{"id":23681,"date":"2024-02-14T15:37:03","date_gmt":"2024-02-14T14:37:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=23681"},"modified":"2024-02-14T16:29:06","modified_gmt":"2024-02-14T15:29:06","slug":"la-francaise-am-erwartete-zinssenkungen-wurden-verschoben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/la-francaise-am-erwartete-zinssenkungen-wurden-verschoben\/","title":{"rendered":"La Fran\u00e7aise AM : Erwartete Zinssenkungen wurden verschoben"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><strong>La Fran\u00e7aise AM<\/strong> : <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span>Zinssenkungen best\u00e4tigt&#8230; aber vertagt.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Fran\u00e7ois Rimeu, Senior Strategist, La Fran\u00e7aise AM<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die fr\u00fchen Erwartungen an Zinssenkungen der Zentralbanken wurden<\/strong> aufgrund der sehr guten US-Wirtschaftsdaten und der weniger als erwartet akkommodierenden Aussagen der Zentralbanker bei den geldpolitischen Aussch\u00fcssen im Januar <strong>gebremst<\/strong>. <strong>Dennoch wurde die M\u00f6glichkeit von Zinssenkungen zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt in diesem Jahr bekr\u00e4ftigt<\/strong>, da erwartet wird, dass sich die Inflation langsam dem 2 %-Ziel f\u00fcr 2025 n\u00e4hert. Die Frage, die sich nun stellt, ist: wann? Vor einer geldpolitischen Lockerung m\u00f6chten die Zentralbanken die Gewissheit haben, dass die Inflation tats\u00e4chlich r\u00fcckl\u00e4ufig ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was die makro\u00f6konomische Entwicklung betrifft, so stieg das US-BIP im vierten Quartal um annualisierte 3,3 % gegen\u00fcber dem Vorquartal und \u00fcbertraf damit erneut die Erwartungen. <strong>Dar\u00fcber hinaus hat der Internationale W\u00e4hrungsfonds (IWF) seine Wachstumsprognose<\/strong> f\u00fcr die USA f\u00fcr dieses Jahr von 1,5 % auf 2,1 <strong>% nach oben korrigiert<\/strong>. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich bei der OECD. Im Januar hat die US-Wirtschaft mehr als 350.000 neue Arbeitspl\u00e4tze geschaffen, verglichen mit einem Monatsdurchschnitt von 255.000 im Jahr 2023. Das Lohnwachstum stieg auf 4,5 %, was wahrscheinlich auf den R\u00fcckgang der geleisteten Arbeitsstunden zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Auch die US-Verbraucher scheinen wieder optimistischer zu werden. Wie erwartet, kam es im Januar auch zu einem Aufschwung im verarbeitenden Gewerbe, der sich fortsetzen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In Europa stagniert die Wirtschaft seit Ende 2022 insgesamt. <\/strong>Die Eurozone ist im vierten Quartal 2023 knapp an einer technischen Rezession vorbeigeschrammt, mit einem stabilen BIP-Wachstum, aber mit gegens\u00e4tzlichen Entwicklungen in den einzelnen L\u00e4ndern. Spanien und Portugal verzeichneten ein robustes Wachstum von +0,6 % bzw. +0,8 % und Italien von +0,2 %, w\u00e4hrend die Wirtschaftst\u00e4tigkeit in Frankreich schleppend blieb und Deutschland ein negatives Wachstum von -0,3 % verzeichnete. Die Umfragen zur Unternehmensstimmung im Januar (PMI, ZEW) sowie die viertelj\u00e4hrliche EZB-Erhebung zur Kreditvergabe an private Haushalte und Unternehmen f\u00fcr das dritte Quartal 2023 und das erste Quartal 2024 <strong>deuteten jedoch auf eine leichte Erholung hin<\/strong>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2023 erreichte das Wachstum in China +5,2 % gegen\u00fcber +3,0 % 2022 und entsprach damit dem von den Beh\u00f6rden gesetzten Ziel von 5 %. Die chinesische Regierung sieht sich jedoch mit mehreren Herausforderungen konfrontiert, die zur Umsetzung zahlreicher geld- und fiskal-politischer Ma\u00dfnahmen zur St\u00fctzung der Wirtschaft gef\u00fchrt haben, u. a. die fr\u00fcher als erwartete und deutlichere Senkung des Mindestreservesatzes am 24. Januar. Dar\u00fcber hinaus wird die chinesische Regierung laut Bloomberg m\u00f6glicherweise 2 Billionen Yuan (260 Mrd. USD) von staatlichen Unternehmen aufnehmen, um chinesische Aktien zu st\u00fctzen. Der BIP-Deflator blieb das dritte Quartal in Folge negativ (-1,5 % im Jahresvergleich), was auf einen geringen Inflationsdruck und eine nachlassende Inlandsnachfrage hinweist, die mit erheblichen Problemen im Immobiliensektor und einer hohen Verschuldung der lokalen Gebietsk\u00f6rperschaften einhergeht. Dieser geringe Inflationsdruck hilft, das Risiko einer Preisbeschleunigung in Europa zu vermindern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein