{"id":3060,"date":"2017-09-21T22:00:00","date_gmt":"2017-09-21T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2017\/09\/21\/ist-sorge-angebracht\/"},"modified":"2017-09-21T22:00:00","modified_gmt":"2017-09-21T22:00:00","slug":"ist-sorge-angebracht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/ist-sorge-angebracht\/","title":{"rendered":"\u201eIst Sorge angebracht?\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem die US-amerikanischen Aktienm\u00e4rkte S&amp;P 500, Nasdaq und Dow Jones neue Allzeithochs markierten,&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Stefan Scheurer Director, Global Capital Markets &amp; Thematic Research&nbsp;<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aktien der Schwellenl\u00e4nder ihre h\u00f6chsten St\u00e4nde seit 2011 erreichten und die Risikopr\u00e4mien bei Hochzinsanleihen sich auf den tiefsten Stand seit 2014 eingeengt haben, deutet vieles darauf hin, dass es, abgesehen von (geo-)politischen Unsicherheiten, einiges bedarf, um den diesj\u00e4hrigen Risikoappetit der Investoren zu Fall zu bringen. So schien es auch wenig verwunderlich, dass die Nachfrage nach sicheren Anlagen in der abgelaufenen Woche nachgelassen hat, obwohl unter anderem das S\u00e4belrasseln auf der koreanischen Halbinsel unvermindert weiterging.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Konjunkturell betrachtet, befindet sich die Weltwirtschaft nach wie vor auf moderatem Wachstumskurs bzw. w\u00e4chst sogar oberhalb des Potentialwachstums. Allerdings deutet der erste R\u00fccksetzer im August in den globalen Konjunkturdaten seit 11 Monaten auf ein Nachlassen des positiven<strong> Konjunkturmomentums<\/strong> in den kommenden Monaten hin. So d\u00fcrfte auch der Raum f\u00fcr nach oben gerichtete Anpassungen bei den Konsensprognosen limitiert sein. Zuletzt positive US-Inflationsdaten best\u00e4tigten uns aber in der Annahme, dass mittelfristig mit einer weiteren Zunahme der Kerninflation zu rechnen ist, bedingt durch die Schlie\u00dfung der Produktionsl\u00fccken sowie eines anhaltend angespannten Arbeitsmarktes.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das w\u00fcrde auch einen &#8220;pr\u00e4ventiven&#8221; Zinsschritt noch in diesem Jahr seitens der <strong>US-Notenbank<\/strong> (Fed) erkl\u00e4ren \u2013 die Fed Fund Futures deuten auf eine \u00fcber 50%ige Wahrscheinlichkeit einer Zinserh\u00f6hung im Dezember hin (vs. 39% vor den Inflationsdaten) \u2013 und den Startschuss f\u00fcr den Prozess zur Reduzierung ihrer Bilanzsumme rechtfertigen. W\u00e4hrend sich abseits der US-Notenbank, die Bank of Japan (BoJ), die Central Bank of the Republic of China (Taiwan) bzw. die Bank Indonesia eher in einer abwartenden, aber stets akkommodierenden Geldpolitik pr\u00e4sentierten, scheint eine \u201egewisse Zur\u00fcckf\u00fchrung\u201c der lockeren Geldpolitik innerhalb des geldpolitischen Rats der Bank of England (BoE) \u201ein den kommenden Monaten\u201c denkbar \u2013 Wahrscheinlichkeit f\u00fcr einen Zinsschritt im November 2017 liegt bei 65%. Angesicht der steigenden Inflationsrate (vornehmlich der Pfundschw\u00e4che geschuldet) eine nicht einfache Entscheidung vor dem Hintergrund Brexit-bedingter Abw\u00e4rtsrisiken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Woche voraus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den USA stehen in der kommenden Kalenderwoche folgende real\u00f6konomischen Daten im Vordergrund:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einzelne Fr\u00fchindikatoren der regionalen US-Notenbanken sind \u00fcber die Woche verteilt und d\u00fcrften in Summe das Bild eines nachlassenden US-Konjunkturmomentums widerspiegeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend das Verbrauchervertrauen des Conference Boards (Di) einen leichten R\u00fccksetzer ausweisen d\u00fcrfte, k\u00f6nnten die Auftragseing\u00e4nge f\u00fcr langlebige G\u00fcter (Mi) \u2013 ein guter Fr\u00fchindikator f\u00fcr die industrielle Nachfrage \u2013 ein etwas positiveres Bild der US-Konjunktur zeichnen.