{"id":2635,"date":"2017-02-17T09:00:00","date_gmt":"2017-02-17T09:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2017\/02\/17\/vontobel-asset-management-ausblick-fuer-unternehmensanleihen\/"},"modified":"2017-02-17T09:00:00","modified_gmt":"2017-02-17T09:00:00","slug":"vontobel-asset-management-ausblick-fuer-unternehmensanleihen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/vontobel-asset-management-ausblick-fuer-unternehmensanleihen\/","title":{"rendered":"Vontobel Asset Management : Ausblick f\u00fcr Unternehmensanleihen"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: justify;\">Die grundlegende Frage f&uuml;r 2017 lautet: Wie k&ouml;nnen Anleiheinvestoren im aktuellen Niedrigzinsumfeld noch ansprechende Renditen erzielen? Die klare Antwort: mit Unternehmensanleihen. H&ouml;here Spreads und verl&auml;ssliche Zinskupons aus Anleihen von Qualit&auml;tsunternehmen sorgen f&uuml;r einen insgesamt positiven Carry. Und daran d&uuml;rfte sich auch 2017 nichts &auml;ndern. Dieses f&uuml;r Unternehmensanleihen g&uuml;nstige Umfeld bezeichnen wir als &bdquo;Spread Carry Run&ldquo;&#8230;.<\/div>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #00ffff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\" style=\"color: #00ffff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\" style=\"color: #00ffff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong><strong><strong><strong>Mondher Bettaieb, Leiter Corporate Bonds bei Vontobel Asset Managemen<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber blicken wir zun&auml;chst in die USA. Die Folgen des Politikwechsels unter Donald Trump f&uuml;r die Wirtschaft werden sich fr&uuml;hestens Ende des ersten Halbjahres zeigen. Die Chancen stehen gut, dass die Inflation nicht weiter steigt. So w&uuml;rde sich etwa die Aufhebung von Obamas Gesundheitsreform preishemmend auswirken. Wir glauben daher, dass die Renditen nicht mehr deutlich weiter steigen werden und die gro&szlig;e Neubewertung m&ouml;glicherweise schon hinter uns liegt. Wichtiger aber ist, dass die Renditeschwankungen in den USA nicht auf die Spreads von Unternehmensanleihen &uuml;bergegriffen haben. Deren Risikoaufschl&auml;ge sind nach der Wahl Trumps sogar gesunken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bdquo;H&ouml;here Spreads und verl&auml;ssliche Zinskupons aus Anleihen von Qualit&auml;tsunternehmen sorgen f&uuml;r einen insgesamt positiven Carry. Und daran d&uuml;rfte sich auch 2017 nichts &auml;ndern.&ldquo;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Trump-Pr&auml;sidentschaft schafft &uuml;berdies attraktive Anlagechancen in bestimmten Branchen. Ich denke dabei in den USA besonders an den Banken -, Energie- und Bausektor. Steilere Renditekurven kommen US-Banken zugute, denn steigende Nettozinsmargen wirken sich g&uuml;nstig auf ihre Profitabilit&auml;t aus. Eine US-Wirtschaft auf Wachstumskurs bedeutet im Allgemeinen auch, dass die Ausfallquoten sinken und sich die Asset -Qualit&auml;t der Banken bessert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gerechnet wird ferner mit weniger Neuemissionen amerikanischer Unternehmensanleihen in diesem Jahr verglichen mit dem Rekordjahr 2016. Auch der Anstieg der M&amp;A-Transaktionen hat sich verlangsamt. Zugleich werden amerikanische Firmen verst&auml;rkt in Europa erwirtschaftete Gewinne zur&uuml;ck ins Land holen. Auch das d&uuml;rfte sich positiv auf die Spreads von Unternehmensanleihen auswirken. Zu guter Letzt d&uuml;rften Anleger aus Asien und Europa angesichts der attraktiveren Renditen auch weiter US-Anleihen kaufen. Anleiheinvestoren auf der Suche nach h&ouml;heren Kupons und Potenzial f&uuml;r eine Spread-Verengung bei zugleich begrenzter Volatilit&auml;t sollten bei US-Unternehmensanleihen &minus; und insbesondere solchen aus dem mittleren Ratingsegment von A bis BBB &minus; f&uuml;ndig werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und auch die Politik der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) bleibt eine St&uuml;tze. Der von Draghi als Vertrauensbeweis in die europ&auml;ische Wirtschaft bezeichnete Beschluss der EZB sieht die Verl&auml;ngerung ihres aktuellen Programms zum Ankauf von Unternehmensanleihen (CSPP) bis Ende 2017 vor. Zugleich wird das Volumen der monatlichen Anleihenk&auml;ufe