{"id":26641,"date":"2024-10-07T12:54:42","date_gmt":"2024-10-07T10:54:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=26641"},"modified":"2024-10-07T14:41:33","modified_gmt":"2024-10-07T12:41:33","slug":"allianzgi-was-halten-die-finanzmaerkte-von-populismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianzgi-was-halten-die-finanzmaerkte-von-populismus\/","title":{"rendered":"AllianzGI : Was halten die Finanzm\u00e4rkte von Populismus?"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\">AllianzGI : Populisten m\u00f6gen einige W\u00e4hler begeistern, aber die Finanzm\u00e4rkte goutieren zumeist nicht die h\u00f6heren Staatsausgaben, die Inflation und das geringere Wachstum, die ihre Politik langfristig mit sich bringen.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><b>Von Stefan Hofrichter, Head Global Economics &amp; Strategy bei Allianz Global Investors<\/b><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>IN ALLER K\u00dcRZE<\/b><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Einiges spricht daf\u00fcr, dass Populismus auf absehbare Zeit ein zentraler Politikfaktor bleiben und die Aussichten f\u00fcr einige L\u00e4nder beeinflussen wird.<\/li>\n<li>Einkommensungleichheit und der Widerstand gegen Migration haben bei einigen W\u00e4hlern das Gef\u00fchl sozialer Ungerechtigkeit gesch\u00fcrt und damit die Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Populismus verst\u00e4rkt.<\/li>\n<li>Unsere Untersuchungen zeigen, dass sich die M\u00e4rkte l\u00e4ngerfristig schlecht entwickeln, wenn populistische Massnahmen ergriffen werden.<\/li>\n<li>Populistische Regierungen f\u00fchrten in der Vergangenheit zu einer gemischten Performance bei Anleihen, entt\u00e4uschenden Ergebnisse bei Aktien und zu schwachen W\u00e4hrungen.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einem weltweit ereignisreichen Wahljahr 2024 waren und sind populistische \u00c4usserungen allgegenw\u00e4rtig. Vom Versprechen des ehemaligen US-Pr\u00e4sidenten Donald Trump, eine \u201eAmerica First\u201c-Handelspolitik zu verfolgen, \u00fcber die Pl\u00e4ne linker und rechter Parteien in Frankreich, das Renteneintrittsalter zu senken, bis hin zum Wahlerfolg rechts- und linkspopulistischer Parteien in deutschen Landtagwahlen: Oft steht Populismus im Mittelpunkt des Wahlkampfes und gewinnen diese Parteien an Zulauf. Dies ist auch f\u00fcr Anleger relevant. Denn Analysen von AllianzGI zeigen, dass die M\u00e4rkte auf l\u00e4ngere Sicht eher schlecht abschneiden, wenn eine populistische Politik betrieben wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vorab eine kurze Definition, worum es bei Populismus eigentlich geht. Dem Politikwissenschaftler Cas Mudde zufolge ist Populismus eine \u201ed\u00fcnnh\u00e4utige Ideologie\u201c, die die Gesellschaft als zweigeteilt ansieht, n\u00e4mlich in das \u201ereine Volk\u201c und die \u201ekorrupte Elite\u201c. Ein gemeinsames Merkmal populistischer Parteien &#8211; ob nun auf der Linken oder der Rechten Seite &#8211; ist ihre gegen das politische Establishment gerichtete Agenda. Es wird argumentiert, dass die Politik Ausdruck des allgemeinen Volkswillens sein sollte, dies aber nicht sei.<sup>1<\/sup> Dabei existiert oft eine starke F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit, die mitunter zum Sprachrohr der von anderen Parteien angeblich vernachl\u00e4ssigten Volksmeinung stilisiert wird. Die meisten populistischen Parteien neigen zum Nationalismus &#8211; sie identifizieren sich also stark mit ihrer Nation und deren Interessen &#8211; und sind gegen den Globalismus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Populismus auf dem Vormarsch<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits seit Anfang der 1980er Jahre wird eine Zunahme populistischer Regierungen verzeichnet. Gemeinhin werden das Brexit-Votum f\u00fcr den Austritt Grossbritanniens aus der Europ\u00e4ischen Union im Jahr 2016 und die Wahl von Donald Trump zum US-Pr\u00e4sidenten im selben Jahr als H\u00f6hepunkt des Populismus angesehen. Kurz vor Ausbruch der Covid-19-Krise erreichte der Stimmenanteil populistischer Parteien weltweit etwa 25 Prozent.