{"id":28629,"date":"2025-05-21T17:51:25","date_gmt":"2025-05-21T15:51:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=28629"},"modified":"2025-05-21T18:09:19","modified_gmt":"2025-05-21T16:09:19","slug":"banque-heritage-was-steckt-wirklich-hinter-swiss-made","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/banque-heritage-was-steckt-wirklich-hinter-swiss-made\/","title":{"rendered":"Banque Heritage : Was steckt wirklich hinter \u00abSwiss Made\u00bb?"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Banque Heritage<\/strong> : Der Home Bias ist die nat\u00fcrliche Tendenz der Investoren, ihren eigenen Markt zu bevorzugen. Es ist ein gut dokumentiertes Konzept der Behavioral Finance.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Onur Von Burg, Managing Director, Member of the Investment Committee, CIIA, Banque Heritage<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Home Bias ist zwar weltweit verbreitet, hat aber in der Schweiz eine besondere Dimension: Hier ist der Aktienmarkt durch eine hohe sektorielle Konzentration gekennzeichnet. Hinter dieser Vorliebe verbirgt sich jedoch eine entscheidende Frage: Investieren Anleger wirklich in die Schweiz, wenn sie den SMI (Swiss Market Index) w\u00e4hlen? Sind die Vorteile des Indexes nicht weitgehend eine nationale Fata Morgana? Der \u00abpatriotische\u00bb Anleger ist weit von dem Schutz entfernt, den er sich vorstellt: W\u00e4hrend der Investor glaubt, sein Portfolio lokal abzusichern, sieht er sich oft globalen Risiken ausgesetzt. Dieser Mythos muss dekonstruiert werden, um die Auswirkungen des Home Bias auf die reale Anlageperformance besser zu verstehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl es heute einfacher ist, \u00fcber ETF-Fonds international zu investieren, legen viele Schweizer Anleger immer noch einen betr\u00e4chtlichen Teil ihres Portfolios in inl\u00e4ndische Aktien an. Diese Vorliebe kommt nicht von ungef\u00e4hr: Sie l\u00e4sst sich durch ein Gef\u00fchl der Vertrautheit, die Wahrnehmung eines geringeren Risikos und den leichteren Zugang zu Informationen erkl\u00e4ren. Wer w\u00fcrde sich nicht durch den Gedanken beruhigt f\u00fchlen, in einheimische Unternehmen zu investieren, deren Produkte allgegenw\u00e4rtig sind und deren Management leichter \u00fcberpr\u00fcft werden kann? Die Anleger haben oft das Gef\u00fchl, dass sie die lokalen Unternehmen, Vorschriften und die wirtschaftliche Dynamik besser verstehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abgesehen von den einfachen Pr\u00e4ferenzen bietet eine Anlage in der Schweiz vor allem f\u00fcr inl\u00e4ndische Anleger erhebliche Vorteile: So wird beispielsweise das W\u00e4hrungsrisiko reduziert, da die Ertr\u00e4ge in Schweizer Franken ausgewiesen werden. Dies ist ein grosser Vorteil, wenn es darum geht, Portfolios vor ung\u00fcnstigen W\u00e4hrungsschwankungen zu sch\u00fctzen. Da der Schweizer Franken als sicherer Hafen gilt, kann dieser Faktor auch zu einer gr\u00f6sseren Portfoliostabilit\u00e4t beitragen, insbesondere angesichts der weltweiten Finanzturbulenzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hohes Konzentrationsrisiko<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit bekannten multinationalen Unternehmen wie Nestl\u00e9, Novartis und Roche bietet die Schweiz einen attraktiven Aktienmarkt f\u00fcr einheimische Anleger, die auf Qualit\u00e4t und Stabilit\u00e4t Wert legen. Diese nationale Pr\u00e4ferenz birgt jedoch erhebliche Risiken der Branchenkonzentration: Der SMI wird von den Sektoren Gesundheitswesen, Konsumg\u00fcter und Finanzen dominiert, die \u00fcber 75 Prozent des Index ausmachen. Allein auf die drei Giganten Nestl\u00e9, Novartis und Roche entf\u00e4llt ein erheblicher Anteil. Diese Struktur f\u00fchrt zu einem hohen Konzentrationsrisiko und zwingt die lokalen Anleger zu einem unverh\u00e4ltnism\u00e4ssig hohen Engagement in einer begrenzten Anzahl von Sektoren und Unternehmen. Dadurch wird die Diversifizierung ihrer Portfolios verringert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie das nachstehende Grafik zeigt, weist der SMI eine viel h\u00f6here Konzentration der drei Hauptkomponenten auf als andere M\u00e4rkte mit \u00e4hnlichen Risiken. Dies kann dazu f\u00fchren, dass Anleger wachstumsstarke Sektoren wie Technologie- oder Kommunikationsdienstleistungen oder geografische Regionen vernachl\u00e4ssigen, die den Inlandsmarkt wahrscheinlich \u00fcbertreffen werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/21-05-25-Banque-Heritage.