{"id":26760,"date":"2024-10-21T16:04:36","date_gmt":"2024-10-21T14:04:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=26760"},"modified":"2024-10-21T16:18:25","modified_gmt":"2024-10-21T14:18:25","slug":"st-galler-kantonalbank-geopolitische-risiken-was-ist-das","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/st-galler-kantonalbank-geopolitische-risiken-was-ist-das\/","title":{"rendered":"St. Galler Kantonalbank :  Geopolitische Risiken \u2013 Was ist das?"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>St. Galler Kantonalbank<\/strong> :\u00a0Die Aktienm\u00e4rkte zeigen sich robust und die Anleger greifen an der B\u00f6rse zu. Die meisten Aktienindizes haben in diesem Jahr \u00fcber 10% zugelegt.<!--more--><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Thomas Stucki CIO der St.Galler Kantonalbank<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In den USA stiegen die Aktien mehr als 20%, zumindest die Indizes mit einem hohen Anteil an Technologieaktien. Getrieben werden die Aktien durch tiefere Zinsen, einer trotz Abk\u00fchlungszeichen insgesamt soliden US- Konjunktur und der Hoffnung, dass KI die Welt der Unternehmen zum Besseren ver\u00e4ndert. Die Warner vor den geopolitischen Risiken haben da einen schweren Stand und verhallen ungeh\u00f6rt.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei ist unser Risikoradar gut gef\u00fcllt mit politischen Risiken, angefangen beim Krieg in der Ukraine \u00fcber die sich immer schneller drehende Eskalationsspirale im Nahen Osten bis hin zu m\u00f6glichen Unruhen nach den Wahlen in den USA. Beeindrucken lassen sich die Finanzm\u00e4rkte davon kaum.<\/p>\n<p><strong>Kaum nachhaltige Auswirkungen geopolitischer Risiken<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Geschehen in der Ukraine ist aus dem Blick der Anleger verschwunden, seit sich die meisten L\u00e4nder Westeuropas aus der Abh\u00e4ngigkeit vom russischen Erdgas und Erd\u00f6l gel\u00f6st haben und die Energiepreise auf die fr\u00fcheren Niveaus zur\u00fcckgefallen sind. Die L\u00e4nder im Nahen Osten sind f\u00fcr die Weltwirtschaft nicht relevant, solange die Produktion und der Transport von Erd\u00f6l aus der Region nicht beeintr\u00e4chtigt wird. Die Schliessung der Strasse von Hormus wird als wenig wahrscheinlich beurteilt, weil dies ein Reaktion der US-Armee zur Folge h\u00e4tte, die der Iran nicht austesten will. Der Ausgang der Pr\u00e4sidentschaftswahl in den USA ist offen. Es ist sicher, dass sich die Gerichte noch damit besch\u00e4ftigen werden, bevor Ende Januar die neuen Mieter ins Weisse Haus einziehen. Grosse Demonstrationen der einen oder anderen Seite mit einem gewissen Gewaltpotenzial wird es wohl auch geben. Letztendlich d\u00fcrften die Institutionen in den USA aber stabil genug sein, um den \u00dcbergang von der alten zur neuen Administration verfassungsm\u00e4ssig korrekt \u00fcber die B\u00fchne zu bringen. All diese Ereignisse bringen immer wieder Unsicherheit an die Finanzm\u00e4rkte und k\u00f6nnen die Aktien kurzfristig belasten. Einen nachhaltig negativen Einfluss entwickeln sie jedoch nicht und das ist auch richtig so.<\/p>\n<p><strong>Wirtschaftliche Faktoren im Vordergrund<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das gr\u00f6sste geopolitische Risiko auf unserem Radar ist eine Eskalation der Spannungen zwischen den USA und China, sei es um Taiwan oder generell um die wirtschaftliche und milit\u00e4rische Vorherrschaft. Die potenziellen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die Unternehmen und damit auch auf die Aktienm\u00e4rkte sind sehr gross. Die Wahrscheinlichkeit des Eintretens stufen wir zurzeit aber als gering ein. Die wirtschaftliche Verflechtung der beiden Staaten ist zu gross und die Kosten eines Bruchs f\u00fcr beide schwer zu verdauen. Deshalb schauen wir mit Besorgnis auf die Bem\u00fchungen, sowohl der USA als auch Chinas, diese gegenseitige Abh\u00e4ngigkeit zu reduzieren, sei es \u00fcber die eigene Produktion von Chips oder durch die Bem\u00fchungen nach technologischer Eigenst\u00e4ndigkeit. Irgendwann werden die wirtschaftlichen Kosten eines aggressiven Auftretens die Grenze unterschreiten, die das eigene Volk toleriert. Zum Gl\u00fcck ist das nichtheute und auch nicht morgen der Fall, sondern wird noch eine Weile dauern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die geopolitischen Risiken muss man im Auge behalten. Eine Anlagepolitik, die \u00fcber das Day Traden hinausgeht, kann man aber nicht danach ausrichten. Am Ende spielen die wirtschaftlichen Faktoren und die Konjunktur in den Industriel\u00e4ndern, allen voran in den USA, f\u00fcr das Geschehen an den Aktienm\u00e4rkten die entscheidende Rolle.<\/p>\n<p>Quelle: InvestmentWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>St. Galler Kantonalbank :\u00a0Die Aktienm\u00e4rkte zeigen sich robust und die Anleger greifen an der B\u00f6rse zu. 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