{"id":3106,"date":"2017-10-19T06:00:00","date_gmt":"2017-10-19T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2017\/10\/19\/nordea-asset-management-an-den-maerkten-steht-die-gezeitenwende-bevor\/"},"modified":"2020-02-04T09:00:22","modified_gmt":"2020-02-04T08:00:22","slug":"nordea-asset-management-an-den-maerkten-steht-die-gezeitenwende-bevor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/nordea-asset-management-an-den-maerkten-steht-die-gezeitenwende-bevor\/","title":{"rendered":"Nordea Asset Management: An den M\u00e4rkten steht die Gezeitenwende bevor"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: justify;\">Die Geldplitik der US-Notenbank wird nach Ansicht des Verm\u00f6gensverwalters Nordea Asset Management zum Bremsklotz f\u00fcr die Weltkonjunktur. Den B\u00f6rsen stehen damit unruhigere Zeiten bevor&#8230;.<\/div>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #00ffff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\" style=\"color: #00ffff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\" style=\"color: #00ffff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Witold Bahrke<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Zur\u00fcckfahren der quantitativen Lockerungsmassnahmen durch die Fed wird nach Einsch\u00e4tzung von Witold Bahrke, Senior-Stratege bei Nordea Asset Management, dazu beitragen, das globale Wachstum zu verlangsamen und zu st\u00e4rkerer Volatilit\u00e4t an den Finanzm\u00e4rkten f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDass die Fed ihre Geldpolitik strafft, nimmt immer mehr Gestalt an\u201c, <strong>sagt Bahrke.<\/strong> \u201eSie will ihre auf 4,5 Billionen Dollar gewachsene Bilanz abbauen und das heisst: Die Liquidit\u00e4tsschwemme, mit der die M\u00e4rkte lange Zeit \u00fcberflutet wurden, wird abebben.\u201c Die Drosselung durch die Fed wird zun\u00e4chst eher gem\u00e4chlich verlaufen, dann aber an Fahrt gewinnen und auf dem H\u00f6hepunkt ein auf das Jahr gerechnetes Volumen von 600 Milliarden US-Dollar erreichen. \u201eDas ist eine betr\u00e4chtliche Gr\u00f6ssenordnung, entspricht es doch vom Umfang her dem zweiten geldpolitischen Massnahmenpaket der Fed \u2013 nur eben unter umgekehrten Vorzeichen\u201c, erl\u00e4utert Bahrke die Konsequenzen. \u201eWenn sich die Gr\u00f6ssenverh\u00e4ltnisse bei der Liquidit\u00e4t \u00e4ndern, werden sich auch die Verh\u00e4ltnisse an den M\u00e4rkten \u00e4ndern\u201c, ist sich der Nordea-Experte sicher \u2013 zumal er nicht erkennen kann, wer die entstehende Liquidit\u00e4tsl\u00fccke f\u00fcllen k\u00f6nnte: \u201eDie Bank von Japan wird sicherlich weiter Geld in das System pumpen \u2013 sch\u00f6n und gut. Aber abgesehen davon werden sich die gelpolitischen Impulse der andere wichtigen Notenbanken, allen voran die der Europ\u00e4ischen Zentralbank und der chinesischen Notenbank, vielleicht nicht gerade umkehren, aber zumindest werden sie abflauen. Das wiederum spricht f\u00fcr ein schwaches Weltwirtschaftswachstum.\u201c F\u00fcr Bahrke gibt es daher keinen Grund f\u00fcr die Investoren wegen der auslaufenden geldpolitischen Lockerungsmassnahmen gelassen zu bleiben. \u201eZumal die Tatsache, dass die US-Inflationsrate weiterhin unter der von der Fed angepeilten Zielmarke von zwei Prozent liegt, die Sache nicht einfacher macht.\u201c Daraus resultiert f\u00fcr den Nordea-Mann ein Unterschied zu vorangegangenen Phasen, in den die Fed die Z\u00fcgel angezogen hat. \u201eEs ist nicht die Inflation! Sondern die Sorge um die Stabilit\u00e4t des Finanzsystems ist der Hauptgrund daf\u00fcr, dass die Fed ihre Bilanz zur\u00fcckf\u00e4hrt\u201c, ist Bahrke \u00fcberzeugt. Denn die quantitative Lockerung habe die Verm\u00f6genspreise nach oben katapultiert. Darauf aber k\u00f6nne die US-Notenbank mit ihren herk\u00f6mmlichen Instrumenten keinen direkten Einfluss nehmen. \u201eUnter diesem Gesichtspunkt ist der Kurswechsel der Fed sinnvoll. Weil sie damit die Risiken f\u00fcr die Finanzm\u00e4rkte, die aus dem Anstieg der Verm\u00f6genspreise resultieren, eind\u00e4mmt\u201c, erl\u00e4utert Bahrke. \u201eAber aus der Sicht der Realwirtschaft bedeutet das: Die Abw\u00e4rtsrisiken sind gr\u00f6sser als in fr\u00fcheren Phasen einer straffen Geldpolitik.\u201c<br \/> &nbsp;<br \/> Derzeit sieht der Experte die globale Wirtschaft im Grossen und Ganzen eher in einer Art optimistischer Wartestellung verharren. \u201eEs ist anders kaum m\u00f6glich, die gestiegenen Risiken und Unsicherheiten f\u00fcr das Wirtschaftswachstum in Folge der schwindenden Liquidit\u00e4t in Einklang zu bringen mit Gesch\u00e4ftserwartungen, die auf einem Niveau von vor der Finanzkrise liegen.