{"id":25036,"date":"2024-05-10T12:30:36","date_gmt":"2024-05-10T10:30:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=25036"},"modified":"2024-05-10T12:47:21","modified_gmt":"2024-05-10T10:47:21","slug":"allianz-gi-rebalancierung-im-euroraum-anscheinend-auf-kurs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-rebalancierung-im-euroraum-anscheinend-auf-kurs\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Rebalancierung im Euroraum anscheinend auf Kurs"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Allianz GI<\/strong> : F\u00fcr die Konjunktur in der Eurozone l\u00e4uft es seit Anfang 2022 alles andere als rund. Um den Preisauftrieb infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine einzud\u00e4mmen, hat die Notenbank ihre Geldpolitik derma\u00dfen gestrafft, dass der private Konsum stark gelitten hat.<\/h5>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Sean Shepley Senior Economist<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\" style=\"text-align: justify;\">\n<div class=\"u-padding-top-s c-copy\">\n<div class=\"u-padding-top-s c-copy\">\n<div class=\"u-padding-top-s c-copy\">\n<div class=\"u-padding-top-s c-copy\">\n<div class=\"u-padding-top-s c-copy\">\n<div class=\"u-padding-top-s c-copy\">\n<div class=\"u-padding-top-s c-copy\">\n<div class=\"l-grid__row\">\n<div class=\"l-grid__column-medium-8 offset-medium-2 agi-rte\">\n<div class=\" u-padding-top-m u-padding-bottom-m\">\n<div>\n<div class=\"u-padding-top-s c-copy\">\n<p>In der Konsequenz fiel ein wesentlicher Treiber der Binnennachfrage aus. Gleichzeitig hat sich die Inflation je nach Messgr\u00f6\u00dfe nur z\u00f6gerlich abgeschw\u00e4cht.<\/p>\n<p>In Erwartung der Bekanntgabe der Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt (<strong>BIP<\/strong>) zum ersten Quartal 2024 haben wir den aktuellen Stand bei der Rebalancierung der Wirtschaft genauer unter die Lupe genommen. Dabei kommen wir zu dem Schluss, dass sowohl bei der Inflation als auch beim Wachstum erste Anzeichen einer Besserung zu erkennen sind. Auf der Grundlage der von <strong>Frankreich <\/strong>und <strong>Spanien <\/strong>bereits ver\u00f6ffentlichten Daten, die\u00a0zusammen etwa ein Drittel der Wirtschaftsleistung im Euroraum ausmachen, d\u00fcrfte der <strong>BIP-Deflator<\/strong> &#8211; im ersten Quartal auf rund 4% gefallen sein, nachdem er noch im Herbst \u00fcber 6% lag. Gleichzeitig spricht einiges f\u00fcr eine leichte Beschleunigung des Wachstums der Konsumausgaben auf ca. 1,5% im Jahresvergleich. Sollte diese Analyse zutreffen, entspr\u00e4che dies der kr\u00e4ftigsten Wachstumsdynamik seit dem Fr\u00fchjahr 2022.<\/p>\n<p>Nach unserer Einsch\u00e4tzung bieten diese Daten keinerlei Anhaltspunkte, welche die <strong>EZB <\/strong>von einer ersten Zinssenkung im Juni abhalten k\u00f6nnten. Denn gl\u00fccklicherweise geht die Konjunkturbelebung mit einem R\u00fcckgang der Teuerungsrate einher. Die Mitglieder im EZB-Rat haben bereits erste Zinssenkungen in Aussicht gestellt. Nach 18 Monaten faktischer Stagnation sollte ausreichend Spielraum zur Ankurbelung der Binnennachfrage vorhanden sein, ohne dass man sich vor einem erneuten Anziehen der Inflation sorgen m\u00fcsste. F\u00fcr Anleger stellt eine solche Konstellation aus steigendem Wachstum und r\u00fcckl\u00e4ufiger Inflation h\u00e4ufig die g\u00fcnstigste Phase im Konjunkturzyklus dar. Daher sollte sie auf breiter Front begr\u00fc\u00dft werden.