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Freitag richtet sich der Fokus auf den Deflator der privaten Konsumausgaben (ohne Lebensmittel und Energie). Der Deflator gilt als wichtiger Preisindikator der Fed und d\u00fcrfte ein zus\u00e4tzliches Indiz daf\u00fcr liefern, dass eine weitere USZinserh\u00f6hung f\u00fcr dieses Jahr noch nicht vom Tisch ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr den <strong>Euroraum<\/strong> sollten konjunkturell einzig die vorl\u00e4ufigen Verbraucherpreise f\u00fcr September von Relevanz sein. Sie d\u00fcrften der Europ\u00e4ischen Zentralbank Hinweise liefern, wann sie mit ihrer schrittweisen R\u00fcckf\u00fchrung ihres Anleiheaufkaufprogramms beginnen k\u00f6nnte. Speziell f\u00fcr Deutschland richtet sich der Blick auf den ifo-Gesch\u00e4ftsklimaindex (Mo). Der Start in die kommende Kalenderwoche erfolgt mit dem Wahlergebnis der Bundestageswahl in Deutschland (So), wobei mit eher marginalen Auswirkungen auf die Kapitalm\u00e4rkte zu rechnen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit Blick nach <strong>Asien<\/strong> d\u00fcrfte das Interesse der Investoren vor allem auf den Verbraucherpreisdaten aus Japan liegen (Fr). Obwohl eine hohe Korrelation zwischen den Produzenten- und den Verbraucherpreisen der Konsumg\u00fcter vorliegt, scheinen etwaige \u00dcbertragungseffekte auf die (Kern-)Inflation eine l\u00e4ngere Zeit in Anspruch zu nehmen als es in der Vergangenheit der Fall war. Zudem stehen f\u00fcr China die Einkaufsmanagerindizes f\u00fcr das verarbeitende Gewerbe an (Fr und Sa). Nach den zuletzt schw\u00e4cheren Konjunkturdaten \u2013 die W\u00e4hrung fiel auf ein 2-Wochen-Tief \u2013 k\u00f6nnten auch jene Fr\u00fchindikatoren ein moderateres Wachstum im zweiten Halbjahr 2017 erwarten lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Verstehen. Handeln. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Je l\u00e4nger der eingangs beschriebene Risikoappetit anh\u00e4lt \u2013 trotz zum Teil einer deutlichen \u00dcberbewertung in einzelnen Aktien- und Rentensegmenten \u2013, desto kostspieliger werden die Bem\u00fchungen sich gegen m\u00f6gliche <strong>Abw\u00e4rtsrisiken<\/strong> abzusichern (siehe auch unsere Grafik der Woche). So stiegen die Put-Call Ratios deutlich an \u2013 in Japan erreichten sie den h\u00f6chsten Stand seit 2012 bzw. f\u00fcr den Euroraum sogar ein neues Allzeithoch. Dass die Skepsis an den M\u00e4rkten weiterhin sehr hoch zu sein scheint, das zeigen auch die hohen Cash-Best\u00e4nde unter Investoren. Ist die Sorge nunmehr angebracht? Zwar l\u00e4sst das niedrige Volumen im Markt die globalen Kapitalm\u00e4rkte leicht \u00fcberkauft erscheinen, doch die zuletzt etwas besser als erwartet ausgefallenen Makrodaten sollten Unterst\u00fctzung liefern. Das scheinen auch viele Investoren so zu sehen, denn gem\u00e4\u00df der Umfrage der American Association of Individual Investors stieg der Anteil der Bullen auf den h\u00f6chsten Stand seit Januar 2017.<\/p>\n<p>Source: BondWordl<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem die US-amerikanischen Aktienm\u00e4rkte S&amp;P 500, Nasdaq und Dow Jones neue Allzeithochs markierten,&#8230;&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4299,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[53],"tags":[80],"class_list":["post-3060","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allianz-g-i-die-woche-voraus","tag-allianz-gi"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3060","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3060"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3060\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4299"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3060"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3060"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3060"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}