{"id":24111,"date":"2024-03-08T11:10:51","date_gmt":"2024-03-08T10:10:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=24111"},"modified":"2024-03-08T11:21:25","modified_gmt":"2024-03-08T10:21:25","slug":"allianz-gi-zu-schoen-um-wahr-zu-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-zu-schoen-um-wahr-zu-sein\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Zu sch\u00f6n, um wahr zu sein"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Allianz GI<\/strong> : Neue Highs an den Aktienm\u00e4rkten aller Orten. Der <strong>S&amp;P 500 hatte<\/strong> die 5.000 Marke im Februar genommen, der <strong>Nikkei<\/strong> schloss in Japan an seine Hochs von vor der gro\u00dfen Krise der 90\u2019er Jahre wieder an.<\/h5>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Hans-J\u00f6rg Naumer Director Global Capital Markets &amp; Thematic Research<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\" style=\"text-align: justify;\">\n<div class=\"u-padding-top-s c-copy\">\n<div class=\"u-padding-top-s c-copy\">\n<div class=\"u-padding-top-s c-copy\">\n<div class=\"u-padding-top-s c-copy\">\n<p>Der <strong>DAX<\/strong> scheint sich mit der 18.000 anzufreunden, der <strong>EuroStoxx<\/strong> strebte gleichsam neuen H\u00f6hen entgegen. \u2026 Sicher, nicht alle Aktienm\u00e4rkte liegen im Plus, einige mussten Federn lassen, aber es f\u00e4llt auf, dass der \u201erisk on\u201c Modus doch sehr breit um sich gegriffen hat. <strong>Bitcoin<\/strong> legte einen rasanten Ritt \u00fcber den Februar hin. <strong>Diamanten-<\/strong> und <strong>Edelsteine-Indices<\/strong> waren weiter im H\u00f6henflug. Der <strong>Preisindex f\u00fcr Schmuck und Uhren<\/strong> legte in den USA ebenfalls zu. W\u00e4re zu erwarten, dass zumindest die <strong>Anleihem\u00e4rkte<\/strong> Federn gelassen haben, aber auch davon ist nichts zu sp\u00fcren, zumindest wenn man die 10- j\u00e4hrigen Bunds und<br \/>\nUS-Treasuries \u00fcber die letzten ein, zwei Wochen betrachtet. Deren Rendite hat sich kaum ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Interessant dabei: <strong>Gold<\/strong>, sonst ein Krisenindikator, hat \u00fcber die letzten Jahre deutlich besser performt als Kupfer und scheint sich \u00fcber 2.000 US-Dollar je Unze zu etablieren. Auch das ein Rekordniveau, wobei die Schw\u00e4che beim <strong>Kupfer<\/strong> als Zeichen einer schw\u00e4cheren Konjunktur gewertet werden k\u00f6nnte. Anzeichen f\u00fcr <strong>finanziellen Stress<\/strong>, sei es der \u201eComposite Systemic Stress Index\u201c (CISS) der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB), sei es der analoge Indikator der Zentralbank von St. Louis, sind keine zu sehen. W\u00e4hrend unser \u201eSchwerelosigkeitsindikator\u201c, welcher das Kurs-Gewinn-Verh\u00e4ltnis des S&amp;P 500 in Relation mit dem VIX, als Indikator der Volatilit\u00e4t (und damit als Risikoma\u00df) setzt, weit nach oben ausschl\u00e4gt, sieht es nach <strong>Tiefenentspannung an den M\u00e4rkten<\/strong> aus. Fast zu sch\u00f6n, um wahr zu sein.<\/p>\n<p><strong>Die Entwicklung \u00fcberrascht aus zumindest drei Gr\u00fcnden:<\/strong><\/p>\n<ol class=\"body-one\">\n<li>Bei den Anleihen gilt: &#8220;<strong>Bonds are back<\/strong>&#8221; \u2013 und mit ihnen eine gesamt Assetklasse, die jetzt (wenn auch geringe) reale Renditen ausweist, wodurch ein Kaufkrafterhalt wieder m\u00f6glich wird. Das lie\u00dfe ein Ende der \u201eFluchtk\u00e4ufe\u201c von risikobehafteteren Anlageformen und eine st\u00e4rkere Anlage in Anleihen erwarten.<\/li>\n<li>Die US-Zinsstrukturkurve ist unver\u00e4ndert negativ, was in der Vergangenheit h\u00e4ufig ein Rezessionssignal war. Aber passen Kursavancen und Rezessionssorgen zueinander?