{"id":2751,"date":"2017-04-06T05:00:00","date_gmt":"2017-04-06T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2017\/04\/06\/bantleon-portugal-mehr-als-eine-reise-wert\/"},"modified":"2017-04-06T05:00:00","modified_gmt":"2017-04-06T05:00:00","slug":"bantleon-portugal-mehr-als-eine-reise-wert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/bantleon-portugal-mehr-als-eine-reise-wert\/","title":{"rendered":"Bantleon: Portugal \u2013 mehr als eine Reise wert!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Als Urlaubsziel ist Portugal aktuell heiss begehrt. Um portugiesische Staatsanleihen machen die Investoren aber zumeist noch einen Bogen. Dabei kamen aus dem S&uuml;dwesten Europas zuletzt einige erfreuliche Meldungen&#8230;.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>von Dr. <span class=\"name\">Dr. Daniel Hartmann&nbsp; <\/span><span class=\"adress\"><\/span>Senior Analyst Economics<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Wachstum hat in den vergangenen Quartalen positiv &uuml;berrascht und das Haushaltsdefizit sank 2016 auf den tiefsten Stand seit 42 Jahren. Probleme wie das angeschlagene Bankensystem und der hohe &ouml;ffentliche Schuldenstand sind nach wie vor akut, dennoch &uuml;berwiegen derzeit aus unserer Sicht die positiven Tendenzen. Die Chancen auf abnehmende Risikoaufschl&auml;ge bei portugiesischen Staatsanleihen sind daher hoch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>DBRS bleibt Schicksalsbote<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Portugal ist ein Wanderer zwischen den Welten. Weder ist das Land eine &ouml;konomische Erfolgsgeschichte wie Irland oder Spanien noch ein Misserfolg wie Griechenland. Seit Ende 2013 lag das Wachstum immerhin bei durchschnittlich 1,5% (geg. 1,4% in der Eurozone). Italien wurde damit klar &uuml;berfl&uuml;gelt (+0,3%), Spanien jedoch nicht ganz erreicht (+2,1%). Dass noch Luft nach oben ist, zeigt sich auch darin, dass die Wirtschaftsleistung nach wie vor 4% unter dem Niveau von 2008 liegt (vgl. Abb. 1).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Abb. 1: Es ist noch Luft nach oben<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bantleon.com\/damfiles\/default\/news_analysen\/analysen\/2017\/2017-04-05\/1.png-3d43a3de1fc7a8aeb8191612132438be.png\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"255\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quellen: Eurostat, Bantleon<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> Hinzu kommt, dass das Wohl und Wehe Portugals unver&auml;ndert am seidenen Faden einer Ratingagentur h&auml;ngt. Unter den vier f&uuml;r die EZB relevanten Bonit&auml;tsw&auml;chtern verleiht lediglich die kanadische DBRS Portugal das Label &raquo;Investment Grade&laquo; (allerdings nur die unterste Stufe &raquo;BBB low&laquo;). Dank dessen sind portugiesische Staatsanleihen Bestandteil des EZB-Ankaufprogramms und werden von der Notenbank als Sicherheit im Rahmen von Repo-Gesch&auml;ften mit Banken akzeptiert. Eine Herabstufung durch DBRS w&uuml;rde Staatsanleihen und Banken aus Portugal erheblich unter Druck setzen.<\/p>\n<p> Im Oktober 2016 hat DBRS Portugal erneut den Segen erteilt, aber bereits f&uuml;r April 2017 die n&auml;chste &Uuml;berpr&uuml;fung angek&uuml;ndigt. Die Best&auml;tigung des Ratings h&auml;ngt massgeblich von drei Punkten ab: den kurz- und mittelfristigen Wachstumsperspektiven, den Fortschritten in der Haushaltskonsolidierung und der Sanierung des Bankensystems.