{"id":3091,"date":"2017-10-12T05:00:00","date_gmt":"2017-10-12T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2017\/10\/12\/bantleon-bei-europaeischen-unternehmensanleihen-langsam-den-fuss-vom-gaspedal-nehmen\/"},"modified":"2020-01-24T16:07:37","modified_gmt":"2020-01-24T15:07:37","slug":"bantleon-bei-europaeischen-unternehmensanleihen-langsam-den-fuss-vom-gaspedal-nehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/bantleon-bei-europaeischen-unternehmensanleihen-langsam-den-fuss-vom-gaspedal-nehmen\/","title":{"rendered":"Bantleon: Bei europ\u00e4ischen Unternehmensanleihen langsam den Fuss vom Gaspedal nehmen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Interview mit Dr. Rosemarie I. Baumann Senior Portfoliomanagerin&#8230;<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong> <\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Dr. Rosemarie I. Baumann Senior Portfoliomanagerin<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Europ\u00e4ische Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating haben seit Jahresanfang mit knapp 1,2% keine \u00fcppige, aber zumindest eine ansprechende Performance erzielt. Die positive Entwicklung ist massgeblich dem Anleihenkaufprogramm der EZB und der guten Konjunkturlage geschuldet. Obwohl wir europ\u00e4ische Investment-Grade-Unternehmensanleihen zun\u00e4chst noch positiv einsch\u00e4tzen, d\u00fcrfte ihr Chance-Risiko-Profil in den n\u00e4chsten Monaten schlechter werden. Wenn die W\u00e4hrungsh\u00fcter im kommenden Jahr die Anleihenk\u00e4ufe reduzieren und gleichzeitig die Konjunkturdynamik der Eurozone nachl\u00e4sst, ziehen Wolken am Horizont auf. Dar\u00fcber hinaus stehen im Fr\u00fchjahr 2018 Parlamentswahlen in Italien an, was im Fall einer politischen Destabilisierung bei Unternehmensanleihen aus Peripheriel\u00e4ndern zu erh\u00f6hter Volatilit\u00e4t f\u00fchren d\u00fcrfte. \u00abVor diesem Hintergrund sollten Anleger nicht dem letzten Renditequ\u00e4ntchen hinterherjagen, sondern sich defensiver an den Kreditm\u00e4rkten positionieren\u00bb, sagt Rosemarie I. Baumann, Senior Portfoliomanagerin und Credit-Research-Analystin des Asset Managers Bantleon Bank AG.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Frau Baumann, wie haben sich europ\u00e4ische Unternehmensanleihen seit Jahresanfang entwickelt?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Rosemarie I. Baumann:<\/strong> Investoren von in EUR denominierten Investment-Grade-Unternehmensan-leihen (Senior) haben seit Jahresanfang einen Gesamtertrag von knapp 1,2% erzielt. Im Vergleich zum vergangenen Jahr mit 4,6% oder zu High-Yield-Anleihen mit 5,9% in diesem Jahr f\u00e4llt das Ergebnis zwar bescheiden aus, in Relation zu leicht negativ rentierenden europ\u00e4ischen Staatsanleihen mit Laufzeiten zwischen 5 und 7 Jahren liegen sie aber vorne. Dabei war die Wertentwicklung von Senior-Anleihen der Nicht-Finanzinstitute \u00e4hnlich gut wie die der Banken. Die insgesamt erfreuliche Entwicklung ist auf der einen Seite der guten Konjunkturlage geschuldet, die sich durch Allzeithochs in den g\u00e4ngigen Indikatoren ausdr\u00fcckt. Auf der anderen Seite gibt es den starken R\u00fcckenwind durch das CSPP-Anleihenkaufprogramm der EZB. Seit dessen Start im Juni 2016 haben die nationalen Zentralbanken rund 5% aller europ\u00e4ischen Investment-Grade-Unternehmensanleihen gekauft, was einem Gesamtwert von knapp 117 Mrd. EUR entspricht. Dies f\u00fchrte dazu, dass sie relativ teuer wurden. Seit der Ank\u00fcndigung von CSPP im M\u00e4rz 2016 sanken die Risikopr\u00e4mien, gemessen an den Asset Swaps des EUR-Corporates-Senior-Indexes mit 5 bis 6 Jahren Laufzeit um 60 Basispunkte, sodass das aktuelle Spreadniveau nun bei 35 Basispunkten liegt. Das ist ein Abstand von nur noch 17 Basispunkten gegen\u00fcber dem Vor-Krisen-Niveau im Juli 2007. Ein direkter Vergleich ist jedoch nur bedingt m\u00f6glich, weil die Ratings in den vergangenen Jahren schlechter geworden sind. Gleichzeitig befinden sich die Renditen mit 0,65% nahe ihrem historischen Allzeittief, das Mitte 2016 bei 0,36% lag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie beurteilen Sie den Zustand und die Ausfallrisiken der Unternehmen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Baumann: <\/strong>Fundamental sind europ\u00e4ische Schuldner noch gut aufgestellt und ihre Unternehmensstrategien bleiben mehrheitlich defensiv. Die g\u00fcnstigen Refinanzierungskosten und die robusten Bilanzrelationen sorgen f\u00fcr weltweit r\u00fcckl\u00e4ufige Ausfallraten. So gehen die bekanntesten Ratingagenturen davon aus, dass sich dieser Trend mindestens bis zum Jahresende fortsetzen wird. Gleichermassen zeigte der j\u00fcngste Ratingdrift, also das Verh\u00e4ltnis zwischen Heraufstufungen und Herabstufungen, \u00fcber alle drei grossen Ratingagenturen hinweg eine positive Tendenz. Ab Mitte Oktober werden europ\u00e4ische Unternehmen ihre Berichte f\u00fcr das 3. Quartal vorlegen, die \u00fcberwiegend positiv ausfallen sollten. Zudem