{"id":2904,"date":"2017-06-22T05:00:00","date_gmt":"2017-06-22T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2017\/06\/22\/bantleon-ezb-wird-der-fed-folgen\/"},"modified":"2017-06-22T05:00:00","modified_gmt":"2017-06-22T05:00:00","slug":"bantleon-ezb-wird-der-fed-folgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/bantleon-ezb-wird-der-fed-folgen\/","title":{"rendered":"Bantleon: EZB wird der Fed folgen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Die Notenbanken haben zuletzt unterschiedlich auf die schwachen Inflationszahlen reagiert&#8230;&#8230;.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>von <span class=\"name\">Dr. Daniel Hartmann&nbsp; <\/span><span class=\"adress\"><\/span>Senior Analyst Economics Research<br \/><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend die Fed scheinbar unbeirrt an ihrem vorsichtigen Straffungskurs festh\u00e4lt, z\u00f6gert die EZB noch. Aus unserer Sicht d\u00fcrfte indes im kommenden Jahr auch in der Eurozone kein Weg am Ausstieg aus der ultraexpansiven Geldpolitik vorbeif\u00fchren. Nicht nur deshalb, weil die Wirtschaft der Eurozone mittlerweile auf einem solideren Fundament steht, dar\u00fcber hinaus werden auch die verf\u00fcgbaren Anleihen zur ordnungsgem\u00e4ssen Durchf\u00fchrung des QE-Programms knapp. Wir gehen daher davon aus, dass die EZB 2018 die Anleihenk\u00e4ufe schrittweise auf null zur\u00fcckf\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die USA, Japan und Europa sehen sich derzeit mit einem \u00e4hnlichen wirtschaftlichen Umfeld konfrontiert: Auf der einen Seite f\u00e4llt das Wachstum robust aus und treibt die Arbeitslosigkeit auf mehrj\u00e4hrige Tiefstst\u00e4nde. Auf der anderen Seite ist der Preisdruck gering und die Kerninflation verharrt auf vergleichsweise tiefem Niveau. Die Notenbanken haben darauf zuletzt unterschiedlich reagiert. W\u00e4hrend die Fed ihren Straffungskurs unbeirrt fortsetzte, z\u00f6gern die Japaner und Europ\u00e4er den Ausstieg weiter hinaus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So hat sich die US-Notenbank am vergangenen Mittwoch von den j\u00fcngsten schwachen Inflationszahlen nicht aus dem Konzept bringen lassen. Die W\u00e4hrungsh\u00fcter haben nicht nur den Leitzins zum vierten Mal angehoben, sondern ganz klar zum Ausdruck gebracht, dass sie noch in diesem Jahr damit beginnen, die Notenbankbilanz zu verkleinern. Die Fed vertraut dabei auf den klassischen Inflationsprozess: Fallende Arbeitslosenzahlen f\u00fchren fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zu st\u00e4rkeren Lohnzuw\u00e4chsen, die sich wiederum in beschleunigten Preissteigerungsraten niederschlagen. Zu bedenken gilt dabei, dass die Fed speziell die Prognosen f\u00fcr die Arbeitslosenraten erneut nach unten korrigiert hat (f\u00fcr die Jahre 2018\/2019 von 4,5% auf 4,2%). Mit anderen Worten, die Knappheiten am Arbeitsmarkt werden noch gr\u00f6sser als bislang eingesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Eurozone sinken die Arbeitslosenraten ebenfalls schneller als gedacht. F\u00fcr die W\u00e4hrungsunion insgesamt lag die Quote im April bei 9,3% und damit bereits deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt (9,8%). Mario Draghi verwies dennoch Anfang Juni stur auf die tiefe Kerninflation, um den anhaltend expansiven Kurs der Geldpolitik zu rechtfertigen. Dies ist aber nur die halbe Wahrheit. Bei genauerem Hinsehen sind die Unterschiede zwischen den Notenbanken gar nicht so gross. Auch die EZB hat den Ausstieg bereits eingeleitet (Senkung der monatlichen Wertpapierk\u00e4ufe von 80 auf 60 Mrd. EUR) und klar gemacht, dass der H\u00f6hepunkt der akkommodierenden Geldpolitik vorbei ist \u2013 sprich, die Leitzinsen nicht mehr weiter gesenkt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn die Konjunktur in den kommenden Quartalen nicht allzu sehr nachgibt, wird die EZB den Exit weiter vorantreiben. Unter anderem d\u00fcrfte sie im Herbst einen Plan zur R\u00fcckf\u00fchrung der Anleihenk\u00e4ufe vorlegen. Im Endeffekt ist auch f\u00fcr die EZB entscheidend: Steht die Wirtschaft der Eurozone auf solidem Fundament oder nicht? Wird dies 2018 bejaht (= f\u00fcnftes Aufschwungsjahr in Folge), dann werden die W\u00e4hrungsh\u00fcter das QE-Programm beenden. Ob die Kerninflation bei 1,0%, 1,5% oder 2,0% liegt, d\u00fcrfte dann zweitrangig sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies gilt umso mehr, als die Kollateralsch\u00e4den von Negativzinsen und aufgebl\u00e4hten Notenbankbilanzen immer st\u00e4rker ins Blickfeld geraten. Auch den meisten Notenbankern der EZB ist klar, dass mit zunehmender Dauer des geldpolitischen Experiments die Ertragsprobleme der Banken gr\u00f6sser werden und die Gefahren einer Verm\u00f6genspreisinflation und von Fehlallokationen in der Realwirtschaft steigen. Es stellt sich \u00fcberdies die Frage, was die EZB macht, wenn es in den n\u00e4chsten Jahren zu einer schweren Rezession kommt und die Leitzinsen immer noch unter null liegen. Ganz zu schweigen davon, dass die Notenbank 2018 wachsende Schwierigkeiten bekommen wird, ausreichend Anleihen zu finden, wenn sie das aktuelle Ankauftempo beibeh\u00e4lt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alles in allem f\u00fchrt kein Weg am Ausstieg vorbei. 2018 d\u00fcrfte Mario Draghi alle Argumente auf seiner Seite haben, um das QE-Programm auslaufen zu lassen. Dies h\u00e4tte den Nebeneffekt, dass er sein Haus 2019 ordnungsgem\u00e4ss \u00fcbergeben k\u00f6nnte und nicht alle Aufr\u00e4umarbeiten seinem Nachfolger \u00fcberlassen m\u00fcsste.<\/p>\n<div class=\"nospace\">&nbsp;<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n<article class=\"article\"><\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Notenbanken haben zuletzt unterschiedlich auf die schwachen Inflationszahlen reagiert&#8230;&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3806,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[75],"tags":[91],"class_list":["post-2904","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-zentralbanken","tag-bantleon-bank-ag"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2904","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2904"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2904\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3806"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2904"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2904"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2904"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}