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Sanierung unter der Regierung Coelho<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahr 2011 stand Portugal mit dem R&uuml;cken zur Wand und musste unter den Euro-Rettungsschirm fl&uuml;chten. In der Folge f&uuml;hrte die Regierung Pedro Passos Coelho (Juni 2011 bis November 2015) umfangreiche Strukturreformen durch. An vorderster Stelle wurde der Arbeitsmarkt liberalisiert und Staatsausgaben im &ouml;ffentlichen Dienst drastisch gek&uuml;rzt. Die damit verbundenen Erfolge k&ouml;nnen sich sehen lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Abb. 2: Preisliche Wettbewerbsf&auml;higkeit verbessert<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bantleon.com\/damfiles\/default\/news_analysen\/analysen\/2017\/2017-04-05\/2.png-7cc6ebf532561dba9a02d85e2ee36db8.png\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"273\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quellen: EZB, Bantleon<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> W&auml;hrend die Lohnst&uuml;ckkosten seit Anfang 2009 in der Eurozone um 4% gestiegen sind, gingen sie in Portugal um 8% zur&uuml;ck (vgl. Abb. 2). Portugal hat damit sp&uuml;rbar an preislicher Wettbewerbsf&auml;higkeit gewonnen, was dem Exportsektor zugutegekommen ist, der gegen&uuml;ber den meisten anderen Eurol&auml;ndern outperformt hat (vgl. Abb. 3). Mit einer Exportquote (Anteil der Exporte am BIP) von mittlerweile 46% (ausgehend von 29% Anfang 2009) weist die portugiesische Wirtschaft einen nie gekannten Offenheitsgrad auf. In der Folge ist auch das Leistungsbilanzdefizit, das am Vorabend der Finanzkrise auf &uuml;ber 10% des BIP angeschwollen ist, komplett verschwunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Abb. 3: Umstrukturierung der Wirtschaft kommt voran<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bantleon.com\/damfiles\/default\/news_analysen\/analysen\/2017\/2017-04-05\/3.png-7f6db9b35a8ab42b8b998a724592ffde.png\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"242\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quellen: Eurostat, Bantleon<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> Ein Bremsfaktor Portugals ist die massive Verschuldung des Privatsektors. Mit 142% des BIP wiesen die Unternehmen Ende 2012 eine der h&ouml;chsten Verschuldungsquoten innerhalb der Eurozone auf (vgl. Abb. 4). Aber auch hier wurden Fortschritte erzielt. Dank der Lohnzur&uuml;ckhaltung und der steigenden Exportnachfrage hat sich die Ertragslage der Unternehmen verbessert, sodass ein Deleveraging m&ouml;glich ist. Inzwischen ist der Schuldenstand auf weniger als 115% gesunken. Die rote Laterne wurde daher an andere L&auml;nder weitergegeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Abb. 4: Deleveraging auf gutem Weg<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bantleon.com\/damfiles\/default\/news_analysen\/analysen\/2017\/2017-04-05\/4.png-62f8a7b48f8d4c6c408d96362ef52da5.png\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"250\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quellen: BIZ, Eurostat, Bantleon<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> Unter dem Druck der Troika f&uuml;hrte die Regierung schliesslich zwischen 2011 und 2014 eine rigorose Haushaltskonsolidierung durch. Unter anderem wurden die Personalkosten des Staates um &uuml;ber 30% gedr&uuml;ckt (vgl. Abb. 5). In der Folge sank das Haushaltsdefizit von 11,2% auf knapp 3,0% im Jahr 2015 (jeweils im Verh&auml;ltnis zum BIP und ohne Ber&uuml;cksichtigung von staatlichen Bankenhilfen).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Abb. 5: Beim Personal wurde gespart<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bantleon.com\/damfiles\/default\/news_analysen\/analysen\/2017\/2017-04-05\/5.png-decf89408a31011bc90ff3c991b75530.png\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"239\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quellen: Banco de Portugal, Bantleon<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Costa erntet die Fr&uuml;chte seines Vorg&auml;ngers<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Portugal gelang es dank der Reformen den Euro-Rettungsschirm im Mai 2014 zu verlassen, die Kehrseite der massiven Sparpolitik war aber ein lediglich moderates Wachstum und viel Verdruss in der Bev&ouml;lkerung. Ende 2015 gelangten daher die Sozialisten unter Ant&oacute;nio Costa an die Macht, die seitdem mit der Unterst&uuml;tzung der Gr&uuml;nen, der Kommunisten und eines Linksblocks regieren.