{"id":24821,"date":"2024-04-29T10:34:39","date_gmt":"2024-04-29T08:34:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=24821"},"modified":"2024-04-29T10:34:39","modified_gmt":"2024-04-29T08:34:39","slug":"st-galler-kantonalbank-waehrungen-absichern-ja-oder-nein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/st-galler-kantonalbank-waehrungen-absichern-ja-oder-nein\/","title":{"rendered":"St. Galler Kantonalbank : W\u00e4hrungen absichern, ja oder nein?"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>St. Galler Kantonalbank<\/strong> :\u00a0 Die Renditen f\u00fcr Obligationen und Geldmarktanlagen in US-Dollar sind im Vergleich zu den Schweizer Zinsen attraktiv. Es scheint, dass sie das noch f\u00fcr eine l\u00e4ngere Zeit bleiben k\u00f6nnten.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Von <\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Dr. Thomas Stucki<\/span> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">CIO der St.Galler Kanto<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">nalbank<\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da stellt sich die Frage, ob das W\u00e4hrungsrisiko des Dollars gegen Franken abgesichert werden soll. In diesem konkreten Fall ist dies schnell beantwortet. Da die Kosten f\u00fcr die Absicherung der Zinsdifferenz im Geldmarkt entsprechen, muss das Risiko des US-Dollars getragen werden, da sich die sch\u00f6ne Mehrrendite sonst in Luft aufl\u00f6st. Die W\u00e4hrungsabsicherung im Portfoliokontext ist dagegen schon fast eine Glaubensfrage. Von gar nicht bis alles \u00fcber den sogenannten Praktikeransatz eines fixen Absicherungsanteils bis hin zu einem komplexen Modell mit einer dynamischen Hedge Ratio sieht man alles. Die Verfechter jedes Ansatzes wollen und k\u00f6nnen zeigen, dass der ihrige der beste und der richtige ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber lohnt sich die Absicherung der Fremdw\u00e4hrungsrisiken f\u00fcr einen in Franken rechnenden Investor? Da die Zinsen im Franken tiefer sind als in den meisten anderen W\u00e4hrungen, kostet die Absicherung \u00fcblicherweise mehrere Prozentpunkte pro Jahr. Wird der Franken so systematisch teurer, dass trotz der Kosten ein Mehrwert erzielt werden kann? Wichtig bei der Beantwortung dieser Frage ist, wie dieser Mehrwert definiert wird.<\/p>\n<p><strong>Hohe Absicherungskosten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Absicherung des Dollar-Risikos kostet momentan rund 4%. Das ist \u00fcber- durchschnittlich viel und wird in Zukunft wieder geringer werden. Dass die Zinsdifferenz zwischen Franken und Dollar unter 2% sinkt, ist aber selten und auf Krisensituationen beschr\u00e4nkt. Die W\u00e4hrungsabsicherung des US-Dollars hat sich in den letzten Jahren performancem\u00e4ssig daher meistens nicht ausbezahlt. Die Schwankungen des USD\/CHF-Wechselkurses sind seit der Finanzkrise deutlich kleiner als zuvor. Das hat auch mit der Nationalbank zu tun, die sich gegen starke Aufwertungssch\u00fcbe des Frankens mit Interventionen am Devisenmarkt gewehrt hat. Das kann sich in Zukunft wieder \u00e4ndern, wenn die SNB den Franken wieder vermehrt den Marktkr\u00e4ften \u00fcberl\u00e4sst. Die Erfahrung der letzten Monate hat aber gezeigt, dass die SNB dazu nur bedingt bereit ist. Wer nur am Gewinn der Dollar- Absicherung interessiert ist, kann sich die Kosten sparen. W\u00e4hrungsabsicherung sollte in erster Linie Risikomanagement sein. Dabei geht es darum, die Schwankungen in der Performance des Portfolios zu gl\u00e4tten und sich vor grossen Einzelverlusten zu sch\u00fctzen. 2008 und 2010 hat der US-Dollar zum Franken innert 12 Monaten um die 20% verloren. Da war man froh, wenn man den US-Dollar abgesichert hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Absicherung des Euro sieht attraktiver aus. Die Zinsdifferenz ist normaler- weise kleiner als beim US-Dollar, weshalb sich die Hedge-Kosten im Durchschnitt nur auf rund 1.5% pro Jahr belaufen. Zudem ist der Euro anf\u00e4lliger auf Schw\u00e4cheanf\u00e4lle. Kursverluste zum Franken von mehr als 10% innert zw\u00f6lf Monaten sind seit der Eurokrise und dem latenten Vertrauensproblem der Einheitsw\u00e4hrung in regelm\u00e4ssigen Abst\u00e4nden vorgekommen. Kursgewinne des Euro im gleichen Ausmass sind dagegen eine Rarit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Starker Franken bleibt vorerst<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir gehen davon aus, dass der Franken \u00fcber die Zeit st\u00e4rker wird, solange die Inflation in der Schweiz tiefer ist als im Ausland und der Franken als sicherer Hafen gilt. Daher sichern wir in den Verm\u00f6gensverwaltungsmandaten f\u00fcr Privatkunden das W\u00e4hrungsrisiko bei Fremdw\u00e4hrungsobligationen meistens ab. Ausnahmen werden bewusst entschieden. Bei den Aktien sichern wir die amerikanischen Aktien und die europ\u00e4ischen Aktien zur H\u00e4lfte w\u00e4hrungsm\u00e4ssig ab. Diese Absicherung hat einen strategischen Charakter und basiert nicht auf unserer W\u00e4hrungsprognose. Das prim\u00e4re Ziel ist dabei die Reduktion der Performance-Schwankungen in den Portfolios. Dazu kommt, dass der Franken meistens st\u00e4rker wird, wenn es an den Aktienm\u00e4rkten nicht rund l\u00e4uft. In Situationen mit stark sinkenden Aktienkursen wollen wir die zus\u00e4tzlichen W\u00e4hrungsverluste vermindern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: <strong><span style=\"color: #0f4c81;\">InvestmentWorld.ch<\/span><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>St. Galler Kantonalbank :\u00a0 Die Renditen f\u00fcr Obligationen und Geldmarktanlagen in US-Dollar sind im Vergleich zu den Schweizer Zinsen attraktiv. 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