{"id":2792,"date":"2017-04-28T05:00:00","date_gmt":"2017-04-28T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2017\/04\/28\/m-g-die-usa-sieht-die-schweiz-nicht-als-einen-waehrungsmanipulator-noch-nicht\/"},"modified":"2017-04-28T05:00:00","modified_gmt":"2017-04-28T05:00:00","slug":"m-g-die-usa-sieht-die-schweiz-nicht-als-einen-waehrungsmanipulator-noch-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/m-g-die-usa-sieht-die-schweiz-nicht-als-einen-waehrungsmanipulator-noch-nicht\/","title":{"rendered":"M&#038;G: Die USA sieht die Schweiz nicht als einen W\u00e4hrungsmanipulator \u2013 noch nicht"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-meta\" style=\"text-align: justify;\">\n<div class=\"top-widget-area\">\n<aside id=\"drew_language_link_widget-2\" class=\"widget drew_language_link_widget\">\n<div class=\"inner\">\n<header class=\"entry-header\"><\/header>\n<aside id=\"drew_language_link_widget-2\" class=\"widget drew_language_link_widget\">\n<div class=\"inner\"><span class=\"byline\"><span class=\"author vcard\"><\/span><\/span>Die Tschechische Nationalbank (CNB) hat die Bindung an den Euro aufgegeben, ein Thema, &uuml;ber das ich bereits in einem Blog-Artikel am Jahresanfang schrieb.<\/div>\n<\/aside><\/div>\n<\/aside><\/div>\n<\/p><\/div>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<header class=\"entry-header\">\n<div class=\"widget-title\">\n<div class=\"inner\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"byline\"><span class=\"author vcard\">Mario Eisenegger<\/span><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span class=\"byline\"><span class=\"author vcard\"><\/span><\/span>Die Schweiz war in der letzten Zeit als der n&auml;chste potenzielle Kandidat in den Schlagzeilen, dem das US-Finanzministerium das Etikett des W&auml;hrungsmanipulators geben k&ouml;nnte. F&uuml;r L&auml;nder, die diesem Risiko ausgesetzt sind, hat das Finanzministerium in einem <strong>k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichten Bericht<\/strong> drei Schl&uuml;sselkriterien festgelegt, mit deren Hilfe es entscheidet, ob sich ein Land &bdquo;unfairer Praktiken&ldquo; bedient. Erstens w&uuml;rde besagtes Land einen erheblichen bilateralen Handels&uuml;berschuss gegen&uuml;ber den USA haben. Der definierte Grenzwert ist 20 Mrd. USD.&nbsp; Zweitens w&uuml;rde ein Land mit einem aktuellen Leistungsbilanz&uuml;berschuss von mindestens 3% des BIP einer intensiven Analyse durch das Finanzministerium unterzogen. Letztlich k&ouml;nnte es sich bei einer best&auml;ndigen, einseitigen W&auml;hrungsintervention von mehr als 2% des BIP eines Landes &uuml;ber 12 Monate um ein Anzeichen f&uuml;r W&auml;hrungsmanipulation handeln. In diesem Fall w&uuml;rde &bdquo;amerikanischen Arbeitern und Unternehmen Schaden zugef&uuml;gt&ldquo;.<\/div>\n<div class=\"entry-content\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Laut dem Bericht des US-Finanzministeriums bricht die Schweiz die Grenzwerte von zwei dieser Kriterien und reiht sichh damit in die Liste mit China, Japan, Korea, Taiwan und Deutschland ein. Sie alle werden beobachtet und &bdquo;ihre W&auml;hrungspraktiken verdienen genaue Aufmerksamkeit&ldquo;, so das Finanzministerium.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/content\/uploads\/sites\/3\/2017\/04\/labelDE1.png\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"338\" class=\"alignnone size-full wp-image-4024\" \/> <\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Bericht empfiehlt au&szlig;erdem einige konkrete Ma&szlig;nahmen, deren Umsetzung durch die Schweizer Beh&ouml;rden dazu f&uuml;hren k&ouml;nnte, dass das Land von der Liste genommen wird. Dazu geh&ouml;ren die R&uuml;ckkehr zu mehr traditionellen Werkzeugen der Geldpolitik, eine Offenlegung von Daten zu W&auml;hrungsinterventionen und st&auml;rkere finanzpolitische Lockerungen. In Bezug auf den letzten Punkt ist es wohl durchaus der Fall, dass die Schweiz Spielraum in ihrer Finanzpolitik hat. Andererseits h&auml;ngt die Schweizer Volkswirtschaft in hohem Ma&szlig;e von seinen wichtigsten Handelspartnern ab, weshalb ein wettbewerbsf&auml;higer Wechselkurs von hoher Bedeutung ist. Weitere und gr&ouml;&szlig;ere Fiskalausgaben &ndash; die nicht lediglich ein Ersatz f&uuml;r geldpolitische Ma&szlig;nahmen sind &ndash;k&ouml;nnten nach hinten losgehen, sollte der Schweizer Franken an Wert zulegen. Dies umso mehr sollte sich das Schweizer Wachstum zu viel vom europ&auml;ischen Durchschnitt abkoppeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Vorschlag einer R&uuml;ckkehr zu traditionelleren geldpolitischen Interventionen ist leichter gesagt als getan. Die Schweizer Nationalbank ist dieser Route bereits in der Vergangenheit, vor ihren starken Interventionen in die W&auml;hrungsm&auml;rkte, gefolgt. Der Schweizer Benchmark-Zinssatz ist tief im negativen Bereich (-0,75%) und, wie ich in einem fr&uuml;heren <strong>Blog<\/strong> dargestellt habe, ein Hemmfaktor f&uuml;r die Rentabilit&auml;t des Finanzsektors &ndash; einer der wichtigsten Beitragsleister f&uuml;r das Schweizer BIP.