<\/p>\n<p> Die neue Regierung versucht eine Gratwanderung. Auf der einen Seite hat sie einige soziale H&auml;rten zur&uuml;ckgenommen (z.B. Lohnk&uuml;rzungen im &ouml;ffentlichen Dienst). Auf der anderen Seite soll der Kurs der finanziellen Solidit&auml;t fortgesetzt werden. So wurden erneut die indirekten Steuern erh&ouml;ht (unter anderem auf Energie, Tabak und Autos, vgl. Abb. 5).<\/p>\n<p> Bislang scheint die Strategie einigermassen aufzugehen. Nach einem durchwachsenen 1. Halbjahr 2016 setzte die portugiesische Wirtschaft im 2. Halbjahr 2016 zum H&ouml;henflug an und wuchs mit einer annualisierten Jahresrate von 3,0% (geg. 1,6% in der Eurozone). Die Belebung resultierte aus dem Zusammenspiel einer leicht expansiven Fiskalpolitik, starkem aussenwirtschaftlichem R&uuml;ckenwind und dem Boom im Tourismussektor, der von der Dynamik her zuletzt selbst Spanien in den Schatten stellte (vgl. Abb.&nbsp;6, die Zahl der Hotel&uuml;bernachtungen von Ausl&auml;ndern w&auml;chst derzeit mit einer Jahresrate von 13%).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Abb. 6: Tourismusboom in Portugal<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bantleon.com\/damfiles\/default\/news_analysen\/analysen\/2017\/2017-04-05\/6.png-6fd02e4e902c0dcdaaf8859cfe80a082.png\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"237\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quellen: Macrobond, Bantleon<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachfrageseitig kamen entsprechend die wesentlichen Impulse vom Export und dem privaten Verbrauch. Aber selbst bei den lange Zeit bremsenden Bauinvestitionen gibt es Anzeichen f&uuml;r eine Belebung &ndash; nach einem 14-j&auml;hrigen Niedergang (!) beschreiben die Baugenehmigungen erstmals seit Ende 2015 wieder einen klaren Aufw&auml;rtstrend.<\/p>\n<p> F&uuml;r das 1. Halbjahr 2017 bleibt der Ausblick positiv. Die globale Konjunktur befindet sich weiterhin im Aufwind und die portugiesischen Stimmungsindikatoren erreichten im Februar\/M&auml;rz 2017 mehrj&auml;hrige H&ouml;chstst&auml;nde (vgl. Abb. 7). Ausdruck dessen ist das von der EU-Kommission ermittelte Wirtschaftsvertrauen, das innerhalb der W&auml;hrungsunion derzeit nur noch von Luxemburg, Malta und Slowenien &uuml;berboten wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Abb. 7: Kurzfristiger Ausblick positiv<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bantleon.com\/damfiles\/default\/news_analysen\/analysen\/2017\/2017-04-05\/7.png-1aab950a2e4723aa50844be8a8fd9386.png\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"243\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quellen: INE, EU-Kommission, Bantleon<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dank der guten Wirtschaftsentwicklung hat Portugal zugleich weitere Erfolge in der Haushaltskonsolidierung erzielt. Nach den j&uuml;ngsten Angaben des portugiesischen Statistikamts sank das laufende Haushaltsdefizit 2016 auf 2,1% des BIP (nach 4,4% 2015, bzw. 2,8% unter Herausrechnung staatlicher Bankenhilfen). Damit wurden nicht nur die Vorgaben der EU-Kommission unterschritten (2,5%), das Defizit war so tief wie noch nie (!) seit der Nelkenrevolution von 1974. F&uuml;r 2017 sind 1,6% angepeilt. Die ersten Budgetdaten des neuen Jahres lassen noch keine R&uuml;ckschl&uuml;sse zu, ob dieses