{"id":29538,"date":"2025-10-27T10:17:51","date_gmt":"2025-10-27T09:17:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=29538"},"modified":"2025-10-27T10:46:01","modified_gmt":"2025-10-27T09:46:01","slug":"st-galler-kantonalbank-kein-grund-fuer-negativzinsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/st-galler-kantonalbank-kein-grund-fuer-negativzinsen\/","title":{"rendered":"St. Galler Kantonalbank : Kein Grund f\u00fcr Negativzinsen"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\">St. Galler Kantonalbank :\u00a0 Die SNB betont regelm\u00e4ssig, dass sie keine Negativzinsen m\u00f6chte. Die Finanzm\u00e4rkte scheinen ihr diesbez\u00fcglich aber nicht trauen.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Thomas Stucki ist CIO der St. Galler Kantonalbank<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein R\u00fcckgang des Euro\/Franken-Wechselkurses von 93 Rappen auf 92 Rappen hat gen\u00fcgt, die Spekulationen auf Negativzinsen erneut anzuheizen. EinzelneAnalysten, vorzugsweise aus dem angels\u00e4chsischen Raum, schlagen in die\u00a0 gleiche Kerbe. Die Renditen der Eidgenossen-Anleihen sind bis zu Laufzeiten von 5 Jahren unter null gefallen. Die 10-j\u00e4hrige Anleihe des Bundes rentiert nur noch 0.15%, verglichen mit den 0.47% vom August. Der 3-j\u00e4hrige Swapzins ist nun ebenfalls negativ. Zumindest in den Saron- Futures zeigt sich die Erwartung von Negativzinsen nicht st\u00e4rker als zuvor. Negativzinsen werden dort nicht ausgeschlossen, aber auch nicht als gegeben betrachtet. \u00d6konomische Gr\u00fcnde f\u00fcr eine weitere Zinssenkung derSNB gibt es jedoch keine.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schweizer Wirtschaft ist zweigeteilt. Die Industrie leidet unter den US-Z\u00f6llen und der schwachen deutschen Autoindustrie. Der Binnenmarkt l\u00e4uft dagegen gut. Gebaut wird praktisch \u00fcberall, der Tourismus boomt und die Leute konsumieren. Der vorausschauende KOF-Konjunkturindikator deutet mit 98.0 Punkten ein unterdurchschnittliches BIP-Wachstum an, ist aber von einem Rezessionsniveau weit entfernt. Noch tiefere Zinsen in der Schweiz l\u00f6sen weder den Handelsstreit mit den USA noch helfen sie den deutschen Autobauern auf die Beine. Die Zinskosten sind auch f\u00fcr die Industrie kein Grund zur Sorge.<\/p>\n<p><strong>Gefahr einer Deflation ist gering<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Inflationsrate ist mit 0.2% nicht weit von der Nulllinie entfernt. Dennoch ist die Gefahr gering, dass die Inflation dauerhaft und deutlich in den deflation\u00e4ren Bereich f\u00e4llt. W\u00e4hrend die G\u00fcter und Waren billiger werden, steigen die Preise der Dienstleistungen mit 1.4% immer noch deutlich an. Der Preisanstieg in diesem Bereich hat zuletzt wieder zugenommen. Der Preisr\u00fcckgang bei den Waren ist zudem von aussen getrieben, vor allem von den Energiepreisen, die um \u00fcber 6% tiefer sind als vor einem Jahr. Auf letztere hat die SNB nur einen<br \/>\ngeringen Einfluss. Mit noch tieferen Zinsen in der Schweiz steigt die globale Nachfrage nach Erd\u00f6l nicht. Allenfalls wird der Franken etwas billiger, was sich in h\u00f6heren Importpreisen auswirkt.<\/p>\n<p><strong>Franken ist stark, aber keine Belastung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Franken ist seit dem Sommer handelsgewichtet 2% teurer geworden, nachdem zuletzt der Euro unter dem Eindruck der chaotischen Politik in Frankreich geschw\u00e4chelt hat. Die Aufwertung im ersten Halbjahr war der Schw\u00e4che des US-Dollars geschuldet, der gegen\u00fcber allen W\u00e4hrungen eingebrochen ist. In einem solchen Umfeld interessiert sich kein Devisenh\u00e4ndler und kein Anleger f\u00fcr die Zinsen in der Schweiz. Man darf auch nicht vergessen, dass der Franken im letzten Jahr schw\u00e4cher geworden ist. Trotz des Dollar-Einbruchs und der k\u00fcrzlichen Euroschw\u00e4che ist der Franken im Vergleich zu Anfang 2024 nur um 2% teurer. Ein Anstieg, den der Inflationsvorteil f\u00fcr die Unternehmen mehr als kompensiert hat. Dass die Inflationsdifferenz zu den USA und zur Eurozone in n\u00e4chster Zeit markant geringer wird, ist unwahrscheinlich.<\/p>\n<p><strong>Negativzinsen l\u00f6sen kein Problem, schaffen aber neue<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Senkung des Leitzinses durch die SNB auf -0.25% macht keinen Sinn. Negativzinsen helfen der Industrie nicht. Wenn die SNB sie \u00fcber einen schwachen Franken unterst\u00fctzen m\u00f6chte, muss der Zins st\u00e4rker gesenkt werden, zumindest auf die altbekannten -0.75% oder noch tiefer. Die daraus resultierenden Verzerrungen wie die ungez\u00fcgelte Nachfrage nach Immobilien kennen wir. Daher ist es gut, wenn die SNB bei einer Nullzinspolitik bleibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: InvestmentWorld.ch<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>St. Galler Kantonalbank :\u00a0 Die SNB betont regelm\u00e4ssig, dass sie keine Negativzinsen m\u00f6chte. 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