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die SNB besitzt Devisenreserven, die fast 100% des BIP ausmachen, weshalb ihre Bilanz gegen&uuml;ber W&auml;hrungsbewegungen anf&auml;llig ist. Wichtig ist dabei, dass der Schweizer Franken trotz aller Interventionen auf Basis der Kaufkraftparit&auml;t gegen&uuml;ber dem US-Dollar teuer erscheint. Es ist daher seltsam, wenn behauptet wird, dass die Schweizer Wirtschaft profitiert, wenn sie aus US-Sicht gegen&uuml;ber der amerikanischen W&auml;hrung unterbewertet ist. Auf die Frage der W&auml;hrungsmanipulation sagte Thomas Jordan, der Vorsitzende der SNB, k&uuml;rzlich in einem <strong>Interview<\/strong> mit der &bdquo;Schweiz am Wochenende&ldquo;: &bdquo;Interventionen haben nicht die Absicht, unterbewertete W&auml;hrungen auszunutzen. Im Gegenteil geht es mehr darum, die Schweiz vor einer deutlichen &Uuml;berbewertung des Schweizer Franken und den damit einhergehenden Negativeffekten f&uuml;r die Binnenwirtschaft zu sch&uuml;tzen. Die internationalen Beh&ouml;rden sind sich dessen bewusst und erkennen es an.&ldquo;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit Blick auf die Zukunft besteht ein Risiko, dass das US-Finanzministerium die best&auml;ndigen Wechselkursanpassungen der SNB dazu nutzen wird, ein Zeichen mit Signalwirkung zu setzen: Wir sind dazu verpflichtet, unfaire W&auml;hrungspraktiken aggressiv und wachsam zu &uuml;berwachen und zu bek&auml;mpfen. In diesem Fall w&uuml;rde das US-Finanzministerium das Problem mit bilateralen Vereinbarungen angehen. Sollte die Schweiz dann innerhalb eines Jahres keine ausreichenden Ma&szlig;nahmen zur L&ouml;sung des Problems ergreifen, dass k&ouml;nnten die USA unter Umst&auml;nden Strafz&ouml;lle auf Schweizer Importe erheben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die potenziellen Auswirkungen auf den Alpenstaat w&auml;ren beachtlich. Laut der <strong>Bundeszollbeh&ouml;rde<\/strong> hatten die Schweizer Exporte im Jahr 2016 ein Volumen von 210 Mrd. CHF, von denen Exporte im Wert von 35 Mrd. CHF in die USA gingen. Im Vergleich mit den Exporten in H&ouml;he von 94 Mrd. in die Eurozone erscheinen die Exporte in die USA vielleicht nicht besonders hoch, doch &auml;ndert sich das Bild, wenn man die Nettoexporte betrachtet. Die Schweiz hat 2016 G&uuml;ter mit einem Wert von 110 Mrd. CHF aus der Eurozone importiert und hat also im Gegensatz zu dem Handels&uuml;berschuss mit den USA ein Handelsdefizit mit der Eurozone. Die USA war im letzten Jahr mit einem Zuwachs von &uuml;ber 4 Mrd. CHF au&szlig;erdem der am schnellsten wachsende Exportmarkt f&uuml;r die Schweiz, was prim&auml;r an der Pharmaindustrie lag. Die Importe aus den USA stiegen im letzten Jahr ebenfalls. Sie wuchsen um 3 Mrd. CHF, wodurch sich der Handels&uuml;berschuss mit den USA noch erh&ouml;hte.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/content\/uploads\/sites\/3\/2017\/04\/labelDE2.png\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"338\" class=\"alignnone size-full wp-image-4025\" \/> <\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sollte der Trend anhalten, dann k&ouml;nnte f&uuml;r die Schweiz das Risiko auftreten, dass die mit 20 Mrd. USD definierte Obergrenze f&uuml;r einen Handels&uuml;berschuss &uuml;berschritten wird &ndash; das einzige Kriterium in besagtem Bericht, das die Schweiz noch nicht erf&uuml;llt. Bei einer Einstufung der Schweiz als W&auml;hrungsmanipulator w&auml;re es f&uuml;r die SNB umsichtiger, einen Wertzuwachs des Schweizer Franken zuzulassen, um die Einf&uuml;hrung von Strafz&ouml;llen auf Schweizer Exporte in die USA zu vermeiden. Dies w&auml;re unter Umst&auml;nden das kleinere &Uuml;bel, und die Schweiz w&uuml;rde dem Zorn des US-Finanzministeriums entgehen.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<p> Quelle: BONDWorld.ch<\/p><\/div>\n<\/header>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Tschechische Nationalbank (CNB) hat die Bindung an den Euro aufgegeben, ein Thema, &uuml;ber das ich bereits in einem Blog-Artikel am Jahresanfang schrieb.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3680,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[75],"tags":[85],"class_list":["post-2792","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-zentralbanken","tag-mg-international-investments-ltd"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2792","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2792"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2792\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3680"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2792"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2792"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2792"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}