<sup>2 <\/sup>Seitdem ist die Tendenz weniger eindeutig. In Indien wurde der oft als Populist bezeichnete Narendra Modi f\u00fcr eine historische dritte Amtszeit als Premierminister vereidigt &#8211; dies allerdings mit einer geschw\u00e4chten Mehrheit. Bei den j\u00fcngsten Wahlen in Frankreich hat eine Linkskoalition den Griff der rechtsextremen Nationalen Sammlungsbewegung (RN) nach der Macht vereitelt. Bei den Europawahlen im Juni hingegen konnten die RN und andere rechts- wie links-populistische Parteien zulegen. Und im September schliesslich siegte die Alternative f\u00fcr Deutschland (AfD) bei der Landtagswahl in Th\u00fcringen, womit zum ersten Mal in der deutschen Nachkriegszeit eine rechtsextreme Partei eine regionale Wahl gewann. In zwei weiteren Bundesl\u00e4ndern wurde sie zweitst\u00e4rkste Kraft. Auch das neue links-populistische B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht (BSW) schnitt bei den Wahlen in Th\u00fcringen, Sachsen und Brandenburg gut ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleichzeitig hat in den USA in den letzten Jahren die politische Polarisierung zugenommen. Donald Trump wird zurecht oft als Verk\u00f6rperung des modernen US-Populismus betrachtet, wenngleich die derzeitige Regierung unter Pr\u00e4sident Joe Biden Teile dessen Politik &#8211; wie etwa die harte Haltung im Handel mit China &#8211; teilweise beibehalten hat. Die Pr\u00e4sidentschaftswahlen im November zwischen Trump und der aktuellen Vizepr\u00e4sidentin Kamala Harris bleiben eine knappe Angelegenheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Ungleichheit und Einwanderung als Schl\u00fcssel zum Aufstieg des Populismus<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unseres Erachtens gibt es zwei entscheidende Faktoren daf\u00fcr, dass Populismus auf absehbare Zeit ein zentrales Merkmal der Politik bleiben und den politischen Diskurs beeinflussen wird. Dies ist erstens die Ungleichheit. Infolge von Globalisierung und Automatisierung von Produktionsprozessen hat sich in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften seit den 1980er Jahren die Kluft zwischen reich und arm vergr\u00f6ssert. In den letzten etwa zehn Jahren verringerte sich zwar in vielen L\u00e4ndern die Einkommensungleichheit wieder leicht, die Verm\u00f6gensungleichheit hat jedoch weiter zugenommen. Der zweite Faktor ist das Thema Einwanderung. In den letzten Jahren hat bei einigen W\u00e4hlern in Europa die Angst zugenommen, gegen\u00fcber Einwanderern wirtschaftlich ins Hintertreffen zu geraten. Vielfach wird zudem ein Verlust der kulturellen Identit\u00e4t bef\u00fcrchtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als zus\u00e4tzliche Gr\u00fcnde f\u00fcr die Popularit\u00e4t rechtsextremer Parteien in Europa in j\u00fcngster Zeit werden von politischen Beobachtern die hohen Ausgaben f\u00fcr die gr\u00fcne Transformation sowie f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der Ukraine im Krieg gegen Russland ins Spiel gebracht. Beides weckt Erinnerungen an die globale Finanzkrise vor mehr als einem Jahrzehnt, als staatliche Rettungsmassnahmen f\u00fcr Banken &#8211; und sp\u00e4ter f\u00fcr Staaten der Euroland-Peripherie &#8211; weithin zu hohen Belastungen der \u00f6ffentlichen Haushalte f\u00fchrten. Bei einigen W\u00e4hlern l\u00f6ste dies ein anhaltendes Gef\u00fchl ungerechter Behandlung und Benachteiligung aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch s\u00e4mtliche genannten Faktoren k\u00f6nnen den Zulauf zu populistischen Parteien wohl nicht vollst\u00e4ndig erkl\u00e4ren. Hinzu kommen sicherlich die sozialen Medien, \u00fcber die Falschbehauptungen Verbreitung finden und die das Gef\u00fchl sozialer Ungerechtigkeit sch\u00fcren, sowie ein Verlust der kollektiven Erinnerungen an harte Zeiten w\u00e4hrend Diktaturen und Kriegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Wirtschaftliche Auswirkungen: Zuckerrausch und Kater<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass das Wirtschaftswachstum mittel- bis langfristig in der Regel erheblich unter populistischen Regierungen leidet.