\"><strong><span class=\"markedContent\"><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Von Ann-Katrin Petersen CFA BlackRock Senior Kapitalmarktstrategin<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Element Holz \u2013 Symbol f\u00fcr Aufbruch, Wachstum und Erkenntnis \u2013 wirkt dabei wie die perfekte Erg\u00e4nzung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So manch Investor:in wird wohl allein angesichts der geopolitischen Gemengelage in der Drachen-Symbolik Zuversicht sch\u00f6pfen wollen. Die internationale Fragmentierung hat sich zuletzt beschleunigt und es gab wohl kaum einen Staatslenker beim Weltwirtschaftsforum in Davos, der nicht auf die knifflige Gro\u00dfwetterlage verwies. Die Zahl der fragilen Situationen weltweit ist laut den Vereinten Nationen die h\u00f6chste seit Jahrzehnten, und das in einem Jahr, in dem etwa die H\u00e4lfte der Weltbev\u00f6lkerung an die Wahlurne schreitet. Die St\u00f6rung der Schifffahrt im Roten Meer ist ein j\u00fcngeres Beispiel, wie Krisenherde Lieferketten beeintr\u00e4chtigen und die Produktionskosten in die H\u00f6he treiben k\u00f6nnen. Wir bleiben bei unserer Einsch\u00e4tzung, dass eine anhaltende geopolitische Zersplitterung mit einem l\u00e4ngerfristig erh\u00f6hten Inflationsdruck einhergeht (Datenquelle: BlackRock BII Global Outlook, 05. Dezember 2023).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Kontrast zu den Mollt\u00f6nen rund um geopolitische Risiken war in Davos die Begeisterung sp\u00fcrbar, dass Fortschritte in der K\u00fcnstlichen Intelligenz (KI) zu signifikanten Produktivit\u00e4tssch\u00fcben f\u00fchren k\u00f6nnten. Es gibt zweifelsohne eine Vielzahl von unterschiedlichen Sch\u00e4tzungen dar\u00fcber, wie stark die Produktivit\u00e4t durch KI gesteigert werden k\u00f6nnte. In Summe deuten sie jedoch darauf hin, dass der Effekt mit der Zeit erheblich sein k\u00f6nnte. Viele Projektionen basieren auf den Auswirkungen der Internetrevolution, die mit einer Steigerung der Produktivit\u00e4t in den USA um etwa 13% \u00fcber ein Jahrzehnt zusammenfiel. So manch Aussage in Davos \u00fcbertraf diese Einsch\u00e4tzung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zuversichtlich: In den B\u00f6rsenkursen ist zum Jahresstart bereits viel vorweggenommen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den B\u00f6rsenkursen wiederum ist zum Jahresstart \u2013 also demjenigen nach dem gregorianischen Kalender \u2013 bereits viel Zuversicht vorweggenommen. Die Technologieb\u00f6rse Nasdaq, aber auch der breite US-Aktienmarkt, gemessen am S&amp;P 500, markierte letzte Woche neue Rekordhochs, obwohl die Rendite 10-j\u00e4hriger US-Staatsanleihen auf \u00fcber 4,1 % kletterte, da die M\u00e4rkte \u201enur noch\u201c sechs Zinssenkungen der US-Notenbank Fed a 25 Basispunkte bis Jahresende erwarten (Datenquelle: LSEG Datastream, 19. Januar 2024). Insbesondere Hoffnungen auf niedrigere Zinsen und eine \u201eweiche Landung\u201c der US-amerikanischen Volkswirtschaft haben sich in steigende Kurse von Risikoaktiva \u00fcbersetzt. Die \u201ebeste aller Welten\u201c scheint zum Greifen nahe, wonach die Verbraucherpreisinflation ohne Rezession auf die 2%-Preisstabilit\u00e4tsmarke der Fed sinkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Solange dieses \u201eSoft Landing\u201c-Narrativ aus zun\u00e4chst nachvollziehbaren Gr\u00fcnden verf\u00e4ngt \u2013 denn nach Lage der Dinge wird die US-Gesamtinflation in diesem Jahr nahe bei 2% liegen \u2013 k\u00f6nnen Aktien durchaus weiter laufen und f\u00fcr einen insgesamt gelungenen Aufbruch in das Jahr 2024 sorgen. Je st\u00e4rker jedoch das Risiko einer letztlich doch hartn\u00e4ckigeren Inflation im Laufe des Jahres sichtbar wird, desto ungem\u00fctlicher sollte das Fahrwasser an den B\u00f6rsen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Abwartend: EZB und BoJ haben es nicht eilig, die Zinsen zu lockern bzw. zu straffen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Apropos Inflation und Geldpolitik: Die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) d\u00fcrfte am Donnerstag ihren Einlagensatz unver\u00e4ndert bei 4% lassen. Noch befindet sich der geldpolitische Rat im Wartemodus. Finanzmarktteilnehmer werden sich voraussichtlich auf zweierlei konzentrieren: Zum einen die Beurteilung der drei \u201eSchwerpunktbereiche\u201c durch Pr\u00e4sidentin Christine Lagarde \u2013 den Inflationsaussichten vor dem