von 80 Mrd. EUR auf 60 Mrd. EUR reduziert. Die positive Wirkung des reibungslos laufenden CSPP ist unstrittig. Seit dem Start des Programms im Juni letzten Jahres haben die europ&auml;ischen W&auml;hrungsh&uuml;ter bis Ende November Unternehmensanleihen im Volumen von 48 Mrd. EUR gekauft. Das entspricht im Schnitt K&auml;ufen von 8 Mrd. EUR pro Monat und k&ouml;nnte reichen, um das gesamte gesch&auml;tzte Nettoangebot in diesem Jahr aufzukaufen. Unsere Analysten erwarten f&uuml;r 2017 ein Nettoemissionsvolumen bei europ&auml;ischen Unternehmensanleihen aus dem Nichtfinanzsektor von etwa 75 Mrd. EUR. Allein die Nachfrage der EZB w&auml;re demnach ausreichend, um das gesamte Angebot zu absorbieren, selbst wenn die Zentralbank ihre Unternehmensanleihenk&auml;ufe auf 6 Mrd. EUR pro Monat verringert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun zur Inflation, die in diesem Jahr weltweit wohl kaum wesentlich steigen wird. Der Preisauftrieb beschleunigt sich n&auml;mlich nur dann, wenn zugleich wieder mehr in Produktionsanlagen investiert wird. Da aber die Unternehmen nach wie vor nur &uuml;ber geringe Preissetzungsmacht verf&uuml;gen, d&uuml;rften sie &uuml;berall auf der Welt h&ouml;here Investitionen scheuen. Wegen der Inflation mache ich mir daher keine allzu gro&szlig;en Sorgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hochzinsanleihen sollten nach unserer Einsch&auml;tzung in diesem Jahr in keinem Anlegerportfolio fehlen. Kuponertr&auml;ge bleiben eine der besten M&ouml;glichkeiten, im aktuellen Umfeld eine nennenswerte Rendite zu erzielen. Im letzten Jahr haben sich die Spreads zwar verengt. Aber noch liegen sie &uuml;ber den 2014 nach der Lehman-Pleite erreichten engsten Niveaus. Nach aktuellen Prognosen d&uuml;rften die Ausfallraten um ihre langj&auml;hrigen Durchschnittswerte bzw. darunter tendieren. Hochzinsanleihen zeichnen sich zudem durch eine der k&uuml;rzesten Durationen im Festzinsuniversum aus. Besonders hervorheben m&ouml;chte ich in diesem Zusammenhang europ&auml;ische Hochzinsanleihen, die man leicht &uuml;bersieht, wenn man nur die Rendite im Blick hat. In den USA liegt die Rendite im Schnitt bei rund 6%, in Europa bei etwa 3% . Daf&uuml;r gibt es gute Gr&uuml;nde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">US-Staatsanleihen rentieren rund 240 Basispunkte &uuml;ber Bunds. Durch Absichern des W&auml;hrungsrisikos schmilzt jedoch der Gro&szlig;teil des Renditeplus dahin. Zugleich haben europ&auml;ische Hochzinspapiere eine k&uuml;rzere Duration als ihre US-Pendants, w&auml;hrend in Europa mehr Anleihen der Ratingkategorie BB und weniger der Kategorie B zu finden sind als in den USA. Wir empfehlen High-Yield-Anlegern daher, nicht nur auf die Spreads, sondern auch auf das Rating zu schauen und den Durationsunterschied zu ber&uuml;cksichtigen. Werden auch diese Faktoren in den Vergleich mit einbezogen, sind die Spreads am europ&auml;ischen Hochzinsmarkt um einiges weiter als am US- Markt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>&bdquo;Kuponertr&auml;ge bleiben eine der besten M&ouml;glichkeiten, im aktuellen Umfeld eine nennenswerte Rendite zu erzielen.&ldquo; <\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter Ber&uuml;cksichtigung all dieser Faktoren f&uuml;r globa le Unternehmensanleihen deutet sich der Beginn eines Goldilocks-Szenarios an: Die Wirtschaft nimmt Fahrt auf, die Inflation beschleunigt sich in Richtung Zielmarke, die Zentralbanken erw&auml;gen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zinsstraffungen und die meisten Verm&ouml;genswerte entwickeln sich nach wie vor gut. Bei diesen Rahmenbedingungen sind wir f&uuml;r 2017 zuversichtlich. Anlegern raten wir Ruhe zu bewahren und zu einem weiteren Engagement in Unternehmensanleihen.<\/p>\n<p>Source: BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die grundlegende Frage f&uuml;r 2017 lautet: Wie k&ouml;nnen Anleiheinvestoren im aktuellen Niedrigzinsumfeld noch ansprechende Renditen erzielen? Die klare Antwort: mit Unternehmensanleihen. H&ouml;here Spreads und verl&auml;ssliche Zinskupons aus Anleihen von Qualit&auml;tsunternehmen sorgen f&uuml;r einen insgesamt positiven Carry. Und daran d&uuml;rfte sich auch 2017 nichts &auml;ndern. 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