{"id":29067,"date":"2025-07-21T12:31:24","date_gmt":"2025-07-21T10:31:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=29067"},"modified":"2025-07-21T12:35:43","modified_gmt":"2025-07-21T10:35:43","slug":"allianzgi-ezb-duerfte-zinsen-bei-ihrer-juli-sitzung-unveraendert-lassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianzgi-ezb-duerfte-zinsen-bei-ihrer-juli-sitzung-unveraendert-lassen\/","title":{"rendered":"AllianzGI: EZB d\u00fcrfte Zinsen bei ihrer Juli-Sitzung unver\u00e4ndert lassen"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\">AllianzGI: Handelskonflikte zwischen USA und EU f\u00fchren zu Unsicherheit \u00fcber kurzfristige Geldpolitik.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><b>von Michael Krautzberger, CIO Public Markets bei AllianzGI<\/b><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>EZB d\u00fcrfte Zinsen bei ihrer Juli-Sitzung unver\u00e4ndert lassen; Handelskonflikte zwischen USA und EU f\u00fchren zu Unsicherheit \u00fcber kurzfristige Geldpolitik<\/b><\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">Wir gehen davon aus, dass die Europ\u00e4ische Zentralbank bei ihrer Sitzung am 24. Juli eine Pause bei den Zinssenkungen einlegen und den Einlagensatz bei 2,0 % belassen wird.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Die EZB hat den Einlagensatz seit dem H\u00f6chststand im letzten Jahr um 200 Basispunkte gesenkt, da die Inflation in Richtung Zielwert zur\u00fcckgegangen ist, und damit dazu beigetragen, die Auswirkungen der seit Jahresbeginn bestehenden Unsicherheit in der Handelspolitik abzufedern.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Eine Eskalation der Handelsspannungen zwischen den USA und der EU bleibt das gr\u00f6\u00dfte kurzfristige Risiko f\u00fcr die Euro-Wirtschaft, insbesondere angesichts der erneuten Zollandrohungen der Trump-Regierung.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Die Umfragedaten f\u00fcr den Euroraum haben sich jedoch von den durch die Z\u00f6lle bedingten Talsohlen im April erholt, und die Inflation liegt wieder in der N\u00e4he des Inflationsziels der EZB.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Da die mittelfristigen Inflationsprognosen der EZB \u00fcber den gesamten Prognosehorizont hinweg eng um den Zielwert liegen, bleibt die EZB sensibel f\u00fcr Abw\u00e4rtsrisiken. Die M\u00e4rkte f\u00fcr langfristige Zinsen preisen derzeit etwas mehr als eine weitere Zinssenkung in diesem Zyklus ein, was leicht unter unserer Prognose von zwei Senkungen liegt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Angesichts der makro\u00f6konomischen und politischen Rahmenbedingungen in den jeweiligen Volkswirtschaften bevorzugen wir ein Engagement in Euro gegen\u00fcber dem US-Dollar.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Wirtschaft der Eurozone wuchs im ersten Quartal um 0,6 % gegen\u00fcber dem Vorquartal (+1,5 % gegen\u00fcber dem Vorjahr) und damit so schnell wie seit Ende 2022 nicht mehr.<\/strong> Insbesondere die Belebung der Binnennachfrage und die Exporte in die USA vor den erwarteten Z\u00f6llen kurbelten die Wirtschaft zu Jahresbeginn kr\u00e4ftig an. Der aktuelle Marktkonsens f\u00fcr das BIP-Wachstum im Euroraum in den Jahren 2025 und 2026 liegt jedoch trotz der geldpolitischen Lockerung im letzten Jahr und der fiskalischen Lockerung in Deutschland, die die Wachstumsaussichten f\u00fcr den Euroraum bis Ende 2025 und bis ins Jahr 2026 st\u00fctzen d\u00fcrfte, weiterhin bei etwa 1 %.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Hauptgrund f\u00fcr die ged\u00e4mpften Hoffnungen auf eine nachhaltigere wirtschaftliche Erholung in der Region ist die Unsicherheit, die durch die Handelspolitik der USA ausgel\u00f6st wurde.<\/strong> Die j\u00fcngste Eskalation des Zollstreits ist die Drohung von Pr\u00e4sident Trump, ab August Z\u00f6lle in H\u00f6he von 30 % auf EU-Exporte zu erheben. Sollten jedoch im n\u00e4chsten Monat Fortschritte bei den Handelsverhandlungen zwischen den USA und der EU erzielt werden und die Risiken von Vergeltungsma\u00dfnahmen der EU schwinden, k\u00f6nnten Anleger beginnen, einige Abw\u00e4rtsrisiken f\u00fcr das Wachstum in der Region aus ihren Bewertungen auszupreisen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Unterdessen verbessern sich die Inflationsaussichten f\u00fcr den Euroraum weiter.<\/strong> Die Gesamt- sowie die Kerninflationsrate liegt mit 2,0 % bzw. 2,3 % im Jahresvergleich nahe dem Inflationsziel der EZB. Zu dem disinflation\u00e4ren Trend tragen die nachlassende Lohninflation, der Wettbewerbsdruck durch chinesische Importe \u2013 China leitet seine Lieferungen vom US-Markt in die EU um \u2013 und die seit der letzten Sitzung um weitere 3 % aufgewertete Euro-W\u00e4hrung bei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Nach der letzten Zinssenkung im Juni haben einige Mitglieder des EZB-Rats einen vorsichtigeren Ton hinsichtlich k\u00fcnftiger geldpolitischer Lockerungsma\u00dfnahmen angeschlagen.<\/strong> Dies deutet darauf hin, dass die grundlegende Haltung nun auf die Beibehaltung der aktuellen Politik ausgerichtet ist. Allerdings k\u00f6nnten negative \u00dcberraschungen im Hinblick auf das Wirtschaftswachstum (zum Beispiel Handelsspannungen oder steigende Anleiherenditen) und bei der Inflation (etwa ein starker Euro) eintreten und die ausgewogenen Inflationsprognosen nach unten dr\u00fccken. Dies w\u00fcrde die EZB dazu veranlassen, in diesem Jahr weitere Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte durchzuf\u00fchren, bevor der Optimismus hinsichtlich der finanzpolitischen Ma\u00dfnahmen in Europa (insbesondere in Deutschland) wieder \u00fcberwiegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir glauben, dass das Wachstums- und Inflationsumfeld im Euroraum sowie die orthodoxe Geldpolitik eine relative Outperformance europ\u00e4ischer Staatsanleihen gegen\u00fcber US-Anleihen beg\u00fcnstigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: InvestmentWorld.ch<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>AllianzGI: Handelskonflikte zwischen USA und EU f\u00fchren zu Unsicherheit \u00fcber kurzfristige Geldpolitik.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":28489,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":null,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"default","_twitter_share_type":"default","_linkedin_share_type":"default","_pinterest_share_type":"default","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"default","_medium_share_type":"default","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":null,"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[75],"tags":[888,189],"class_list":["post-29067","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-zentralbanken","tag-allianzgi","tag-ezb"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29067","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=29067"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29067\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":29069,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29067\/revisions\/29069"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/28489"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=29067"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=29067"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=29067"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}