{"id":3056,"date":"2017-09-21T07:00:00","date_gmt":"2017-09-21T07:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2017\/09\/21\/vontobel-market-update-emmanuel-macrons-erste-100-tage-ungebrochener-reformelan\/"},"modified":"2017-09-21T07:00:00","modified_gmt":"2017-09-21T07:00:00","slug":"vontobel-market-update-emmanuel-macrons-erste-100-tage-ungebrochener-reformelan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/vontobel-market-update-emmanuel-macrons-erste-100-tage-ungebrochener-reformelan\/","title":{"rendered":"Vontobel Market update: Emmanuel Macrons erste 100 Tage \u2013 ungebrochener Reformelan"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Emmanuel Macron mag in Europa Star-Status erlangt haben, doch zu Hause leidet seine Popularit\u00e4t unter dem Reformkurs der neuen Regierung. Weitere Fortschritte an dieser Front w\u00fcrden der franz\u00f6sischen Wirtschaft helfen und damit auch das Konjunkturklima in der Eurozone verbessern&#8230;..<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Von Christophe Bernard, Vontobel-Chefstratege<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor etwa vier Monaten hielt der 39-J\u00e4hrige triumphal Einzug in sein Amt und erhielt dabei gro\u00dfz\u00fcgige Vorschusslorbeeren, insbesondere von Presse und Medien der Nachbarstaaten. Diese Zeiten sind vorbei. Nach der j\u00fcngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar-Sofres betr\u00e4gt die Zustimmungsrate des neuen franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten Emmanuel Macron nur noch etwa 40 Prozent. Damit genie\u00dft er weniger \u00f6ffentliche Unterst\u00fctzung als die Ex-Pr\u00e4sidenten Nicolas Sarkozy oder selbst der zuletzt sehr unpopul\u00e4re Fran\u00e7ois Hollande in der gleichen Phase ihrer Pr\u00e4sidentschaften.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Macrons Arbeitsmarktreform ist auf Kurs<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Macrons schwindende Beliebtheit hat weniger mit offensichtlichen Fehlern wie den langwierigen Diskussionen \u00fcber eine neue \u00abFirst Lady\u00bb-Position f\u00fcr seine Frau zu tun. Vielmehr machen ihm der zerm\u00fcrbende Alltag der franz\u00f6sischen Politik und die dringende Notwendigkeit von Reformen das Leben schwer. Jegliche Ver\u00e4nderungen der Arbeitsmarktregeln, der Wohnungssubventionen oder der Verteidigungsausgaben sind f\u00fcr Macron, ebenso wie f\u00fcr alle Pr\u00e4sidenten vor ihm, ein politisches Minenfeld. Im Unterschied zu seinen Vorg\u00e4ngern hat Macron jedoch diese Themen schon fr\u00fch in seiner Pr\u00e4sidentschaft energisch angepackt. Wenn es ihm gelingt, die neue Arbeitsmarktreform bis Ende September zu verabschieden, wird er bereits mehr erreicht haben, als viele andere Pr\u00e4sidenten in ihren ersten Jahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Arbeitsmarktreform geht es im Wesentlichen um zwei Dinge: die Verringerung des Einflusses von Sektortarifvertr\u00e4gen und mehr Transparenz und Rechtssicherheit bei Auseinandersetzungen \u00fcber ungerechtfertigte Entlassungen. Die Sektortarifvertr\u00e4ge sehen jetzt vor, dass die Unternehmen in Arbeitsvertr\u00e4gen \u00fcber mehr Themen als bisher verhandeln k\u00f6nnen. Zus\u00e4tzlich werden die bisher drei Mitarbeitervertretungsgremien zu einem zusammengeschlossen, um die Kosten und den b\u00fcrokratischen Aufwand zu senken. Zudem k\u00f6nnen auf Unternehmensebene Sozialpl\u00e4ne vereinbart werden, und Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern, die in Frankreich etwa 60 Prozent aller Arbeitnehmer besch\u00e4ftigen, k\u00f6nnen ohne die Beteiligung von Gewerkschaften direkt mit ihrer Belegschaft verhandeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen sich die kollektiven Sozialpl\u00e4ne gr\u00f6\u00dferer Unternehmen jetzt ausschlie\u00dflich an der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens in Frankreich statt auf Konzernebene orientieren. Bei arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen gilt als Obergrenze f\u00fcr Entsch\u00e4digungen aufgrund ungerechtfertigter Entlassung etwa ein Monatslohn pro Dienstjahr, der \u00fcber mindestens drei (vorher sechs) und maximal 20 Monate zu zahlen ist (das ist weniger als in Deutschland). Au\u00dferdem wird die Frist f\u00fcr die Anrufung eines Gerichts von 24 auf 12 Monate verk\u00fcrzt und der Prozess wird vereinfacht.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gewerkschaften sind im Boot, nur eine protestiert<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Macron musste gegen\u00fcber den Gewerkschaften Zugest\u00e4ndnisse machen, um die Reform umzusetzen. So wird ihr Einfluss in Unternehmen mit \u00fcber 50 Mitarbeitern gefestigt. Zudem bleibt das Gremium der Gewerkschaftsvertreter in den Unternehmen erhalten. Weitere \u00c4nderungen zugunsten der Gewerkschaften: Die standardm\u00e4\u00dfigen Abfindungszahlungen werden um 25 Prozent erh\u00f6ht, Branchenvertr\u00e4ge gelten f\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Zahl von Wirtschaftssektoren und schlie\u00dfen jetzt auch kurzfristige Vertr\u00e4ge ein, Mitarbeiter erhalten mehr Schulungen, wenn sie im Rahmen eines Sozialplans entlassen werden und manche Unternehmensvertr\u00e4ge ben\u00f6tigen jetzt mindestens 50 Prozent der Gewerkschaftsstimmen, um g\u00fcltig zu sein \u2013 zuvor waren es nur 30 Prozent. Die Reform ist dennoch ein Sieg f\u00fcr die Verhandlungstaktik der neuen Regierung, da nur eine der drei gro\u00dfen Gewerkschaften, die CGT, gegen die \u00c4nderungen demonstriert. Die Sozialistische Partei \u2013 die im Parlament jetzt Teil der Opposition ist \u2013 erkl\u00e4rte, sie sei zwar gegen die \u00c4nderungen, rief aber nicht zu Stra\u00dfenprotesten auf. An der Kundgebung am Dienstag nahmen offensichtlich sehr viel weniger Menschen teil, als an den Demonstrationen im vergangenen Jahr, als der fr\u00fchere Pr\u00e4sident Fran\u00e7ois Hollande das Arbeitsrecht \u00e4ndern wollte. Die CGT und die Partei des fr\u00fcheren Pr\u00e4sidentschaftskandidaten Jean-Luc M\u00e9lenchon, \u00abLa France Insoumise\u00bb, planen zwar in den n\u00e4chsten Wochen weitere Aktionen, doch sie werden die Reform des Arbeitsrechts wohl nicht verhindern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wirkung erst mit der Zeit, Gesch\u00e4ftsklima bereits jetzt besser&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit sie in Kraft treten k\u00f6nnen, m\u00fcssen die neuen Arbeitsgesetze am 25. September vom Pr\u00e4sidenten unterzeichnet und vom Parlament verabschiedet werden. Das scheint fast sicher, da Macrons Partei in der Nationalversammlung (Unterhaus) eine absolute Mehrheit der Sitze hat. Es werden jedoch einige Quartale vergehen, bis sich die Reform auf die reale Wirtschaft auswirkt. Frankreich braucht dringend Fortschritte an der Arbeitsmarktfront, da das Land deutlich schlechter dasteht als Deutschland und die Arbeitslosenquote nur auf Eurozonen-Durchschnitt liegt (siehe Grafik 1). Macrons Reformpl\u00e4ne haben das Wirtschaftsklima im Land jedoch bereits deutlich ver\u00e4ndert, besonders bei den kleinen und mittleren Unternehmen. Dies sollte helfen, das Wirtschaftswachstum in Frankreich wieder auf seinen langfristigen Durchschnitt von 1,8 Prozent zu bringen (siehe Grafik 2).