{"id":3097,"date":"2017-10-16T06:00:00","date_gmt":"2017-10-16T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2017\/10\/16\/st-galler-kantonalbank-warten-auf-mario-bleibt-der-euro-stark\/"},"modified":"2017-10-16T06:00:00","modified_gmt":"2017-10-16T06:00:00","slug":"st-galler-kantonalbank-warten-auf-mario-bleibt-der-euro-stark","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/st-galler-kantonalbank-warten-auf-mario-bleibt-der-euro-stark\/","title":{"rendered":"St.Galler Kantonalbank: Warten auf Mario \u2013 bleibt der Euro stark?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Am 26. Oktober findet die n\u00e4chste Sitzung des EZB-Rates statt. Die Finanzm\u00e4rkte erwarten, dass Mario Draghi dann bekanntgeben wird, ob, wann und wie die EZB ihr bis Ende Jahr laufendes QE-Programm verl\u00e4ngert oder stoppt. Nur eine untergeordnete Rolle d\u00fcrfte bei diesem Entscheid die Krise zwischen Spanien und Katalonien spielen&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Dr. Thomas Stucki ist CIO der St.Galler Kantonalbank<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielmehr werden wirtschaftliche Faktoren wie die Wachstumsaussichten und die Inflationsprognose f\u00fcr die Eurozone entscheidend sein. Eine wichtige Rolle bei diesen Fragen spielt der Euro. Wird er zu stark, belastet dies die Exportwirtschaft und dr\u00fcckt die Inflationsrate \u00fcber die billigeren Importpreise nach unten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Euro ist seit Jahresbeginn gegen\u00fcber dem Dollar 13% teurer geworden und steht heute bei 1.18 Dollar pro Euro. Das ist ein starker Anstieg in dieser kurzen Zeit. Die wirtschaftliche Ausgangslage zeigt sich trotzdem so gut wie schon lange nicht mehr. Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone ist mit 0.6% f\u00fcr das zweite Quartal gut ausgefallen. Das starke Wachstum ist keine Eintagsfliege, sondern die Fortsetzung eines Trends, der schon drei Jahre anh\u00e4lt, lange aber wenig beachtet wurde. War das Wachstum zu Beginn vor allem auf Deutschland konzentriert, ist es nun deutlich breiter abgest\u00fctzt. Allen voran das nun politisch durchgesch\u00fcttelte Spanien kommt wieder gut voran, aber auch in Frankreich und Italien sieht es besser aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Reduktion europ\u00e4isches QE-Programm<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das gute Wachstum wird die EZB dazu veranlassen, ihre Geldpolitik mit der Zeit restriktiver zu gestalten. Ich gehe davon aus, dass das QE-Programm ab Januar 2018 schrittweise reduziert und bis Mitte Jahr gestoppt wird. Damit ist der Weg frei f\u00fcr erste Zinserh\u00f6hungen im zweiten Halbjahr 2018. Dies sch\u00fcrt die Fantasie der Investoren im Devisenmarkt, dass der Euro noch st\u00e4rker wird. Denn h\u00f6here Zinsen bedeuten ja eine st\u00e4rkere W\u00e4hrung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So einfach ist es aber nicht. Zum einen steigen die Zinsen auch in den USA und die Zinsdifferenz zwischen Europa und Amerika wird nicht kleiner. Zum anderen sind die grundlegenden Probleme des Konstrukts Euro nicht gel\u00f6st. Da sind einmal die grossen wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den verschiedenen Eurol\u00e4ndern. Der Franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Macron versucht mit seinen Vorst\u00f6ssen f\u00fcr einen Europ\u00e4ischen Finanzminister und einen Europ\u00e4ischen W\u00e4hrungsfonds zur Finanzierung von Investitionen diese zu mildern.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ob er sich mit seinen Pl\u00e4nen durchsetzen kann, ist allerdings unsicher. Der Widerstand in den L\u00e4ndern, die sich als Zahler sehen, wird gross sein. Das gr\u00f6sste Problem bleibt die Schuldenlast vieler L\u00e4nder. Diese beeintr\u00e4chtigt die M\u00f6glichkeiten der EZB in ihrer Geldpolitik. Nicht h\u00f6here Zinsen sind das Problem, sondern die Tatsache, dass sich die Finanzm\u00e4rkte daran gew\u00f6hnt hat, dass die EZB die Schulden der Probleml\u00e4nder finanziert. Die EZB wird weiterhin Italienische und Spanische Staatsanleihen kaufen m\u00fcssen, um die Anleger nicht zu erschrecken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die St\u00e4rke des Euro kann noch etwas anhalten <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zumindest bis klar ist, wie und wann die EZB ihr QE-Programm beendet und mit Zinserh\u00f6hungen beginnt bleibt der Euro stark. Zum Franken wird der Euro in den restlichen Monaten des Jahres bei rund 1.15 bleiben. Wenn die EZB-Euphorie der Devisenh\u00e4ndler verflogen ist, was sp\u00e4testens im Verlaufe des n\u00e4chsten Jahres der Fall sein wird, werden die Probleme des Euro wieder zum Thema. Der Euro wird dann zum Dollar schw\u00e4cher, und im Schlepptau dieser Bewegung auch zum Franken. Die SGKBPrognose f\u00fcr den EUR\/CHF in zw\u00f6lf Monaten sieht einen Kurs zwischen 1.07 und 1.12, also deutlich tiefer als heute.<\/p>\n<p>Quelle: BondWorld<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 26. Oktober findet die n\u00e4chste Sitzung des EZB-Rates statt. Die Finanzm\u00e4rkte erwarten, dass Mario Draghi dann bekanntgeben wird, ob, wann und wie die EZB ihr bis Ende Jahr laufendes QE-Programm verl\u00e4ngert oder stoppt. 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