{"id":2710,"date":"2017-03-20T09:00:00","date_gmt":"2017-03-20T09:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2017\/03\/20\/das-ende-der-zentralbankdominanz\/"},"modified":"2017-03-20T09:00:00","modified_gmt":"2017-03-20T09:00:00","slug":"das-ende-der-zentralbankdominanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/das-ende-der-zentralbankdominanz\/","title":{"rendered":"Nordea Asset Management: Das Ende der Zentralbankdominanz"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: justify;\">Mit dem geldpolitischen Kurswechsel ver&auml;ndern sich auch die Makrorisiken, sagt&nbsp;Witold Bahrke, Senior Macro Strategist bei Nordea Asset Management&#8230;..<\/div>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #00ffff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\" style=\"color: #00ffff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\" style=\"color: #00ffff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Witold Bahrke<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Immer mehr Zentralbanken verabschieden sich von der lockeren Geldpolitik, die nach dem Lehman-Zusammenbruch alternativlos schien, und setzen einen neuen Kurs.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit muss sich die Welt langsam, aber sicher auf weitere Zinserh&ouml;hungen einstellen. Alle drei grossen Zentralbanken befinden sich mittlerweile auf einem geldpolitischen Straffungskurs &ndash; und &auml;ndern die Spielregeln damit dramatisch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die M&auml;rkte bleiben aber optimistisch, zum Teil auch, weil sie hoffen, dass nach dem R&uuml;ckzug der Zentralbanken nun die Fiskalpolitik den Staffelstab &uuml;bernimmt. Deren Dominanz w&auml;re allerdings eine gef&auml;hrliche Antwort auf das Ende der Zentralbankdominanz. Sie w&uuml;rde die makro&ouml;konomischen Risiken eher versch&auml;rfen als verringern und die Zentralbanken in einem wachstumsschwachen Umfeld zu &bdquo;&uuml;bertriebenen&ldquo; Zinserh&ouml;hungen zwingen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Selbst wenn kurzfristig Entt&auml;uschungen vorprogrammiert w&auml;ren: Die beste Antwort auf den Regimewechsel in der Geldpolitik w&auml;re der weitgehende Verzicht auf Konjunkturprogramme.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Derzeit ist viel von Paradigmenwechseln in der Politik die Rede, aber noch ist nicht klar, wohin die Reise geht. Sicher ist jedoch, dass sich immer mehr Zentralbanken von der lockeren Geldpolitik verabschieden, die nach dem Lehman-Zusammenbruch alternativlos schien, und einen neuen Kurs setzen. Das hat wichtige Konsequenzen f&uuml;r die Anleger, weil damit die fast universelle monet&auml;re St&uuml;tzung von Anlageertr&auml;gen und Makrostabilit&auml;t verlorengeht.<\/p>\n<p> Zwar wird das Wachstum durch eine geldpolitische Straffung erschwert, doch ist diese grunds&auml;tzlich nicht verkehrt, wenn die Wirtschaft zu &uuml;berhitzen droht. Werden dann aber noch massive Konjunkturprogramme aufgelegt, k&ouml;nnte entgegen landl&auml;ufiger Meinung das Ende des aktuellen Zyklus eher beschleunigt als aufgeschoben werden. Entsprechend ist dieser Faktor ganz wesentlich f&uuml;r die Frage, ob der aktuelle Marktoptimismus gerechtfertigt ist.<\/p>\n<p> Die Welt muss sich langsam, aber sicher auf Zinserh&ouml;hungen einstellen. Alle drei grossen Zentralbanken pl&auml;dieren mittlerweile f&uuml;r eine geldpolitische Straffung &ndash; und &auml;ndern die Spielregeln damit dramatisch. So hat die US-Notenbank Fed als Reaktion auf den steigenden Optimismus in der US-Wirtschaft einen neuen Zinserh&ouml;hungszyklus begonnen. Und auch wenn sie dabei noch behutsam vorgeht, ist die Wahrscheinlichkeit &uuml;berraschender Zinsschritte gestiegen. Sollte die bessere Stimmung zu mehr Wachstum f&uuml;hren, k&ouml;nnte die wichtigste Zentralbank der Welt in nicht allzu ferner Zukunft auch eine Verringerung ihrer Bilanz in Betracht ziehen und damit die konventionellen Straffungsmassnahmen um eine unkonventionelle erweitern. In Europa verlangsamt die EZB derweil das Tempo ihrer Anleihenk&auml;ufe, und mit dem Inflationsanstieg fordern sowohl im Frankfurter Euro Tower als auch anderswo erste Stimmen eine restriktivere Gangart, so dass k&uuml;nftige Zinserh&ouml;hungen zumindest nicht mehr ausgeschlossen erscheinen. Selbst die chinesische Zentralbank f&auml;hrt einen restriktiven Kurs &ndash; tats&auml;chlich war sie die erste grosse Zentralbank, die 2017 die Zinsen angehoben hat. Seit der Finanzkrise war die extrem lockere Geldpolitik ganz wesentlich f&uuml;r die bemerkenswerte Stabilit&auml;t der Wirtschaft und des Marktes verantwortlich. Entsprechend f&uuml;hrt die neue Marschrichtung in der Geldpolitik zwangsl&auml;ufig zu einer Ver&auml;nderung der Makrorisiken.