{"id":3044,"date":"2017-09-15T05:00:00","date_gmt":"2017-09-15T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2017\/09\/15\/bantleon-ansichtssache-an-den-finanzmaerkten-wird-es-ungemuetlich\/"},"modified":"2017-09-15T05:00:00","modified_gmt":"2017-09-15T05:00:00","slug":"bantleon-ansichtssache-an-den-finanzmaerkten-wird-es-ungemuetlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/bantleon-ansichtssache-an-den-finanzmaerkten-wird-es-ungemuetlich\/","title":{"rendered":"Bantleon: Ansichtssache: An den Finanzm\u00e4rkten wird es ungem\u00fctlich"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Es ist fast gespenstisch ruhig. An den Finanzm\u00e4rkten ist keine Spur von Nervosit\u00e4t zu sp\u00fcren&#8230;&#8230;.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Dr. Harald Preissler Chef\u00f6konom und Leiter Anlagemanagement<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Orientiert man sich am Economic Policy Uncertainty Index, dann wird das politische Chaos in den USA einfach ignoriert. Und die historisch tiefe Volatilit\u00e4t an den Aktienm\u00e4rkten spricht ebenfalls f\u00fcr ein gutes Umfeld f\u00fcr Risikoassets wie Aktien und High-Yield-Anleihen, was weiter steigende Notierungen zur Folge haben k\u00f6nnte. Allerdings sind Aktien gemessen an l\u00e4ngerfristigen Massst\u00e4ben bereits hoch bewertet, Anleihen sind sogar beispiellos teuer. Kann das noch l\u00e4nger gut gehen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Theoretisch ja, aber praktisch sprechen mehrere Gr\u00fcnde dagegen. Nach zuletzt starken Zahlen steht die chinesische Wirtschaft vor einer Abk\u00fchlung. Die r\u00fcckl\u00e4ufigen Immobilienverk\u00e4ufe zeigen dies bereits deutlich an, die Baubeginne folgen ihnen. Und obwohl die Unternehmen \u2013 nicht nur in Deutschland \u2013 in euphorischer Stimmung sind, wie der Ifo-Gesch\u00e4ftsklimaindex zeigt, steht die Eurozone ebenfalls vor einer nachlassenden konjunkturellen Dynamik. So bremst die starke Euro-Aufwertung den Aussenhandel, w\u00e4hrend die Binnennachfrage von steigenden Kosten belastet wird. Dass die US-Wirtschaft trotz der sprunghaften Politik von Donald Trump weiter solide w\u00e4chst, reicht nicht aus, um die genannten R\u00fcckg\u00e4nge zu kompensieren. Unter dem Strich wird die Weltwirtschaft in den n\u00e4chsten Monaten einen Gang zur\u00fcckschalten \u2013 keine Rezession, aber eine sp\u00fcrbare Abk\u00fchlung steht bevor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr Risikoassets sind das schlechte Nachrichten. An den Aktienm\u00e4rkten ist \u2013 ausgehend von den Jahresh\u00f6chstst\u00e4nden \u2013 mit zweistelligen Verlusten zu rechnen. Der SMI k\u00f6nnte also Richtung 8000 Punkte absacken, der DAX auf 11.000 Punkte und der Eurostoxx50 auf 3100 Punkte. Die Kurse von Unternehmensanleihen d\u00fcrften ebenfalls deutlich unter Druck geraten, das gilt insbesondere f\u00fcr High-Yield-Anleihen, deren Risikopr\u00e4mien auf dem tiefsten Stand seit der Finanzkrise im Jahr 2008 angelangt sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gewinner w\u00e4ren in diesem Umfeld Top-Staatsanleihen wie Schweizer Eidgenossen und deutsche Bundesanleihen. Wenn in den n\u00e4chsten Monaten neben der EZB zus\u00e4tzlich normale Investoren verst\u00e4rkt diese Wertpapiere nachfragen, sollten die Renditen von Bundesanleihen wieder Richtung 0% sinken, w\u00e4hrend Eidgenossen diese Marke deutlich unterschreiten d\u00fcrften. Mit langen Laufzeiten lassen sich dann wieder sch\u00f6ne Kursgewinne vereinnahmen und damit verwandeln sich die h\u00e4sslichen Entlein zumindest vor\u00fcbergehend in sch\u00f6ne Schw\u00e4ne. Vor\u00fcbergehend deshalb, weil unsere weit in die Zukunft blickenden Fr\u00fchindikatoren schon f\u00fcr das 2. Quartal 2018 die R\u00fcckkehr des weltweiten konjunkturellen Aufschwungs ank\u00fcndigen. Dann sollten sich die Vorzeichen erneut&nbsp; umkehren: deutlich steigende Renditen bei den Top-Staatsanleihen und stark steigende Kurse an den Aktienm\u00e4rkten. Ohne weitere St\u00f6rfeuer w\u00e4re dann der Weg f\u00fcr neue historische H\u00f6chstst\u00e4nde bei SMI, DAX und Eurostoxx50 frei \u2013 aber wie gesagt, das ist ein Thema f\u00fcr die 2. Jahresh\u00e4lfte 2018.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Ausnahme gibt es bei den Aktien aber doch: Die Emerging Markets haben derzeit das gr\u00f6sste Aufholpotential, weil sich die meisten L\u00e4nder dieser Region wirtschaftlich sehr positiv entwickeln. Dar\u00fcber hinaus sind Investitionen in den Schwellenl\u00e4ndern eine gute Absicherung gegen die St\u00e4rke des Euros.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcberm\u00fctig sollten Anleger aber dennoch nicht werden. Auch mittel- und langfristig ist immer wieder mit Turbulenzen an den Finanzm\u00e4rkten zu rechnen. So ist in China die gr\u00f6sste Schuldenblase aller Zeiten entstanden \u2013 ein Platzen ist zumindest mittelfristig kaum zu verhindern. In der Eurozone entwickelt sich Italien mit seinem grossen Wachstumsproblem zum hoffnungslosen Fall. Wenn die 5-Sterne-Bewegung an die Macht kommen w\u00fcrde, dann w\u00e4re die Eurozone in ihrer heutigen Form vermutlich am Ende. Und \u00fcberhaupt: In der n\u00e4chsten Eurozonenkrise verf\u00fcgt die EZB \u00fcber keine wirksamen Instrumente mehr, um die Wirtschaft der W\u00e4hrungsunion zu st\u00fctzen, denn das Magazin an QE-f\u00e4higen Wertpapieren ist bereits jetzt so gut wie leer. Die aktive Anpassung der Asset Allocation an die sich \u00e4ndernden Rahmenbedingungen bleibt daher unumg\u00e4nglich \u2013 nicht um die Ertr\u00e4ge zu maximieren, sondern um die Risiken zu minimieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n<article class=\"article\"><\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist fast gespenstisch ruhig. 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