{"id":2752,"date":"2017-04-06T05:00:00","date_gmt":"2017-04-06T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2017\/04\/06\/m-g-eurobonds-eine-anleihe-fuer-alle\/"},"modified":"2017-04-06T05:00:00","modified_gmt":"2017-04-06T05:00:00","slug":"m-g-eurobonds-eine-anleihe-fuer-alle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/m-g-eurobonds-eine-anleihe-fuer-alle\/","title":{"rendered":"M&#038;G: Eurobonds: Eine Anleihe f\u00fcr alle"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-meta\" style=\"text-align: justify;\">\n<div class=\"top-widget-area\">\n<aside id=\"drew_language_link_widget-2\" class=\"widget drew_language_link_widget\">\n<div class=\"inner\">\n<header class=\"entry-header\"><\/header>\n<aside id=\"drew_language_link_widget-2\" class=\"widget drew_language_link_widget\">\n<div class=\"inner\">Die deutschen Bundestagswahlen im September sind noch weit entfernt. Das erste Mal seit Jahren scheint es jedoch m&ouml;glich, dass Angela Merkel die Wahl verlieren k&ouml;nnte. Martin Schulz, Kanzlerkandidat und Vorsitzender der Sozialdemokraten, erzielt in den Umfragen erste Erfolge und gewinnt weiter an Dynamik&#8230;.<\/div>\n<\/aside><\/div>\n<\/aside><\/div>\n<\/p><\/div>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<header class=\"entry-header\">\n<div class=\"inner\">\n<div class=\"inner\"><span class=\"byline\"><span class=\"byline\"><span class=\"author vcard\">Wolfgang Bauer<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<\/div>\n<div class=\"entry-title\" style=\"text-align: justify;\">Aus diesem Grund m&ouml;chten Anleger in europ&auml;ischen <strong>(und britischen)<\/strong> Schuldverschreibungen vielleicht ihre Erinnerung an die f&uuml;nfj&auml;hrige Amtszeit von Schulz als Pr&auml;sident des Europaparlaments auffrischen.<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div class=\"entry-title\" style=\"text-align: justify;\">\n<div class=\"entry-content\">\n<p>2011 und 2012, mitten in der Schuldenkrise der Eurozone, warb Schulz wiederholt f&uuml;r eine <strong>Schuldenlast nach dem Gegenseitigkeitsprinzip<\/strong> in Form von Eurobonds, also Staatsanleihen, die von allen Mitgliedsstaaten der Eurozone gemeinsam begeben werden. Das Prinzip hinter dieser Idee ist klar: Angeschlagene Peripheriestaaten w&uuml;rden von niedrigeren Finanzierungskosten profitieren. Mit steigendem Vertrauen der Rentenm&auml;rkte in die F&auml;higkeit der EZB, zu tun, &bdquo;was auch immer n&ouml;tig ist&ldquo; um die Eurozone zu unterst&uuml;tzen, engten sich die Renditeaufschl&auml;ge auf Staatsanleihen der Peripheriel&auml;nder ein. Die Risikoaufschl&auml;ge f&uuml;r Papiere der Peripheriestaaten tendierten im Laufe des letzten Jahres insgesamt nach oben, obgleich wesentlich weniger stark als 2011\/2012, was nahelegt, dass die Position von Schulz wieder an Bedeutung gewinnen k&ouml;nnte.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/content\/uploads\/sites\/3\/2017\/04\/eurobondsDE1.png\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"338\" class=\"alignnone size-full wp-image-3999\" \/> <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn man sich historische Spread-Niveaus anschaut, weisen die Bewertungen von Anleihen, die von Peripheriestaaten der Eurozone ausgegeben werden, in manchen Rentenm&auml;rkten auf ein erh&ouml;htes Stressniveau hin. Der Aufschlag von 10-j&auml;hrigen spanischen Staatsanleihen gegen&uuml;ber 10-j&auml;hrigen deutschen Staatsanleihen betr&auml;gt etwa 1,3%, was nah an dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre liegt. Die Renditedifferenz von 10-j&auml;hrigen italienischen Anleihen liegt nur einen halben Prozentpunkt h&ouml;her (1,8%), was auf absoluter Basis nicht viel scheint. Im Vergleich zu der Historie der letzten zehn Jahre sieht die Lage jedoch schon ernster aus: 70% der Zeit war der Spread enger als heute. In Portugal ist die Situation &auml;hnlich. &Uuml;ber die letzten zehn Jahre betrachtet war der Spread im Vergleich zum aktuellen Wert von 3,7% &uuml;ber mehr als zwei Drittel des Zeitraums enger. Der griechische Renditeaufschlag gegen&uuml;ber Bundesanleihen von 7,0% ist der h&ouml;chste unter den Peripheriestaaten, liegt aber unterhalb des historischen Durchschnitts. Die Lage in Griechenland ist dieser Kennzahl nach zu urteilen also durchaus entspannt &ndash; ein Satz, den man nicht oft liest.