{"id":2622,"date":"2017-02-12T23:00:00","date_gmt":"2017-02-12T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2017\/02\/12\/reyl-cie-ag-das-comeback-der-synthetischen-verbriefungen-2\/"},"modified":"2017-02-12T23:00:00","modified_gmt":"2017-02-12T23:00:00","slug":"reyl-cie-ag-das-comeback-der-synthetischen-verbriefungen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/reyl-cie-ag-das-comeback-der-synthetischen-verbriefungen-2\/","title":{"rendered":"REYL &#038; Cie AG:  Das Comeback der synthetischen Verbriefungen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Verbriefung war am Ende der globalen Finanzkrise schon fast ein Schimpfwort&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"component\/acymailing\/user.html?Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><strong>Nicolas Roth<\/strong><\/strong><\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<hr \/>\n<p>Nach dem Untergang von Bear Stearns, dem Zusammenbruch von Lehman Brothers und der Kreditkrise entdeckte eine Reihe von Anlegern, dass es zu Beginn der Krise eine Buchstabensuppe von Kreditprodukten gab. ABCP, CPDO, CDO und CDO-Square, um nur einige zu nennen, die &uuml;berall in den Nachrichten als die Hauptschuldigen f&uuml;r die schlimmste Finanzkrise nach dem Zweiten Weltkrieg erschienen. Abgesehen von der Standardform der strukturierten Kredite, verschwanden die komplexesten Strukturen f&uuml;r eine Weile und die Anleger konzentrierten sich auf einfachere Strukturen und Strategien. 2016 war jedoch ein starkes Comeback von synthetischen Verbriefungsgesch&auml;ften in den Bilanzen der Banken zu beobachten. 2017 werden wir sehr wahrscheinlich mehr von dieser Art von Gesch&auml;ften sehen. Bloomberg berichtete j&uuml;ngst, dass Banco Santander und Lloyds Banking Group diese Gesch&auml;fte als Mittel zur Senkung ihres Kreditrisikos genutzt haben. Anfang 2016 meldete der niederl&auml;ndische Pensionsfonds PGGM ein Gesch&auml;ft &uuml;ber 2,3 Mrd. EUR mit dem spanischen Kreditgeber Banco Santander. Was genau macht diese Gesch&auml;fte aus und stellen sie eine Bedrohung f&uuml;r das System dar?<\/p><\/div>\n<div>\n<div class=\"pull-left break-word\" style=\"text-align: justify;\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Bilanz wird entlastet<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> An synthetischen Verbriefungen, die auch als eigenkapitalentlastende Anleihen oder Risikoteilungsgesch&auml;fte bezeichnet werden, beteiligt sind eine Bank, ein Portfolio laufender Kredite und ein Anleger, der zum Verkauf einer Versicherung bereit ist. Die Bank kauft &uuml;ber den Einsatz von Kreditderivatetechniken Kreditschutz f&uuml;r ein Portfolio von Darlehen von einem Anleger, bei dem es sich gew&ouml;hnlich um eine versierte Pensionskasse, einen Spezialkreditanleger oder einen Hedgefonds handelt. Die Bank beh&auml;lt das Eigentum an dem Verm&ouml;genswert in ihrer Bilanz, aber das Kreditrisiko wird auf den Verk&auml;ufer der Versicherung &uuml;bertragen. Gr&uuml;nde daf&uuml;r, dass die Bank ein derartiges Gesch&auml;ft abschliesst, sind die Eigenkapitalentlastung in ihrer Bilanz sowie die Absicherung des Kreditrisikos. Da das Kreditrisiko auf einen anderen Rechtstr&auml;ger &uuml;bertragen ist, sind die Eigenkapitalanforderungen f&uuml;r die in der Bilanz verbleibenden Darlehen vermindert, was sich folglich positiv auf die Kennzahl der risikogewichteten Aktiva der Bank auswirkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> Der Begriff der synthetischen Verbriefung muss als Gegensatz zu einem echten Verkaufsgesch&auml;ft verstanden werden. Bei einem echten Verkaufsgesch&auml;ft (True-Sale-Verbriefung) einigen sich die Bank und der K&auml;ufer auf ein Portfolio aus Darlehen, das tats&auml;chlich im Austausch gegen finanzielle Mittel auf den K&auml;ufer &uuml;bertragen wird. Der Grund f&uuml;r ein echtes Verkaufsgesch&auml;ft ist die Finanzierung. Im Falle einer synthetischen Transaktion bildet das Kreditrisikomanagement den Grund f&uuml;r das Gesch&auml;ft. Die Bank erh&auml;lt keine Zahlung, wenn das Gesch&auml;ft abgeschlossen wird, sondern nur, wenn ein Kreditereignis eintritt, d. h. bei einem Verlust im Kreditportfolio. Typische Transaktionen, gleichg&uuml;ltig ob True-Sale-Verbriefungen oder synthetische Verbriefungen, sind mit Unternehmens-Exposure, Handelsfinanzierungen und der Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen verbunden. Hypothekenkredite sind gew&ouml;hnlich nicht Bestandteil dieser Gesch&auml;fte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> <b>Eigenkapitalunterlegung von Darlehen teuer<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> Die Wiederkehr solcher Gesch&auml;fte ist ein klares Beispiel f&uuml;r die Dynamik von Angebot und Nachfrage. Auf der einen Seite werden die Banken von den Aufsichtsstellen gedr&auml;ngt, ihre Bilanz im Zusammenhang mit Basel III zu restrukturieren und ihre Tier-1-Kapital-Quote zu erh&ouml;hen. Auch wenn Basel IV vorerst verschoben zu sein scheint, bleibt die Eigenkapitalunterlegung von Darlehen teuer und die Banken erhalten einen Anreiz, Wege zu finden, um diese Belastung zu vermindern. Ausserdem ist eine Reihe von Banken weiterhin mit Risiken ausserhalb des Kerngesch&auml;fts oder mit notleidenden Krediten belastet. Der Verkauf dieser Risiken auf dem Sekund&auml;rmarkt ist m&ouml;glich, aber diese Gesch&auml;fte sind langwierig und eher kompliziert. Ausserdem werden Anleger in europ&auml;ischen notleidenden Krediten w&auml;hlerischer. Auf der Nachfrageseite jagen versierte Anleger wie Kredit-Hedgefonds weiterhin den Renditen hinterher und eine Reihe von Fonds hat Zugriff auf langfristiges Kapital, das ihnen die Beteiligung an diesen Gesch&auml;ften erm&ouml;glicht. Im letzten Jahr wurden einige Fonds zum alleinigen Zweck aufgelegt, in diese Gesch&auml;fte zu investieren, w&auml;hrend andere Verwalter einen Teil ihres Spezialkreditportfolios f&uuml;r synthetische Verbriefungen verwenden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Anleger sollten jedoch bedenken, dass die synthetische Verbriefung kein Mittel ist, um das Risiko im System zu vermindern. Sie stellt lediglich eine &Uuml;bertragung des Risikos von einer Bank auf eine Nichtbank dar. Da die Gesch&auml;fte nicht &ouml;ffentlich sind, kann es f&uuml;r die Aufsichtsbeh&ouml;rde schwierig nachzuverfolgen sein, welcher Rechtstr&auml;ger welchem speziellen Kreditrisiko ausgesetzt ist, was zur Einbeziehung der Aufsichtsbeh&ouml;rde gef&uuml;hrt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> Die Europ&auml;ische Kommission hat bereits eine feste &Uuml;berzeugung zur True-Sale-Verbriefung gewonnen. Sie erkannte an, dass die Verbriefung, wenn sie in hoher Qualit&auml;t und strukturiert in einem allgemein akzeptierten Rahmen erfolgt, einen Wertbeitrag f&uuml;r die Realwirtschaft leisten kann. Sie hat daher Kriterien herausgegeben, um Verbriefungen einfach, transparent und standardisiert zu machen (STS-Kriterien). Die Einfachheitsregel bedeutet, dass die &uuml;bertragenen Verm&ouml;genswerte nicht belastet sind, keine Verluste eingetreten sind und die Darlehen im gew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ftsgang aufgenommen wurden. Die Transparenzregel nimmt an, dass die Bank, von der das Gesch&auml;ft ausgeht, in der Lage sein muss, Anlegern historische Daten zu Verlusten zur Verf&uuml;gung zu stellen. Und die Standardisierungsregel besagt, dass die Zins- und W&auml;hrungsrisiken gemindert werden m&uuml;ssen sowie die Methode zur Risikominderung anzugeben ist und eine Reihe weiterer Bedingungen aufstellt. Wird eine True-Sales-Verbriefung als STS-konform betrachtet, so wird der Bank eine bevorzugte aufsichtsrechtliche Behandlung einger&auml;umt.