ehrgeizige Ziel erreicht werden kann. Auf jeden Fall besteht die Chance, dass die EU das seit 2009 laufende Defizitverfahren gegen Portugal einstellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Abb. 8: Schuldenquote bereitet nach wie vor Sorge<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bantleon.com\/damfiles\/default\/news_analysen\/analysen\/2017\/2017-04-05\/8.png-e959dfeae363f7879b650fd2825e467d.png\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"273\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quellen: EU-Kommission, Bantleon<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Wermutstropfen ist, dass die Sanierung des Haushalts mit einer permanenten K&uuml;rzung der Staatsinvestitionen einhergeht, w&auml;hrend die Personalkosten unter der neuen Regierung wieder leicht ansteigen (vgl. Abb. 5). Eine zweite K&uuml;mmernis ist die gesamtstaatliche Schuldenquote, die 2016 nochmals von 129% auf 130,4% des BIP angestiegen ist, nachdem eigentlich 2014 (bei 130,6%) der Wendepunkt erreicht schien. Portugal spielt damit nach wie vor in einer Liga mit Italien (vgl. Abb. 8). Schuld daran waren 2016 erneute &ouml;ffentliche Kapitalhilfen f&uuml;r Banken, die zwar nicht das laufende Defizit wohl aber den Schuldenstand belasteten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bankensektor bleibt Achillesferse<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Bankensektor ist nach wie vor das zentrale Sorgenkind Portugals. Der Staat musste in den vergangenen Jahren bereits mehrfach einspringen, um Banken zu retten (unter anderem 2014 mit 3,9 Mrd. EUR bei Banco Esp&iacute;rito Santo und 2015 mit 2,3 Mrd. EUR bei Banco Internacional do Funchal). Die Lage ist auch in dieser Hinsicht vergleichbar mit derjenigen Italiens (vgl. Abb.&nbsp;9). Das portugiesische Bankensystem arbeitet wenig profitabel, ist vergleichsweise schwach kapitalisiert und leidet an einem grossen Berg fauler Kredite. Nach Angaben der Banco de Portugal sind 16% aller Unternehmenskredite und rund 5% der Kredite an Privathaushalte stark ausfallgef&auml;hrdet. Zusammen sind es gut 18 Mrd. EUR, was 10% des portugiesischen BIP und 30% des Eigenkapitals der Banken entspricht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Abb. 9: Portugal hat &auml;hnliche Probleme wie Italien<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bantleon.com\/damfiles\/default\/news_analysen\/analysen\/2017\/2017-04-05\/9.png-3ef96733f1ae719d2437d1ce642e46a4.png\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"255\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quellen: IWF, Bantleon ; *gem&auml;ss IWF-Definition<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Gesamtl&ouml;sung des Problems (z.B. in Form einer &raquo;Bad Bank&laquo;) ist die portugiesische Regierung nach wie vor schuldig geblieben. Immerhin gelangen zuletzt in Einzelf&auml;llen Achtungserfolge. Am 10. M&auml;rz 2017 hat die EU-Kom-mission eine staatliche Kapitalspritze in H&ouml;he von knapp 4,0 Mrd. EUR f&uuml;r die gr&ouml;sste Bank Caixa Geral de Depositos offiziell genehmigt. Dem zweitgr&ouml;ssten Institut BCP Millennium gelang kurz zuvor eine Kapitalerh&ouml;hung um 1,3 Mrd. EUR. Schliesslich steht nach Angaben der Regierung auch der Verkauf von Novo Banco (der &raquo;gute Teil&laquo; der Banco Esp&iacute;rito Santo) kurz vor dem Abschluss, wenn auch die Ver&auml;usserung quasi zum Nulltarif erfolgen soll.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fazit: Rating stabilisiert sich<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zieht man ein Fazit, hat Portugal in vielerlei Hinsicht in den vergangenen Monaten positiv &uuml;berrascht. Der Wachstumsausblick hat sich aufgehellt. Im laufenden Jahr ist ein BIP-Zuwachs von gut 2,0% m&ouml;glich. Gleichzeitig sinkt das Staatsdefizit schneller als gedacht. 