{"id":23280,"date":"2024-01-19T15:00:09","date_gmt":"2024-01-19T14:00:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=23280"},"modified":"2024-01-23T12:09:52","modified_gmt":"2024-01-23T11:09:52","slug":"allianz-gi-die-zeichen-der-zeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-die-zeichen-der-zeit\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Die Zeichen der Zeit"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Allianz GI<\/strong> : Zwischen St\u00f6rger\u00e4uschen und echten Signalen l\u00e4sst sich bei Konjunkturdaten oft schwer unterscheiden.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Greg Meier Director, Senior Economist, Global Economics and Strategy<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"u-padding-top-s c-copy\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir werden unter der Woche mit Meldungen regelrecht bombardiert. Einmal hei\u00dft es, eine Rezession stehe unmittelbar bevor und sei un\u00fcbersehbar. Am n\u00e4chsten Tag \u00fcberwiegt die Chance einer \u201e<strong>sanften Landung<\/strong>\u201c, d.h. dass die Notenbanken trotz restriktiver Geldpolitik die Konjunktur nicht komplett abw\u00fcrgen w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welche Aussagen k\u00f6nnen wir also als L\u00e4rm einstufen und welche als zuverl\u00e4ssige Zeichen? Selbst den wichtigsten <strong>Zentralbankiers der Welt f\u00e4llt es manchmal nicht leicht<\/strong>, die Faktoren zu eruieren, die das Wachstum zu einem beliebigen Zeitpunkt f\u00f6rdern. Und die Nachwirkungen der CoronaKrise haben diese Aufgabe noch schwieriger gemacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man denke nur an den Umstand, dass es in der j\u00fcngeren Geschichte der USA keine Vergleichswerte f\u00fcr eine <strong>pandemiebedingte Wirtschaftskrise<\/strong> gab. In den viertelj\u00e4hrigen Statistiken, die die US-Regierung seit 1947 ver\u00f6ffentlicht,\u00a0war COVID-19 der einzige Fall, als es zu einem monatelangen Stillstand der Wirtschaft kam.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ebenso existieren keine vergleichbaren Beispiele der Billionen von US-Dollar an \u201e<strong>\u00fcbersch\u00fcssigen Ersparnissen<\/strong>\u201c, die die Menschen angeh\u00e4uft haben, als sie w\u00e4hrend der Pandemie weniger ausgeben konnten. Gleichzeitig haben die politischen Entscheidungstr\u00e4ger Konjunkturprogramme zur St\u00fctzung der Wirtschaft beschlossen, die einer Gelddruckmaschine gleichkamen. Was auch nicht vergessen werden darf ist die Tatsache, dass noch nie zuvor Millionen von Arbeitnehmern pl\u00f6tzlich vorzeitig in Rente gegangen sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwar m\u00f6gen die Erinnerungen an die \u00e4u\u00dferst bizarren Tage am Anfang der Corona-Krise langsam verblassen. Doch die <strong>folgenschweren Nachbeben der Pandemi<\/strong>e wirken sich nach wie vor auf das gesamte System aus. Sie f\u00fchren oft zu dem Eindruck, dass Makrodaten kein aussagekr\u00e4ftiges Bild der Realwirtschaft liefern und sind auch ein Grund daf\u00fcr, dass die traditionell als zuverl\u00e4ssig geltenden Zusammenh\u00e4nge in der heutigen Zeit nicht mehr immer zutreffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Paradebeispiel daf\u00fcr ist der USArbeitsmarkt. Die gegenw\u00e4rtige Abschw\u00e4chung des US-Arbeitsmarktes k\u00f6nnte man einfach als Zeichen daf\u00fcr werten, dass Firmen weniger Arbeitskr\u00e4fte ben\u00f6tigen. Sollte das tats\u00e4chlich der Fall sein, w\u00e4re dies ein Vorbote f\u00fcr weniger Verbraucherausgaben, vielleicht sogar f\u00fcr eine <strong>Rezession im Jahr 2024<\/strong>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine solche Auffassung lie\u00dfe jedoch au\u00dfer Acht, wie grundlegend die Pandemie die US-amerikanische Arbeitswelt ver\u00e4ndert hat. Zwar ist der 3-Monats-Durchschnitt bei Neueinstellungen von +400.000 Mitte 2022 auf\u00a0heute +165.000 gesunken. Aber die <strong>Anzahl offener Stellen bleibt hoch<\/strong>, die w\u00f6chentlichen Antr\u00e4ge auf Arbeitslosenunterst\u00fctzung sind noch auf niedrigem Niveau, Verbraucher finden nach eigenen Aussagen leicht einen Arbeitsplatz und die Firmen haben immer noch Probleme, offene Stellen zu besetzen (siehe dazu unsere Grafik der Woche).