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4294\" src=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/etfworld\/investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/21-09-17_1vont.png\" alt=\"21 09 17 1vont\" width=\"347\" height=\"297\" srcset=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/21-09-17_1vont.png 347w, https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/21-09-17_1vont-300x257.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 347px) 100vw, 347px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Eine Reform ist erledigt, viele weitere warten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sobald diese H\u00fcrde aus dem Weg ger\u00e4umt ist, wird Macron noch h\u00e4rtere N\u00fcsse zu knacken haben. Dazu geh\u00f6ren die Reform der Arbeitslosenversicherung und eine verbesserte Berufsausbildung, die noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden sollen. Letztere ist ein Schl\u00fcsselelement zur Senkung der hohen strukturellen Jugendarbeitslosigkeit von \u00fcber 21 Prozent. Eine Vereinfachung des franz\u00f6sischen Rentensystems, die eventuell im n\u00e4chsten Jahr erfolgen soll, w\u00e4re ein weiterer wichtiger Faktor zur Verbesserung des Wirtschaftsklimas und zur Schaffung eines g\u00fcnstigen Umfelds f\u00fcr Investitionen. Wenn diese Massnahmen erfolgreich sind, h\u00e4tten Macron und seine Regierung die Voraussetzungen f\u00fcr h\u00f6heres Potentialwachstum geschaffen, das derzeit nur knapp \u00fcber 1 Prozent liegt, verglichen mit 1,7 Prozent in Deutschland.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Macron m\u00f6chte Europa weiter integrieren<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da Macron der Repr\u00e4sentant eines m\u00e4chtigen europ\u00e4ischen Landes ist, reicht sein Einfluss weit \u00fcber Frankreich hinaus. Seine eindeutig positive Haltung zur EU und zum Euro stehen in starkem Gegensatz zu den Ansichten der populistischen Parteien in Europa. Italien wird der n\u00e4chste Test sein. Die Parlamentswahl, die sp\u00e4testens bis n\u00e4chsten Mai stattfinden muss, wird zeigen, ob den populistischen Parteien Einhalt geboten werden kann. Unter dem Strich ist festzustellen, dass der Kurs von Macron, wenn er denn erfolgreich ist, die populistischen Schuldzuweisungen an die EU und ihre Institutionen reduzieren, die dringend ben\u00f6tigte Stabilit\u00e4t in Europa etablieren und damit auch die Gefahr des Zerfalls der Europ\u00e4ischen Union und des Euro abschw\u00e4chen w\u00fcrde. Dadurch bleiben die Renditen von Staatsanleihen relativ niedrig, was den hoch verschuldeten \u00abPeripheriel\u00e4ndern\u00bb der Eurozone wie Italien, Portugal und Griechenland zugutekommt. Zu einem Zeitpunkt, an dem die Europ\u00e4ische Zentralbank beginnt, \u00fcber die Reduzierung ihrer Anleihenk\u00e4ufe und die Straffung ihrer Geldpolitik zu sprechen, ist eine solche Unterst\u00fctzung in diesen L\u00e4ndern sicher sehr willkommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4295\" src=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/etfworld\/investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/21-09-17_2vont.png\" alt=\"21 09 17 2vont\" width=\"347\" height=\"309\" srcset=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/21-09-17_2vont.png 347w, https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/21-09-17_2vont-300x267.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 347px) 100vw, 347px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BONDWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Emmanuel Macron mag in Europa Star-Status erlangt haben, doch zu Hause leidet seine Popularit\u00e4t unter dem Reformkurs der neuen Regierung. 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