{"id":23566,"date":"2024-02-02T17:11:54","date_gmt":"2024-02-02T16:11:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=23566"},"modified":"2024-02-06T11:20:58","modified_gmt":"2024-02-06T10:20:58","slug":"allianz-gi-stabilitaet-in-zeiten-der-disruption","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-stabilitaet-in-zeiten-der-disruption\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Stabilit\u00e4t in Zeiten der Disruption"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Allianz GI<\/strong> : \u201eStabilit\u00e4t in Zeiten der Disruption\u201c \u2013 wer wollte das nicht? Disruption ist allerorten.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Hans-J\u00f6rg Naumer<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"u-padding-top-s c-copy\">\n<div class=\"u-padding-top-s c-copy\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Ob langfristig-strukturell \u2013 denken wir nur an Digitalisierung, Deglobalisierung und Demographie im Zusammenspiel mit der Dekarbonisierung der Weltwirtschaft \u2013 oder an eher tagesaktuellere Ereignisse wie Geo- und Geldpolitik, eine F\u00fclle anstehender Wahlen \u00fcber alle Kontinente und das gesamte Jahr 2024 hinweg oder eine Inflation, die auf zu erwartendem h\u00f6herem Niveau \u00fcber die Zeit die Kaufkraft auch der Verm\u00f6gen disruptiert<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es f\u00e4llt schon auf, dass die Berichterstattung in Richtung Risiken ausschl\u00e4gt. Zwar hat sich der Geopolitische Risikoindex (GPR), welcher \u00fcber f\u00fchrende Leitmedien hinweg die Tagespresse nach Meldungen bzgl. geopolitischer Risiken auswertet, seit dem Angriff auf die Ukraine r\u00fcckl\u00e4ufig entwickelt, bewegt sich aber z.B. f\u00fcr die USA und die Ukraine noch auf deutlich erh\u00f6htem Niveau. \u00c4hnlich sieht es aus, durchforstet man die Medienlandschaft nach wirtschaftspolitischen Meldungen, die f\u00fcr Verunsicherungen sorgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An den Kapitalm\u00e4rkten ist wenig von dieser disruptiven Unruhe angekommen, sieht man von der deutlich erh\u00f6hten Volatilit\u00e4t am Anleihemarkt ab, wie sie vom MoveIndex ausgewiesen wird. Die Volatilit\u00e4t an den Aktienm\u00e4rkten ist da deutlich niedriger, wenn auch der Start ins neue Jahr rutschig verlaufen ist. Ein ungewohntes Bild. Der Mismatch bei der Volatilit\u00e4t d\u00fcrfte der Geldpolitik und der Inflationsentwicklung geschuldet sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sei es drum. Unser \u201eSchwerelosigkeitsindikator\u201c, der die Schwankungen (Volatilit\u00e4t) am US-amerikanischen Aktienmarkt in Relation zu den Kurs-Gewinn-Verh\u00e4ltnissen auf Basis der in 12 Monaten erwarteten Gewinne setzt, zeigt eine merkliche Schwerelosigkeit an. Bei den US-amerikanischen Privatanlegern ist laut Umfragen der American Association of Individual Investors der Anteil der \u201eBullen\u201c (also der risikofreudigen) Investoren \u00fcber die letzten Wochen deutlich gestiegen. Die Indikatoren der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB), der regionalen US-Zentralbanken von St. Louis, Kansas und Chicago zeigen (zum Teil sehr deutlich) verringerte Stresslevel im Finanzsystem an, was sich auch in den Zuschl\u00e4gen f\u00fcr Kreditausfallrisiken spiegelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die an den Finanzmarktindikatoren ablesbare Sorglosigkeit scheint mit den disruptiven Kr\u00e4ften nicht im Einklang zu stehen. Gut, dass sich in diesem Kontext der Datenkranz der Konjunkturindikatoren etwas verbessert hat und der US-Arbeitsmarkt. Signale in Richtung Normalisierung aus-sendet Noch ist eine Rezession in der gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaft der Welt nicht auszuschlie\u00dfen, aber die Hoffnung steigt, dass sie uns erspart bleibt<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die Kapitalanlage geht die Suche nach Stabilit\u00e4t und Rendite in Zeiten der Disruption weiter. Unver\u00e4ndert gilt dabei: Der Erhalt der Kaufkraft bleibt die unterste Verteidigungslinie, denn die Inflation d\u00fcrfte uns l\u00e4ngerfristig begleiten.