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zusammengenommen k\u00f6nnten diese Erkenntnisse darauf hindeuten, dass sich die Zahl der Neueinstellungen zum Teil deswegen verlangsamt hat, weil es nicht ausreichend Arbeitskr\u00e4fte gibt, um den Bedarf zu decken. Ferner d\u00fcrfte bei einer weiteren schrittweisen Entspannung auf dem Arbeitsmarkt sowie einer nachhaltigen Disinflation bei L\u00f6hnen und Konsumg\u00fctern im Laufe des Jahres die <strong>US-Notenbank Federal Reserve (Fed) den Leitzins senken k\u00f6nnen<\/strong>. F\u00fcr das Wirtschaftswachstum in den USA sind das nicht gerade schlechte Rahmenbedingungen. Zudem haben sie globale Auswirkungen auf W\u00e4hrungen und die Geldpolitik in Europa und Asien.<\/p>\n<p><strong>Die Woche voraus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dieser Woche stehen Entscheidungen der wichtigsten Zentralbanken sowie aktuelle Konjunkturzahlen unten dem globalen Datenstrom an. Dabei k\u00f6nnten die Verfechter des gegenw\u00e4rtigen <strong>disinflation\u00e4ren Wachstumsumfelds<\/strong> zus\u00e4tzliche R\u00fcckendeckung erhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Fokus in Asien richtet sich vor allem auf die Beschl\u00fcsse der <strong>Bank of Japan<\/strong> (BoJ) am Dienstag. Bei ihrer Sitzung im Dezember haben die dortigen H\u00fcter der Geldpolitik angek\u00fcndigt, ihren ultralockeren Kurs \u201egeduldig fortzusetzen\u201c, wobei sie darauf hinwiesen, dass sich das Wachstum zwar leicht erholt aber die Kerninflation nachgelassen habe. Dar\u00fcber hinaus erhalten wir am Mittwoch neben den japanischen Handelszahlen f\u00fcr Dezember auch die Einkaufsmanagerindizes f\u00fcr das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor f\u00fcr Januar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Europa dominiert am Donnerstag die n\u00e4chste Entscheidung der <strong>Europ\u00e4ischen Zentralbank<\/strong> (EZB). Im Anschluss an die letzte Sitzung des EZB-Rates stellte Pr\u00e4sidentin Lagarde fest, dass Zinssenkungen nicht zur Debatte gestanden h\u00e4tten und f\u00fcgte hinzu: \u201eWir sollten auf keinen Fall unsere Wachsamkeit aufgeben\u201c. Dennoch zeigen die unl\u00e4ngst von der EZB ver\u00f6ffentlichten Zahlen, dass sich die dreimonatige annualisierte Ver\u00e4nderung der Kerninflation rasant auf das angestrebte Ziel von 2% zubewegt. Abgesehen von der EZB-Sitzung geh\u00f6ren zu den weiteren wichtigen Daten die Einkaufsmanagerindizes f\u00fcr das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor im Euroraum sowie die Ifo-Gesch\u00e4ftserwartungen f\u00fcr Deutschland.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus US-amerikanischer Perspektive sollten Investoren am Montag Schlagzeilen nach Bekanntgabe der US-Fr\u00fchindikatoren (Index of Leading Economic Indicators) erwarten. Auch wenn die Konsenssch\u00e4tzungen auf eine Schrumpfung zum 21. Monat in Folge hindeuten d\u00fcrften, was bisher nur in rezessiven Phasen der Fall war, waren diese Daten in letzter Zeit mit viel \u201eL\u00e4rm\u201c behaftet. Gem\u00e4\u00df den \u201eNowcasts\u201c der Federal Reserve <strong>d\u00fcrften die USA<\/strong> im Schlussquartal ein <strong>Wachstum <\/strong>von 2,3% <strong>aufweisen <\/strong>&#8211; eine Tendenz, die auch im ersten Quartal 2024 anzuhalten scheint. Am Donnerstag wird die erste offizielle Ver\u00f6ffentlichung der BIP-Daten f\u00fcr das vierte Quartal 2023 erwartet. Am Freitag folgen dann die Dezember-Zahlen zu den pers\u00f6nlichen Einkommen und Ausgaben und zur Inflation in den USA im Dezember. Erw\u00e4hnenswert ist dabei, dass die annualisierte sechsmonatige Kerninflation erneut das 2- Prozent-Ziel der Fed nicht \u00fcberschritten haben d\u00fcrfte.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"l-grid__row\">\n<div class=\"l-grid__column-medium-8 offset-medium-2 agi-rte\">\n<div class=\"c-copy\">\n<p>Quelle: InvestmentWorld.ch<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : Zwischen St\u00f6rger\u00e4uschen und echten Signalen l\u00e4sst sich bei Konjunkturdaten oft schwer unterscheiden.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5408,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":null,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[53],"tags":[80],"class_list":["post-23280","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allianz-g-i-die-woche-voraus","tag-allianz-gi"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23280","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23280"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23280\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23281,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23280\/revisions\/23281"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5408"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23280"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23280"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23280"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}