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> <b>Harmonisierte Standards<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> Obwohl die Europ&auml;ische Kommission die STS-Kriterien f&uuml;r synthetische Verbriefungen noch nicht vollumf&auml;nglich best&auml;tigt hat, empfahl die Europ&auml;ische Bankenaufsichtsbeh&ouml;rde in einem j&uuml;ngsten Bericht, dass synthetische Verbriefungen vorbehaltlich einer spezifischen Liste von Einschr&auml;nkungen von einer gleichwertigen Behandlung profitieren sollten wie sie die True-Sale-Verbriefungen erhalten. Die Diskussion ist noch im Gang, aber die meisten Beteiligten sind optimistisch, dass diese risikoverteilende Technik die offizielle Anerkennung erhalten wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> Die Verabschiedung eines harmonisierten Standards f&uuml;r synthetische Gesch&auml;fte kann nur als positiv f&uuml;r die europ&auml;ischen Banken und die Anleger betrachtet werden. Aus der Perspektive der Banken w&uuml;rde ihnen die Arbeit unter einem gemeinsamen Regelungsrahmen eine effizientere Gesch&auml;ftsausf&uuml;hrung gestatten, w&auml;hrend die Anleger bei der Durchf&uuml;hrung der Due-Diligence-Pr&uuml;fungen in einer besseren Position w&auml;ren, da sich die Einzelheiten der Strukturierung h&ouml;chstwahrscheinlich angleichen werden. Schliesslich gibt es heute einen aufkommenden Sekund&auml;rmarkt, der von der Harmonisierung der Gesch&auml;fte profitieren kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn sie angemessen strukturiert und in einem allgemein akzeptierten Regelungsrahmen korrekt &uuml;berwacht werden, sind synthetische Verbriefungen oder Risikoteilungsgesch&auml;fte ein positives Instrument f&uuml;r den Bankensektor. Sie gestatten den Banken, sich auf ihr Kernkreditgesch&auml;ft zu konzentrieren, w&auml;hrend sie unerw&uuml;nschte Kreditrisiken auf institutionelle Anleger &uuml;bertragen. &Auml;hnlich wie der Verkauf von Risiken ausserhalb des Kerngesch&auml;fts ist die Risikoteilung ein Weg f&uuml;r die Banken, um ihre Bilanz zu st&auml;rken und das Kapital wieder in den Kerngesch&auml;ftsbereichen einzusetzen und damit die Wahrscheinlichkeit zu erh&ouml;hen, einen Wertbeitrag zur Realwirtschaft zu leisten und das europ&auml;ische Wachstum potenziell zu steigern.&nbsp;<\/p>\n<p> <strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: 'Arial',sans-serif;\"><\/span><\/strong>Quelle: BondWorld.ch<\/div>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verbriefung war am Ende der globalen Finanzkrise schon fast ein Schimpfwort&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3730,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[],"class_list":["post-2622","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2622","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2622"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2622\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3730"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2622"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2622"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2622"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}