<\/p>\n<p><strong>Wie k\u00f6nnte sich die Dynamik einer geldpolitischen Lockerung durch die EZB nach Juni gestalten?<\/strong><\/p>\n<p>Laut den von den Ratsmitgliedern ver\u00f6ffentlichten Reden lassen sich innerhalb der EZB zwei wesentliche Denkrichtungen erkennen. F\u00fcr die Anh\u00e4nger des taubenhaften Lagers besteht erheblicher Spielraum f\u00fcr eine Lockerung der Geldpolitik. Das\u00a0ausbleibende Wirtschaftswachstum weist auf eine restriktive Geldpolitik hin, und die sinkende Inflation ist ein Beleg daf\u00fcr, dass die Zielerreichung n\u00e4her r\u00fcckt. Die Leitzinsen m\u00fcssen mit der Ann\u00e4herung an das Inflationsziel gesenkt werden, damit die Geldpolitik der gew\u00fcnschten Konjunkturerholung nicht entgegenwirkt.<\/p>\n<p>Im falkenhaften Lager \u00fcberwiegt die Behutsamkeit. Begr\u00fcndet ist sie vor allem im Ausma\u00df des Inflationsschocks, dem die Wirtschaft ausgesetzt war, sowie darin, dass eine Verharrung der Inflation in einer Spanne oberhalb des Zielwerts als durchaus m\u00f6glich empfunden wird. Nach Auffassung der Anh\u00e4nger in diesem Lager bed\u00fcrfe es erst weiterer Belege f\u00fcr fallende L\u00f6hne und einer sinkenden Inflation im Dienstleistungssektor. Dies spr\u00e4che f\u00fcr ein langsames Tempo bei den Zinssenkungen.<\/p>\n<p>Vermutlich d\u00fcrfte diese Diskussion mit den Daten sowohl aus der Eurozone als auch aus den USA entschieden werden. Weiter fallende Inflationsraten im Eurozonen-Inland w\u00fcrden dem Plan der EZB Nachdruck verleihen, eine erste Zinssenkung im Juni vorzunehmen. Die Preisentwicklung in den USA k\u00f6nnte sich hingegen auf das Tempo auswirken, mit dem die EZB die Leitzinsen zu reduzieren gedenkt. Zwar ist der Euroraum sehr wohl gro\u00df genug, um eine unabh\u00e4ngige Geldpolitik zu betreiben. Doch die EZB scheint sehr darauf bedacht zu sein, das Ausma\u00df der Divergenz gegen\u00fcber den US-Leitzinsen begrenzt zu halten.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"l-grid__row\">\n<div class=\"l-grid__column-medium-10 offset-medium-1 tile--positive\">\n<div class=\"t-bg-white u-padding-top-m u-padding-bottom-m\">\n<div class=\"l-grid__column-medium-10 offset-medium-1\">\n<p class=\"c-heading u-text-weight-semibold \"><strong>Konsum und BIP-Deflator der Eurozone Letzte Datenpunkte gesch\u00e4tzt auf der Grundlage von Frankreich und Spanien<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\" u-padding-top-xs\">\n<div class=\"l-grid__column-medium-10 offset-medium-1\"><a href=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/10-05-24-Allianz-GI.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-25038\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/10-05-24-Allianz-GI.png\" alt=\"10-05-24 Allianz GI\" width=\"650\" height=\"355\" srcset=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/10-05-24-Allianz-GI.png 650w, https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/10-05-24-Allianz-GI-300x164.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"l-grid__column-medium-10 offset-medium-1\">\n<p class=\"fund-image-caption u-margin-top-none u-margin-bottom-none c-copy--medium\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: Bloomberg, AllianzGI Economics &amp; Strategy.