<sup>3<\/sup> Populisten neigen zwar dazu, ihre Volkswirtschaften zun\u00e4chst durch h\u00f6here Ausgaben und niedrigere Steuern anzukurbeln, zwei bis drei Jahre sp\u00e4ter setzt allerdings \u00fcblicherweise ein wachstumsbremsender Effekt ein. In den f\u00fcnf bis 15 Jahren nach Amtseintritt einer derartigen Regierung kann das Wirtschaftswachstum um 0,6 bis ein Prozentpunkt pro Jahr sinken. Hierf\u00fcr gibt es mehrere Gr\u00fcnde. Erstens geht unter populistischen Regierungen tendenziell der internationale Handel zur\u00fcck, weil sie die Interessen ihrer eigenen L\u00e4nder in den Vordergrund stellen und die Z\u00f6lle anheben. Zweitens steigt infolge der erh\u00f6hten Ausgaben die Staatsverschuldung im Verh\u00e4ltnis zum Bruttoinlandsprodukt, was das Wirtschaftswachstum langfristig bremst. Beide Massnahmen zusammen f\u00fchren zu einem dritten Bremsfaktor, einer steigenden Inflation. Und viertens schliesslich zeigen Forschungsergebnisse, dass politische Rechte und b\u00fcrgerliche Freiheiten unter extrem populistischen Regierungen ausgeh\u00f6hlt werden k\u00f6nnen.<sup>4 <\/sup>Im Unterschied dazu tr\u00e4gt b\u00fcrgerliche Freiheit tendenziell zu h\u00f6herem Wohlstand bei.<sup>5<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Auswirkungen auf den Markt: entt\u00e4uschende Ergebnisse<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">AllianzGI hat die langfristigen Auswirkungen einer Regierungs\u00fcbernahme durch populistische Parteien auf die Finanzm\u00e4rkte untersucht.<sup>6 <\/sup>Konkret wurde die durchschnittliche Entwicklung der realen (also inflationsbereinigten) Renditen auf US-Dollar-Basis f\u00fcr die drei, f\u00fcnf, zehn und 15 auf die Regierungs\u00fcbernahme folgenden Jahre analysiert, selbst wenn diese Regierung nicht \u00fcber den gesamten Zeitraum an der Macht blieb. Diese Ergebnisse wurden mit den langfristigen realen Renditen der Finanzm\u00e4rkte verglichen.<sup>7<\/sup><\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Auswirkungen auf festverzinsliche Wertpapiere: Die j\u00e4hrliche reale Rendite von Anleihen unter Populisten betrug in den ersten drei Jahren 1,9 Prozent p.a. und entsprach damit in etwa der langfristigen Performance des globalen Anleihemarktes. Auf Sicht von f\u00fcnf Jahren wurde mit 0,7 Prozent p.a. jedoch eine im Vergleich deutlich unterdurchschnittliche Realrendite verzeichnet. Der Grund: Die unter Populisten \u00fcblicherweise steigende Staatsschuldenquote wirkt sich tendenziell negativ auf die Anleiherenditen aus. \u00dcber zehn und 15 Jahre lagen die Renditen dann im Schnitt zwar \u00fcber denen des Marktes, die Ergebnisse d\u00fcrften allerdings infolge der Einbeziehung mehrerer populistischer Regierungen zwischen den 1990er Jahren bis kurz vor der Covid-19-Pandemie verzerrt sein. Denn zur damaligen Zeit schnitten die globalen Anleihem\u00e4rkte gut ab.<\/li>\n<li>Auswirkungen auf Aktien: In der historischen Betrachtung waren die Aktienmarktrenditen unter Populisten in den ersten drei Jahren zwar im Schnitt recht solide (real rund sechs Prozent pro Jahr), in den Jahren danach fielen sie jedoch und lagen auf Sicht von 15 Jahren bei nahezu null Prozent p.a. Im Vergleich dazu lagen die langfristigen US-Aktienrenditen real bei fast sieben Prozent und die ausserhalb der USA bei fast f\u00fcnf Prozent. Diese entt\u00e4uschende Performance reflektiert unseres Erachtens den negativen l\u00e4ngerfristigen Einfluss populistischer Politik auf das Wirtschaftswachstum. Die anf\u00e4nglich robuste Entwicklung resultiert \u00fcblicherweise aus der zun\u00e4chst verfolgten expansiven Finanzpolitik, die das Wirtschaftswachstum in den ersten zwei bis drei Jahren unter einer populistischen Regierung st\u00fctzt, sp\u00e4ter setzt dann der Kater ein.