<\/p>\n<p> <strong>Fiskalische Dominanz statt Zentralbankdominanz? Der Schuss k&ouml;nnte nach hinten losgehen<\/strong><\/p>\n<p> Wie also wird sich der Regimewechsel auf die makro&ouml;konomischen Risiken und damit den generellen Markttrend auswirken? Die Antwort h&auml;ngt besonders in den USA entscheidend von dem Zusammenspiel zwischen Fiskal- und Geldpolitik ab. Anders als in fr&uuml;heren Straffungszyklen ist das Wachstum trotz der generellen Erholung deutlich schw&auml;cher als vor der Krise. Und das makro&ouml;konomische Fundament hat durch die gegen&uuml;ber fr&uuml;heren Zyklen hohe politische Unsicherheit zumindest Risse bekommen. Viele Anleger hoffen deshalb, dass ein starker Staat die bisher dominierenden Zentralbanken abl&ouml;st, damit sich an den Makrorisiken insgesamt nichts &auml;ndert. Sie argumentieren, dass nach dem R&uuml;ckzug der Zentralbanken die Fiskalpolitik f&uuml;r die n&ouml;tige Unterst&uuml;tzung sorgen k&ouml;nnte, damit Wachstum und Verm&ouml;genspreise keinen Schaden nehmen.<\/p>\n<p> Hier ist aber wom&ouml;glich der Wunsch Vater des Gedankens. In der aktuellen Lage werden staatliche Konjunkturprogramme die Makro- und Marktrisiken nicht verringern. Im Gegenteil. Grossz&uuml;gige Staatsausgaben erh&ouml;hen die Makrorisiken, wenn Volkswirtschaften wie aktuell die USA bereits voll ausgelastet sind, und stellen so die Weichen f&uuml;r sp&auml;tere &Uuml;berhitzung. Darauf m&uuml;ssen die Zentralbanken reagieren. Schliesslich orientiert sich die Fed bei Zinserh&ouml;hungen stark an den Erwartungen k&uuml;nftiger Konjunkturmassnahmen. In einem strukturell schwachen Wachstumsumfeld k&ouml;nnten aggressive fiskalpolitische Impulse die Erholung also indirekt zum Erliegen bringen, weil die Zentralbanken gezwungen w&auml;ren, die Geldpolitik st&auml;rker zu straffen als aktuell angenommen.<\/p>\n<p> Geldpolitik und Fiskalpolitik sind nicht austauschbar, sondern bedingen sich gegenseitig. Sollten die USA hohe Ausgabenprogramme auflegen, m&uuml;sste die Fed zwangsl&auml;ufig die Zinsen erh&ouml;hen. Bestenfalls w&uuml;rden damit die positiven Wachstumsimpulse der Fiskalpolitik neutralisiert. Schlimmstenfalls entst&uuml;nde ein Teufelskreis, der die bereits sehr reale privatwirtschaftliche Erholung abw&uuml;rgt. Die Schuldenberge sind seit dem H&ouml;hepunkt der Finanzkrise nicht weniger geworden, ganz im Gegenteil. Das vergr&ouml;ssert die potenziell negativen Auswirkungen der zentralbankseitigen Straffung. Die einseitige Hoffnung des Marktes auf die positiven Auswirkungen staatlicher Ausgabenprogramme ist daher fehl am Platz. Statt mehr Wachstum und Ertr&auml;ge zu generieren, w&uuml;rden sie die Wahrscheinlichkeit negativer Entwicklungen erh&ouml;hen.<\/p>\n<p> <b>Weniger ist mehr<\/b><\/p>\n<p> Mit dem R&uuml;ckzug der Zentralbanken als wichtigstem positiven Treiber der M&auml;rkte &auml;ndern sich die Spielregeln grundlegend. Wie es an den M&auml;rkten k&uuml;nftig weitergeht, h&auml;ngt davon ab, inwieweit dieser Regimewechsel die makro&ouml;konomischen Risiken insgesamt beeinflusst. Und das wiederum entscheidet nicht zuletzt die fiskalpolitische Antwort. Die M&auml;rkte bleiben optimistisch, zum Teil auch weil sie hoffen, dass nach dem R&uuml;ckzug der Zentralbanken nun die Fiskalpolitik den Staffelstab &uuml;bernimmt. Deren Dominanz w&auml;re allerdings eine gef&auml;hrliche Antwort auf das Ende der Zentralbankdominanz. Denn sie w&uuml;rde die makro&ouml;konomischen Risiken eher versch&auml;rfen als verringern und die Zentralbanken in einem wachstumsschwachen Umfeld zu &bdquo;&uuml;bertriebenen&ldquo; Zinserh&ouml;hungen zwingen. Die zuletzt eher aggressiven Verlautbarungen der Fed k&ouml;nnen als erste Warnsignale verstanden werden. In dieser Situatuion ist weniger tats&auml;chlich mehr. Selbst wenn anf&auml;ngliche Entt&auml;uschungen vorprogrammiert w&auml;ren: Die beste Antwort auf den Regimewechsel in der Geldpolitik w&auml;re der weitgehende Verzicht auf Konjunkturprogramme.<\/p>\n<p>Source: BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem geldpolitischen Kurswechsel ver&auml;ndern sich auch die Makrorisiken, sagt&nbsp;Witold Bahrke, Senior Macro Strategist bei Nordea Asset Management&#8230;..<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3936,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[75],"tags":[],"class_list":["post-2710","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-zentralbanken"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2710","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2710"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2710\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3936"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2710"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2710"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2710"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}