{"id":26437,"date":"2024-09-18T12:43:50","date_gmt":"2024-09-18T10:43:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=26437"},"modified":"2024-09-18T14:36:23","modified_gmt":"2024-09-18T12:36:23","slug":"carmignac-vom-turbulenten-august-ins-goldloeckchen-szenario","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/carmignac-vom-turbulenten-august-ins-goldloeckchen-szenario\/","title":{"rendered":"Carmignac : Vom turbulenten August ins Goldl\u00f6ckchen-Szenario?"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Carmignac<\/strong> : <b>Der Sommer brachte einige \u00dcberraschungen &#8211; Das Ende des Yen-Carry Trade, breite Einigkeit \u00fcber eine Konjunkturabk\u00fchlung in den USA oder die bedingungslose Zusage der Federal Reserve zur geldpolitischen Unterst\u00fctzung der Wirtschaft.<\/b><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Fr\u00e9d\u00e9ric Leroux, Mitglied des strategischen Investmentkomitees bei Carmignac<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die Aktienm\u00e4rkte verlief der Sommer holprig. Unerwartet schwache Wachstumszahlen aus den USA sch\u00fcrten Bedenken am Kapitalmarkt, dass US-Aktien m\u00f6glicherweise zu hoch bewertet sein k\u00f6nnten. Die Ergebnisse des zweiten Quartals, zusammen mit einer leichten Abw\u00e4rtskorrektur der Gewinnwachstums- Prognosen f\u00fcr das zweite Halbjahr, best\u00e4tigten diese Sorgen. <b>Der eher zur\u00fcckhaltende Ton wichtiger Akteure im Bereich der K\u00fcnstlichen Intelligenz liess Bef\u00fcrchtungen am Markt aufkommen, dass die betreffenden Kurse wom\u00f6glich etwas zu stark oder zu schnell in die H\u00f6he geschossen waren.<\/b> Der Ausgang der Pr\u00e4sidentschaftswahlen in den USA wurde nach dem R\u00fcckzug von Joe Biden ungewisser und die Wahrscheinlichkeit einer wachstumsfreundlichen angebotsorientierten Wirtschaftspolitik verringerte sich dementsprechend. Auf internationaler Ebene nahmen die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten wieder zu, w\u00e4hrend die scheinbar anhaltende Unt\u00e4tigkeit Chinas mit Blick auf die eigene Konjunkturabschw\u00e4chung unter den Anlegern weiterhin f\u00fcr Verzweiflung sorgte. Die Bank of Japan bekr\u00e4ftigte derweil ihre Absicht, k\u00fcnftig eine weniger akkommodierende Geldpolitik zu verfolgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Anstieg der japanischen Zinsen spielte eine wichtige Rolle bei der Korrektur an den Aktienm\u00e4rkten, denn die seit \u00fcber zehn Jahren andauernde strukturelle Schw\u00e4che des Yen infolge der konsequenten Nullzinspolitik hatte immer mehr Marktteilnehmer dazu veranlasst, Kredite in Yen aufzunehmen, um in Erwartung h\u00f6herer Renditen in Fremdw\u00e4hrungen oder andere Verm\u00f6genswerte zu investieren (Carry Trade). <b>Die Bank of Japan hat diesem Carry Trade, der die Finanzm\u00e4rkte jahrelang mit Liquidit\u00e4t versorgte, anscheinend ein Ende gesetzt.<\/b> Die Aufwertung des Yen um rund 10 % in wenigen Tagen zwang zu einer beschleunigten Aufl\u00f6sung von Positionen. Die deutlichsten Korrekturen betrafen W\u00e4hrungen wie den mexikanischen Peso, der einer der Hauptprofiteure des Carry Trade war, und viele Aktienm\u00e4rkte, die in den meisten F\u00e4llen zwischen 10 und 15 % nachgaben. So b\u00fcsste beispielsweise der Index der japanischen Banken an einem einzigen Tag 17 % ein. An den Zinsm\u00e4rkten blieb es ruhig. <b>Der Volatilit\u00e4tsindex f\u00fcr die US-Aktienm\u00e4rkte verzeichnete jedoch ganz und gar \u00fcberraschend den drittst\u00e4rksten Anstieg nach den Spitzen der Jahre 2008 (Lehman-Brothers-Insolvenz) und 2020 (Coronakrise).<\/b> Diesen Ausschlag der Volatilit\u00e4t sollte man im Hinterkopf behalten, auch wenn er dem einen oder anderen Urlauber entgangen sein mag, und sich nicht von der schnellen Erholung der M\u00e4rkte bis Mitte August t\u00e4uschen lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Die wichtigste Beobachtung des Sommers ist der simultane R\u00fcckgang der US-Zinsen, der Inflation, des Dollars und des \u00d6lpreises \u2013 ein untr\u00fcgliches Zeichen daf\u00fcr, dass die M\u00e4rkte eine Konjunkturabschw\u00e4chung erwarten<\/b>, zumindest auf der anderen Seite des Atlantiks.