{"id":23873,"date":"2024-02-26T11:05:46","date_gmt":"2024-02-26T10:05:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=23873"},"modified":"2024-02-26T11:17:53","modified_gmt":"2024-02-26T10:17:53","slug":"la-francaise-am-europaeische-wachstumsaussichten-fuer-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/la-francaise-am-europaeische-wachstumsaussichten-fuer-2024\/","title":{"rendered":"La Fran\u00e7aise AM : Europ\u00e4ische Wachstumsaussichten f\u00fcr 2024"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><strong>La Fran\u00e7aise AM<\/strong> :\u00a0<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span>Japan, Gro\u00dfbritannien und Deutschland geh\u00f6ren zu den G7-Staaten, die Ende 2023 mit zwei aufeinanderfolgenden r\u00fcckl\u00e4ufigen Quartalen offiziell in eine technische Rezession geraten sind.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>von Audrey Bismuth, Global Macro Researcher, La Fran\u00e7aise AM<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Volkswirtschaften Gro\u00dfbritanniens und Deutschlands schrumpften im vierten Quartal 2023 um 0,3 %, w\u00e4hrend Japans BIP um 0,1 % zur\u00fcckging. Diese R\u00fcckg\u00e4nge verdeutlichen die Fragilit\u00e4t der globalen wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Pandemie, dem Einmarsch Russlands in der Ukraine und der anhaltenden Erosion der Kaufkraft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In den USA zeigt sich die Wirtschaft dank der seit der Pandemie angeh\u00e4uften Ersparnisse der Haushalte und der steigenden \u00f6ffentlichen Ausgaben widerstandsf\u00e4higer.<\/strong> In Europa hingegen ist das Verbrauchervertrauen angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten und das Vertrauen der Unternehmen angesichts wachsender Energiekosten, zunehmender Nominall\u00f6hne und geringer Produktivit\u00e4tszuw\u00e4chse bei hohen Kreditkosten in Verbindung mit der sehr restriktiven Geldpolitik der Zentralbanken schwach. Diese Herausforderungen zeigen, dass gezielte politische Ma\u00dfnahmen erforderlich sind, die auf die Besonderheiten der einzelnen Volkswirtschaften zugeschnitten sind. Offiziellen Prognosen zufolge wird die Wachstumsdynamik in der Europ\u00e4ischen Union (EU) und in Gro\u00dfbritannien in diesem Jahr voraussichtlich zunehmen. Die Winterprognose der Europ\u00e4ischen Kommission geht von einer Wachstumsrate von 0,9 % in der EU und 0,8 % im Euroraum aus, nach 0,5 % in beiden Regionen im Jahr 2023. Der Weltwirtschaftsausblick des Internationalen W\u00e4hrungsfonds (IWF) vom Januar 2024 sagt f\u00fcr Gro\u00dfbritannien einen bescheidenen Anstieg des Wachstums von 0,5 % 2023 auf 0,6 % 2024 voraus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die wirtschaftlichen Unsicherheiten \u00fcberschatten jedoch die Chancen f\u00fcr einen nachhaltigen Aufschwung.<\/strong> Die Umfrage zu den Konjunkturerwartungen (\u201eEconomic Expectations Survey\u201c, EES), die vom IFO-Institut in Zusammenarbeit mit dem Institut f\u00fcr Schweizer Wirtschaftspolitik durchgef\u00fchrt wurde, zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in einigen L\u00e4ndern bis zum Jahresende hoch ist \u2013 insbesondere in Deutschland und Gro\u00dfbritannien mit einer Wahrscheinlichkeit von 38 %, verglichen mit 26 % f\u00fcr die USA. Faktoren wie geopolitische Ereignisse, Energiepreise, politische Instabilit\u00e4t und die Konsumdynamik tragen zur erh\u00f6hten Risikoeinsch\u00e4tzung der Wirtschaftsexperten bei. Diese Unsicherheiten unterstreichen die Bedeutung proaktiver staatlicher Ma\u00dfnahmen (Haushaltskonsolidierung, Strukturreformen zur Verbesserung der europ\u00e4ischen Angebotskapazit\u00e4t) und einer umsichtigen geldpolitischen Kalibrierung zur Vermeidung einer zu fr\u00fchen oder zu sp\u00e4ten Zinssenkung. So k\u00f6nnten Risiken minimiert und die Widerstandsf\u00e4higkeit der europ\u00e4ischen Wirtschaft gew\u00e4hrleistet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Optimismus f\u00fcr die britische und europ\u00e4ische Wirtschaft im Jahr 2024 beruht auf drei