{"id":2367,"date":"2016-10-12T05:00:00","date_gmt":"2016-10-12T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/10\/12\/m-g-investments-wutanfaelle-und-tatsachen-staatsanleihenmaerkte-ein-deja-vu\/"},"modified":"2016-10-12T05:00:00","modified_gmt":"2016-10-12T05:00:00","slug":"m-g-investments-wutanfaelle-und-tatsachen-staatsanleihenmaerkte-ein-deja-vu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/m-g-investments-wutanfaelle-und-tatsachen-staatsanleihenmaerkte-ein-deja-vu\/","title":{"rendered":"M&#038;G Investments: Wutanf\u00e4lle und Tatsachen: Staatsanleihenm\u00e4rkte \u2013 ein D\u00e9j\u00e0-vu"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-meta\" style=\"text-align: justify;\">\n<div class=\"top-widget-area\">\n<aside id=\"drew_language_link_widget-2\" class=\"widget drew_language_link_widget\">\n<div class=\"inner\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">In letzter Zeit hat mich ein D&eacute;j&agrave;-vu-Gef&uuml;hl &uuml;berw&auml;ltigt. Die Diskussionen am Markt drehen sich im Augenblick darum, dass die Zinsen in diesem Quartal wohl nicht mehr anziehen (USA), niemals mehr nach oben gehen (Europa) oder noch weiter gek&uuml;rzt werden (Japan, GB)&#8230;.<\/span><\/span><\/div>\n<\/aside><\/div>\n<\/p><\/div>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<header class=\"entry-header\">\n<div class=\"entry-meta\">\n<div class=\"inner\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"byline\"><span class=\"byline\"><span class=\"byline\"><strong> Von <\/strong><span class=\"byline\"><span class=\"author vcard\"><span class=\"byline\"><span class=\"author vcard\">Ben Lord<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span> <\/p>\n<div class=\"entry-title\">\n<hr \/>\n<div class=\"entry-content\">\n<p>Die quantitativen Lockerungsma&szlig;nahmen gehen im Eiltempo voran und k&ouml;nnten sogar noch ausgeweitet werden, sei das in Bezug auf ihre Dauer oder die Aufnahme neuer Assettypen. Das Wirtschaftswachstum scheint zu einem Stillstand gekommen zu sein, die Unternehmensrentabilit&auml;t zeigt sp&auml;tzyklische R&uuml;ckg&auml;nge und die Inflation ist mehr oder weniger nicht existent. Ich k&ouml;nnte die Liste noch eine Weile weiterf&uuml;hren. Egal wo man hinschaut, Pessimismus &uuml;ber die weltweite Wirtschaftslage ist &uuml;berall, die Sorge, dass die Geldpolitik &ndash; vielleicht schon vor langer Zeit &ndash; an ihre Grenzen gesto&szlig;en ist. Neue Argumente f&uuml;r den Kauf von Staatsanleihen und risikofreien Renditen machen die Runde.<\/p>\n<p>Ich habe mich k&uuml;rzlich mit meiner Kollegin Anjulie &uuml;ber Bewertungen und die Aussichten f&uuml;r Staatsanleihen unterhalten und w&auml;hrend unseres Gespr&auml;chs realisiert, dass ich zwischen unserer Gegenwart und den ersten Monaten im Jahr 2013 nervenaufreibende &Auml;hnlichkeiten erkenne. Damals drehten sich die Diskussionen um die &bdquo;Unendlichkeit&ldquo; der qualitativen Konjunkturma&szlig;nahmen, die Japanisierung der USA, der Aussichtslosigkeit von Zinserh&ouml;hungen &ndash; bin ich der Einzige, der hier Parallelen sieht? Anjulies Ansicht war, korrekter als meine, dass trotz der historisch niedrigen Renditen und angesichts der au&szlig;erordentlichen Zentralbankma&szlig;nahmen ein weiterer R&uuml;ckgang der Renditen auf Staatsanleihen durchaus m&ouml;glich ist. Ich wollte mich dem nicht anschlie&szlig;en und schlug vor, dass wir erneut einen Blick auf das &bdquo;Taper Tantrum&ldquo; und das &bdquo;Bund Tantrum&ldquo; von 2013 bzw. 2015 werfen sollten. Vielleicht k&ouml;nnten wir aus diesen Episoden etwas lernen, das sich auf die gegenw&auml;rtige Situation anwenden l&auml;sst? Anjulie stellte die folgenden Schaubilder zusammen und es lohnt sich, ihre Ergebnisse zu diskutieren.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/content\/uploads\/sites\/3\/2016\/10\/tidbits-DE.png\" alt=\"tidbits-de\" width=\"450\" height=\"338\" class=\"alignnone size-full wp-image-3605\" \/> <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die nebens&auml;chlichen Bemerkungen von Ben Bernanke in einigen nachtr&auml;glichen Gedanken im Anschluss an eine Rede im Mai 2013 (er sprach davon, die Geschwindigkeit beim Ankauf von Staatsanleihen und MBS zu drosseln) weckte die Anleihenm&auml;rkte nicht nur auf, sie hatten einen Wutanfall. Wie der Chart zeigt, stiegen 10-j&auml;hrige US-amerikanische Staatsanleihen alleine im Mai um 50 Bp und in dem Zeitraum von Mai bis Dezember 2013 um 140 Bp. Bundesanleihen und britische Staatsanleihen wurden mit den US-Staatsanleihen nach unten gezogen, obwohl das Thema &bdquo;Tapering&ldquo; weder in Kontinentaleuropa noch Gro&szlig;britannien auf der Tagesordnung stand. Indexgebundene Anleihen litten ebenfalls in markant negativer Form. Unternehmensanleihen boten demgegen&uuml;ber jedoch ein gemischtes Bild. Die Credit Spreads weiteten sich im Mai zun&auml;chst, doch sahen wir dann bis zum Jahresende 2013 eine krasse Umkehr. Eine Ausnahme waren lediglich Schwellenl&auml;nder, die auf das Wort Tapering unverstellt negativ reagierten.