{"id":23723,"date":"2024-02-16T11:08:32","date_gmt":"2024-02-16T10:08:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=23723"},"modified":"2024-02-16T11:12:12","modified_gmt":"2024-02-16T10:12:12","slug":"allianz-gi-die-maerkte-als-wille-und-vorstellung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-die-maerkte-als-wille-und-vorstellung\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Die M\u00e4rkte als Wille und Vorstellung"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Allianz GI<\/strong> : Der Wille der Aktienm\u00e4rkte weiter nach oben vorzusto\u00dfen, scheint ungebrochen. Einige der wichtigsten Indikatoren erreichten zwischenzeitlich neue Allzeithochs. So notierte der S&amp;P 500 phasenweise \u00fcber der 5.000\u2019er Marke.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Hans-J\u00f6rg Naumer Director Global Capital Markets &amp; Thematic Research<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"u-padding-top-s c-copy\">\n<div class=\"u-padding-top-s c-copy\">\n<div class=\"u-padding-top-s c-copy\">\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie glorreichen 7\u201c (\u201e<strong>Magnificent 7<\/strong>\u201c) machen dabei alleine 30% des Marktwertes aus. Japanische Aktien erreichten in der Vorwoche ein 34- Jahreshoch. Der DAX schrammte an den 17.000 Indexpunkten entlang.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass M\u00e4rkte, in Anlehnung an den Philosophen Arthur Schopenhauer (1788 \u2013 1860)<sup>1<\/sup> , dabei zum einen als <strong>Willen<\/strong>, zum anderen nur als unsere <strong>Vorstellung <\/strong>gegeben sind, muss sich an den harten Fakten der <strong>Realit\u00e4t <\/strong>erst noch erweisen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Vorstellung baldiger Zinssenkungen sollte durch die teils \u00fcberraschend robusten Konjunkturdaten der letzten Wochen weiter ins Wanken geraten. Dieser\u00a0Realit\u00e4tscheck wird durch die j\u00fcngsten \u00c4u\u00dferungen der wichtigsten Zentralbanken unterst\u00fctzt, die weiterhin die T\u00fcr f\u00fcr eine lockerere Politik im Laufe dieses Jahres \u00f6ffnen, aber den Markterwartungen von unmittelbar bevorstehenden Zinssenkungen bereits ab M\u00e4rz entgegenwirken. Aus guten Gr\u00fcnden, denn die Vorstellung eines \u201esoft landing\u201c bei gleichzeitig r\u00fcckl\u00e4ufigen Inflationsraten muss nachjustiert werden. Unser globaler MakroIndikator stieg im Januar den zweiten Monat in Folge, angetrieben von Verbesserungen sowohl in den Industrie- als auch in den Schwellenl\u00e4ndern. In den <strong>Vereinigten Staaten<\/strong>, der <strong>Eurozone <\/strong>und dem <strong>Vereinigten K\u00f6nigreich<\/strong> stiegen die Wirtschaftsdaten in Folge an, wenngleich sich die Eurozone (ganz zu schweigen von der deutschen \u00d6konomie) sehr tr\u00e4ge entwickelte und <strong>Japan <\/strong>an Schwung verlor. In <strong>China <\/strong>legten die Makroindikatoren den f\u00fcnften Monat in Folge leicht zu, was auf eine anhaltende, aber ungleichm\u00e4\u00dfige Stabilisierung des Bruttoinlandsprodukt-Wachstums hindeutet. Die Entwicklung in anderen Schwellenl\u00e4ndern war uneinheitlicher. Partiell kam es zu R\u00fcckschl\u00e4gen. Die <strong>Rezessionswahrscheinlichkeit <\/strong>f\u00fcr die US-Wirtschaft ist nach unserem kurzfristig orientierten, auf MakroDaten beruhenden Prognosemodell weiter gesunken. Aus der Welt ist das Risiko aber noch nicht. In den n\u00e4chsten Wochen und Monaten muss es sich jetzt entscheiden, ob die \u00d6konomie zu einer harten oder weichen Landung ansetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei k\u00f6nnte sich eine ganz andere Verbindung von Willen und Vorstellung zeigen. Zerlegt man den Indikator der Universit\u00e4t von Michigan f\u00fcr das Konsumentenvertrauen, so zeigt sich eine auff\u00e4llige Divergenz zwischen jenen Befragten, die sich zum Camp der \u201eRepublicans\u201c und jenen die sich zu den \u201eDemocrats\u201c z\u00e4hlen. Die \u201eDemokraten\u201c unter den Befragten sind deutlich besserer Stimmung als die \u201eRepublikaner\u201c. Dabei kam es 2021 zu einer auff\u00e4lligen Verkehrung der Stimmung (vgl. Grafik der Woche). Wahlabsichten im Licht der \u00f6konomischen Lageeinsch\u00e4tzung und umgekehrt. Gibt es zwei Realit\u00e4ten, da zwei unterschiedliche Vorstellungen?