Hauptkatalysatoren:<\/strong> allm\u00e4hlicher R\u00fcckgang der Inflation, robustes Lohnwachstum und eine lockere Geldpolitik im Jahresverlauf. Fr\u00fchindikatoren wie ZEW und Sentix signalisieren eine Verbesserung, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe, das sich nach zwei Jahren schleppenden Wachstums erholen d\u00fcrfte. Das Wiedererstarken des verarbeitenden Gewerbes, das ein notwendiger Impuls f\u00fcr die Besch\u00e4ftigung und die Investitionsausgaben ist, verhei\u00dft trotz der voraussichtlich anhaltenden geo\u00f6konomischen Fragmentierung Gutes f\u00fcr den Welthandel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Inflationsdruck, der Anlass zur Sorge gab, d\u00fcrfte im Jahr 2024 nachlassen \u2013 eine Atempause f\u00fcr die politischen Entscheidungstr\u00e4ger.<\/strong> Der IWF prognostiziert f\u00fcr etwa 80 % der weltweiten Volkswirtschaften eine niedrigere durchschnittliche j\u00e4hrliche Gesamt- und Kerninflation f\u00fcr 2024. Die Europ\u00e4ische Kommission erwartet einen R\u00fcckgang der HVPI[1]-Inflation von 6,3 % auf 3,0 % in der EU und von 5,4 % auf 2,7 % im Euroraum; \u00e4hnliche Prognosen gelten f\u00fcr Gro\u00dfbritannien. Diese Prognosen sind g\u00fcnstiger f\u00fcr die Preisstabilit\u00e4t und erm\u00f6glichen den Zentralbanken eine akkommodierende Geldpolitik zur Unterst\u00fctzung des Wirtschaftswachstums. So d\u00fcrften die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) und die Bank of England (BoE) ab Juni 2024 die Zinss\u00e4tze senken, was sich bereits in der leichten Lockerung der Kreditbedingungen seit dem vierten Quartal 2023 widerspiegelt. Diese dovishe Wende folgt auf eine aggressive geldpolitische Straffung als Reaktion auf die H\u00f6chstst\u00e4nde der Inflation.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen, dass sich das Wachstum in Gro\u00dfbritannien und im Euroraum Anfang 2024 verst\u00e4rken d\u00fcrfte, unterst\u00fctzt durch ein steigendes verf\u00fcgbares Realeinkommen, robustes Lohnwachstum und einen angespannten Arbeitsmarkt.<\/strong> Konjunkturma\u00dfnahmen wie das EU-Programm \u201eNext Generation\u201c (befristete Ma\u00dfnahme von 2021 bis 2026) und die am 6. M\u00e4rz angek\u00fcndigten Steuersenkungen in Gro\u00dfbritannien d\u00fcrften ebenfalls positiv zum Wachstum beitragen. Die EZB und die BoE werden bei der Kalibrierung der Geldpolitik aufgrund des anhaltenden Kerninflationsrisikos (ohne volatile Posten, Energie und Lebensmittel) und geopolitischer Risiken voraussichtlich einen vorsichtigen Ansatz w\u00e4hlen. Die Priorit\u00e4t der Zentralbanker bleibt die Kontrolle der Inflation, es sei denn, es kommt zu gr\u00f6\u00dferen wirtschaftlichen Verwerfungen (Verschlechterung der Makro\u00f6konomie, Risiken f\u00fcr die Finanzstabilit\u00e4t).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: InvestmentWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>La Fran\u00e7aise AM :\u00a0Japan, Gro\u00dfbritannien und Deutschland geh\u00f6ren zu den G7-Staaten, die Ende 2023 mit zwei aufeinanderfolgenden r\u00fcckl\u00e4ufigen Quartalen offiziell in eine technische Rezession geraten sind.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":14335,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":null,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[347],"tags":[791,269],"class_list":["post-23873","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ausblick-2024","tag-europaeische-wachstumsaussichten","tag-la-francaise-am"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23873","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23873"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23873\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23875,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23873\/revisions\/23875"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14335"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23873"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23873"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23873"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}