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/content\/uploads\/sites\/3\/2017\/04\/eurobondsDE2.png\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"338\" class=\"alignnone size-full wp-image-4000\" \/> <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nehmen wir der Vollst&auml;ndigkeit halber an, der Vorschlag von Schulz zur Einf&uuml;hrung von gemeinsamen 10-j&auml;hrigen Eurobonds wird umgesetzt. Die Renditeaufschl&auml;ge der Peripheriestaaten w&uuml;rden sofort verschwinden, aber welche Rendite k&ouml;nnten Anleger von den Eurobonds erwarten? Alle L&auml;nder der Eurozone, mit Ausnahme von Estland, haben Staatsanleihen im Umlauf. Demzufolge k&ouml;nnen wir als vern&uuml;nftigen Ausgangspunkt gewichtete 10-j&auml;hrige Durchschnittsrenditen berechnen. Hier haben wir zwei Gewichtungsfaktoren verwendet: BIP und Schuldenquote. Die BIP-gewichtete Rendite ber&uuml;cksichtigt die Wirtschaftskraft der L&auml;nder und damit ihre F&auml;higkeit, Steuergelder einzusammeln und Schulden zu tilgen.&nbsp; Deutschland erh&auml;lt aufgrund des hohen BIP eine hohe Gewichtung. In der Folge sinkt die durchschnittliche Rendite auf 1,2%, was in etwa dem Niveau der aktuellen 10-j&auml;hrigen Rendite der Slowakei entspricht. W&auml;re dies die tats&auml;chliche Rendite der Eurobonds, w&uuml;rden sich die Finanzierungskosten f&uuml;r Deutschland auf 10-Jahres-Basis in etwa verdreifachen, w&auml;hrend die Renditen f&uuml;r Peripheriestaaten deutlich sinken w&uuml;rden. Demgegen&uuml;ber reflektiert die schuldengewichtete Rendite den Verschuldungsgrad sowie die Bonit&auml;t der L&auml;nder. Aufgrund der hohen Schuldenlast ist die Gewichtung von Italien hoch und dr&uuml;ckt den Durchschnitt auf 1,6% nach oben, was der aktuellen 10-j&auml;hrigen Rendite von Malta entspricht und vier Mal so hoch ist wie die 10-j&auml;hrige Rendite von Deutschland.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/content\/uploads\/sites\/3\/2017\/04\/eurobondsDE3.png\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"338\" class=\"alignnone size-full wp-image-4001\" \/> <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zugegeben sind die BIP- und schuldengewichteten Sch&auml;tzungen f&uuml;r hypothetische Eurobond-Renditen zu hoch, da sie eine Weiterentwicklung der Markttiefe und Verbesserung der Liquidit&auml;t au&szlig;er Acht lassen. Die Schaffung einer Kategorie gemeinsamer Eurobonds w&uuml;rde den fragmentierten europ&auml;ischen Staatsanleihenmarkt fundamental ver&auml;ndern und ihn deutlich st&auml;rker standardisieren. Vor allem kleinere L&auml;nder, deren nationale Rentenm&auml;rkte vielleicht von vielen Anlegern au&szlig;er Acht gelassen wurden, w&uuml;rden in hohem Ma&szlig;e von der Partizipation an einem tiefen und liquiden Eurobond-Markt profitieren.<\/p>\n<p>Eine Einf&uuml;hrung von Eurobonds in naher Zukunft ist eher unwahrscheinlich. Abgesehen von dem potenziellen &bdquo;Moral Hazard&ldquo;, den eine Schuldenlast nach dem Gegenseitigkeitsprinzip erzeugen w&uuml;rde, und den m&ouml;glichen Konflikten mit dem Lissabon-Vertrag gibt es erhebliche politische Hindernisse in Deutschland. Kanzlerin Merkel, Finanzminister Sch&auml;uble und andere Mitglieder der konservativen Parteien CDU und CSU haben Eurobonds in der Vergangenheit konsequent zur&uuml;ckgewiesen. Doch selbst wenn Schulz in der Lage dazu w&auml;re, nach der Wahl eine stabile parlamentarische Mehrheit ohne den Block der CDU\/CSU zu organisieren, w&uuml;rde er die Diskussion &uuml;ber Eurobonds wirklich noch einmal neu aufrollen? Es d&uuml;rfte wenig &uuml;berraschen, dass sich die Vorstellung von Eurobonds in Deutschland nicht allzu gro&szlig;er Beliebtheit erfreut, was vielleicht auch erkl&auml;rt, weshalb er das Thema in letzter Zeit nicht erw&auml;hnte, wo er doch jetzt f&uuml;r das Kanzleramt in Berlin kandidiert. Diesbez&uuml;glich weist er Parallelen zu dem ersten Bundeskanzler der Nachkriegszeit, Konrad Adenauer, auf, der sagte: &bdquo;Was interessiert mich mein Geschw&auml;tz von gestern [&hellip;]&ldquo;.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div class=\"inner\">Quelle: BONDWorld.ch<\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/header>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die deutschen Bundestagswahlen im September sind noch weit entfernt. Das erste Mal seit Jahren scheint es jedoch m&ouml;glich, dass Angela Merkel die Wahl verlieren k&ouml;nnte. 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