\u201c Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung daf\u00fcr sind Hoffnungen auf die fiskalpolitischen Impulse einer Steuerreform, die US-Pr\u00e4sident Donald Trump angek\u00fcndigt hat. \u201eIch rechne dabei aber damit, dass wir in den kommenden Monaten irgendwann einen Ganz-oder-gar-nicht-Punkt erreichen werden.\u201c Die Skepsis gegen\u00fcber der von Trump verfolgten Wirtschaftspolitik hat sich aus Sicht der Nordea-Experten bislang jedenfalls als berechtigt erwiesen. Vor dem Hintergrund des bisherigen Verlaufs der Amtszeit von Trump sollten Investoren gewarnt sein, ihre Marktsicht allein auf politische Einflussfaktoren zu begr\u00fcnden. \u201eAllein unter dieser Perspektive d\u00fcrfte sich das Wachstum der US-Wirtschaft in den kommenden Quartalen eher verlangsamen, gleichwohl ist derzeit nicht erkennbar, dass es deutlich einbricht\u201c, so Bahrke. \u201eWiderspr\u00fcchlich dazu gibt es derzeit eine wachsende Zahl von Stimmen, die eine anhaltende Erholung der Weltkonjunktur erwarten. Wir dagegen bleiben vorsichtig und werden beobachten, wie sich die makro\u00f6konomischen Rahmendaten in Folge der sich verknappenden Liquidit\u00e4t entwickeln.\u201c<br \/> &nbsp;<br \/> Und wie werden die M\u00e4rkte auf diese Entwicklung reagieren? Nach Einsch\u00e4tzung des Nordea-Strategen wird mit dem geldpolitischen Schwenk der Fed nicht nur die Quantit\u00e4t, sondern auch der Preis von Geld angepasst werden. \u201eIn dem Masse wie sich die Investoren nicht mehr durch das billige Geld der Notenbanken absichern k\u00f6nnen, werden sie wankelm\u00fctig bei ihren Entscheidungen und die Volatilit\u00e4t wird als Folge davon steigen\u201c, prognostiziert Bahrke. \u201eDies zeigt sich bereits in der Entwicklung der Devisenm\u00e4rkte, die die Notenbanken mit ihrer Politik zum jetzigen Zeitpunkt weniger beeinflussen als beispielsweise die Aktienm\u00e4rkte. Dort haben die Schwankungen in den vergangenen Monaten bereits erkennbar zugenommen.\u201c Er empfiehlt daher Investoren auf diejenigen Marktsegmente zu achten, die in der Vergangenheit besonders von der expansiven Geldpolitik der Fed profitiert haben. Dazu z\u00e4hlen zum Beispiel Hochzinsanleihen.<br \/> &nbsp;<br \/> Grunds\u00e4tzlich sei jedoch kein Ausverkauf an den Anleihem\u00e4rkten zu erwarten, obwohl dort zum Teil gegenl\u00e4ufige Kr\u00e4fte wirken. \u201eKurzfristig k\u00f6nnten die Zinsen durchaus steigen. Denn auf der einen Seite bedeutet ein Auslaufen der Anleiheankaufprogramme eine sinkende Nachfrage nach Zinspapieren\u201c, f\u00fchrt Bahrke aus. \u201eAber die Investoren sollten bedenken, dass eine geldpolitische Straffung \u2013 vor allem, wenn Sie aus Stabilit\u00e4tserw\u00e4gungen und nicht wegen eines \u00fcberbordenden Wachstums oder steigender Inflationsraten erfolgt \u2013 deflation\u00e4r wirkt. Das spricht mittelfristig eher f\u00fcr niedrigere S\u00e4tze und daher positive Entwicklungen f\u00fcr der Staatsanleihen von Kernl\u00e4ndern \u2013 vor allem, wenn man nachhaltig wirkende strukturelle Faktoren wie eine \u00fcberalterte Weltbev\u00f6lkerung und eine hohe Verschuldung mitber\u00fccksichtigt.\u201c<br \/> &nbsp;<br \/> Die Ausgangslage bei Aktien ist dagegen eine andere. \u201eNachdem Aktien in den vergangenen Jahren mit dem R\u00fcckenwind einer expansiven Geldpolitik Anleihen outperformt haben, bedeutet umgekehrt eine R\u00fcckf\u00fchrung der Notenbankbilanz Gegenwind f\u00fcr Dividendentitel \u2013 vor allem f\u00fcr Titel aus Branchen und Regionen, die von der Liquidit\u00e4tsschwemme in den vergangenen Jahren besonders profitiert haben\u201c, erl\u00e4utert der Nordea-Experte seine Marktsicht. Er erwartet daher f\u00fcr Aktien in den kommenden Monaten einen eher holprigen Kursverlauf und niedrigere Ertr\u00e4ge. Dennoch sieht er keinen Grund f\u00fcr einen \u00fcbereilten Ausstieg: \u201eNach wie vor bleiben Aktien attraktiv gegen\u00fcber Anleihen. Allerdings drohen die <em>absolut <\/em>betrachtet hohen Bewertungen zum Problem zu werden, wenn sich die Auswirkungen einer knapper werdenden Liquidit\u00e4t an den M\u00e4rkten bemerkbar machen.<\/p>\n<p>Source: BondWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geldplitik der US-Notenbank wird nach Ansicht des Verm\u00f6gensverwalters Nordea Asset Management zum Bremsklotz f\u00fcr die Weltkonjunktur. 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