{"id":2951,"date":"2017-07-18T05:00:00","date_gmt":"2017-07-18T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2017\/07\/18\/invesco-chefoekonom-sieht-aufwaertspotenzial-fuer-risikoanlagen-durch-ausgedehnten-globalen-aufschwung-18-07"},"modified":"2017-07-18T05:00:00","modified_gmt":"2017-07-18T05:00:00","slug":"invesco-chefoekonom-sieht-aufwaertspotenzial-fuer-risikoanlagen-durch-ausgedehnten-globalen-aufschwung-18-07","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/invesco-chefoekonom-sieht-aufwaertspotenzial-fuer-risikoanlagen-durch-ausgedehnten-globalen-aufschwung-18-07\/","title":{"rendered":"Invesco-Chef\u00f6konom sieht Aufw\u00e4rtspotenzial f\u00fcr Risikoanlagen durch ausgedehnten globalen Aufschwung"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-meta\" style=\"text-align: justify;\">\n<div class=\"top-widget-area\">\n<aside id=\"drew_language_link_widget-2\" class=\"widget drew_language_link_widget\">\n<div class=\"inner\">\n<header class=\"entry-header\"><\/header>\n<aside id=\"drew_language_link_widget-2\" class=\"widget drew_language_link_widget\">\n<div class=\"inner\">Die durch den Trump-Sieg ausgel\u00f6ste \u201eReflation-Rallye\u201c dauert zwar an, hat aber inzwischen weniger mit etwaigen Trump-Effekten, als mit dem zugrundeliegenden Konjunkturaufschwung in den USA zu tun, meint John Greenwood, Chef\u00f6konom von Invesco. \u201eIch halte es f\u00fcr denkbar, dass der Aufschwung in den USA noch mehrere Jahre andauert&#8230;&#8230;<\/div>\n<\/aside><\/div>\n<\/aside><\/div>\n<\/p><\/div>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<header class=\"entry-header\">\n<div class=\"inner\">\n<div class=\"inner\">\n<p><strong>John Greenwood, Chef\u00f6konom von Invesco<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>Das w\u00e4re eine gute Grundlage f\u00fcr weitere Kursgewinne von Aktien, Immobilien und sonstigen Risikoanlagen, da sich das h\u00f6here BIP bzw. die h\u00f6heren Gesamtausgaben auch in h\u00f6heren Unternehmensgewinnen und Haushaltseinkommen niederschlagen werden\u201c, schreibt er in seinem viertelj\u00e4hrlichen Markt- und Wirtschaftsausblick f\u00fcr Q3 2017. An den Rohstoffm\u00e4rkten sieht Greenwood f\u00fcr den Rest des Jahres 2017 nur begrenztes Aufw\u00e4rtspotenzial, da die starke Ausweitung der Schiefer\u00f6lproduktion in den USA den \u00d6lpreis belaste und es bislang nicht danach aussehe, dass US-Pr\u00e4sident Trumps geplantes Infrastrukturinvestitionsprogramm in absehbarer Zeit umgesetzt wird.<\/p><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div class=\"inner\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Als gr\u00f6\u00dften einzelnen Risikofaktor, der dem Szenario eines andauernden Aufschwungs in den USA mit positiven Folgen f\u00fcr Risikoanlagen entgegenstehen k\u00f6nnte, nennt der \u00d6konom eine zu starke Straffung der Finanzkonditionen durch die US-amerikanische Notenbank (Fed) \u2013 nicht durch Zinserh\u00f6hungen, sondern durch eine Eind\u00e4mmung des Kreditwachstums im privaten Sektor. Dazu k\u00f6nne es kommen, wenn die Fed ihre Bilanz wieder verk\u00fcrzt. Greenwood geht davon aus, dass die Fed die Zinsen in diesem Jahr noch einmal anheben und im Oktober oder November mit der R\u00fcckf\u00fchrung ihrer Bilanz beginnen wird. \u201eVerk\u00e4ufe von 50 Milliarden US-Dollar an zus\u00e4tzlichen Schuldtiteln pro Monat k\u00f6nnten zu h\u00f6heren langfristigen Zinsen und restriktiveren Finanzkonditionen f\u00fchren und das Bankkredit- und Geldwachstum d\u00e4mpfen. Daher wird die Fed vorsichtig vorgehen m\u00fcssen\u201c, so Greenwood.