gegens\u00e4tzlicheres Szenario in China und geopolitische Ungewissheit im Roten Meer<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Lage am Roten Meer ist nach wie vor kompliziert<\/strong> und d\u00fcrfte in n\u00e4chster Zeit kaum gekl\u00e4rt werden. Wie Christine Lagarde auf ihrer letzten Pressekonferenz betonte, machen die Seefrachtkosten nur 1,6 % der durchschnittlichen Produktionskosten in Europa aus. Dadurch verringert sich die Wahrscheinlichkeit einer neuen Inflationskrise. Dennoch ist es sehr schwierig, in einer derart instabilen Situation Gewissheit zu haben. Zum einen greifen Houthi-Rebellen Unterseekabel an, zum anderen m\u00fcssen 30 % des weltweiten Warenhandels umorganisiert werden. K\u00f6nnen Anleger trotz der allgemeinen Konjunkturverbesserung einen neuen Angebotsschock bef\u00fcrchten und das Inflationsrisiko nach oben anpassen? Unseres Erachtens ist dieses Szenario in den USA wahrscheinlicher als in Europa.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Unterdessen richtet sich die Aufmerksamkeit erneut auf die Banken<\/strong>, da zwei Finanzinstitute derzeit in Schwierigkeiten stecken. Die Aktie der New York Community Bancorp st\u00fcrzt ab, nachdem sie unerwartet einen Verlust im vierten Quartal bekannt gegeben hat, der auf h\u00f6here R\u00fcckstellungen im Zusammenhang mit ihrem Gewerbeimmobilienportfolio zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. In Europa ist die Deutsche Pfandbriefbank wahrscheinlich die am meisten diskutierte Aktie auf dem Kreditmarkt, wiederum aufgrund ihres Engagements in US-Gewerbe-immobilien. Auch wenn die Schwierigkeiten, mit denen diese beiden Banken konfrontiert sind, sehr spezifisch zu sein scheinen (\u201eSignature buyout\u201c f\u00fcr die erste und sehr hohes Exposure in US-Gewerbeimmobilien f\u00fcr die zweite), ist Vertrauen im Bankensektor von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung und kann schnell verloren gehen. Gleichwohl wird von den Beh\u00f6rden erwartet, dass sie im Falle einer Vertrauenskrise umgehend reagieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Im Januar verzeichneten die Anleihem\u00e4rkte einen leichten R\u00fcckgang, w\u00e4hrend sich die Aktienm\u00e4rkte relativ robust zeigten.<\/strong> Mit Ausnahme chinesischer Aktien schnitten Risikoanlagen besser ab und wiesen erhebliche sektorale Unterschiede auf, wobei Technologieaktien weiterhin dominierten. Mit der konjunkturellen Erholung k\u00f6nnte es kurzfristig zu einer weiteren Korrektur an den Anleihem\u00e4rkten kommen, die sich m\u00f6glicherweise auf Risikoanlagen auswirkt. Die Widerstandsf\u00e4higkeit der Wirtschaft und die erwartete Erholung des verarbeitenden Gewerbes sind jedoch l\u00e4ngerfristig <strong>gute Nachrichten f\u00fcr die Aktienindizes, insbesondere f\u00fcr mittelgro\u00dfe US-Unternehmen<\/strong>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ausblick auf Februar und M\u00e4rz<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es wird erwartet, dass sich das globale Wirtschaftswachstum in den kommenden Wochen weiter verbessert. Es besteht die M\u00f6glichkeit, dass die Inflation aufgrund steigender Preise in den PMI-Umfragen anzieht. Dies k\u00f6nnte die Zentralbanken, insbesondere die Fed, dazu veranlassen, ihre harte Haltung in der geldpolitischen Kommunikation beizubehalten und m\u00f6gliche Zinssenkungen zu verschieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: InvestmentWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>La Fran\u00e7aise AM : Zinssenkungen best\u00e4tigt&#8230; aber vertagt.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":13503,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":null,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[128],"tags":[269,779],"class_list":["post-23681","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-makroanalyse","tag-la-francaise-am","tag-zinssenkungen"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23681","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23681"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23681\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23691,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23681\/revisions\/23691"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13503"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23681"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23681"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23681"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}