<\/p>\n<p><strong>Die Woche voraus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Umso wichtiger werden die Konjunkturindikatoren in den kommenden Wochen. Der Kalender l\u00e4sst wenige, aber durchaus bedeutungsvolle Indikatoren erwarten. Den Auftakt macht <strong>Japan <\/strong>mit den Auftragseing\u00e4ngen im Maschinenbau (Montag). Am Dienstag wird der Index der Fr\u00fchindikatoren f\u00fcr die <strong>USA <\/strong>erwartet. Der Konsensus der \u00d6konomen stellt sich auf einen R\u00fcckgang ein, was allerdings von den Protokollen der letzten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses der <strong>Federal Reserve<\/strong> Bank (\u201eFed\u201c; Mittwoch) kaum erwarten l\u00e4sst, dass diese in Richtung baldiger Zinslockerungen gedeutet werden k\u00f6nnen. \u00dcber den Donnerstag hinweg ergie\u00dfen sich eine Reihe an Einkaufsmanagerindizes f\u00fcr die Eurozone und deren Mitgliedsl\u00e4nder, f\u00fcr Japan, das Vereinigte K\u00f6nigreich und die USA \u00fcber die M\u00e4rkte. Dazu kommen die wichtigen Erstantr\u00e4ge auf Arbeitslosigkeit aus den USA. Der Arbeitsmarkt zeigt sich dort auf dem Weg einer vorsichtigen Normalisierung. Von einer die Fed beruhigenden Abk\u00fchlung kann aber noch keine Rede sein. Den Abschluss bilden das GfK Konsumentenvertrauen f\u00fcr Gro\u00dfbritannien und das ifo-Gesch\u00e4ftsklima f\u00fcr Deutschland. Nach den fast kontinuierlichen R\u00fcckg\u00e4ngen quer \u00fcber Lageeinsch\u00e4tzung und Stimmung und die Sektoren hinweg, kann man nur hoffen, dass es zu Zeichen einer Bodenbildung kommt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die <strong>technische Verfassung<\/strong> an den Aktienm\u00e4rkten ist derweil latent br\u00fcchig. Zwar gehen an den wichtigsten M\u00e4rkten von den 30- und 200-Tagelinien keine Verkaufssignale aus, und die Marktbreite hat (gemessen an den Advance-Decline-Linien, welche die Anzahl der gestiegenen in Relation mit der Anzahl der gefallenen Aktien setzen) zugelegt, aber die Relative-St\u00e4rke-Indizes weisen auf eine \u00fcberkaufte Situation hin. Das k\u00f6nnte den Willen, nach oben auszubrechen, beschr\u00e4nken. Dazu passt, dass auch die nach Sentix und der American Association of Individual Investors erhobenen Indikatoren ein \u201ebullishes\u201c Sentiment ausweisen, und sich unser Indikator f\u00fcr die USA, welcher das Kurs-Gewinn-Verh\u00e4ltnis des S&amp;P 500 ins Verh\u00e4ltnis mit dem Volatilit\u00e4tsindikator\u00a0VIX setzt, die Vorstellung von Schwerelosigkeit ausweist. Einer Schwerelosigkeit, welche Risiken, wie sie z.B. in der Geopolitik bestehen, auszublenden scheint.<\/p>\n<p>Wille und Vorstellung \u2013 besser: Wille und Wunsch &#8211; k\u00f6nnen da schnell zu einer Realit\u00e4tsanpassung gezwungen werden.<\/p>\n<p>Einen starken Willen w\u00fcnscht Ihnen<\/p>\n<p class=\"note-one\"><span style=\"font-size: 10pt;\"><sup>1<\/sup> Schoppenhauer, Arthur; \u201eDie Welt als Wille und Vorstellung\u201c; 1859<\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"l-grid__row\">\n<div class=\"l-grid__column-medium-8 offset-medium-2 agi-rte\">\n<div class=\"c-copy\">\n<p>Quelle: InvestmentWorld.ch<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : Der Wille der Aktienm\u00e4rkte weiter nach oben vorzusto\u00dfen, scheint ungebrochen. Einige der wichtigsten Indikatoren erreichten zwischenzeitlich neue Allzeithochs. 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