<\/li>\n<li>Auswirkungen auf die W\u00e4hrung: Unseren Untersuchungen zufolge neigt die Landesw\u00e4hrung unter populistischen Regierungen auf lange Sicht zu einer realen Abwertung. Diese Schw\u00e4che resultiert vermutlich aus der Kombination aus langfristig niedrigerem Wachstum, h\u00f6herer Inflation, h\u00f6herer Staatsverschuldung und einer st\u00e4rkeren Abgeschlossenheit der Finanzm\u00e4rkte.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Investment-Implikationen<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unseres Erachtens sollten Anleger bei einer Regierungs\u00fcbernahme durch populistische Parteien daher auf dreierlei achten: Erstens: Die Politik der Deglobalisierung f\u00fchrt zu mehr Inflation und niedrigeren Einkommen. Populisten widersprechen \u00fcblicherweise dezidiert der Ansicht, dass eine st\u00e4rkere wirtschaftliche Integration von Vorteil ist. Vielmehr bef\u00fcrworten sie h\u00f6here Z\u00f6lle und andere Handelsschranken, die die Inflation in die H\u00f6he treiben k\u00f6nnen. Eine derartige Politik der Deglobalisierung f\u00fchrt allerdings langfristig zu einem geringeren Produktivit\u00e4tswachstum, da der Zugang zu produktivit\u00e4tssteigernder Technologie erschwert wird. Gleichzeitig wird die Inflation unter Umst\u00e4nden volatiler, da die Preise st\u00e4rker an das lokale Angebots-Nachfrage-Verh\u00e4ltnis und weniger an die internationalen Handelsm\u00e4rkte gebunden sind. Beides &#8211; h\u00f6here Inflation und h\u00f6here Volatilit\u00e4t der Teuerungsrate &#8211; haben unseren Untersuchungen zufolge niedrigere Aktienbewertungen zur Folge. Die Deglobalisierung wirkt sich zudem auf die Arbeitsm\u00e4rkte aus. Weniger Zuwanderung bedeutet ein geringeres Angebot an Arbeitskr\u00e4ften und infolgedessen mehr Verhandlungsmacht f\u00fcr die Arbeitnehmer. Resultierende h\u00f6here L\u00f6hne und Geh\u00e4lter wirken ebenfalls inflation\u00e4r, verringern die Gewinnmargen der Unternehmen und verleihen den Bewertungen von Aktien und Anleihen zus\u00e4tzlichen Gegenwind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zweitens: Populistische Regierungsprogramme f\u00fchren zu h\u00f6heren Zinsen bis hin zu einer m\u00f6glichen Abstrafung am Anleihemarkt. Eine verschwenderische Haushaltspolitik kann die Zinss\u00e4tze dauerhaft in die H\u00f6he treiben. Ein aus Sicht der M\u00e4rkte \u00fcberdimensioniertes staatliches Ausgabenprogramm birgt zudem das Risiko einer Neubewertung an den Anleihem\u00e4rkten. \u00dcblicherweise erfolgt dies relativ langsam, es kann aber auch recht abrupt stattfinden. Ein Beispiel f\u00fcr letzteres ist der sogenannte \u201eLiz Truss Moment\u201c, als geplante Steuersenkungen zu Turbulenzen an den britischen Anleihem\u00e4rkten f\u00fchrten, was der damaligen britischen Premierministerin Liz Truss im September 2022 letztliche eine rekordverd\u00e4chtig kurze Amtszeit bescherte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Drittens: Der Standortfaktor kommt wieder ins Spiel. Populistische Regierungen neigen dazu, der heimischen Wirtschaft Vorrang einzur\u00e4umen, indem sie die Ausgaben erh\u00f6hen und Handelsschranken abbauen, um einheimische Unternehmen zu sch\u00fctzen. F\u00fcr Anleger bedeutet dies, dass sie bei Investments die Politik eines Landes genauer unter die Lupe nehmen m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Die Kapitalanlage mittels aktivem Management durch eine populistische Welt navigieren<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der zunehmende Populismus ist ein klares Signal der W\u00e4hler, die sich