{"id":2901,"date":"2017-06-20T22:00:00","date_gmt":"2017-06-20T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2017\/06\/20\/m-g-acht-kurze-punkte-zur-abwicklung-von-banco-popular\/"},"modified":"2017-06-20T22:00:00","modified_gmt":"2017-06-20T22:00:00","slug":"m-g-acht-kurze-punkte-zur-abwicklung-von-banco-popular","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/m-g-acht-kurze-punkte-zur-abwicklung-von-banco-popular\/","title":{"rendered":"M&#038;G: Acht kurze Punkte zur Abwicklung von Banco Popular"},"content":{"rendered":"<div class=\"top-widget-area\">\n<aside id=\"drew_language_link_widget-2\" class=\"widget drew_language_link_widget\">\n<div class=\"inner\" style=\"text-align: justify;\">\n<header class=\"entry-header\"><\/header>\n<p>Die EZB kann schnell handeln, wenn die Frage im Raum steht, ob eine Bank an den Punkt gelangt ist, wo sie nicht mehr \u00fcberlebensf\u00e4hig ist (Point of non-viability \u2013 PONV) und einen Abwicklungsplan erlassen&#8230;&#8230;<\/p><\/div>\n<\/aside><\/div>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<header class=\"entry-header\">\n<div class=\"widget-title\">\n<div class=\"inner\" style=\"text-align: justify;\"><strong>von&nbsp;<span class=\"byline\">M&amp;G Financial Credit Team <\/span> <span class=\"posted-on\"><a href=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/deutsch\/2017\/06\/15\/anleihen-von-staatsunternehmen\/\" rel=\"bookmark\"><time datetime=\"2017-06-15T13:58:35+00:00\" class=\"entry-date published\"><\/time><\/a><\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schnelligkeit, mit der die Beh\u00f6rden handelten, \u00fcberraschte den Markt. Gleichzeitig ist es immer noch eine Grauzone, wie die Regulierungsbeh\u00f6rde bestimmt, dass eine Bank nicht mehr \u00fcberlebensf\u00e4hig ist (in Anbetracht der Situation bez\u00fcglich einigen der schw\u00e4cheren Banken in Italien).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">EU-Stresstests lassen keine gute Beurteilung \u00fcber die mittelfristige Existenzf\u00e4higkeit von Banken zu. Diese Tatsache ist zwar nicht neu, wenn man aber bedenkt, dass Banco Popular im Stresstest 2016 eine niedrige aber noch im Rahmen liegende Kernkapitalquote von 7,0% aufwies, sollten wir uns dies noch einmal in Erinnerung rufen. Gleicherma\u00dfen ist auch eine hohe Liquidit\u00e4tsdeckung (Liquidity Coverage Ratio \u2013 LCR) in Anbetracht eines Ansturms auf die Einlagen (die LCR von Banco Popular lag mit 146% weit \u00fcber der gesetzlichen Mindestanforderung von 100%) nur ein schwacher Trost.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Hinblick auf die Umwandlungstrigger f\u00fcr das erg\u00e4nzende Kernkapital stellt der Punkt, wo eine Bank nicht mehr \u00fcberlebensf\u00e4hig ist, verglichen mit einer zu niedrigeren Kapitaldeckung den wahrscheinlicheren Ausl\u00f6ser f\u00fcr eine Umwandlung\/Abschreibung dar, wodurch der Unterschied von High-Trigger zu Low-Trigger CoCo-Bonds weniger relevant wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bewertungen der Verm\u00f6genswerte einer Bank sinken normalerweise rapide, sobald eine Bank als nicht mehr existenzf\u00e4hig eingestuft wird. In der Vergangenheit fielen die Verluste f\u00fcr Investoren, ob nun aufgrund von Signaleffekten oder aufgrund von konservativen Anreizen seitens der Aufsichtsbeh\u00f6rden, wesentlich h\u00f6her aus als die Markterwartungen, was zu einer Abwicklung oder einem Bail-out f\u00fchrte (ein weiteres Beispiel ist die Novo Banco in Portugal).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Stresssituationen unterscheiden sich Verluste des Erg\u00e4nzungskapitals (Tier-2-Kapital) vermutlich kaum von denen des zus\u00e4tzlichen Kernkapitals (AT-1-Kapital). Die schnelle und vollst\u00e4ndige Abschreibung des Erg\u00e4nzungskapitals hebt die potenziell wenig beneidenswerte Position von Tier-2-Anlegern hervor. Wir sagen damit nicht, dass beide Varianten mit denselben Risiken verbunden sind (anders als das Erg\u00e4nzungskapital weist das zus\u00e4tzliche Kernkapital viele Eigenschaften des Aktienkapitals auf wie diskretion\u00e4re Aussch\u00fcttungen und die M\u00f6glichkeit, die Dauer unbegrenzt auszuweiten), wenn aber der Punkt erreicht ist, wo eine Bank nicht mehr \u00fcberlebensf\u00e4hig ist, bietet