{"id":3083,"date":"2017-10-05T08:00:00","date_gmt":"2017-10-05T08:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2017\/10\/05\/robeco-die-unternehmensanleihemaerkte-sind-auf-kurzfristige-performance-fixiert\/"},"modified":"2017-10-05T08:00:00","modified_gmt":"2017-10-05T08:00:00","slug":"robeco-die-unternehmensanleihemaerkte-sind-auf-kurzfristige-performance-fixiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/robeco-die-unternehmensanleihemaerkte-sind-auf-kurzfristige-performance-fixiert\/","title":{"rendered":"Robeco: Die Unternehmensanleihem\u00e4rkte sind auf kurzfristige Performance fixiert"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Robecos Team f\u00fcr Unternehmensanleihen f\u00fchlt sich zunehmend unwohl. Die Spreads befinden sich auf Allzeittiefst\u00e4nden. Die Anleihek\u00e4ufe der Notenbanken, einer der wichtigsten unterst\u00fctzenden Faktoren in den letzten zehn Jahren, gehen ihrem Ende entgegen. &#8230;.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Sander Bus <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Sander Bus und Victor Verberk, die gemeinsam das Team f\u00fcr Unternehmensanleihen leiten, sehen dennoch zahlreiche Anlagechancen durch aktive Emittentenauswahl<\/span><\/span><\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In aller K\u00fcrze<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Weltwirtschaft verzeichnet solides Wachstum, und der Kreditzyklus erreicht seine Reifephase<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kreditspreads liegen nahe an Allzeittiefst\u00e4nden<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Jahrzehnt, in dem die Notenbanken in nie da gewesener Weise ihre Bilanzen erweitert haben, geht seinem Ende entgegen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die USA befinden sich im achten Jahr einer wirtschaftlichen Expansion, und die M\u00e4rkte erleben einen der l\u00e4ngsten, ununterbrochenen Bullenm\u00e4rkte. Die Inflation ist nach wie vor \u00fcberwiegend verhalten. \u201eDennoch f\u00fchlen wir uns zunehmend unwohl\u201d, sagt Sander Bus. \u201eZu viel Geld jagt zu wenigen Verm\u00f6genswerten hinterher, da die Notenbanken die Anleger aus dem Markt gedr\u00e4ngt haben. Volatilit\u00e4t und Kreditspreads, die beide als Risikomassstab dienen, sind auf historische Tiefst\u00e4nde gefallen. Dies ist ein Hinweis darauf, dass die Anleger Risikoszenarien nicht l\u00e4nger ber\u00fccksichtigen, weil ihnen dies geschadet hat. Die Notenbank hat die Marktteilnehmer gezwungen, der Str\u00f6mung zu folgen und ihre Augen vor den Risiken zu verschliessen.\u201d<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eEs ist wichtig, die l\u00e4ngerfristige Perspektive zu beachten\u201d, erg\u00e4nzt Victor Verberk. \u201eDie Anleihek\u00e4ufe der Notenbanken gehen allm\u00e4hlich zu Ende, die US-Notenbank Fed befindet sich in einem Zinserh\u00f6hungszyklus, und der Kreditzyklus erreicht seine Reifephase. Die Verschuldung der Unternehmen in den USA ist hoch. Das macht die M\u00e4rkte angreifbar.