2017 k&ouml;nnte Portugal sogar das G&auml;ngelband des Defizitverfahrens abstreifen. Selbst bei der Bankensanierung wurden Fortschritte erzielt und die Regierung sitzt fester im Sattel als lange Zeit bef&uuml;rchtet. In W&auml;hlerumfragen weist Regierungschef Costa derzeit hohe Zustimmungsraten von &uuml;ber 60% auf (zum Zeitpunkt seiner Wahl wollten ihn nur 40% als Regierungschef).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">DBRS d&uuml;rfte daher Ende April seine Bonit&auml;tseinsch&auml;tzung (&raquo;BBB&nbsp;low&laquo;) mit stabilem Ausblick best&auml;tigen. Die anderen grossen Rating-agenturen k&ouml;nnten in n&auml;chster Zeit zumindest ihren Ausblick anheben (von &raquo;stabil&laquo; auf &raquo;positiv&laquo;, die Stufe liegt &uuml;berall bei &raquo;BB+&laquo;). Das sind gute Nachrichten f&uuml;r portugiesische Staatsanleihen, deren Spreads zu deutschen Bundesanleihen sich bereits in den vergangenen Wochen zur&uuml;ckgebildet haben &ndash; bei 10-j&auml;hrigen Laufzeiten von 380 Bp auf 360 Bp.<\/p>\n<p> Wir sehen weiteres Einengungspotential, auch wenn Portugal im Rahmen des Anleihenkaufprogramms der EZB einen technischen Nachteil hat. Dieser resultiert daraus, dass 30% der portugiesischen Staatsschuld &uuml;ber ESM\/EFSF-Kredite finanziert werden. Es sind daher vergleichsweise wenig portugiesische Staatsanleihen in Umlauf. Die EZB l&auml;uft entsprechend Gefahr, im Falle Portugals recht schnell das Ankaufslimit (maximal 33% eines Schuldners) zu erreichen. Sie hat darauf reagiert und das monatliche Ankaufvolumen seit Mitte 2016 sp&uuml;rbar von 1,4 Mrd. EUR auf 0,7 Mrd. EUR reduziert (vgl. Abb. 10). Immerhin kann sie das aktuelle Tempo bis Ende 2018 beibehalten, bevor das portugiesische Ankaufslimit erreicht wird. Ein stetiger, wenn auch reduzierter Nachfragestrom vonseiten der EZB ist entsprechend mit Blick auf Portugal gegeben. Das Knappheitsproblem bei portugiesischen Staatsanleihen d&uuml;rfte daher einer Spreadeinengung nicht im Wege stehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Abb. 10: EZB hat bei Portugal einen Gang zur&uuml;ckgeschaltet<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bantleon.com\/damfiles\/default\/news_analysen\/analysen\/2017\/2017-04-05\/10.png-490182d37d51a38b6508552c36fa974b.png\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"251\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quellen: EZB, Bantleon; *aller angekaufter Staatsanleihen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> Fundamentaler Gegenwind f&uuml;r portugiesische Staatsanleihen k&ouml;nnte dann aufkommen, wenn sich das globale Konjunkturumfeld eintr&uuml;bt. Das gr&ouml;sste Risiko besteht aber nach wie vor in unangenehmen &Uuml;berraschungen aus dem Bankensektor. Sollte der Staat erneut einem Institut beispringen m&uuml;ssen, wird sich dies negativ auf den gesamtstaatlichen Schuldenstand auswirken. Der langfriste Durchbruch Portugals steht und f&auml;llt ohnehin mit der Entwicklung der Defizitquote. Gelingt es in den kommenden Jahren den Schuldenstand im Verh&auml;ltnis zum BIP von 130% in Richtung 120% zu senken, wird es auf breiter Front zu Rating-Anhebungen kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alles in allem darf sich der Investor wieder einen Schluck Portwein g&ouml;nnen und somit seinem Portfolio eine hochprozentige Beimischung in Form von portugiesischer Staatsanleihen hinzuf&uuml;gen. Von gr&ouml;sseren Mengen der meist s&uuml;ssen Kreszenzen ist indes nach wie vor abzuraten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n<article class=\"article\"><\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Urlaubsziel ist Portugal aktuell heiss begehrt. 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