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der US-Wirtschaft stellt er f\u00fcr dieses Jahr ein reales BIP-Wachstum von 2,1% gegen\u00fcber dem Vorjahr in Aussicht, gefolgt von 2,4% im Jahr 2018. Um das von Pr\u00e4sident Trump avisierte reale BIP-Wachstum von \u201emindestens 3,5% und bis zu 4%\u201c zu erreichen, br\u00e4uchte es aber au\u00dfergew\u00f6hnliche Impulse durch deutlich st\u00e4rkere harte Indikatoren wie die Unternehmensgewinne und -ums\u00e4tze oder die Industrieproduktion, die zuletzt schwach ausfielen. Zu den Ma\u00dfnahmen, von denen m\u00f6gliche Impulse ausgehen k\u00f6nnten, geh\u00f6ren die von Trump geplante Abschaffung des Dodd-Frank Act, um die Bankenregulierung zur\u00fcckzudrehen, sowie seine Infrastrukturpl\u00e4ne. \u201eFalls diese Ver\u00e4nderungen nebenbei auch zu einem schnelleren Geld- und Kreditwachstum f\u00fchren sollten, w\u00e4re durchaus denkbar, dass nominale Indikatoren wie das um Lager\u00e4nderungen bereinigte BIP, das nominale BIP und die Unternehmensgewinne st\u00e4rker anziehen. Bislang ist davon aber wenig zu sehen\u201c, so der Invesco-Chef\u00f6konom. Zudem werde ein anhaltender R\u00fcckgang des \u00d6lpreises im weiteren Jahresverlauf vermutlich zu schw\u00e4cheren Investitionsausgaben f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unterdessen strahlt die Erholung in den USA inzwischen auch auf andere Regionen ab und hat zum Beispiel einen gro\u00dfen Anteil an der Aufhellung in Europa, Japan und anderen asiatischen L\u00e4ndern. In der Eurozone hat das Wachstum mehr Fahrt aufgenommen. Zudem wurde die H\u00fcrde wichtiger Wahlen erfolgreich genommen \u2013 eine Gef\u00e4hrdung der W\u00e4hrungsunion durch erstarkte populistische Bewegungen ist ausgeblieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie in den USA hat sich die Stimmung in der Eurozone schneller aufgehellt als die harten Konjunkturdaten. Als fortdauerndes Problem identifiziert der Chef\u00f6konom von Invesco hier die von der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) gew\u00e4hlte QE-Strategie \u2013 den Wertpapierankauf von Banken an Stelle von Nicht-Banken. Dadurch werde die Kaufkraft der privaten Haushalte und Unternehmen nicht gest\u00e4rkt. Greenwood rechnet in der Eurozone im Gesamtjahr 2017 mit einem realen BIP-Wachstum von 1,7%.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seine BIP-Wachstumsprognose f\u00fcr Gro\u00dfbritannien betr\u00e4gt nur 1,4%, da hier inzwischen die negativen Folgen des Brexit-Votums zu sp\u00fcren seien. Greenwood geht davon aus, dass das Pfund und die britischen Staatsanleiherenditen unmittelbar auf jeden Fort- und R\u00fcckschritt in den jetzt anstehenden zweij\u00e4hrigen Verhandlungen zwischen den EU-27 und Gro\u00dfbritannien reagieren und sich dementsprechend volatil zeigen werden. W\u00e4hrend die durch die Pfund-Abwertung importierte Inflation die realen Verbraucherausgaben d\u00e4mpfe, werde die allgemeine Verunsicherung \u00fcber das Austrittsverfahren die ausl\u00e4ndischen Direktinvestitionen bremsen. Dabei sieht Greenwood die Bank of England (BoE) vor einem Dilemma: Da die im August 2016 umgesetzten Ma\u00dfnahmen zur St\u00e4rkung der Kreditvergabe die importierte Inflation durch eine zus\u00e4tzliche Teuerung im Inland verst\u00e4rken k\u00f6nnten, m\u00fcsse die BoE einerseits die Kreditkonditionen versch\u00e4rfen. Andererseits m\u00f6chte sie aber die Zinsen niedrig halten, um die Investitionst\u00e4tigkeit und Besch\u00e4ftigung f\u00fcr die Dauer der Brexit-Verhandlungen zu st\u00fctzen. Greenwood zufolge wird das j\u00fcngste Kreditwachstum der BoE fr\u00fcher oder sp\u00e4ter keine Wahl lassen, als die Zinsen anzuheben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Japan ist die Wirtschaft zuletzt etwas