{"id":2654,"date":"2017-02-27T06:00:00","date_gmt":"2017-02-27T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2017\/02\/27\/st-galler-kantonalbank-der-grexit-sollte-kein-tabu-sein\/"},"modified":"2017-02-27T06:00:00","modified_gmt":"2017-02-27T06:00:00","slug":"st-galler-kantonalbank-der-grexit-sollte-kein-tabu-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/st-galler-kantonalbank-der-grexit-sollte-kein-tabu-sein\/","title":{"rendered":"St.Galler Kantonalbank: Der Grexit sollte kein Tabu sein"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die Bilder der geschlossenen Banken in Griechenland und der Bancomaten, die kein Geld mehr hergaben, sind noch in schlechter Erinnerung. Diese Geschichte k&ouml;nnte sich in diesem Sommer wiederholen, wenn Griechenland auslaufende Obligationen im Umfang von 7 Mrd. Euro refinanzieren muss. Am Kapitalmarkt k&ouml;nnen sich die Griechen das Geld nicht beschaffen, also sind sie auf die Auszahlung einer weiteren Tranche des vor zwei Jahren vereinbarten Rettungspakets der EU angewiesen&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Dr. Thomas Stucki ist CIO der St.Galler Kantonalbank<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der in den letzten Wochen eskalierte Streit zwischen der EU, dem Internationalen W&auml;hrungsfonds und den Beh&ouml;rden in Athen kommt einem bekannt vor. Haben die Griechen die von den Geldgebern geforderten Massnahmen umgesetzt oder nicht? Beteiligt sich der IWF auch mit Geld oder nur mit Worten? Ist die finanzielle Lage Griechenlands ohne Schuldenschnitt hoffnungslos? Was aber nicht diskutiert wird, ist ein m&ouml;glicher Austritt Griechenlands aus dem Euro. <br \/>&nbsp;<br \/><strong>Reformdruck bleibt hoch<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Wiederholung der Grabenk&auml;mpfe zwischen den Geldgebern und der Regierung in Athen bis kurz vor dem Zahlungsausfall will niemand. Jeder weiss, dass Griechenland auf das Geld der EU angewiesen ist und am Ende nachgeben muss. Die mit einem hoffnungslosen Machtkampf verbundene Unsicherheit w&uuml;rde f&uuml;r die griechische Wirtschaft aber ein herber R&uuml;ckschlag bedeuten. &nbsp;<br \/>&nbsp;<br \/>Dank des florierenden Tourismus ist das Land zu einem kleinen Wirtschaftswachstum zur&uuml;ckgekehrt. Die Arbeitslosenrate ist mit 23% immer noch horrend hoch. Eine Besserung der Situation ist aber erkennbar. Die Geldgeber sollten anerkennen, dass Griechenland einiges getan hat, um das Budgetdefizit zu senken. Zudem bringt es niemandem etwas, das Land mit unerf&uuml;llbaren Forderungen politisch zu destabilisieren und Neuwahlen zu provozieren. In diesem Jahr ben&ouml;tigt die EU keinen zus&auml;tzlichen Wahlkampf. Gleichzeitig ist es aber unerl&auml;sslich, dass der Druck zu weiteren Reformen aufrecht gehalten wird und die Fortf&uuml;hrung des Kreditprogramms an zus&auml;tzliche Reformanstrengungen gekn&uuml;pft wird. Ansonsten wird der Reformwille der Regierung Tsipras rasch erlahmen. <br \/>&nbsp;<br \/><strong>Schuldenschnitt, aber wie?<\/strong>&nbsp;<\/p>\n<p>Trotz allem guten Willen wird Griechenland nicht in der Lage sein, seinen Schuldenberg von 181% des BIP abzubauen. Wenn man das Land langfristig auf eine bessere finanzielle Grundlage setzen will, ist ein Schuldenschnitt unerl&auml;sslich. Mit einer Verl&auml;ngerung der R&uuml;ckzahlungsfristen, wie es Angela Merkel vorschl&auml;gt, ist es nicht getan. Irgendwann wird man anerkennen m&uuml;ssen, dass ein Teil der Kredite abgeschrieben werden muss. <br \/>&nbsp;<br \/>Weiterhin kategorisch abgelehnt wird ein Austritt Griechenlands aus dem Euro. Das ist falsch. Ein geordneter Grexit sollte eine Option sein, da sich das Schwarzpeterspiel zwischen Athen und Br&uuml;ssel sonst alle zwei Jahre wiederholt. Ein Austritt Griechenlands bedeutet heute nicht mehr das Ende des Euro. Mit der Umwandlung der Schulden Griechenlands in eine eigene W&auml;hrung und der danach folgenden substantiellen Abwertung der &laquo;neuen Drachme&raquo; k&auml;me es in Euro gerechnet zu einem Kursverlust f&uuml;r die Geldgeber. Dieser w&auml;re politisch aber einfacher zu verkaufen als eine blosse Streichung der Forderungen. Die griechische Wirtschaft bek&auml;me die M&ouml;glichkeit, wieder konkurrenzf&auml;higer zu werden. Diese zu n&uuml;tzen l&auml;ge dann in der alleinigen Verantwortung der Regierung in Athen.<\/p>\n<p>Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n<div class=\"row col-sm-12 nospace\">&nbsp;<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bilder der geschlossenen Banken in Griechenland und der Bancomaten, die kein Geld mehr hergaben, sind noch in schlechter Erinnerung. Diese Geschichte k&ouml;nnte sich in diesem Sommer wiederholen, wenn Griechenland auslaufende Obligationen im Umfang von 7 Mrd. Euro refinanzieren muss. 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