\u201d<\/p>\n<p> <strong>\u200bRisiken werden nicht eingepreist<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWir wissen nicht, wie lange der jetzige Zyklus noch dauern wird\u201d, so Bus weiter. \u201eMan sollte nicht zu viel Zeit damit verbringen zu versuchen, eine Rezession vorherzusagen. Es reicht die Erkenntnis, dass Risiken \u00fcberhaupt nicht eingepreist werden. Jetzt ist nicht mehr die Zeit, um sich aus der Deckung zu wagen und Risiken einzugehen. Da sich die Notenbanken zur\u00fcckziehen, ist es weniger wahrscheinlich, dass die Anleger bei kurzzeitig fallenden Kursen kaufen werden. Wir gehen nicht zu einer deutlichen Untergewichtung \u00fcber, positionieren unsere Portfolios aber vorsichtig im Hinblick auf den Beta-Faktor. Wir sehen zahlreiche Anlagechancen durch aktive Emittentenauswahl. Eine Fokussierung auf konservative Unternehmensanleihen d\u00fcrfte sich auszahlen, weil diese eine \u00fcberdurchschnittliche Performance erreichen werden, wenn die Spreads zunehmen.\u201d <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-4320\" src=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/etfworld\/investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Verberk_Victor_Robeco.jpg\" alt=\"Verberk Victor Robeco\" style=\"margin: 5px; float: left;\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Verberk_Victor_Robeco.jpg 400w, https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Verberk_Victor_Robeco-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p> \u201eViele Anleger meinen, sie m\u00fcssten vollst\u00e4ndig investiert sein\u201d, <strong>sagt Verberk.<\/strong> \u201eNegative Renditen auf bargeldnahe Anlagen sind eine Strafe f\u00fcr eine konservative Haltung, und sie dr\u00e4ngen Anleger in unkomfortable Long-Positionen. Wir raten dazu, in diesem Umfeld nicht zu viel Beta-Risiko einzugehen und eine Fixierung auf die kurzfristige Performance zu vermeiden.\u201d<\/p>\n<p><strong> Selten waren die Bewertungen von Unternehmensanleihen h\u00f6her als zurzeit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht \u00f6ffentliche Anleihen verzeichnen in diesem Jahr eine starke Performance. Die Spreads auf die meisten Kategorien von Unternehmensanleihen liegen bei risikoadjustierter Betrachtung nahe an Allzeittiefst\u00e4nden. \u201eMarktteilnehmer rechtfertigen geringe Spreads oft mit dem Hinweis, dass sie keine Ver\u00e4nderungen ausl\u00f6senden Katalysatoren sehen\u201d, sagt Bus. \u201eWir sollten aber nicht vergessen, dass man solche zu Ver\u00e4nderungen f\u00fchrenden Katalysatoren meistens nur r\u00fcckblickend erkennt. Wenn der Wald trocken ist, braucht man nicht zu wissen, welches Streichholz aus der Streichholzschachtel ihn in Brand setzen wird. Es gen\u00fcgt die Erkenntnis, dass die M\u00e4rkte keinerlei negative \u00dcberraschungen einbeziehen und der Zyklus seine Reifephase erreicht hat. Das ist Grund genug, vorsichtig zu sein.\u201d<\/p>\n<p> \u201eIm Investment-Grade-Bereich besitzen hybride Unternehmensanleihen und Anleihen aus dem Finanzsektor immer noch Wertpotenzial. An den M\u00e4rkten f\u00fcr High-Yield- und Schwellenl\u00e4nderanleihen streben wir eine m\u00f6glichst hohe Kreditqualit\u00e4t an, ohne beim Beta-Faktor zu viele Abstriche zu machen.