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Federal Reserve nahm diese korrelierte Entwicklung zur Kenntnis und k\u00fcndigte an, dass sie im September ihre erste Zinssenkung seit M\u00e4rz 2020 vornehmen w\u00fcrde. Zugleich zeigte sie sich \u00fcberzeugt, dass die Inflation in den USA einged\u00e4mmt sei und sie sich nun auf ihr Mandat konzentrieren sollte, eine m\u00f6glichst hohe Besch\u00e4ftigung zu f\u00f6rdern. Die haushaltspolitischen Versprechungen im laufenden Wahlkampf setzen dieser akkommodierenden Haltung der Fed im Angesicht einer Konjunkturabschw\u00e4chung zwar ihre Grenzen, aber dennoch kann sie sich in Verbindung mit weiteren Faktoren als \u00e4usserst vorteilhaft f\u00fcr die Finanzm\u00e4rkte erweisen. Zu nennen sind hier der Abw\u00e4rtsdruck auf die langfristigen Zinsen durch eine Senkung der kurzfristigen Zinsen, die Schw\u00e4chung des Dollars durch eine im Vergleich zu anderen Regionen schnellere geldpolitische Lockerung, der R\u00fcckgang der \u00d6lpreise infolge einer fortgesetzten Verlangsamung in China und die Pl\u00e4ne der OPEC zu einer geringf\u00fcgigen Anhebung der zugelassenen F\u00f6rdermengen. Aus der Kombination dieser Faktoren ergibt sich ein Goldl\u00f6ckchen-Szenario, in dem sich Finanzanlagen sehr gut entwickeln k\u00f6nnen. Ihr Zusammenspiel bildet zudem die Grundlage f\u00fcr ein kommendes Wiederaufleben des globalen Wachstums (Dollar, Zinss\u00e4tze und \u00d6lpreise auf niedrigerem Niveau) nach der sich abzeichnenden Konjunkturabk\u00fchlung in den USA.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der \u00e4usserst stabile Verschuldungsgrad der Haushalte und Unternehmen d\u00fcrfte verhindern, dass der Abschwung mit einer Finanzkrise einhergeht und in eine Rezession umschl\u00e4gt.<\/strong> Gleichwohl m\u00fcssen wir uns auf neue Phasen der erh\u00f6hten Volatilit\u00e4t gefasst machen. Das hier beschriebene sehr positive Szenario, das durch eine anhaltende Disinflation erm\u00f6glicht wird, setzt jedoch voraus, dass die US-Wirtschaft in der Lage ist, den Konsum der Mittelschicht zu st\u00fctzen, der schon jetzt Anzeichen der Schw\u00e4che zeigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle : InvestmentWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Carmignac : Der Sommer brachte einige \u00dcberraschungen &#8211; Das Ende des Yen-Carry Trade, breite Einigkeit \u00fcber eine Konjunkturabk\u00fchlung in den USA oder die bedingungslose Zusage der Federal Reserve zur geldpolitischen Unterst\u00fctzung der Wirtschaft.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":26441,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":null,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"default","_twitter_share_type":"default","_linkedin_share_type":"default","_pinterest_share_type":"default","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"default","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":null,"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[140],"class_list":["post-26437","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse","tag-carmignac"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26437","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26437"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26437\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26442,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26437\/revisions\/26442"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/26441"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26437"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=26437"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=26437"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}