{"id":3035,"date":"2017-09-12T08:00:00","date_gmt":"2017-09-12T08:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2017\/09\/12\/robeco-die-inflation-ist-nicht-tot-sie-macht-sich-nur-woanders-bemerkbar\/"},"modified":"2017-09-12T08:00:00","modified_gmt":"2017-09-12T08:00:00","slug":"robeco-die-inflation-ist-nicht-tot-sie-macht-sich-nur-woanders-bemerkbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/robeco-die-inflation-ist-nicht-tot-sie-macht-sich-nur-woanders-bemerkbar\/","title":{"rendered":"Robeco: Die Inflation ist nicht tot, sie macht sich nur woanders bemerkbar"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Inflation l\u00e4sst sich nie ganz ausmerzen, weshalb die Notenbanken Obergrenzen daf\u00fcr anstreben, auch wenn die Preise einmal zur\u00fcckgehen, meint Lukas Daalder.&nbsp;&#8230;<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Lukas Daalder, Chief Investment Officer von Robeco Investment Solutions<\/span><\/span><\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>In aller K\u00fcrze:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die wichtigsten Notenbanken haben ein Inflationsziel in der N\u00e4he von 2 %<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus strukturellen Gr\u00fcnden sind viele Preise laufend gesunken<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Inflation hat sich von G\u00fctern und Dienstleistungen hin zu Verm\u00f6genswerten verlagert<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einige \u00d6konomen vertreten die Ansicht, dass die Notenbanken angesichts laufend sinkender Inflationsraten \u2013 und der gr\u00f6sseren Gefahr einer Deflation \u2013 ihr gemeinsames 2 %-Ziel entweder aufgeben oder durch ein niedrigeres ersetzen sollten. Dem liegt die zunehmende \u00dcberzeugung zugrunde, dass es durch quantitative Lockerung der Geldpolitik nicht gelungen ist, die Inflation und damit das Wirtschaftswachstum anzufachen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch ist auch eine andere Sicht der Dinge m\u00f6glich, sagt Daalder, der Chief Investment Officer bei Robeco Investment Solutions. Er ist der Meinung, dass die Inflation nach wie vor gegeben ist, sich aber statt wie fr\u00fcher bei G\u00fctern und Dienstleistungen nun eher bei den Preisen von Verm\u00f6genswerten bemerkbar macht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn die Notenbanken sich an einem Inflationsziel von 2 % orientieren, liegen dem keine Forschungsergebnisse zugrunde, wonach dieser Wert optimal w\u00e4re. Tats\u00e4chlich wurde diese Gr\u00f6ssenordnung im Jahr 1989 von der neuseel\u00e4ndischen Notenbank willk\u00fcrlich festgelegt. Die Europ\u00e4ische Zentralbank, die US Federal Reserve, die japanische Notenbank und die Bank of England verfolgen allesamt weiterhin ein Ziel von 2%, obwohl die Inflation in den jeweiligen W\u00e4hrungsr\u00e4umen in den letzten zehn Jahren fast durchg\u00e4ngig darunter lag.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/img-view.mailpro.com\/clients\/2013\/01\/22\/24149\/Photos\/Robeco%20Grafik.PNG\" alt=\"\" width=\"570\" height=\"299\" style=\"width: 570px; height: 299px;\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der strukturelle Inflationsr\u00fcckgang ist kaum zu \u00fcbersehen. Quelle: Robeco<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weshalb die Inflationsraten gesunken sind<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Laut Daalder gibt es viele Argumente daf\u00fcr, weshalb die Inflation \u2013 die vor Jahrzehnten noch zweistellig war und ganze Volkswirtschaften destabilisierte \u2013 in der Gegenwart so drastisch zur\u00fcckgegangen ist. Ein Faktor ist die Digitalisierung, die Bereiche wie Medien, Fotografie und Musik revolutioniert hat, indem sie die praktisch kostenlose Produktion zus\u00e4tzlicher Kopien neuer Zeitungsartikel, Spiele oder Lieder erm\u00f6glicht hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weiterer Aspekt ist der Machtverlust der Arbeitnehmer infolge des Niedergangs der Gewerkschaften, der Globalisierung und der anhaltenden Automatisierung in fr\u00fcher arbeitsintensiven Wirtschaftszweigen. Ebenfalls deflation\u00e4r wirkt sich die Alterung der Bev\u00f6lkerung aus, da \u00e4ltere Leute tendenziell mehr sparen und weniger konsumieren. Gleichzeitig hat der \u00d6lpreis seinen Einfluss auf die M\u00e4rkte verloren, da er durch die Erschliessung alternativer \u00d6lquellen und die Nutzung von Sonnenenergie permanent gesunken ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201cAlle diese Argumente deuten darauf hin, dass die Inflation aus strukturellen Gr\u00fcnden gesunken ist \u2013 eine These, die auch durch die Inflationsdaten der letzten Jahre gest\u00fctzt wird,\u201d sagt Daalder. \u201cDies wirft die Frage auf, was geschieht, wenn die Notenbanken weiterhin ihr Inflationsziel von rund 2 % verfolgen, w\u00e4hrend die Wirkungsmechanismen in der heutigen Wirtschaft verhindern, dass es jemals dazu kommt.