<\/p>\n<p> <strong>Technische Indikatoren werden sich verschlechtern<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verberk geht von einer Verschlechterung der technischen Indikatoren aus. \u201eDa die Bilanzerweiterung der Notenbanken ihrem Ende entgegengeht, werden diese Indikatoren keine Unterst\u00fctzung mehr bieten. Was Angebot und Nachfrage betrifft, stammt das Gros der in den US-Unternehmensanleihemarkt fliessenden Gelder von Anlegern aus Asien. Dieser Mittelzufluss nimmt bereits ab. Und da mit weiteren Zinserh\u00f6hungen durch die Fed zu rechnen ist, wird er sich noch weiter verlangsamen, wenn nicht sogar umkehren. H\u00f6here US-Geldmarktzinsen f\u00fchren zu h\u00f6heren Absicherungskosten. Da ausserdem die Zinsstrukturkurven in Europa und Asien steiler sind als in den USA, k\u00f6nnen Anleger jetzt mit Verm\u00f6genswerten von ausserhalb der USA attraktivere Renditen erzielen.\u201d<\/p>\n<p> Bei High-Yield-Anleihen geht das Emissionsaufkommen zur\u00fcck. Den Hauptgrund hierf\u00fcr sieht Bus in dem Wettbewerb, der vom Kreditmarkt ausgeht. \u201eViele Unternehmen refinanzieren ihre b\u00f6rsennotierten High-Yield-Anleihen an der B\u00f6rse vorbei durch Kredite. Die Disziplin am Kreditmarkt ist verschwunden, und Unternehmen haben Zugang zu nahezu unbegrenzten Mitteln, ohne dass sie durch Klauseln in Anleihevertr\u00e4gen Schutz gew\u00e4hren oder Geb\u00fchren f\u00fcr vorzeitige K\u00fcndigung zahlen m\u00fcssen.\u201d<\/p>\n<p> <strong>Positionierung: Beta-Faktor nahe eins<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bus und Verberk managen fast alle Portfolios mit einem Beta-Faktor, der nahe an eins liegt. \u201eF\u00fcr die M\u00e4rkte f\u00fcr High-Yield- und Schwellenl\u00e4nderanleihen bedeutet dies, dass sich ein Beta-Faktor von knapp unter eins ergeben k\u00f6nnte, weil wir zyklische Unternehmen vermeiden wollen\u201d, erl\u00e4utert Bus. \u201eBei Investment-Grade-Papieren l\u00e4sst sich ein neutraler Beta-Faktor leichter erreichen, weil wir bei Anleihen aus dem Finanzsektor immer noch attraktive Renditen finden k\u00f6nnen.\u201d<\/p>\n<p> \u201eLange Zeit haben wir europ\u00e4ischen Unternehmensanleihen den Vorzug vor US-amerikanischen Papieren gegeben. Bei High-Yield-Anleihen ist das immer noch so. Aber im Investment-Grade-Bereich sind die Bewertungen wegen der Anleihek\u00e4ufe der EZB zur\u00fcckgegangen und f\u00fcr eine Drosselung dieser Anleihek\u00e4ufe anf\u00e4llig. Bei diesen Papieren haben wir eine neutralere regionale Positionierung. In unseren europ\u00e4ischen Portfolios verlagern wir das Gewicht auf Anleihen, deren Ankauf durch die EZB nicht zul\u00e4ssig ist.\u201d<\/p>\n<p> \u201eWir bevorzugen Unternehmen in stabileren Sektoren, die f\u00fcr die zu erwartende Zykluswende weniger anf\u00e4llig sind\u201d, betont Verberk. \u201eGenerell sind wir im Rohstoffsektor untergewichtet und m\u00f6gen Banken. Bei der Analyse von Emittenten unterziehen wir die Finanzmodelle der Unternehmen, in die wir investieren, Stresstests im Hinblick auf Zinserh\u00f6hungen und Rezessionsszenarien.\u201d<\/p>\n<p> \u201eWir bevorzugen Unternehmen in stabileren Sektoren, die f\u00fcr die zu erwartende Zykluswende weniger anf\u00e4llig sind\u201d, betont Verberk. \u201eGenerell sind wir im Rohstoffsektor untergewichtet und m\u00f6gen Banken. Bei der Analyse von Emittenten unterziehen wir die Finanzmodelle der Unternehmen, in die wir investieren, Stresstests im Hinblick auf Zinserh\u00f6hungen und Rezessionsszenarien.\u201d<\/p>\n<p>Quelle: BondWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Robecos Team f\u00fcr Unternehmensanleihen f\u00fchlt sich zunehmend unwohl. Die Spreads befinden sich auf Allzeittiefst\u00e4nden. 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