von der Globalisierung abgeh\u00e4ngt f\u00fchlen. Allerdings gelingt es Populisten oftmals nicht, die Ungleichheit zu verringern, und langfristig untergraben sie vielfach das langfristige Wirtschaftswachstum und die Marktentwicklung. Sicherlich bleiben andere Faktoren &#8211; insbesondere die Bewertung und strukturelle Wachstumstrends &#8211; f\u00fcr langfristige Anleger wichtig. Aber man muss den Faktor Populismus mit auf der Rechnung haben und darf ihm nicht passiv begegnen, denn er kann zu Umw\u00e4lzungen f\u00fchren. Aktive Manager, die die wirtschaftlichen Dimensionen der Politik verstehen, k\u00f6nnen Anlegern helfen, die mit dieser m\u00e4chtigen politischen Kraft verbundenen Risiken zu bew\u00e4ltigen und resultierende Chancen zu nutzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>1. The Populist Zeitgeist, by Cas Mudde, Government and Opposition, Volume 39, Issue 4, 2004.<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>2. <\/sup><sup>Populist Leaders and the Economy<\/sup><sup>, by Manuel Funke, Moritz Schularick and Christoph Trebesch, American Economic Review, December 2023<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>3. <\/sup><sup>Populist Leaders and the Economy<\/sup><sup>, by Manuel Funke, Moritz Schularick and Christoph Trebesch, American Economic Review, December 2023<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>4. <\/sup><sup>FIW_2024_DigitalBooklet.pdf<\/sup><sup> (freedomhouse.org); Populist Leaders and the Economy, von Manuel Funke, Moritz Schularick und Christoph Trebesch, American Economic Review, Dezember 2023.<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>5. Democracy Does Cause Growth, von Daron Acemoglu, Suresh Naidu, Pacual Restrepo, James A. Robinson, Journal of Political Economy, Januar 2019<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>6. Wir folgten der Definition von populistischen Regierungen von Manuel Funke, Moritz Schularick und Christoph Trebesch.<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>7. Nach einem Regierungswechsel dauert es oft mehrere Jahre, bis die Entscheidungen der Vorg\u00e4ngerregierungen r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden. Daher k\u00f6nnen sich politische Ver\u00e4nderungen \u00fcber einen langen Zeitraum auswirken. Unser Ansatz folgt demjenigen von Manuel Funke, Moritz Schularick und Christoph Trebesch.<\/sup><\/p>\n<p>Quelle: InvestmentWorld.ch<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>AllianzGI : Populisten m\u00f6gen einige W\u00e4hler begeistern, aber die Finanzm\u00e4rkte goutieren zumeist nicht die h\u00f6heren Staatsausgaben, die Inflation und das geringere Wachstum, die ihre Politik langfristig mit sich bringen.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":26644,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":null,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"default","_twitter_share_type":"default","_linkedin_share_type":"default","_pinterest_share_type":"default","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"default","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":null,"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[80,888],"class_list":["post-26641","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse","tag-allianz-gi","tag-allianzgi"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26641","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26641"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26641\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26643,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26641\/revisions\/26643"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/26644"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26641"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=26641"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=26641"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}