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-28632\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/21-05-25-Banque-Heritage.png\" alt=\"21-05-25 Banque Heritage\" width=\"424\" height=\"251\" srcset=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/21-05-25-Banque-Heritage.png 424w, https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/21-05-25-Banque-Heritage-300x178.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 424px) 100vw, 424px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: Bloomberg\/Banque Heritage<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Acht Abschl\u00fcsse in Fremdw\u00e4hrung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Schl\u00fcsselfrage im Zusammenhang mit der \u00abnationalen Pr\u00e4ferenz\u00bb ist die wahre \u00abSwissness\u00bb der Ertr\u00e4ge der in der Schweiz kotierten Unternehmen.\u00a0 Ein aufschlussreicher Indikator daf\u00fcr ist die Anzahl der SMI-Unternehmen, die ihre Jahresabschl\u00fcsse in einer Fremdw\u00e4hrung ver\u00f6ffentlichen. Von den 20 Unternehmen des SMI ver\u00f6ffentlichen nur zw\u00f6lf ihre Abschl\u00fcsse in Schweizer Franken. \u00a0Das bedeutet, dass fast die H\u00e4lfte der SMI-Mitglieder aus Unternehmen bestehen, die andere W\u00e4hrungen in Ihren Jahresabschl\u00fcssen eingef\u00fchrt haben. Die meisten entscheiden sich f\u00fcr den US-Dollar, w\u00e4hrend Richemont das einzige Unternehmen ist, das seine Bilanzen in Euro ver\u00f6ffentlicht. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr liegen auf der Hand: Unternehmen wie Novartis oder Logitech erwirtschaften einen Grossteil ihres Umsatzes im Ausland. Nur ein Bruchteil davon wird in Schweizer Franken ausgewiesen. Die Verwendung einer Fremdw\u00e4hrung f\u00fcr die Finanzberichterstattung verringert die durch Wechselkursschwankungen verursachten Verzerrungen und vermeidet Fehlinterpretationen der operativen Leistung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weiterer wichtiger Faktor f\u00fcr die Beurteilung der Swissness der SMI-Mitglieder ist die geografische Verteilung ihrer Ums\u00e4tze. Entgegen der landl\u00e4ufigen Meinung erwirtschaften viele grosse Unternehmen nur einen kleinen Teil ihres Umsatzes in der Schweiz. Gem\u00e4ss Bloomberg-Daten erzielen Unternehmen wie Givaudan, Sonova, Roche und Alcon einen einstelligen Prozentsatz ihres Umsatzes in der Schweiz. Unternehmen wie Swisscom, die rund 75 Prozent ihres Umsatzes auf dem heimischen Markt erzielen, sind eher die Ausnahme als die Regel. Selbst Geberit geh\u00f6rt mit rund elf Prozent des Umsatzes aus der Schweiz im Jahr 2024 zu den Top-Umsatzbringern im Inland. Diese Tatsache stellt den Begriff \u00abSwiss Made\u00bb in Frage und deutet darauf hin, dass die Entwicklung des SMI mehr von den globalen wirtschaftlichen Trends als von denen der Schweizer Wirtschaft beeinflusst wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Diversifizierung ist gef\u00e4hrdet<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nationale Pr\u00e4ferenzen sind oft durch emotionale Gr\u00fcnde oder ein Sicherheitsgef\u00fchl motiviert. Sie k\u00f6nnen das Grundprinzip von Investitionen gef\u00e4hrden: die Diversifizierung. In einer globalisierten Wirtschaft werden die Ertr\u00e4ge der Unternehmen mehr von der globalen Dynamik als von der lokalen Nachfrage beeinflusst. Wer diese Realit\u00e4t ignoriert und sein Portfolio auf den Schweizer Markt konzentriert, setzt sich gewissen Risiken aus und kann ein falsches Gef\u00fchl der Sicherheit vermitteln. Die derzeitige Ungewissheit, die durch die j\u00fcngsten Entscheidungen \u00fcber Z\u00f6lle noch verst\u00e4rkt wird, schw\u00e4cht die Argumente f\u00fcr Schweizer Unternehmen zus\u00e4tzlich, da viele SMI-Unternehmen einen grossen Teil ihres Umsatzes in den USA erwirtschaften<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Investoren in heimische Werte sind zwar durch den Schweizer Franken als sicheren Hafen gesch\u00fctzt. Wie lange k\u00f6nnen sie es sich angesichts des instabilen Wirtschaftsklimas &#8211; das durch Trumps \u00c4usserungen noch versch\u00e4rft wurde &#8211; noch leisten, die Bedeutung einer Diversifizierung ihrer Anlagen \u00fcber die Grenzen der Schweiz hinaus zu \u00fcbersehen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: InvestmentWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Banque Heritage : Der Home Bias ist die nat\u00fcrliche Tendenz der Investoren, ihren eigenen Markt zu bevorzugen. 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