<\/p>\n<p><strong>Drei Anlage\u00fcberlegungen sind da wichtig:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li style=\"text-align: justify;\">Mit dem Ende der Niedrig-\/Negativzinsphase sind <strong>Anleihen<\/strong> wieder eine investierbare Verm\u00f6gensgattung.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Zu beachten ist, dass die Korrelation, d.h. der Gleichlauf der Kurse, zwischen Aktien und Anleihen nach unseren Berechnungen \u00fcber die letzten Monate abgenommen hat. Sie ist zwar auf Jahresbasis noch nicht negativ, aber n\u00e4herte sich der Null an. Damit k\u00f6nnen Anleihen wieder st\u00e4rker ihre risikodiversifizierende Funktion in einer <strong>Multi Asset<\/strong>-L\u00f6sung erf\u00fcllen. Im Falle von Schocks f\u00fcr die Weltwirtschaft sollten Anleihen in der Lage sein sollten, Portfolios abzufedern.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Aktien<\/strong> k\u00f6nnen helfen der Inflation ein Schnippchen zu schlagen. Dabei sollte die stabilisierende Wirkung der Dividendenaussch\u00fcttungen nicht untersch\u00e4tzt werden. Dividenden k\u00f6nnen zwar nicht das Zusammenspiel von (mehr) Risiken und (mehr) Rendite aufheben; wie unsere mittlerweile<br \/>\n12. Dividendenstudie aber wiederholt zeigt, neigen die Unternehmen zu einer sehr verl\u00e4sslichen Dividendenpolitik bei vernachl\u00e4ssigbaren Schwankungen .<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Das aktuelle Umfeld legt folgende taktische Allokation f\u00fcr Aktien und Anleihen nahe:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">Die Gewinnsch\u00e4tzungen der Analysten passen sich der konjunkturellen Entwicklung an. Die R\u00fccknahmen der Erwartungen (\u201eDowngrades\u201c) liegen dabei im normalen Bereich. Es ist keine Seltenheit, dass die Erwartungen an die Unternehmensgewinne \u00fcber die Zeit zur\u00fcckgenommen werden. Was sich zeigt, ist eine starke Divergenz zwischen den Sektoren.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Die US- und europ\u00e4ischen Firmen scheinen ihre Margen stabil halten zu k\u00f6nnen, obwohl die Ums\u00e4tze nachgeben. Die Lohnentwicklung und die \u2013 nicht nachhaltig \u2013 niedrige Zinsbelastung der Firmen l\u00e4sst allerdings zuk\u00fcnftigen Margendruck erwarten.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Bei zum Teil sehr sportlichen Bewertungen sollte die Luft f\u00fcr Aktien nach vorn blickend d\u00fcnner werden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Selektion d\u00fcrfte sich bei Aktien auszahlen. In Zeiten einer restriktiven Geldpolitik und langsamerer Wachstumsraten d\u00fcrften eine hohe Cashflow-Generierung und starke Unternehmensbilanzen von entscheidender Bedeutung sein.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Auf der Anleiheseite gilt die Regel \u201eBonds are back\u201c \u2013 die Anleihen sind zur\u00fcck. Zwar ist es unver\u00e4ndert kaum m\u00f6glich, die Inflation zu schlagen und damit den Kaufkrafterhalt des Kapitals zu sichern, aber die Zeit der Niedrig-\/Negativrenditen ist vorbei.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Geldpolitisch scheint der Zinsgipfel erreicht, wenngleich auch die Leitzinsen der gro\u00dfen Zentralbanken l\u00e4nger h\u00f6her bleiben sollten, als dies von den M\u00e4rkten erwartet wird.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">In der Gesamtsicht scheint bei risikobehafteteren Anlageformen kurzfristig\/taktisch eher noch Vorsicht angebracht.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"l-grid__row\">\n<div class=\"l-grid__column-medium-8 offset-medium-2 agi-rte\">\n<div class=\"c-copy\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: InvestmentWorld.ch<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : \u201eStabilit\u00e4t in Zeiten der Disruption\u201c \u2013 wer wollte das nicht? 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