kr\u00e4ftiger gewachsen. Die Inflationsrate liegt aber weiter deutlich unter 2%. Dies zeige, dass die gemeinsamen Ma\u00dfnahmen von Premierminister Abe und Zentralbankgouverneur Kuroda ihre Ziele verfehlt h\u00e4tten. Auch hier sei ein wichtiger Grund, dass die Bank of Japan (BoJ), wie die EZB, Verm\u00f6genswerte von Banken an Stelle des privaten Nicht-Banken-Sektors angekauft habe. Damit setze die BOJ effektiv darauf, dass die Banken Kredite und damit Einlagen schaffen. Dadurch habe sich das Wachstum der japanischen Geldmenge M2 bei weitem nicht schnell genug beschleunigt, um zu nennenswerter Inflation oder Wachstum zu f\u00fchren. Greenwood rechnet 2017 in Japan mit einem durchschnittlichen realen BIP-Wachstum von 1,1%. Dabei werde eine gewisse Abwertung des Yen die Gesamtinflationsrate auf 0,5% anheben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um die Wirtschaft im Vorfeld des Nationalen Volkskongresses im Herbst in der Spur zu halten, wechselt China unterdessen weiter zwischen einer Straffung und Lockerung der Kreditkonditionen hin und her. W\u00e4hrend sich die Au\u00dfenhandelszahlen zuletzt leicht verbessert haben, begrenzen die \u00dcberkapazit\u00e4ten in Basisindustrien wie Kohle und Stahl sowie die faulen Kredite im Banksystem das Investitionswachstum. F\u00fcr das Gesamtjahr erwartet Greenwood in China ein reales BIP-Wachstum von 6,5%.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da China das bei weitem gr\u00f6\u00dfte Schwellenland und der gr\u00f6\u00dfte Rohstoffk\u00e4ufer am Weltmarkt ist, ist f\u00fcr viele Rohstoffexporteure in Schwellen- und Industriel\u00e4ndern sehr wichtig, ob die chinesischen Importe steigen. \u201eSollte es China in den n\u00e4chsten ein bis zwei Jahren gelingen, die Wirtschaft auf einen stetigen Erholungspfad zu lenken, wird sich der Ausblick f\u00fcr diese rohstoffexportierenden Volkswirtschaften deutlich verbessern\u201c, sagt Greenwood. \u201eAngesichts der anhaltend unterdurchschnittlichen Erholung in den entwickelten Volkswirtschaften des Westens k\u00f6nnte es China aber alleine nicht gelingen, als globale Lokomotive f\u00fcr alle rohstoffproduzierenden L\u00e4nder zu dienen.\u201c Die realen Wachstumsraten in L\u00e4ndern wie S\u00fcdkorea, Taiwan und Hongkong, die generell niedriger sind als in der Vergangenheit, spiegeln die Herausforderungen wider, denen sich alle exportorientierten Volkswirtschaften gegen\u00fcbersehen, wenn der globale Handel nur schleppend w\u00e4chst.<\/p>\n<p> Quelle: BONDWorld<\/p><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/header>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die durch den Trump-Sieg ausgel\u00f6ste \u201eReflation-Rallye\u201c dauert zwar an, hat aber inzwischen weniger mit etwaigen Trump-Effekten, als mit dem zugrundeliegenden Konjunkturaufschwung in den USA zu tun, meint John Greenwood, Chef\u00f6konom von Invesco. \u201eIch halte es f\u00fcr denkbar, dass der Aufschwung in den USA noch mehrere Jahre andauert&#8230;&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4076,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[100],"class_list":["post-2951","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse","tag-invesco-asset-management-schweiz-ag"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2951","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2951"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2951\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4076"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2951"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2951"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2951"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}