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"l-grid__row\">\n<div class=\"l-grid__column-medium-8 offset-medium-2 agi-rte\">\n<div class=\" u-padding-top-m u-padding-bottom-m\">\n<div>\n<div class=\"u-padding-top-s c-copy\">\n<p><strong>Die Woche voraus<\/strong><\/p>\n<p>In Anbetracht der erheblichen Auswirkungen auf Finanzanlagen in- und au\u00dferhalb der USA d\u00fcrften die in der kommenden Woche anstehenden Daten zum <strong>VPI<\/strong>(Verbraucherpreisindex) und <strong>PPI <\/strong>(Erzeugerpreisindex) in den <strong>USA <\/strong>einen ma\u00dfgeblichen Einfluss haben. Insbesondere vor dem Hintergrund entt\u00e4uschender Zahlen im Januar und Februar besteht die gr\u00f6\u00dfte Angst unter Marktteilnehmern darin, dass die Inflation m\u00f6glicherweise dauerhaft \u00fcber dem Zielwert liegt. Sofern es zu keiner nennenswerten \u00dcberraschung kommt, scheint es nahezu ausgeschlossen zu sein, dass die US-Notenbank <strong>Federal Reserve<\/strong> die Leitzinsen bereits im Juni senken kann. Allerdings wird im weiteren Jahresverlauf ihr geldpolitischer Kurs genauer im Blickpunkt stehen, woraus sich unmittelbare Folgewirkungen f\u00fcr Notenbanken in den Schwellenl\u00e4ndern sowie in geringerem Ma\u00dfe auch f\u00fcr die EZB und andere Zentralbanken in Industriel\u00e4ndern ergeben werden. Aus den USA werden n\u00e4chste Woche zudem Daten zu den Einzelhandelsums\u00e4tzen, zur Industrieproduktion sowie die Ergebnisse einiger regionaler Unternehmensumfragen ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Neben den bereits erw\u00e4hnten BIP-Daten f\u00fcr das erste Quartal in der Eurozone werden auch die regelm\u00e4\u00dfigen monatlichen Umfragen des ZEW f\u00fcr den <strong>Euroraum <\/strong>und Deutschland erscheinen.<\/p>\n<p>Negativ \u00fcberrascht haben im <strong>Vereinigten K\u00f6nigreich<\/strong> die j\u00fcngsten Daten zur Lage am Arbeitsmarkt. Nachdem es Anzeichen f\u00fcr eine konjunkturelle Aufhellung im ersten Quartal gab, d\u00fcrften sich die Besch\u00e4ftigungszahlen und die Arbeitslosenquote stabilisieren. Die Tendenz bei den Durchschnittseinkommen sollte dagegen weiter nach unten gerichtet sein.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend werden in <strong>China <\/strong>die regelm\u00e4\u00dfigen monatlichen Meldungen zur Industrieproduktion, zu den Einzelhandelsums\u00e4tzen und zu den Anlageinvestitionen im Vordergrund stehen. Denn es herrscht eine wachsende Zuversicht, dass die Regierung eventuell eingreifen wird, um den Immobilienmarkt zu st\u00fctzen und, dass damit das Aufw\u00e4rtspotenzial f\u00fcr eine wirtschaftliche Erholung im Fr\u00fchjahr zunehmen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>Wir freuen uns sehr \u00fcber erste Schritte zur Rebalancierung des Euroraums. Wie sehr wir uns freuen d\u00fcrfen, k\u00f6nnte jedoch auch von den anstehenden Inflationszahlen aus den USA abh\u00e4ngen.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"l-grid__row\">\n<div class=\"l-grid__column-medium-8 offset-medium-2 agi-rte\">\n<div class=\"c-copy\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: InvestmentWorld.ch<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : F\u00fcr die Konjunktur in der Eurozone l\u00e4uft es seit Anfang 2022 alles andere als rund. 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