<\/p>\n<p>Ein einziges Wort, Tapering, reichte aus, massive Bewegungen bei den Renditen auf Staatsanleihen auszul&ouml;sen. Ausschlaggebend war aber nicht eine ver&auml;nderte Geldpolitik: Zinsen blieben unver&auml;ndert und das Ausma&szlig; der QE-Anleihenk&auml;ufe war ebenfalls unver&auml;ndert. Was also, so fragten wir uns, hat zu den Ver&auml;nderungen gef&uuml;hrt. Meiner Meinung nach war die Botschaft dieser Episode, dass die Argumente f&uuml;r eine &bdquo;diesmal andere Situation&ldquo; fieberhafte Z&uuml;ge angenommen hatten (d.h. die Argumente, warum die Geldpolitik sich nicht umkehren l&auml;sst und welche benutzt wurden, um die extreme &Uuml;bergewichtung von Staatsanleihen und festverzinslichen Instrumenten im Allgemeinen zu rechtfertigen). Als die Erkenntnis d&auml;mmerte, dass uns Nullzinsen und permanente quantitative Lockerungsma&szlig;nahmen nicht notwendigerweise f&uuml;r Ewigkeiten erhalten bleiben, kam es zu einem herdenhaften Fluchverhalten. Jeder wollte aussteigen, und zwar schnell.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/content\/uploads\/sites\/3\/2016\/10\/tidbits-DE2.png\" alt=\"tidbits-de2\" width=\"450\" height=\"338\" class=\"alignnone size-full wp-image-3606\" \/> <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das &bdquo;Bund Tantrum&ldquo; vom April 2015 war von daher &auml;hnlich, dass die Renditen auf deutsche, britische und US-amerikanische Staatsanleihen alle deutlich angestiegen sind. Bund-Renditen gingen im April um 20 Bp nach oben, gefolgt von einem 60 Bp Anstieg zwischen April und Juni. Auch hier gleichzeitig ein stark gemischtes Bild f&uuml;r Unternehmensanleihen. Es ist nicht einfach, aus dieser Periode etwas zu lernen, au&szlig;er der Beobachtung, dass Bankanleihen auf die steigenden Renditen &uuml;berdeutlich negativ reagierten. Wie anders doch aber heute alles ist!<\/p>\n<p>Der Blick zur&uuml;ck auf dieses Ereignisse macht es nicht viel einfacher, den Katalysator f&uuml;r den Ausverkauf auszumachen. Die Renditen 10-j&auml;hriger Bundesanleihen fielen auf 0,1%, waren aber dann zwei Monate sp&auml;ter wieder auf 1% &ndash; ein Verlust von ca. 0,9%. In diesem Fall w&uuml;rde ich behaupten, dass die Positionierungen vor dem Hintergrund negativer Inflation und dem Beginn der quantitativen Lockerungen sehr lang geworden sind. Bei 0,1% r&uuml;ckten die langfristigen Bewertungs&uuml;berlegungen wieder in den Vordergrund und die Investoren begannen mit dem Verkauf. Und dann verkaufte jeder. Und wieder sehr schnell. Was auch immer der Grund sein mag, der Ausverkauf sollte uns als Mahnung dienen: Die Marktstimmung kann sich pl&ouml;tzlich und ohne einen offensichtlichen Ausl&ouml;ser &auml;ndern.<\/p>\n<p>Wie bereits gesagt, sehe ich viele Parallelen zwischen der Gegenwart und den Perioden, die zu Ausverk&auml;ufen gef&uuml;hrt haben. Die Argumente, dass &bdquo;diesmal alles anders sei&ldquo; &ndash; warum die Zinsen nicht steigen, die lockere Geldpolitik nicht zum Stillstand kommt, Inflation nirgends zu sehen ist und die Preise f&uuml;r Staatsanleihen nicht fallen k&ouml;nnen &ndash; sind im &Uuml;berfluss vorhanden. Sie dienen als Rechtfertigung f&uuml;r den Kauf von Renditen und Duration, selbst zu Zeiten mit Anfangsbewertungen auf einem extremen Niveau. Wir sahen dies in 2013 und im Fr&uuml;hjahr 2015, als die Ausgangsbewertungen vor diesen Wutanf&auml;llen nicht so extrem waren wir gegenw&auml;rtig. Sich dieser &Auml;hnlichkeiten ebenso bewusst zu sein wie den aktuellen Bewertungen sollte uns meiner Meinung nach Vorsicht walten lassen.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<p> <span class=\"posted-on\"><\/span><a href=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/deutsch\/2016\/09\/09\/mind-the-gap-die-bedeutung-historisch-niedriger-rueckflussquoten-fuer-hochzinsinvestoren\/?noredirect=de_DE\" id=\"dot-irecommendthis-3544\" class=\"dot-irecommendthis\" title=\"empfehlen Sie diese\"><span class=\"dot-irecommendthis-count\"> <\/span><\/a>Quelle: BONDWorld.ch<\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/header>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In letzter Zeit hat mich ein D&eacute;j&agrave;-vu-Gef&uuml;hl &uuml;berw&auml;ltigt. 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