Hintergrund aktueller Wirtschafts- und Finanzdaten, der Entwicklung der zugrunde liegenden Inflation sowie der St\u00e4rke der geldpolitischen Transmission \u2013 und zum anderen jegliche Hinweise auf den Zeitpunkt des ersten Zinsschritts. Der Umfang der vom Markt erwarteten Zinssenkungen f\u00e4llt unseres Erachtens weniger ambitioniert aus als bei der Fed (Datenquelle: LSEG Datastream, 19. Januar 2024). Zuletzt war eine subtile kommunikative Verschiebung von \u201eviel zu fr\u00fch, um \u00fcber Zinssenkungen zu diskutieren\u201c im November und Dezember hin zu einem ausgewogeneren Ton zu vernehmen gewesen, der mehr Gewicht auf die Datenabh\u00e4ngigkeit legt. Und so befindet sich die EZB eben im Wartemodus insbesondere auf Lohnwachstumszahlen im Fr\u00fchjahr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anders gestaltet sich die Situation in Asien. Die R\u00fcckkehr der Inflation in Japan hat im vergangenen Jahr eine schrittweise Anpassung der ultralockere Geldpolitik vorangetrieben. Doch die Bank of Japan (BoJ) hat es mit der Normalisierung nicht eilig. Beim am Dienstag anstehenden Zinsentscheid in Tokyo erwarten wir keine Zinsstraffung. Die Notenbanker werden wahrscheinlich auf deutlichere Anzeichen f\u00fcr ein nachhaltiges Lohnwachstum im Rahmen der Verhandlungsrunde im Fr\u00fchjahr (Shunt\u014d) warten wollen. Die Abwertung des Yen hatte den Anstieg der Inflation beg\u00fcnstigt. Doch die Importpreise haben sich in letzter Zeit stabilisiert, was auf einen k\u00fcnftig ged\u00e4mpfteren Inflationsdruck hindeutet. Damit bleibt unseres Erachtens das Lohnwachstum der entscheidende Faktor daf\u00fcr, ob sich die Inflation bei 2%-Zielmarke der BoJ einpendelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>W\u00e4hlerisch: Selektivit\u00e4t bleibt im Jahr des Holz-Drachen angesagt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Innerhalb des Aktienuniversums der Industriel\u00e4nder stehen wir dem japanischen Aktienmarkt fortgesetzt konstruktiv gegen\u00fcber dank der aktion\u00e4rsfreundlichen Reformen japanischer Unternehmen bei weiterhin attraktiven Bewertungen und solidem Gewinnwachstum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In globaler Betrachtung war die Aktienmarktrally im Jahr 2023 vornehmlich bewertungsseitig getrieben. Wir erwarten in diesem Jahr einen st\u00e4rker durch die Gewinnentwicklung der Unternehmen getriebenen Aktienmarkt. Im Rahmen der laufenden Berichtssaison f\u00fcr das vierte Quartal 2023 haben die Unternehmen dies- und jenseits des Atlantiks erwartungsgem\u00e4\u00df bislang recht solide Quartalszahlen vorgelegt. Spannender sind die Ausblicke der Unternehmenslenker.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend wir in den USA mit einer Konjunkturverlangsamung rechnen \u2013 was f\u00fcr sich genommen ein gewisses Entt\u00e4uschungspotenzial bei den 12-Monats-Konsenssch\u00e4tzungen f\u00fcr die US-Unternehmensgewinne impliziert \u2013 d\u00fcrfte sich die Konjunktur hierzulande und im Euroraum nach der derzeitigen Schw\u00e4chephase im Jahresverlauf fangen, insbesondere weil sich der private Konsum aufgrund steigender Realeinkommen erholt. Dagegen wird eine straffere Finanzpolitik \u2013 vor allem in Form geringerer Staatsausgaben \u2013 die Konjunktur d\u00e4mpfen, w\u00e4hrend kaum Impulse durch die Weltkonjunktur zu erwarten sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gewinnwachstum europ\u00e4ischer Unternehmen k\u00f6nnte sich auf Jahressicht auf einen mittleren einstelligen Bereich beschleunigen. Gleichzeitig hat auch der europ\u00e4ische Aktienmarkt bereits von dem ausgepr\u00e4gten Zinssenkungsoptimismus im Schlussquartal des letzten Jahres profitiert. Die Bewertungen europ\u00e4ischer Aktien sind zwar attraktiv sowohl historisch gesehen als auch im Vergleich zum US-amerikanischen Markt, wir bevorzugen aber bei unserer taktischen Anlageallokation nach wie vor einen selektiveren Ansatz. Auf Sektorebene beispielsweise sehen wir Chancen bei europ\u00e4ischen Banken, im Gesundheitswesen und in der Industrie. Von der oben erw\u00e4hnten Neuausrichtung der Globalisierung wiederum k\u00f6nnten L\u00e4nder wie Mexiko und Vietnam sowie strategische Sektoren wie die Technologie profitieren.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock : In wenigen Wochen wird in Ostasien das Neujahrsfest im Zeichen des Holz-Drachen gefeiert. 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