<\/li>\n<li>Die Zinssenkungserwartungen haben sich, nach der Lage an den Geldm\u00e4rkten, nach hinten verschoben, w\u00e4hrend das \u201eSoft Landing-Szenario\u201c klammheimlich zum \u201eNo Landing-Szenario\u201c wurde, zumindest was die Consensus-Sch\u00e4tzungen f\u00fcr die US-Konjunktur betrifft.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Erkl\u00e4rung k\u00f6nnte in der immer noch \u00fcppigen <strong>Liquidit\u00e4tsausstattung<\/strong> liegen, die durch die rasante Wende in der Geldpolitik und an den Anleihem\u00e4rkten \u00fcberdeckt wird. Zinswende hin oder her: Der <strong>Preis des Geldes<\/strong> hat sich, nach einem zwischenzeitlichen Absacken, kaum ver\u00e4ndert. Tats\u00e4chlich liegt die reale Rendite f\u00fcr 10- j\u00e4hrige Bundesanleihen und US-Treasuries auf dem gleichen Niveau wie vor der Zinswende (vgl. Grafik der Woche). Zugegeben, das ist nur die Augenblicksbetrachtung, da zur Berechnung der realen Rendite die jeweils aktuellen Verbraucherpreisindizes genutzt wurden. F\u00fcr einen l\u00e4ngeren Zeitraum bieten sich auch z.B. auch l\u00e4ngerfristige Inflationserwartungen an. Aber auch wenn man die impliziten Inflationserwartungen f\u00fcr die n\u00e4chsten 10 Jahre aus Inflationsswaps nimmt, sieht die Lage kaum ver\u00e4ndert aus.<\/p>\n<p>Dazu passt, dass die <strong>G6-Zentralbanken<\/strong> ihre Bilanzen zwar mittels quantitativer Straffung (\u201equantitative tightening\u201c) verringert haben, die (\u00dcberschuss-)Reserven der US-Banken aber auf einem relativ stabilen Niveau geblieben sind und in letzter Zeit wieder zugenommen haben &#8211; w\u00e4hrend im Gegenzug die Reverse-Repo-Fazilit\u00e4t der Federal Reserve Bank (\u201eFed\u201c) rasch reduziert wurde. Eine Folge davon, dass die Fed als Schock-Absorber des Marktes f\u00fcr <strong>Gewerbeimmobilien<\/strong> agierte.<\/p>\n<p>In einer Anlagewelt, die von Liquidit\u00e4t und der Hoffnung auf ein \u201eNo\u201c oder \u201eSoft Landing\u201c getrieben wird, ist es umso wichtiger, dass geopolitisch nichts anbrennt, was die die Risikoneigung senken k\u00f6nnte, und ein Konjunkturbild Unterst\u00fctzung findet, welches Gewinnwachstum f\u00f6rdert. Den Bewertungen t\u00e4te es gut.<\/p>\n<p><strong>Die Woche voraus<\/strong><\/p>\n<p>In der kommenden Woche stehen dabei einige Indikatoren an, die \u00fcber den weiteren Verlauf bei Konjunktur und Preisen Aufschluss geben sollten, wobei das Schwergewicht auf den USA liegt. Die\u00a0 <strong>US-Verbraucherpreise<\/strong> (Dienstag) d\u00fcrften der Hauptevent der Woche werden. Kommt es hier zu einem Ausschlag nach oben, k\u00f6nnte das \u201eSoft Landing- Szenario\u201c durchaus Schaden nehmen. Am Mittwoch folgt die Industrieproduktion der Eurozone. Am Donnerstag dann ist richtig viel los. F\u00fcr die USA stehen die Einzelhandelsums\u00e4tze, die Erzeugerpreise, sowie die Erst- und Folgeantr\u00e4ge auf Arbeitslosenhilfe an. Den Abschluss bilden am Freitag (ebenfalls f\u00fcr die USA) das Verbrauchervertrauen der Universit\u00e4t von Michigan und der Empire State Index. Das gibt insgesamt viel Raum, um das vorherrschende Paradigma zu hinterfragen, noch dazu in einem Marktumfeld, in dem wichtige Aktienm\u00e4rkte beim Relative-St\u00e4rke-Index eine \u00fcberkaufte Lage anzeigen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"l-grid__row\">\n<div class=\"l-grid__column-medium-8 offset-medium-2 agi-rte\">\n<div class=\"c-copy\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: InvestmentWorld.ch<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"l-grid__row\">\n<div class=\"l-grid__column-medium-8 offset-medium-2 agi-rte\">\n<div class=\"c-copy\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : Neue Highs an den Aktienm\u00e4rkten aller Orten. 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