das Tier-2-Kapital Anlegern kaum mehr Sicherheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwischen dem PONV und einer Abwicklung liegt ein schmaler Grat \u2013 Auch \u201eNon-Preferred\u201c-Senior-Bonds sind so konzipiert, dass sie Verluste tragen. Obwohl \u201eNon-Preferred\u201c-Senior-Bonds ein Instrument der Abwicklung sind, nicht des PONV, ist es sehr wahrscheinlich, dass, wenn eine Bank an den Punkt gelangt, wo sie nicht mehr \u00fcberlebensf\u00e4hig ist, ein Abwicklungsprozess beschlossen wird und die \u201eNon-Preferred\u201c-Senior-Bonds gezogen werden. Es gibt Szenarien, in denen eine Umwandlung von nachrangigen Schuldverschreibungen ausreichen k\u00f6nnte, um eine Bank vor dem Abwicklungsprozess zu bewahren, dies h\u00e4ngt jedoch von dem Umfang de Verluste sowie von der individuellen Situation ab. Angesichts des oben genannten Aspekts bez\u00fcglich der Bewertungen sind wir der Auffassung, dass die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr eine Abwicklung infolge des PONV ziemlich hoch ist. In diesem Fall gab es zwar keine ausstehenden \u201eNon-Preferred\u201c-Senior-Bonds, aber h\u00e4tte es sie gegeben, h\u00e4tten sie mit einer ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit Verluste davongetragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch, wenn vorrangige Anleihen in diesem Fall verschont blieben, bedeutet das unserer Einsch\u00e4tzung nach nicht, dass Regulierungsbeh\u00f6rden alles daransetzen werden, in zuk\u00fcnftigen F\u00e4llen Verluste f\u00fcr Verbindlichkeiten, die sich im Notfall in Eigenkapital umwandeln lassen, zu vermeiden. Wahrscheinlicher ist es, dass Regulierungsbeh\u00f6rden versuchen werden, vorrangige Anleihen mit gleichem Rang wie Einlagen oder anderen vorrangigen Verbindlichkeiten im Namen einer \u201esauberen\u201c Abwicklung und der finanziellen Stabilit\u00e4t zu sch\u00fctzen, da es einfacher f\u00fcr sie ist, Verbindlichkeiten heranzuziehen, die sich in der Rangfolge unterhalb der Einlagen befinden (z.B. Deutsche vorrangige Anleihen, HoldCo-Anleihen, Non-Preferred-Senior-Bonds) und wir sollten nicht davon ausgehen, dass diese gesch\u00fctzt sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es bleiben Fragen zu dem Grundsatz, dass \u201ekein Gl\u00e4ubiger schlechter gestellt ist als im Fall einer Liquidation\u201c, da nicht klar ist, wie die Inhaber nachrangiger Anleihen von Banco Popular im Fall einer Liquidation behandelt worden w\u00e4ren.&nbsp; Sie k\u00f6nnten davon ausgehen, dass die R\u00fcckstellungen von Santander f\u00fcr die notleidenden Kredite von Banco Popular zu konservativ sind (sie f\u00fchren zu wesentlich h\u00f6heren Deckungsgraden im Vergleich zur durchschnittlichen spanischen Bank \u2013 auch wenn der Durchschnitt wom\u00f6glich keine angemessene Benchmark ist) und gerichtlich dagegen vorgehen. In Ihrer Kommunikation hinsichtlich Banco Popular erw\u00e4hnten EZB\/SRB (das Abwicklungsgremium des einheitlichen Bankenabwicklungsmechanismus) den Grundsatz zur Gl\u00e4ubigerstellung nicht, was Fragen dazu aufwirft, wie sie mit dieser Anforderung umgegangen sind.<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div class=\"inner\" style=\"text-align: justify;\">Quelle: BONDWorld.ch<\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/header>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EZB kann schnell handeln, wenn die Frage im Raum steht, ob eine Bank an den Punkt gelangt ist, wo sie nicht mehr \u00fcberlebensf\u00e4hig ist (Point of non-viability \u2013 PONV) und einen Abwicklungsplan erlassen&#8230;&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3757,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[85],"class_list":["post-2901","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse","tag-mg-international-investments-ltd"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2901","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2901"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2901\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3757"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2901"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2901"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2901"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}