\u201d<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein &#8220;monet\u00e4res Ph\u00e4nomen&#8221;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201cDer \u00d6konom Milton Friedman sagte einst: \u2018Inflation ist ein monet\u00e4res Ph\u00e4nomen. Es wird von der Notenbank geschaffen und von ihr gestoppt.\u2019 Wenn das zutrifft, wieso ist es den Notenbanken nicht gelungen, das 2 %-Ziel zu erreichen? Normalerweise h\u00e4tte die Bereitstellung zus\u00e4tzlicher Liquidit\u00e4t dazu gef\u00fchrt, dass \u2018zu viel Geld auf zu wenige G\u00fcter trifft\u2019, um wiederum Friedman zu zitieren, was zu Inflation f\u00fchrt. Weshalb ist es dann aber nicht zu verst\u00e4rkter Inflation gekommen?&#8221;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201cDie Antwort ist die, dass es tats\u00e4chlich zu Inflation gekommen ist, jedoch nicht bei G\u00fctern und Dienstleistungen, sondern vielmehr an den Finanzm\u00e4rkten. Die starke Erholung der Immobilienm\u00e4rkte, die Tatsache, dass der US-Aktienindex S&amp;P 500 ein Shiller-KGV von 30,3 aufweist, die ungew\u00f6hnlich niedrigen Anleihenrenditen (und entsprechend hohen Anleihenkurse), das alles spiegelt aufgebl\u00e4hte Asset-Preise wider. Da diese Verm\u00f6genswerte aber nicht in den Warenk\u00f6rben der Notenbanken enthalten sind, werden ihre Preissteigerungen nicht als inflationstreibend registriert.&#8221;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Alternative Sichtweisen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daalder verweist auf andere \u00d6konomen, die zwar die Erkl\u00e4rung f\u00fcr sinkende Inflationsraten akzeptieren, sich aber eher auf die mit r\u00fcckl\u00e4ufiger Inflation und diesbez\u00fcglichen Erwartungen verbundenen Risiken konzentrieren und diesen begegnen wollen. Sie heben hervor, dass die haupts\u00e4chlich auf den Leitzins gest\u00fctzte Geldpolitik an Wirksamkeit verloren hat, was die Erzeugung von Inflation angeht. Daraus schliessen sie, dass eine andere Vorgehensweise erforderlich ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Des Weiteren argumentieren sie, dass die L\u00f6hne \u00fcblicherweise nach unten kaum flexibel sind, wenn es einfacher ist, Arbeitnehmer zu entlassen, was der Konjunktur abtr\u00e4glich sein kann. Und wenn man die Inflation sinken l\u00e4sst, steigt das reale Verschuldungsniveau im Zeitverlauf (bei konstanten Zinsen). Demnach ist jemand, der bei Aufnahme einer 30-j\u00e4hrigen Hypothek eine Inflationsrate von 2 % unterstellt, bei strukturell r\u00fcckl\u00e4ufiger Inflation mit einem effektiv h\u00f6heren Schuldenstand konfrontiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201cGemessen an den Aussagen diverser Notenbankvertreter scheinen die meisten davon dem zweiten Lager anzugeh\u00f6ren\u201d, sagt Daalder. \u201cDies deutet auf ein Boom &amp; Bust-Szenario hin, d.h. die Notenbanken pumpen zuviel Liquidit\u00e4t in das Finanzsystem und produzieren dadurch \u2018Inflation\u2019 an der falschen Stelle.&#8221;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201cM\u00f6glich ist aber auch ein g\u00fcnstigeres Szenario, in dem die klassische Inflation zur\u00fcckkehrt, wenn auch mit Verz\u00f6gerung.&#8221; \u201cWir sind etwas skeptisch, was die These angeht, wonach die Inflation tot ist\u201d, sagt Daalder. \u201cDas ist unter anderem deshalb so, weil es derartige Behauptungen in der Vergangenheit schon \u00f6fters gab \u2013 sie erinnern ein wenig an die alle zehn Jahre aufkommende These, dass es keinen Konjunkturzyklus mehr gebe. Ausserdem glauben wir, dass sich Inflation niemals ausmerzen l\u00e4sst.\u201d<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8220;Solange Angebot und Nachfrage nicht vollkommen miteinander \u00fcbereinstimmen, bleibt die Inflation ein Merkmal unseres Wirtschaftssystems. Man kann insbesondere an den Arbeitsm\u00e4rkten eine Verknappung beobachten, wo die Nachfrage das Angebot \u00fcbertrifft. Der technische Fortschritt mag die Anhebung der L\u00f6hne verz\u00f6gert haben, doch sehen wir keinen Grund, warum es am Ende nicht dazu kommen sollte. In diesem Fall \u2013 unserem Basisszenario \u2013 wird die Inflation mit einer gewissen Verz\u00f6gerung einsetzen. Und dann d\u00fcrften auch die Anleihenrenditen steigen.&#8221;<\/p>\n<p>Quelle: BondWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inflation l\u00e4sst sich nie ganz ausmerzen, weshalb die Notenbanken Obergrenzen daf\u00fcr anstreben, auch wenn die Preise einmal zur\u00fcckgehen, meint Lukas Daalder.&nbsp;&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3913,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[],"class_list":["post-3035","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3035","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3035"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3035\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3913"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3035"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3035"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3035"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}