liegen die vom Kapitalmarkt implizierten Ausfallraten noch immer \u00fcber den historischen H\u00f6chstst\u00e4nden: Mit 4,7% \u00fcber f\u00fcnf Jahre entsprechen sie noch immer mehr als dem Sechsfachen der durchschnittlichen historischen Ausfallrate, die seit 1983 weltweit gemessen wurde. Die Risikokompensation bei Investment-Grade-Unternehmensanleihen reicht weiterhin aus, auch wenn sie nicht mehr so \u00fcppig wie in den vergangenen Jahren ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4325\" src=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/etfworld\/investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/12-10-17_Bantleon.png\" alt=\"12 10 17 Bantleon\" width=\"592\" height=\"245\" srcset=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/12-10-17_Bantleon.png 592w, https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/12-10-17_Bantleon-300x124.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 592px) 100vw, 592px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie wird sich das Chance-Risiko-Profil von EUR-Unternehmensanleihen der Bonit\u00e4t Investment Grade in den n\u00e4chsten Monaten entwickeln?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Baumann:<\/strong> Aus technischer Sicht trifft die bislang hohe Prim\u00e4rmarktaktivit\u00e4t unver\u00e4ndert auf eine sehr grosse Nachfrage, was st\u00fctzend wirkt. Auch fundamental scheint es so, als seien die mittlerweile teuren Bewertungen von Unternehmensanleihen durch die weltweit gute konjunkturelle Lage gest\u00fctzt. Deshalb sch\u00e4tzen wir europ\u00e4ische Investment-Grade-Unternehmensanleihen zun\u00e4chst noch positiv ein, aber ihr Chance-Risiko-Profil d\u00fcrfte in den n\u00e4chsten Monaten schlechter werden. Die potentiellen Belastungen d\u00fcrften zunehmen, wenn sich vor der EZB-Sitzung am 26. Oktober die Tapering-Diskussionen intensivieren, die Notenbanken ab 2018 weniger aktiv f\u00fcr Unterst\u00fctzung sorgen und gleichzeitig die Konjunkturdynamik der Eurozone entsprechend unserem Makroresearch nachl\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Welches Potential haben europ\u00e4ische Unternehmensanleihen mittelfristig?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Baumann: <\/strong>Unseren eigenen Fr\u00fchindikatoren zufolge sollte sich die Konjunktur der Eurozone in den n\u00e4chsten sechs Monaten etwas abk\u00fchlen. K\u00e4me es zus\u00e4tzlich im Fr\u00fchjahr 2018 bei den Wahlen in Italien und im Fall einer politischen Eskalation auch in Spanien zu externen St\u00f6rfeuern, d\u00fcrfte dies bei Unternehmensanleihen aus den Peripheriel\u00e4ndern zu erh\u00f6hter Volatilit\u00e4t f\u00fchren. Dann d\u00fcrften auf der einen Seite die Safe-Haven-Flows in deutsche Bundesanleihen zunehmen und deren Preise wieder in die H\u00f6he treiben. Auf der anderen Seite sprechen schw\u00e4chere Einkaufsmanagerindikatoren und politische Unsicherheiten daf\u00fcr, dass der Risikoappetit der Anleger abnehmen wird, was die Risikopr\u00e4mien der Unternehmensanleihen steigen l\u00e4sst. Vor diesem Hintergrund d\u00fcrfte auf Sicht des 2. Halbjahres 2018 der Spielraum f\u00fcr eine weitere Outperformance von EUR-Unternehmensanleihen der Bonit\u00e4t Investment Grade gegen\u00fcber deutschen Bundesanleihen deutlich abnehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was bedeutet das f\u00fcr Ihre Asset Allocation?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Baumann:<\/strong> Wir haben unsere Fonds bereits prozyklisch defensiver aufgestellt \u2013 auch wegen der sinkenden Kapitalmarktliquidit\u00e4t im Sommer. So haben wir einen Teil der Gewinne bei Unternehmensanleihen realisiert, indem wir unser jahrelanges \u00dcbergewicht gegen\u00fcber der Benchmark zumindest halbiert haben. Im Gegenzug wurde die durchschnittliche Laufzeit der deutschen Bundesanleihen erh\u00f6ht. In unserer Asset Allocation pr\u00e4ferieren wir unver\u00e4ndert Unternehmensanleihen der Ratingklasse \u00abBBB\u00bb mit 5 bis 7 Jahren Laufzeit und ziehen weiterhin die Nicht-Finanzinstitute (Senior) gegen\u00fcber den Finanzinstituten (Senior Preferred) vor, wobei wir CSPP-Emittenten leicht \u00fcbergewichten. Dabei pr\u00e4ferieren wir in unserer taktischen Sektorallokation Branchen, die noch eine etwas h\u00f6here Risikopr\u00e4mie bieten und fundamental gut aufgestellt sind. Dazu z\u00e4hlen wir Versorger, zyklische Konsumg\u00fcter und partiell auch Grundstoffe sowie Telekommunikation. EUR-Neuemissionen von US-Emittenten und andere nicht EZB-f\u00e4hige Papiere werden den Fonds als attraktive Alternative beigemischt. Auf Schuldner aus der Chemie-, Automobil- und der Pharmabranche verzichten wir mehrheitlich, nicht zuletzt wegen der tiefen Risikopr\u00e4mien und der ung\u00fcnstigen Wettbewerbsverh\u00e4ltnisse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n<article class=\"article\"><\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interview mit Dr. Rosemarie I. 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